Transalp.info by Andreas Albrecht

Albrecht-Route

Trailer zur DVD Abenteuer Alpencross 2 - Transalp auf der Albrecht-Route - © Sebastian Runschke und Roland Schymik - SERU Film


Strecke:

Garmisch- Fernpass - Landeck - St. Anton - Verwall-Tal - Galtür - Ischgl - Fimberpass - Scuol - Pass da Costainas - St. Maria - Val Mora - Passo Verva - Grosio - Val Rezzalo - Passo Gavia - Ponte di Legno - Montozzo - Val di Sole - Madonna di Campiglio - Gardasee

Länge: 487 km
Höhenmeter: 11.921 hm
Etappen (7): Kilometer, Höhenmeter

1. Tag: 79 km, 849 hm
Garmisch-Partenkirchen - Ehrwald - Fern-Pass - Schloss Fernstein - Strad - Imst - Landeck

2. Tag: 78 km, 2240 hm
Landeck - St. Anton am Arlberg - Verwall-Tal - Heilbronner Hütte - Galtür - Ischgl - Fimber-Tal - Bodenalpe

3. Tag: 68 km, 1996 hm
Bodenalpe - Fimber-Pass - Vna - Sent - Scoul - S-charl - Pass da Costainas - Lü - St. Maria im Münstertal

4. Tag: 73 km, 1503 hm
St. Maria im Münstertal - Val Mora - Lago Cancano - Arnoga - Passo Verva - Eita - Grosio

5. Tag: 50 km, 2254 hm
Grosio - Le Prese - Fumero - Val di Rezzalo - Passo dell' Alpe - Gavia-Pass - Ponte di Legno

6. Tag: 64km, 2217 hm
Ponte di Legno (Precasaglio) - Pezzo - Montozzo - Pejo - Fucine - Dimaro - Madonna di Campiglio

7. Tag: 75 km, 862 hm
Madonna di Campiglio - Val d'Agola - Passo Bregn de l'Ors - Val d'Algone - Stenico - Villa Banale - Sarche - Arco - Torbole

Hinweis: Hier ist die Strecke so dokumentiert, wie ich sie bei der Ur-Route im Jahr 2004 gefahren bin. Aufgezeichnet wurde die Strecke damals von mir mit einem Radcomputer von CICLO, bei dem man Punkte setzen konnte. Die Albrecht-Route hat sich zum Dauerbrenner in der Transalp-Szene entwickelt. Trotzdem lässt sie sich immer noch verbessern. Einerseits werden neue Wege gebaut. Andererseits habe ich gezielt danach gesucht, Straßenpassagen verschwinden zu lassen zugunsten von Schotterpisten oder noch besser Trails. Änderungen an der klassischen Route habe ich nur sehr behutsam vorgenommen. Auf der Übersichtskarte kann man sich die Unterschiede anschauen. Auch der Vergleich der Höhenprofile zeigt deutlich die Entwicklung der Albrecht-Route. Die Ergebnisse resultieren auch aus meinen Recherchen zur Version v2 der Albrecht-Route, die hier im Internet dokumentiert wird.

Medien

Wenn ihr die Tour individuell nachfahren wollt, ist folgendes verfügbar: GPS-Tracks, Kartenscans, TOPO-Karte für Garmin GPS-Geräte, Transalp Roadbook, DVD, Finisherbikeshirt: im Webshop


Übersichtskarte

Wichtig: Internetadresse muss mit www eingegeben werden, sonst erscheint bei manchen Browsern unter Umständen nur ein weißer Kasten.

schwarz: Hauptroute 2004
blau: Hauptroute 2017
Klicken auf den Track zeigt den Namen an
Karte als Lightbox in eigenem Fenster öffnen: Albrecht-Route 2004 vs 2017

 

 

Vergleich Höhenprofile der aktuellen Albrecht-Route mit der Ur-Route 2004

albrecht route 2004 komplett

Albrecht Route 2017

Landkarten

KOMPASS: Digitale Karte Über die Alpen, Digitale Karte Schweiz, Wanderkarten: WK 5, WK 35, WK 41, WK 42, WK 072, WK 73, WK 94, WK 98, WK 101
Übersichtskarte: Kompass: Straßenkarte 358  Tirol - Trentino
Karte bei Amazon bestellen durch Klicken auf die jeweilige Nummer

Tourplanung, Tourführung:

Andreas Albrecht
gefahren vom 5.-11. September 2004: Andreas Albrecht, David (München), Reiner (Arnstadt), Matze (Gräfenroda), Uli (Gelnhausen), Olaf (Mainz), Christian (Deggendorf), HaPe (Ulm - bis 3. Tag)


Shuttle, Gepäck:

www.bikeshuttle.it: mit Sitz in Mals am Reschenpass - Tel: 0039-320-3114552

www.bikeshuttle.at: mit Sitz in Nauders am Reschenpass, TRANSALP-HOTLINE: 0043-664-1217050

PKW-Überführung vom Start- zum Zielort: www.transalp-shuttle.com Tel: 0049-171-3240804 oder 0043-676-6877008

Bike Shuttle Andre Conti (spricht sehr gut deutsch) - Kleinbus für 8 Personen mit Klimaanlage, auch Transalpshuttle:
Sitz: Torbole sul Garda - Tel.: +39 329 1635392 - email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Tourbericht

"Und am Ende sind es nicht die Jahre in deinem Leben, die zählen. Es ist das Leben in deinen Jahren."
Abraham Lincoln (1809-1865)

Vorbemerkung: Diesen Originalbericht habe ich kurz nach der "Erstbefahrung" der Albrecht-Route geschrieben. Ich habe ihn soweit als möglich unverändert gelassen. Das hat einerseits historische Gründe. Andererseits spiegelt er den Geist der Albrecht-Route nach meinem Empfinden gut wider.


