Transalp.info by Andreas Albrecht

Albrecht-Route 6 Tage


4. Tag: Val Mora, La Baita

Tag4 Bild1Herrliches Wetter begrüßte uns am Morgen, und nach einem reichhaltigen Frühstück ging es erst mal bergab ins Münstertal. Ein Stück nach Osten und schon begann der Schotteranstieg in das traumhafte Val Mora, 600 hm am Stück. Jeder fand sein Tempo, und nach einer guten Stunde trafen wir uns an einer Alm wieder. Mittlerweile hatte sich auch eine Gruppe eines Alpencross Veranstalters genähert, die sich aber als recht inhomogen herausstellte. Während einige ihre überschüssige Energie beim Turnen mit den Bikes auf den herumliegenden Felsbrocken loswerden mussten (unter kräftigem Geläster unserer Gruppe), quälten sich noch etliche Nachzügler den Berg hinauf. Wir beeilten uns, um vor ihnen den Trail nach Italien zum Lago di Cancano zu fahren. Streckenweise mussten wir schieben, aber der Rest war pures Vergnügen.

Tag4 Bild2An einer sehr schön am Lago gelegenen Gaststätte kam dann die Enttäuschung, es gab nichts mehr zu Essen! Kohlehydrate mussten her, also nichts wie weiter. Aber zuerst mussten wir an den 2 Stauseen entlangfahren, die Straße war zwar recht langweilig und ziemlich befahren, die Ausblicke dagegen auf die Stilfserjochregion fantastisch. Nach einer kurzen Pause bei den Torri di Fraele ging es über den gleichnamigen Pass in unzähligen Serpentinen hinunter nach Bormio. Der Pass wurde übrigens für die Lastwagentransporte zu den Stauseen angelegt. Vor Bormio noch fanden wir ein Restaurant, in dem wir unsere Apfelschorle und die heißbegehrten Nudeln bekamen.

Tag4 Bild3Von Bormio aus ging es dann erst mal bergab Richtung Sondrio. Einige Gegenanstiege ließen unsere Windschattenfahrerei dann doch auseinanderfallen, bei der Ankunft in Le Prese war ich dann ziemlich platt, und hatte wenig Lust auf die folgenden 850 hm zu unserer Hütte im Val Rezzalo. Die ersten 500 hm auf Teer bis Fumero waren dann doch in gut einer Stunde geschafft, und bei der anschließenden Schiebepassage (15% Steigung auf groben Steinplatten, da schiebt es sich genauso schnell wie es sich fährt) traf ich mich wieder mit Olli und Sascha. Die Hütte "La Baita" entpuppte sich als sehr liebevoll hergerichtete Alm, mit einem schönen Gastraum und einfachen, aber neuen und sauberen Schlafzimmern. Der Wirt Alessandro begrüßte uns herzlich, und verwöhnte uns mit Salat, Nudeln, Nachspeise, Käse und Schnaps.

La Baita: http://www.rezzalovacanze.com/