Transalp.info by Andreas Albrecht

Albrecht-Route Uina


 fimbatalTourbericht

Vorbemerkung: Damals konnte ich nicht ahnen, was sich aus meiner Routensuche alles entwickelt. Jedenfalls sollte diese Tour die Basis der späteren Albrecht-Route werden. Deshalb lasse ich den Originalbericht soweit als möglich stehen wie ich ihn damals aufgeschrieben habe. Digitale Kameras waren im Jahr 2000 noch etwas Exotisches, die Bilder waren im Ursprung analog geknipst - falls jemand noch weiß, was das ist. Gefahren bin ich nach einer reinen Kartenplanung, ohne GPS. Geht alles!

Prolog


Transalp mit dem Mountainbike zu fahren übt eine unvergleichliche Faszination aus. Seit 1994 bin ich in den Alpen unterwegs. Eigene Erfahrungen sind unverzichtbar, um das Erlebnis genießen zu können und es nicht zum unkalkulierbaren Wagnis werden zu lassen. Transalp zu planen wird immer ein Kompromiss sein zwischen Fahrbarkeit der Strecken und dem Eintauchen in die Felswelt des Hochgebirges. Der Alpenhauptkamm zwischen den Ötztaler Alpen und den Hohen Tauern bietet für Biker keine komplett fahrbaren Übergänge an. Mindestens eine Stunde schieben oder tragen ist immer angesagt. Das Fahren soll bei Transalp jedoch im Mittelpunkt stehen. Auf die vielbefahrenen Auto-Pass-Straßen auszuweichen ist auch keine Alternative, wenn das majestätische Erlebnis der stillen Bergwelt im Vordergrund stehen soll. Weiter westlich sieht es günstiger aus. Hinter dem Fernpass liegen die Übergänge in greifbarer Nähe, die den Transalp in Richtung Gardasee, dem klassischen Endpunkt, auch für Otto Normalbiker möglich machen. Die wilde und zerklüftete Verwall-Gruppe ist wie die Silvretta durchzogen von den hier typischen V-Tälern. Sie führen relativ sanft in Höhen von 2400-2600 m und sind zu großen Teilen fahrbar. Wenn  man dann die für Biker uneinnehmbare Gletscherfestung des Ortler-Massivs westlich umfährt, ergibt sich die Streckenführung fast von selbst.


Hinweis: In den folgenden Detailinformationen der einzelnen Tage sind die originalen Uhrzeiten angegeben. Auch die damaligen Übernachtungspreise (soweit angegeben) aus der Zeit vor dem EURO haben eine gewisse historische Bedeutung und lassen mich heute schmunzeln.