Prolog

transalp roadbook1 ringbuch 12 400hochMeine erste Transalp fuhr ich im Jahre 1994. Danach kamen Jahre des Ausprobierens, des Suchens nach einer optimalen Route. Seit dem Jahr 2000 bin ich auf der richtigen Fährte, Jahr für Jahr, Tour für Tour. 4 Jahre später - im September 2004 - bin ich endlich zufrieden. Alles passt zusammen. Die Strecke, die Truppe und auch das Wetter; es spielt mit. 7 Tage Sonnenschein, stahlblauer Himmel und nicht zu heiß; besser kann es gar nicht sein. Ich hatte mich im Vorfeld mit einem Augenzwinkern sogar an den Mondphasen orientiert, um den richtigen Zeitpunkt für die Transalp festzulegen. Wir sind am Ende einer Vollmondphase losgefahren, da ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass es eine Schönwetterphase wird. In die Route habe ich schließlich alle Highlights einbauen können, die ich in den letzten Jahren erfahren habe. Viele Mountainbiker haben inzwischen Anregungen aus meinen Tourberichten aufgegriffen und sind verschiedene Varianten meiner Transalps ab Garmisch nachgefahren. Rückmeldungen aus dem Internet und aus den Hotels an den Etappenorten bestätigen mir das immer wieder. Zuerst war ich schon erstaunt über solch eine Resonanz, dann natürlich erfreut, dass so viele "meine" Touren nachfahren. Sie sind entstanden aus meiner Einstellung zum Mountainbiken in den Alpen. Ich will möglichst viel fahren können, auch und gerade im hochalpinen Bereich. Die Schiebepassagen sollen sich in Grenzen halten und Bikegeschleppe, besonders bergab, finde ich nervig. Das geht anscheinend vielen so. Von Anfang an habe ich darauf geachtet, für den Fall schlechten Wetters eine alternative Route zu haben, auf der die Transalp weitergehen kann. Zum Glück habe ich diese selten gebraucht. Bei dieser Tour hätte ich diesmal gut 2 kg Gepäck im Rucksack sparen können. Regensachen, Winterklamotten - alles nicht notwendig. Aber wer weiß das schon vorher.


Transalp Roadbook in Papierform und als eBook (11. Auflage 2017: berücksichtigt die aktuelle, verbesserte Streckenführung, mit Hinweisen zur 6-Tage-Variante und v2), v2-Strecken sind auf den Übersichtskarten markiert; Änderungen im Vergleich zur 10. Auflage 2016 sind hier dokumentiert


Ebenfalls erhältlich als eBook - mehr Info hier

 


1. Tag: Fern-Pass

01 350 1 4 DSCN1420Strecke: Garmisch-Partenkirchen - Ehrwald - Fern-Pass - Schloss Fernstein - Strad - Imst - Landeck
79 km, 849 hm

Inzwischen könnte ich meine Route aus dem Gedächtnis fahren, so hat sie sich bei mir eingebrannt. Aber sicher ist sicher; ich schleppe also die drei A4-Seiten des Roadbooks und die 18 Blätter gescannter Kartenausschnitte mit. Draufschauen muss ich nur selten, eigentlich nur, um zu sehen, wie wir in der Zeit liegen. Wir sind eine prima Truppe. Schon zu Ostern haben wir uns am Gardasee getroffen und sind gemeinsam Touren gefahren, menschlich passen wir gut zusammen. Das ist mir ganz wichtig, nach den überwiegend positiven Erfahrungen der letzten Jahre. Wieder geht es in Garmisch los. Wir treffen uns an einem sonnigen Spätsommermorgen im September am Parkplatz hinter dem Hauptbahnhof. Es ist ein Sonntag. Das hat den Vorteil, dass wir in der Regel allein auf der Strecke sein werden. Viele starten ja am Samstag. Nur eine Gruppe fährt parallel zu uns. Und wie sich am Abend in Landeck herausstellt, nach meinen Roadbooks. Gemächlich setzen wir uns in Richtung Zugspitze in Bewegung. Diese erste Etappe ist so richtig schön zum Einrollen geeignet. Jeder kann seinen Rhythmus finden.
Von allen Streckenvarianten ist etwas dabei: grober Schotter, knifflige Trail-Passagen, einfache Strecken zum Rollen, bergauf, bergab. Aber nicht zu viel auf einmal; und natürlich der Blick auf die Wälder, die Seen und die Berge der Alpen. Bei dem herrlichen Altweibersommer ein Genuss für die Sinne und ein wohliges Gefühl auf der Haut, die von der Sonne gebräunt wird. Am alten Fernpass sehen wir auf die Autoschlange hinunter, die sich in Richtung Imst quält. Wir sind frei und ungebunden und rauschen die Schotterpiste hinab. Beim Überqueren der Straße müssen wir erst eine Lücke in der unablässig vorüberziehenden Autokarawane abpassen. Die beeindruckendste Passage auf der ersten Etappe ist ohne Zweifel der ausgesetzte Wegabschnitt der uralten "Via Claudia" hoch über den Fernpass-Seen, die türkisblau in der Tiefe schimmern. Tief haben sich die eisenbeschlagenen Wagenräder der alten Römerkarren im Laufe der Jahrhunderte ins Gestein gegraben. Seit ein paar Jahren ist der Weg aus seinem Dornröschen-Schlaf erwacht. Einige Mountainbiker kommen uns an dieser Stelle entgegen. Sie kämpfen sich den Pfad hoch. Für uns geht es heute fast nur noch abwärts. Imst passieren wir an der neuen Kirche und erreichen am Ufer des Inn den bestens ausgebauten Radweg Richtung Landeck.

01 350 1 1 DSCN1387 01 350 1 2 DSCN1398 01 350 1 3 DSCN1404 350 Christian 2004Transalp 013 01 350 1 5 DSCN1432 01 350 1 6 DSCN1435
Wir halten uns nicht groß mit Pausen auf, sondern radeln in flotter Formation los. Olaf gibt einen guten Windschatten. Er fährt, wie ich früher, viel Rennrad und wir erreichen ein flottes Tempo. Wer abreißen lässt, hätte verloren, aber es kommt keinem darauf an, als erster anzukommen. An einer Wasserstelle kurz vor dem Tagesziel finden wir schnell wieder zusammen. Eine Nonne auf einem Fahrrad, die von unsere Spitzengruppe zügig passiert wurde, radelt nach kurzer Zeit entspannt vorbei. So schnell waren wir also doch nicht. Weiter geht's, in wenigen Minuten sind wir im Hotel "Mozart" in Landeck. Das hauseigene Schwimmbad und ein Sonnenbad im Garten warten schon auf uns.

01 350 1 6a 20090823 141042 01 350 1 7 DSCN1440 01 350 1 7a Matze 2004Transalp 026
Wir sind guter Dinge, die Wetteraussichten hervorragend. Wir freuen uns auf das leckere Abendessen. Seitdem ich hier übernachte, habe ich meine Abendgarderobe ein wenig angepasst. Eine leichte Mikrofaserhose für den Abend ist nun immer dabei und eine T-Shirt, dass nicht zu radmäßig aussieht. Ich mache ein Schwätzchen mit dem Hotel-Chef Thomas Radlbeck, den ich vor ein paar Jahren auf einer Messe in Erfurt kennengelernt hatte. Ich freue mich immer über das Wiedersehen. Thomas ist so, wie ich viele Österreicher schätzen gelernt habe: verlässlich, professionell und immer herzlich. Er erzählt mir, dass immer mehr Radfahrer sein Hotel frequentieren. Manche seien für eine Story gut. Einer sei einmal mangels trockener Wechselkleidung barfuß und in Unterwäsche zum Abendessen erschienen, was die anderen Anwesenden und vor allem seine Mutter, die Seniorchefin des Hauses, nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hinriss. Mit einem Augenzwinkern also hier der Hinweis: Im Hotel "Mozart" herrscht Ordnung, Krawattenzwang besteht allerdings nicht.

