Transalp mit "Dr. rad"Andreas Albrecht

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Transalp 1996
 

Transalp 1996 - Sterzing-Gardasee

Das wichtigste in Kürze

Strecke Sterzing - Ridnaun - Schneebergscharte - Moos in Passeier - Meran - Ultental - Rabbi-Joch - Val di Sole - Tuenno - Andalo - Molveno - Ponte Arche - Val di Lomasone - Riva - Malcesine
Länge 281 km
Höhenmeter 6545 hm
Termin 22.-26. Juli 1996
Etappen (5)
Tag Strecke km hm
1.Tag Sterzing-Ridnaun-Tal-Schneebergscharte-Moos in Passeier 42 2000
2.Tag Moos in Passeier-St. Leonhard-Meran-Lana-Ultental-St. Gertraud 74 1640
3.Tag St. Gertraud-Rabbijoch-Rabbi-Male-Cles-Tuenno 50 1185
4.Tag Tuenno-Cuneva-Lover-Spormaggiore-Andalo-Molveno-Ponte Arche-Dasindo 69 1170
5.Tag Dasindo-Val di Lomasone-Monte Pozze-Tenno-Riva-Torbole-Malcesine 45 770
Detail-Infos zu den Tagesetappen siehe Verweise im Tourbericht
Landkarten Kompass: Digitale Karte Südtirol, 44, 052, 53, 072, 73, 101
Tourplanung Dieter Stein, Andreas Albrecht
Teilnehmer Andreas Albrecht, Dieter Stein

Tourbericht

Prolog
Diese Tour geht ein in die Kategorie: Erfahrung sammeln, aber noch mal gut gegangen.
Eigentlich sollte es die "Eisjöchl-Tour" werden. Meine Erfahrung reichte noch nicht aus, um einschätzen zu können, was 800 Höhenmeter schieben/tragen bedeuten. Wir folgten einfach dem Tourenvorschlag "Transalp V" aus der Zeitschrift "BIKE". Die Schneebergscharte erwies sich als Scharfrichter, der unerbittlich konditionelle Schwächen meines damalige Bike-Partners aufdeckte. Ein Wettersturz in der Phase kurz vor der Pass-Höhe hätte böse ausgehen können. Trotzdem kamen wir oben an, wenn auch total verausgabt. Das Eisjöchl hakten wir für diese Tour erst mal ab.  Zumindest hatten wir aber die Karten dabei, so daß wir abends im Quartier eine alternative Route zum Gardasee ausarbeiten konnten, sozusagen -Transalp light-, vom ersten Tag mal abgesehen.
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1. Tag: Schneebergscharte
Durchs beschauliche Ridnaun-Tal ging es noch ganz gut. An den ersten Steigungen zeigte sich dann schon, daß die Leistungsfähigkeit recht unterschiedlich war. Das ist jedoch normal und auch kein Grund zur Sorge. Wenn man dann aber nicht richtig ißt, hat man leider nichts zum Zusetzen, wenn es knüppeldick kommt. Nudeln in allen Variationen sind immer eine gute Wahl. Interessanterweise habe ich während meiner Bike-Touren zum Frühstück immer einen Heißhunger auf Marmelade, die ich zuhause nie esse. Also immer in sich hineinhorchen, der Körper weiß schon, was er dringend braucht.
Bis zum Bergwerk Maiern nur Asphalt, dann bis zur Lazzacher Alm ein guter Forstweg, steil aber fahrbar. Was dann folgte, war eine rechte Quälerei. Die letzten 200 Höhenmeter  vor der Scharte legte ich doppelt zurück. Ab wechselnd schob ich beide Räder hoch. Irgendwie waren wir gegen 17.00 Uhr dann doch oben auf der Schneebergscharte. In Moos beratschlagten wir dann bei Spaghetti, Bier und Wein die alternative Route. Dieter traute sich das Eisjöchl noch nicht zu. Im Bett summten dann die Beine kräftig. Tiefschlaf stellte sich jedoch nicht ein, die körperliche Anspannung läßt nur langsam nach.
Tourdetails: (Strecke, Höhenprofil)
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2.Tag:Ultental
Wohlgemut geht es am Morgen los. Strahlender Sonnenschein und eine rauschende Abfahrt das Passeier-Tal hinunter bis nach Meran. Hier machten wir wieder den gleichen Fehler und aßen nichts ordentliches. Die Auffahrt ab Lana ins Ultental bei sengender Hitze war dann wieder vom feinsten, kurbeln bis der Arzt kommt. Ganz am Ende des Ultentales erwischten wir dann ein Quartier in St. Gertraud.
Tourdetails: (Strecke, Höhenprofil)
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3.Tag: Rabbi-Joch
Am 3. Etappentag erwartete uns der Übergang ins Italieniesche via Rabbi-Joch. Ein Erlebnis mit Genuß diesmal auch für uns. Die Schiebe-Passagen waren nicht zu lang und wir nun daran gewöhnt. Am Rabbi-Joch war es zwar etwas neblig, wir waren aber sehr stolz, eine Berg-Passage geschafft zu haben. Nach ausgiebiger Rast ging es steil bergab, ohne Federung nicht das reine Vergnügen. Im Val di Sole umpfing uns warme mediterrane Luft. Auf Radwegen und Nebenstraßen rollte es sich sehr entspannt bis Tuenno. Hier suchten wir uns schließlich Quartier.
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4.Tag:Brenta-Gruppe
Weiter ging's durch Obstplantagen an den Rand der Brenta-Gruppe. Die Steigung nach Andalo, einem italienischen Ski-Ort erwies sich als moderat auf der Straße. Nach rasanter Abfahrt legten wir in Molveno am Lago eine Badepause ein., um danach weiter bergab bis Ponte Arche zu sausen. Hier treffen sich viele Transalp-Routen. Wir wollten weiter durch's Val die Lomasone zum Gardasee und suchten deshalb Quartier in Dasindo, einem verschlafenen Örtchen.
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5. Tag: Gardasee
Wir wußten nun, daß wir es zum Gardasee schaffen. Sanftes Einrollen durch das einsame Val di Lomasone bei strahlendem Sonnenschein ließ die Tour zum Genuß werden. Die letzte Schiebepassage auf dem alten Römerweg schreckte uns auch nicht mehr. Oben auf dem Plateau bei ca. Höhe 1000 m rollte es sich hervorragend und auf einmal sahen wir ihn von oben das erste Mal, den Gardasee. Wahrlich ein beeindruckender Augenblick für uns. Diesen Abschnitt als letzte Etappe kann ich nur wärmstens empfehlen. Am Holzkreuz hoch über dem See macht wohl jeder dann noch mal Foto-Rast, bevor man dann die letzten Höhenmeter hinunter nach Riva verheizt.
Tourdetails: (Strecke, Höhenprofil)
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