Transalp mit "Dr. rad"Andreas Albrecht

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Eisjoechl Solotour 1996
 

Eisjöchl-Solotour 1996

Das wichtigste in Kürze

Strecke Pfelders- Eisjöchl - Pfossental - Schnalstal - Naturns - Kastelbell - Tarscher Pass - Ultental - Lana - Eppan - Kaltern
Länge 150 km
Höhenmeter 3200 hm
Termin 12./13. September 1996
Etappen (2)
Tag Strecke km hm
1.Tag Pfelders- Eisjöchl - Pfossental - Schnalstal - Naturns - Kastelbell -Burg Juval - Kastelbell 68 1700
2.Tag Kastelbell - Tarscher Pass - Ultental - Lana - Eppan - Kaltern 82 1500
Detail-Infos zu den Tagesetappen siehe Verweise im Tourbericht
Landkarten Kompass: Digitale Karte Südtirol, 53
Tourplanung Andreas Albrecht
Solotour Andreas Albrecht

Tourbericht

Prolog

Nach dem im Juli 1996 fehlgeschlagenen Versuch, das Eisjöchl zu bezwingen, wollte ich es noch in diesem Jahr unbedingt wissen. Im September machte ich mich auf einen Kurztrip nach Süd-Tirol.  Ich kannte meine Leistungsfähigkeit und wußte nun auch, was Schiebepassagen sind. Meine Eltern machten zu der Zeit am Kalterer See Urlaub. Ich also hinterher. An einem Morgen im September fuhren sie mich nach Pfelders.

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1. Tag: Eis-Jöchl
In Pfelders war diesiges Wetter. Der Weg war nur zu erahnen. Ich wußte, ca. 1000 hm schieben und/oder tragen erwarteten mich. Bis zur Lazinser Alm fuhr es sich normal auf schönem Forstweg, eine gute Einstimmung. An der Alm machte ich nochmals Rast und dann stürzte ich mich ins Abenteuer. Es war alles halb so schlimm, wie ich befürchtete. Kurze Stücke waren sogar fahrbar. Aber es gab nur eine kurze Tragepassage. Die Aufstiegsrate lag bei ca. 500 Höhenmeter pro Stunde bei leichtem Gepäck. Ein Wert, der sich dann bei den folgenden Touren immer wieder bestätigte. Je nach Gepäck und Untergrund kann man mit ca. 400 - 550 Höhenmter pro Stunde rechnen.
Jedenfalls war ich ziemlich überrascht, als plötzlich die Wolkenschleier aufrissen und die Stettiner Hütte zum Greifen nah vor mir lag. 13.30 Uhr war ich oben. Die Sicht war zwar nicht besonders, aber ich war stolz, es geschafft zu haben.
Die Abfahrt durch's Pfossental und durch's Schnalstal runter in den Vinschgau ist ein Traum. Vermutlich läßt sich das Eisjöchl von Süden her besser fahren. Man müßte es mal ausprobieren.
Durch Apfelplantagen auf dem Etsch-Radweg gelangte ich nach Kastelbell, wo ich Quartier fand. Den Tag ließ ich ausklingen mit einer Stipvisite auf Burg Juval, dem Wohnsitz von Reinhold Messner.
Tourdetails: (Strecke, Höhenprofil)
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2.Tag: Tarscher Pass 
Um es kurz zu sagen. Der Tarscher Pass wird immer wieder gern als Übergang vom Etsch-Tal ins Ultental genannt und gefahren. Ich halte ihn für denkbar ungeeignet. Sowohl bergauf als auch bergab gibt es eine Menge zu schieben und zu tragen. Beim Eisjöchl ist das vielleicht aufgrund der erreichbaren Höhe noch zu akzeptieren. Hier ist es nach meinem Empfinden einfach nur sinnlos, zumal es einen eindeutig besseren Übergang vom Etschtal ins Ultental gibt, den ich durch intensives Kartenstudium entdeckte. Der Weg über die Naturnser Alm schien komplett fahrbar, was sich bei meiner Eisjöchl Tour 1997 dann auch als Volltreffer herausstellte.
Ich war jedenfalls ziemlich sauer, als ich dann auch noch bergab ca. 300 Höhenmeter schieben mußte. Der Single-Trail war total verblockt und mit Rucksack für mich und sicher auch für die meisten anderen unfahrbar. Der Rückweg dann das Ultental hinab und zurück nach Kaltern durch die Obstplantagen entschädigte mich dann doch noch für die Schinderei.
Tourdetails: (Strecke, Höhenprofil)
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Fazit
Das Eisjöchl ist eines der Highlights in den Alpen, die mit dem MTB noch gut zu erreichen sind. Ein Muss für jeden Fan. Gut geeignet auch für diverse Rundtouren.
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