Übernachtungstipps

siehe Detailinfos


2. Tag: Verwall-Tal

350 2 9 DSCN1472Strecke: Landeck - St. Anton am Arlberg - Verwall-Tal - Heilbronner Hütte - Galtür - Ischgl - Fimber-Tal - Bodenalpe
78 km, 2240 hm

Der Gardasee liegt für die anderen gedanklich noch in weiter Ferne. Für mich ist er schon heute nah. Ich gehe im Geiste die Etappen durch und bin mir sicher, dass wir alle Highlights auf der Strecke erleben werden. Für den zweiten Tag habe ich geplant, über St. Anton durchs Verwall-Tal Richtung Ischgl zu fahren. Das ist bei diesem schönem Wetter ein gute Wahl, auch wenn es erst mal heißt, Strecke zu machen. Bis St. Anton rollen wir im wesentlichen auf der Straße oder dem Seitenstreifen. Der Autoverkehr wird in den nächsten Jahren spürbar nachlassen, wenn der Tunnel der Bundesstraße zwischen Pians und Flirsch freigegeben wird. Am Abzweig ins Paznaun-Tal verabschieden sich Uli und HaPe für heute. Sie fahren die kürzere Strecke Richtung Ischgl. Beide hatten in den Wochen zuvor mit Knieproblemen zu kämpfen. Sie wollen es heute ruhig angehen lassen. Uli kennt den Weg aus dem letzten Sommer. Wir werden uns auf der Bodenalpe wiedertreffen. Gegen Mittag sind sie dort und Uli bestätigt mir per SMS die Ankunft. Ab Flirsch ist es ruhig auf der Strecke. Man könnte zwar auf Nebenwege ausweichen, die im Winter Skiloipen sind; das ist aber nicht zwingend notwendig. In St. Anton am Arlberg ist Gelegenheit, im Supermarkt etwas zu Essen und zu Trinken einzukaufen. Ich bin endgültig dazu übergegangen, tagsüber nur wenig und kleine Portionen zu essen. Wir machen insgesamt nur kurze Pausen, das ist besser für den Körper, der sich auf langandauernde Belastung, aber nicht auf ständige Höchstleistung einstellen muss. Bei dem schönen Wetter ist es auch kein Problem, mal kurz zu stoppen und eine Banane oder einen Riegel reinzuschieben.
In den folgenden Tagen werden wir bei den Bergabfahrten und den flachen Panoramastrecken des Öfteren anhalten müssen; einfach weil uns die Eindrücke der imposanten Gebirgswelt dazu "zwingen". Nach der Ortsdurchfahrt biegen wir am Hotel "Mooserkreuz" links ins Verwall-Tal ab. Im Jahr 2000 bin ich hier das erste Mal entlang gefahren. Damals noch mit dem etwas unsicheren Gefühl, was mich auf der Transalp so alles erwarten wird. Heute bin ich ganz entspannt und genieße das langsame Eintauchen in die Gebirgswelt. Nach der Großbaustelle des Kraftwerks haben wir das Verwall-Tal für uns allein. Es ist ein so genanntes V-Tal, das relativ sanft ansteigend das Überschreiten der Baumgrenze bei rund 2000 Meter auch für den Normalbiker zum Vergnügen werden lässt. Die Konstanzer Hütte ist schnell erreicht und passiert. Jetzt schon eine Pause einzulegen, wäre unklug; danach würde es sich doppelt schwer treten. An der Schönverwall-Hütte ist die Schotterpiste zu Ende. Der Trail beginnt, zunächst noch fahrbar. Wir trudeln in kurzen Abständen ein und machen uns auf den weiteren Weg bis zu einer Brücke. Hier beginnt die erste Schiebepassage in Richtung Heilbronner Hütte, die mit ein paar Tragepassagen gewürzt ist, aber alles im grünen Bereich.

350 2 1 DSCN1448 350 2 2 Matze 2004Transalp 033 350 2 3 DSCN1450 350 2 4 Christian 2004Transalp 038 350 2 5 DSCN1461 350 2 6 DSCN1463

Ehe es richtig lästig zu werden droht, erreichen wir das Hochplateau bei den malerischen Scheidseen und meistern den Schlussanstieg zur Heilbronner Hütte. Matze und Christian fahrenderweise, die anderen schieben meist das letzte Steilstück. Auf der Terrasse knallt die Sonne wie im Hochsommer. Ich esse ein kleines Süppchen, auf mehr habe ich keinen Appetit. Die Abfahrt in Richtung Kops-Stausee ist bei diesem herrlichen Wetter ein Traum. Sie weist keine technischen Schwierigkeiten auf, so lassen wir es einfach rollen und halten immer wieder kurz an, um die Aussicht auf die Bergketten der Silvretta zu genießen. Ehe es richtig lästig zu werden droht, erreichen wir das Hochplateau bei den malerischen Scheidseen und meistern den Schlussanstieg zur Heilbronner Hütte. Matze und Christian fahrenderweise, die anderen schieben meist das letzte Steilstück. Auf der Terrasse knallt die Sonne wie im Hochsommer. Ich esse ein kleines Süppchen, auf mehr habe ich keinen Appetit. Die Abfahrt in Richtung Kops-Stausee ist bei diesem herrlichen Wetter ein Traum. Sie weist keine technischen Schwierigkeiten auf, so lassen wir es einfach rollen und halten immer wieder kurz an, um die Aussicht auf die Bergketten der Silvretta zu genießen. Nach der Verbellaalpe muss man Obacht geben, damit man nach der Schranke einen kurzen giftigen Anstieg nicht verpasst, der nach links zum Stausee führt. Nach rechts in Richtung Partenen weiter abwärts zu rollen, ist zwar verführerisch, hilft aber nicht viel weiter. Man müsste die Transalp dann z.B. auf der Heckmair-Route über das Schlappiner Joch fortsetzen, was sicher auch seinen Reiz hätte. Aber dann sollte man auch so konsequent sein, und von Oberstdorf aus starten. Wir kurbeln also ein kurzes steiles Stück nach oben. Ein paar entgegenkommende Wanderer helfen mental ungemein, um den lästigen Gegenanstieg zu meistern. Am Stausee halten wir kurz inne. Das Wasser ist durch die eingeschwemmten Sedimente milchig himmelblau, aber nicht sehr klar. Kurz nach dem Anstieg zum Zeinisjoch sollte man den See links am Gasthaus auf dem Wanderweg umfahren. Man mündet dann direkt auf dem MTB-Weg Richtung Galtür, den man auch über die Straße erreichen kann. In diesem Falle biegt man dann kurz nach der Passhöhe nach links ab; Orientierungspunkt ist dabei die mautfreie Straße nach Galtür.
Das Zeinisjoch ist noch eine Bemerkung wert. Es hat vermutlich seinen Namen vom einheimischen Ausdruck für die Tränen der Tiroler Kinder. Viele von ihnen mussten bis in die 1940er Jahre ihre damals bitterarme Heimat verlassen, um sich in Schwaben als Dienstmädchen oder -jungen zu verdingen. Hier am Joch verabschiedeten sie sich von ihrer Familie und wurden den Schleppern übergeben. Es ist für uns heute kaum mehr vorstellbar, welche Armutsgrenze vor historisch kurzer Zeit durch die Alpen ging. Im damals reichen und mächtigen Deutschland veranlasste dies manche Einwohner, sich zum allgewaltigen Herrscher über das Leben der ihnen anvertrauten bzw. gekauften Seelen aufzuschwingen. Zum Glück ist mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges diese unsägliche Tradition hinweggefegt worden. Nun aber genug des geschichtlichen Exkurses. Wir genießen die rasante Abfahrt in Richtung Galtür, das schnell in Sichtweite gelangt. Deutlich sind die Lawinenverbauungen zu erkennen, die nach den tragischem Unglück im Jahre 1999 den Ort vor Wiederholungen schützen sollen. Wir sehen deutlich, dass die lawinenauslösenden Berghänge niemals bewaldet waren und auch nicht mit Liftanlagen zugepflastert sind. Es war wohl eher eine Verkettung unglücklicher Umstände, die im damaligen Winter nach tagelangen Schneefällen den weißen Tod in den jahrhundertealten Ort brachte.

350 2 7 DSCN1465 350 2 8 DSCN1466 350 DSCN1479 350 2 11 DSCN1483 350 2 12 DSCN1486 350 2 13 Matze 2004Transalp 044

Wir fahren in den Ort ab, um auf dem Radweg neben der Trisanna bergab zu rollen. Inzwischen hat man sich auf die Zunft der radelnden Sommergäste eingestellt. Der Weg ist bestens ausgeschildert und führt einen nicht ihn Versuchung, die Straße zu benutzen. Bei einzelnstehenden weißen Häusern (Apart Alexander) kurz hinter Galtür folgen wir dann dem Schotterweg entlang der Trisanna. In der Schlucht rücken die Felswände dicht aneinander. Nach dem Hochwassers im August 2005 wurde der Weg neu angelegt und ist nun gut ausgebaut. Schließlich erreichen wir oberhalb der Ortslage Ischgl einen Wegabzweig ins Fimber-Tal, wo heute für uns Endstation sein soll. Damit sparen wir uns den ersten heftigen Teil des Schlussanstieg aus Ischgl heraus. Wir kurbeln den zwar heftigen, aber durchaus fahrbaren Weg zur Bodenalpe hinauf. Wir übernachten hier und nicht wie viele andere auf der Heidelberger Hütte. Diese ist inzwischen viel zu überlaufen. Von Hüttenromantik keine Spur mehr. Dereinst zählte ich dort mehr als 80 Mountainbiker über Nacht, dazu noch rund 100 Wanderer- und Gesangesfreunde der Alpenvereinsektion Heidelberg. Da wird die alpine Einsamkeit wahrlich zum Massenerlebnis. Die Wirtin Esma der Bodenalpe empfängt uns herzlich und wir beziehen unsere Zimmer. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied zur Heidelberger Hütte. Die Zimmer sind sauber und mit Dusche/WC und TV sehr gut ausgestattet. Sogar einen Wäscheservice hält Esma bereit. Abendessen und Frühstück schmackhaft und reichlich, dazu sehr preiswert. Fazit: sehr empfehlenswert.

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Varianten

- ab Landeck über Tobadill und das Almstüberl nach See
- dann die Paznaun-Talstraße bis Ischgl, diverse Umfahrungen möglich

Übernachtungstipps

auf der Strecke in St. Anton am Arlberg: wenn man zum Beispiel die erste Etappe verlängern will oder hier starten will (unter Auslassung der 1. Etappe Garmisch -Landeck)

St. Anton am Arlberg: Hotel Montfort: A-6580 St. Anton am Arlberg, Dorfstraße 57, Tel. 0043-5446-2310

 

Ischgl

Hotel Jägerhof
Direkt an der alternativen Route des 2. Tages gelegen. Niveauvolles, familiär geführtes 4-Sterne-Hotel im Ortszentrum von Ischgl (Nähe Kirche). Falls es durch Wetterunbilden nicht möglich sein sollte, über den Fimberpass zu gehen, kann die Seilbahn nach Samnaun genutzt werden. Diese ist ab einer Nächtigung im Hotel gratis in der Silvretta-Card enthalten, die man als Gast im Hotel erhält. Tolle Sache.
Adresse: Eggerweg 11, A-6561 Ischgl/Tirol, Tel.: +4354445206

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weitere siehe Detailinfos


3. Tag: Königsetappe über den Fimberpass und Pass da Costainas

opener 350 opener 1000 opener DSCN1543Strecke: Bodenalpe - Fimber-Pass - Vna - Sent - Scoul - S-charl - Pass da Costainas - Lü - Tschierv - (St. Maria im Münstertal)
68 km, 1996 hm

Das ist in der Tat eine ordentliche Aufgabe, die heute vor uns liegt. Der Alpenhauptkamm wird zweimal bezwungen. Das sollte man nur bei gutem Wetter riskieren.

3 0 Fimber

3 0 Pass Costainas

Noch ist es kühl, als wir uns an der Bodenalpe auf die Räder schwingen. Die Sonne taucht die Bergspitzen in ein rötliches Licht. Nach und nach ergreift sie auch Besitz vom Tal. Die Schotterpiste ist gut fahrbar, mal mehr, mal weniger steil. An der Schweizer Grenze künden nur die Schilder davon, dass wir nun die Euro-Zone verlassen, zumindest offiziell. Im Engadin ist die europäische Einheitswährung längst als zweites Zahlungsmittel neben dem Schweizer Franken akzeptiert. Mittlerweile gibt es oft auch das Rückgeld in Eurocent. Wir unterbrechen die Fahrt immer wieder durch Fotopausen. Das Morgenlicht ist dazu ideal. Nach einer guten Stunde ist die Heidelberger Hütte erreicht.
Alle Mountainbiker, die hier übernachtet haben, sind schon ausgeflogen. Wir haben den Aufstieg zum Fimber-Pass für uns allein. Der Weg zum Pass erfordert zwar ein paar Schiebepassagen, dauert aber kaum eine Stunde und ist sogar teilweise fahrbar. In vielen Berichten steht folgendes geschrieben: Im Mittelalter sollen über diesen Pass die Toten aus Ischgl zum Friedhof nach Sent im Engadin gebracht worden sein, denn das Paznaun-Tal gehörte jahrhundertelang zur Gemeinde Sent. Im Winter war der Weg unbegehbar. Man ließ deshalb die Leichen einfrieren und brachte sie im Frühjahr in Sent unter die Erde. Klingt gut, oder nicht?
Der Wahrheit kommt wohl folgende Version näher: Die Gemeinde Sent hatte sehr große Weidegebiete im  Paznaun erworben und Ischgl gehörte lange Zeit kirchlich zu Sent. Das mit den Toten ist eine alte Überlieferung. Da sich die Senter nur im Sommer in Ischgl aufhielten, ist es wohl sehr selten vorgekommen, dass die Leichen eingefroren wurden, um sie später zu transportieren. (Quelle: Cla Rauch - Gemeinde Sent). Wie dem auch sei. Am Fimberpass überschreiten wir eine Sprachgrenze. Im Unterengadin spricht man Rätoromanisch. Sie ist die vierte Amtssprache der Schweiz und hat ihre Wurzeln im Lateinischen. Wanderer und Biker grüßen sich mit "Allegra". Der Pass heißt Cuolmen d'Fenga.

350 3 1 Matze 2004Transalp 049 350 3 2 Matze 2004Transalp 050 350 3 3 DSCN1515 350 3 4 Matze 2004Transalp 053 350 3 5 DSCN1525 350 3 6 DSCN1528

Nach und nach treffen alle am Pass ein und sind beeindruckt vom großartigen Panorama, das sich uns bei diesen Wetterbedingungen bietet. Die Abfahrt auf dem weithin einsehbaren Pfad gehört zu den legendären Trails in den Alpen. Wir genießen den anspruchsvollen Single-Trail ins Unterengadin. Bis zur winzigen Alp Chöglias muss man 500 Höhenmeter abwärts je nach Fahrkönnen und Beschaffenheit des Untergrundes einige Teilstücke schieben. Heute hat der Trail den idealen Grip - nicht zu nass und nicht zu trocken. Sogar ich fahre weite Teile. Könner fahren bei guten äußeren Bedingungen fast die gesamte Strecke. Der Pfad ist teilweise ausgewaschen und führt an Abbruchkanten entlang. Bei entsprechender Vorsicht sollte das aber kein Problem darstellen. Später quert man noch eine abenteuerliche Bachbrücke und einen Gletscherbach, erreicht dann einen ruppigen Forstweg bis Griosch.

350 3 7 Matze 2004Transalp 057  350 3 8 DSCN1534 350 3 9 HaPe 2004Transalp 061 350 3 10 HaPe 2004Transalp 065 350 3 12 Matze 2004Transalp 066 350 3 13 DSCN1565

Hier fahren wir weiter auf der guten Naturstraße in Richtung Vna. Kurz vor der Ortslage biegen wir scharf rechts ab in Richtung Kurhaus Val Sinestra. Später teilt sich der Wiesenweg. Der Wegweiser zeigt an, dass der untere linke Weg direkt zum Kurhaus führt. Er wird wenig später zum anspruchsvollen Wurzel-Trail, der an der Abbruchkante des Flusses steil nach unten geht. Aber auch der obere rechte Weg (als Panoramaweg ausgewiesen) führt zum Ziel. Er ist ebenfalls gewürzt mit einigen Wurzelpassagen. Im Großen und Ganzen ein passabler Trail, der einen ab und zu aus dem Sattel zwingt. Nach einer Rechtskurve muss man Obacht geben. Hier ist ein Felsabbruch. Die dadurch entstandene Steilstufe ist ca. 1,50 Meter hoch. Ich würde den Drop nicht riskieren. Ab dem Kurhaus verläuft eine schöne Naturstraße bis Sent, das hoch über dem Inn-Tal mit direktem Blick ins Val d'Uina liegt. Von hier aus geht es mit Höchstgeschwindigkeit die Straße hinab nach Scoul. Eine Rast am Supermarkt im Ortszentrum mit Auffüllung der Vorräte sollte bis 12:15 Uhr erledigt sein. Danach werden zur Siesta die Bürgersteige hochgeklappt.

Die Auffahrt nach S-charl ist eine reine Fleißaufgabe. Der Dorfbrunnen ist ein natürlicher Sammelpunkt. Hier hält auch der Postbus. Wer Kräfte sparen will oder muss, kann seine Fahrräder in Scoul außen am Bus verstauen und sich kutschieren lassen. Ich hatte es HaPe vorgeschlagen, aber sein Ehrgeiz war stärker. Leider hat er seinem Knie damit keinen Gefallen getan. Bei der folgenden Auffahrt zur Alp Astras schwillt es stark an. Nichts geht mehr. Er muss zurück nach Scoul rollen. David überbringt uns an der Alp Astras diese Nachricht. Wir hatten schon besprochen, dass in solchen Fällen eine klare Entscheidung getroffen wird. Per SMS informiert mich HaPe, dass er in Scoul ein Hotelzimmer genommen hat und am nächsten Tag von seiner Nichte mit dem Auto abgeholt wird. Schade, dass er die Tour abbrechen muss, er war ein angenehmer Begleiter.

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Von der Terrasse der Alp Astras haben wir einen weiten Blick zurück über die sehr angenehm zu fahrende Strecke. Der Weg führt durch idyllische Bergwiesen mit dem munter murmelnden Bach. Nur ein einziges steileres Stück kann einen aus dem Atem bringen. Die Hochebene zur Alp Astras erweist sich immer wieder als Rennstrecke. Christian und Matze sind die Sieger. Der wunderschöne Trail durch Krüppelkiefern zum Pass da Costainas ist gut fahrbar und ein Traum. Einer aus der Gruppe opfert sich und öffnet und schließt ein Gatter, so dass die restlichen alle von sich sagen können, den Pass komplett fahrend erreicht zu haben. Ich bin immer wieder fasziniert von dieser einzigartigen Möglichkeit, den Alpenhauptkamm fahrenderweise zu bezwingen, ohne dass man auf einer Teerstraße fährt. Wirklich ein Genuss für alle, die ewiges Schieben im unwegsamen Gelände satt haben.
Die Abfahrt beinhaltet gleich zu Beginn ein kurzes, sehr steiles Schotterstück. Leider macht Olaf dabei Bekanntschaft mit dem Untergrund. Eine ausgeprägte Schotterflechte ziert auf dem Rest der Tour seinen rechten Oberarm und auch den Unterschenkel. Als wir die Wiese erreichen, sind die Schwierigkeiten vergessen. Eine Traumabfahrt auf gutem Schotter bis Lü wartet auf uns. Die Sicht ist fantastisch. Der Ortler mit seiner dicken Schneehaube liegt zum Greifen nah vor uns - Fotopause.

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Kurz nach der Örtchen kreischt meine vordere Scheibenbremse gottserbärmlich. Der Bremsbelag ist komplett abgefahren. Zum Glück hat David passende Ersatzbeläge dabei. Ich war so dusselig, dass vor der Tour nicht zu kontrollieren. Aus seinen eigenen Fehlern lernt man wohl am besten. Das wird mir nicht noch einmal passieren. Die Pasta-Party in der urigen Jugendherberge "Chasa Plaz" kann aufgrund des warmen Spätsommerwetters im Freien stattfinden. Es wird relativ zeitig dunkel., wir sitzen noch lange im Freien zusammen. Das Glühen der Berge zeigt an, dass morgen wieder ein herrlicher Tag auf uns wartet.

bessere Variante

- nicht nach Sta. Maria runter ins Tal fahren, sondern weiter oben im Münstertal übernachten (Tschierv), ab Lü dazu immer dem MTB-Weg 444 folgen (ist jetzt Bestandteil der aktuellen Hauptroute und wird im aktuellen "Transalp Roadbook 1 - Die Albrecht-Route" auch so beschrieben)

 

Variante bei Schlechtwetter

- bei Schneegefahr auf dem Fimber-Pass im Inn-Tal bleiben und via Pfunds, Martina auf dem Inn-Radweg bis Scuol.
- Hotelgäste in der Region Ischgl erhalten ab einer Nächtigung gratis die Silvrettacard. Die wird vom Hotel (z.B. Bodenalpe) ausgestellt. Damit ist es zum Beispiel im Fall schlechten Wetters möglich, auf Transalp mit der Seilbahn über das Idjoch nach Samnaun weiterzukommen, wenn es über den Fimberpass nicht möglich sein sollte (Schnee, Starkregen mit Gewitter). Früher musste man umdrehen und die große Schleife zurück über Landeck drehen und dann weiter durchs Inntal (ist mir schon passiert).

 


Übernachtungstipps

Tschierv

Hotel Al Rom,  (das ehemalige Hotel Staila): Biker sind dort herzlich willkommen. Bei Ankunft wird das Fahrrad gereinigt und dann in die abschliessbare Bikegarage gestellt. Bei direkter Buchung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird sogar die Wäsche gratis gereinigt (gilt nicht bei Buchung über Online-Portale). Direkt an der Ofenpass-Strasse gelegen.

DSC05376 500BikerPoint Hotel al Rom 500


Sta. Maria im Münstertal

Chasa Jaro: Janine Hofer bietet drei Doppelbettzimmer in einem sehr alten Haus an (ca. 800 Jahre), welches liebevoll restauriert ist. Alle Zimmer sind alte Holzstuben. Ein sehr modernes Badezimmer und Gäste WC muss man sich zwar mit evtl. anderen Bewohnern teilen, da es aber nur drei Zimmer sind, ist die Anzahl der Gäste überschaubar. (Tipp von Karsten Voß)
www.chasa-jaro.ch

Via Veglia 95 (bzw. Döss da Punt 95)
CH-7536 Sta. Maria Val Müstair GR
Telefon Janine Hofer: +41 76 570 14 93

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weitere siehe Detailinfos


4. Tag: Val Mora, Passo Verva

opener 350 4 16 Verva M095Strecke: St. Maria im Münstertal - Val Mora - Lago Cancano - Arnoga - Passo di Verva - Eita - Grosio
73 km, 1503 hm

Diesmal bekommen wir Frühstück in der Jugendherberge. Eine Schweizer Jugendgruppe ist auf Klassenfahrt hier, so dass es sich für die Herbergsmutter Frau Tinner lohnt, Essen anzurichten. Frisch gestärkt nehmen wir die lange Schotterauffahrt ins Val Mora in Angriff. Mir fehlen Kilometer zum Einrollen. Buchstäblich aus dem Stand geht es nur bergauf. Das erste Flachstück an der Alp Pra de Vau gibt mir kurz Gelegenheit, die Beine hochzunehmen und etwas lockerer zu werden. Danach geht es besser und ich ziehe durch bis zur Alp Praveder. Nach einer kurzen Rast sind die letzten Höhenmeter zum Döss Radond schnell vergessen. Es ist sonnig, aber doch ein wenig frisch. Wir sind ganz allein in den Bergen, wenn man von den zahlreichen Murmeltieren absieht, die sich durch ihr charakteristisches Pfeifen bemerkbar machen. Matze kann die Geräusche täuschend echt nachmachen. Es ist, also ob sie sich unterhalten. Wir ziehen die Windjacken über und genießen die Abfahrt durchs Val Mora. Das Hochtal ist bei diesem Wetter einfach überwältigend. Wir halten oft an und schauen auf die uns umgebenden Dreitausender.
Die Bilder brennen sich ein. Diese alpine Kulisse sucht ihresgleichen. Aus der Schotterpiste wird ein Wiesentrail, der sich später durch Krüppelkiefern schlängelt. Ab der Bachbrücke wird das Tal schmaler, der Pfad zieht sich an der linken Fluss-Seite durch die Geröllhalden und zwingt einen ab und an zum Absteigen. Wildromantisch ist es hier. Jeden Moment könnte Winnetou um die nächste Wegbiegung geritten kommen. Am Passo Val Mora verlassen wir die Schweiz über die grüne Grenze. Der Weg zieht sich durch die Ausläufer der Geröllhalden, die durch die Erosion der Berge entstehen.
Die Bilder brennen sich ein. Diese alpine Kulisse sucht ihresgleichen. Aus der Schotterpiste wird ein Wiesentrail, der sich später durch Krüppelkiefern schlängelt. Ab der Bachbrücke wird das Tal schmaler, der Pfad zieht sich an der linken Fluss-Seite durch die Geröllhalden und zwingt einen ab und an zum Absteigen. Wildromantisch ist es hier. Jeden Moment könnte Winnetou um die nächste Wegbiegung geritten kommen. Am Passo Val Mora verlassen wir die Schweiz über die grüne Grenze. Der Weg zieht sich durch die Ausläufer der Geröllhalden, die durch die Erosion der Berge entstehen.

350 4 3 DSCN1617 350 4 4 DSCN1622 350 DSCN1625 350 4 5 DSCN1631 350 4 6 DSCN1632 350 DSCN4608 

Am Passo Fraele geraten die Stauseen ins Blickfeld. An der mittleren Staumauer ist rege Bautätigkeit zu erkennen. Die gewaltigen Wasserreservoire müssen instand gehalten werden, auch wenn uns die Staubfahnen der Baufahrzeuge manchmal nerven. Wir halten uns bei der Seeumfahrung wieder rechts. Ich passiere die Einmündung des Schotterweges vom Passo Alpisella. David und ich sind im Juli diesen Jahres von Livigno kommend hier entlang gefahren sind. Wir erinnern uns, dass wir damals am späten Nachmittag auf Quartiersuche waren und erst in Arnoga Unterschlupf fanden. Heute liegen wir gut in der Zeit. Am Rifugio Giacomo stehen die Liegestühle einladend in der Sonne - Kaffeepause. Als ob sich seit unserem Aufenthalt vor einem Jahr nichts verändert hätte, ist auch ein kleines Kätzchen wieder zur Stelle und turnt auf David herum. Schließlich fahren wir weiter, immer die Schotterpiste am See entlang. Oberhalb der Staumauer halten wir noch einmal an und bewundern die Bergwelt. Das Sommer-Skigebiet des Stilfser Jochs ist deutlich zu erkennen. Klar zeichnen sich die dunklen Liftmasten über dem weißen Schnee ab. Wir sind jedoch nicht sicher, ob die Lifte laufen. Auch der Zick-Zack-Trail durch die Felswand des Valle Forcola ist deutlich zu sehen. Bei solchem Wetter ist das auch eine wunderbare Strecke. Von Santa Maria aus wäre jedenfalls möglich, diese Variante zu fahren. Man müsste halt das Val Mora auslassen und die wenig befahrene Straße zum Pass Umbrail nehmen, um dann auf dem Höhentrail zur Bocchetta di Forcola zu gelangen. Eine schwere Entscheidung; bisher ist sie bei mir immer zu Gunsten des Val Mora ausgefallen. Irgendwie erscheint mir diese Route logischer. Die Variante über die alten Militäranlagen aus dem 1. Weltkrieg ist eher passend als Fortsetzung einer Transalproute, wenn man vom Stilfser Joch her kommt.
350 4 7 Christian 2004Transalp 067 350 4 8 DSCN1647 350 4 9 DSCN1648 350 4 10 DSCN1655 350 DSCN1665 350 4 12 DSCN1669
Nun gut, über den heute folgenden Weg brauche ich nicht lange zu rätseln. Nach den Torri di Fraele geht es in der dritten Serpentine wieder rechts ab Richtung Arnoga, über die alte Militärstraße "Decouville". Dafür brauchen wir heute recht lange, nicht weil wir schlapp wären, sondern weil uns die Aussicht überwältigt und wir immer wieder anhalten, um alles in uns aufzusaugen. In den letzten Tagen habe ich in Anbetracht der uns umgebenden landschaftlichen Highlights immer wieder gesagt: "Am nächsten Tag wird es noch einen Zacken schärfer!" Es ist tatsächlich so. Die Eindrücke eines Tages werden übertroffen von den Impressionen des nächsten und so weiter, und so weiter in der Abfolge dieser Traum-Transalp. Eigentlich wollte ich gerade schreiben: dieses Transalp-Traumes, aber da klang so etwas an von "-alp-Traum" und dieser Eindruck ist eindeutig fehl am Platze. In Arnoga machen wir noch mal Cappuccino-Rast. Eigentlich unnötig, wie ich im nachhinein feststelle. Durch die kurze Pause verliert man das lockere Gefühl in den Beinmuskeln, das sich auf der langen Flachstrecke eingestellt hat. Dieses Gefühl kann man am Passo Verva gut gebrauchen. Matze und Christian fahren die schwere Schotterpiste komplett durch. Alle anderen legen die eine oder andere kurze Schiebepausen-Erholung ein. Nebenbei bemerkt, kann man so die majestätische Bergwelt auch besser in sich aufnehmen (Wie war das noch mal mit dem Fuchs und den sauren Trauben?). Den Schotter-Downhill nach Eita lassen wir ruhig angehen. Immer wieder unterbrechen wir die Abfahrt. Es wäre eine Sünde, die eindrucksvolle Landschaft einfach so an sich vorbeirauschen zu lassen.
Im Bergdörfchen Eita hat uns das Leben wieder. Ursprüngliche Landschaft wird hier noch betrieben, allem Anschein nach meist von den älteren Bewohnern des Tales. Ein Bauer und seine Frau sind damit beschäftigt, mit Hilfe einer Art Häckselmaschine den Dung zu zerkleinern, um ihn besser auf die Feldern aufbringen zu können. Im Vorgarten eines kleinen, uralten Bauernhauses liegt ein alter Mann im Schatten, dick in Filzdecken eingemummelt, seine Frau neben ihm. Ich grüße freundlich: "Buon giorno!". Sie nicken und wünschen uns eine gute Reise: "Buon viaggio, ragazzi!" Es wirkt wie eine Idylle, ich kann mir aber gut vorstellen, wie hart das Leben hier oben ist und wie schwer es ursprüngliche Lebensformen haben, sich in der heutigen Zeit zu behaupten. Ich denke vor mich hin: "Allen Schickimicki-Kram wie Handy, vollgefedertes Bike und GPS hin und her - wenn es hart auf hart käme: Die Leute hier oben würden wohl eher klarkommen, wenn sie sich selber behelfen müssten, als wir verstädterte Menschen des 21. Jahrhunderts." Nun ist es aber genug mit dem Philosophieren.

350 4 13 DSCN1676 350 4 14 DSCN1691 350 4 15 DSCN1701  350 4 18 Matze 2004Transalp 096 350 4 19 DSCN1716 350 DSCN1724

350 4 20 SassellaM099In Grosio wartet das "Hotel Sassella" auf uns. Die rasante Abfahrt über 1000 Höhenmeter auf der kleinen Straße blasen alle fragenden Gedanken aus dem Kopf und die mediterrane Luft des Valtellina tut ein übriges, um keine bohrenden Zweifel über Sinn oder Unsinn einer Transalp aufkommen zu lassen. Freudig begrüße ich Marcella und Jim Pini, den Chef des familiär geführten Hotels. Ich fühle wieder wie zu Hause.

 

Varianten

- bei Übernachtung in Tschierv immer dem MTB-Weg 444 folgen, trifft bei Pra de Vau wieder auf die Route von Santa Maria kommend
- ab den Torri di Fraele auf den ehemaligen Schotterserpentinen und parallelen Trails hinab nach Premadio und weiter auf Rad- und Nebenwegen hinunter bis Grosio
 - oder man fährt gleich zur "La Baita" ins Val Rezzalo (verkürzt die Transalp um einen Tag) - siehe Bericht zu einer 6-Tage-Variante
Wenn man am 5. Tag die Hauptroute über Val di Rezzalo fahren will, kann man sich überlegen, ob man von Grosio aus noch bis nach Sondalo fährt und dort im HOTEL DELLE ALPI übernachtet. Das liegt im Ortsteil Bolladore direkt an der Albrecht-Route. Von Grosio bis Bolladore sind es nur ca. 5 km und 150 Höhenmeter.


Übernachtungstipps

Sondalo: Hotel Rezia - Via Zubiani, 60 - 23035 Sondalo (SO) - sichere Bikegarage
Telefon: +39 0342 801514

siehe auch Detailinfos


5. Tag: Valle di Rezzalo, Gavia

opener 350 5 Gavia 085Strecke: Grosio - Le Prese - Fumero - Val di Rezzalo - Passo dell' Alpe - Gavia-Pass - Ponte di Legno
50 km, 2254 hm

Ein banger Blick am Morgen zum Himmel. Wolkenschleier hängen am Himmel. Talabwärts ist eine dunkle Wolkenformation zu sehen, die anscheinend langsam näher kommt. Sollte uns das Wetterglück verlassen? Ich berate mich mit David, der sich ebenfalls mit den Wetteranzeichen in den Alpen auskennt. Wir analysieren die Lage: kein starker Wind, kein starkes Absinken der Temperaturen über Nacht, der Luftdruck ist in etwa gleich geblieben. Nichts deutet auf einen gravierenden Umschwung der Wetterlage hin. Bei schlechten äußeren Bedingungen würde ich auf keinen Fall über das Valle di Rezzalo zum Gavia-Pass fahren. Als wir ca. zwei Kilometer nach Grosio den Abzweig zum Passo Foppa erreichen, schieben sich die ersten Berggipfel durch die Wolken, die sich nach und nach als Hochnebel entpuppen. Keine Frage mehr, wir fahren zum Valle di Rezzalo. Per email hatte ich vorsorglich unsere Durchreise bei Alessandro, dem Hüttenwirt von La Baita angekündigt. Unterwegs überholt uns Alessandro im Auto. Offensichtlich ist er auf dem Weg zur Berghütte. Wir werden also erwartet. In Le Prese beginnt die steile, aber gut fahrbare Auffahrt nach Fumero. Die Sonne hat die letzten Nebelschwaden vertrieben und heizt uns tüchtig ein. Wasserstellen gibt es unterwegs genug. Am Ortsende von Fumero ist ein Parkplatz und die Schotterstrecke beginnt. Wir warten, bis die letzten eintrudeln. Uli hat es langsam angehen lassen und erreicht diesmal als letzter den Treffpunkt. Er ist aber offensichtlich gut eingerollt und mit einem erfrischenden. "Auf geht's, Jungs!" rollt er ohne Pause weiter. Seine Leistungsfähigkeit setzt uns immer wieder in Erstaunen. Schnell beginnen die Steilstücke, die mit groben Steinplatten gepflastert sind. Die Zwischenräume sind zwar durch Kies und Sand zugespült, es ist trotzdem ein zähes Fahren. Ich suche trotzdem soweit es geht, den schmalen Streifen am Rand, der mit dem Mountainbike besser zu befahren ist. Eine dreiviertel Stunde quält man sich ein bisschen. Dann öffnet sich das Hochtal bei San Bernardo. Es ist immer wieder eine Offenbarung, dass es so etwas Schönes gibt. In einer Höhe von 1800-1900 Metern liegen einzelne Gehöfte verstreut im Tal. Strommasten sucht man vergeblich. Vereinzelt wird noch ein wenig Landwirtschaft betrieben. Viele der alten Hütten sind in der letzten Zeit behutsam instand gesetzt worden und dienen als Wochenendhäuschen oder Sommerfrische für die Städter aus dem Tal.

350 DSCN1736Die Terrasse von "La Baita" liegt in der Sonne, wir schlürfen Latte Macchiato und genießen den selbstgemachten Heidelbeerkuchen. Ich freue mich, Alessandro wiederzusehen. Wir tauschen in einem Gemisch aus Deutsch und Italienisch Erinnerungen aus und was sich im Sommer so alles im Tal getan hat. Er betreibt die einzige Übernachtungsmöglichkeit für durchreisende Transalpler im Tal. Strom gewinnt er durch ein kleinen Generator, der durch Wasserkraft betrieben wird. Seit einigen Jahren kommen immer mehr Urlauber ins Tal, angeregt durch die verschiedenen Tourberichte im Internet. Wer hier übernachten will, sollte unbedingt vorher per email reservieren (www.rezzalovacanze.com) oder einen Tag vorher anrufen, da die Hütte nicht immer besetzt ist. Bei der Tourplanung ist es für mich immer eine schwere Entscheidung, soll ich nun in Grosio oder in "La Baita" übernachten. Beide Orte haben ihre speziellen Reize. Leider liegen sie so dicht nebeneinander, dass man sich für eine von beiden Möglichkeiten entscheiden muss. Bei Touren in den folgenden Jahr habe ich mich zur Abwechslung immer wieder einmal für "La Baita" entscheiden - eine gute Wahl. Als wir bei Alessandro bezahlen wollen, winkt er nur ab: "Mille gracie per pubblicita!", sagt er zu mir. Ich bedanke und verabschiede mich für dieses Mal. Frisch gestärkt machen wir uns an die Auffahrt. Aus militärischen Gründen wurde einst die Trasse angelegt, die bis zu den letzten Gehöften in einer Höhe von ca. 2200 Metern auch noch regelmäßig instand gehalten wird. Je nach Kondition und Schwere des Rucksacks wird man im ersten Steilstück ein paar Schiebestücke einlegen. Wie nicht anders zu erwarten, bleiben Matze und Christian bis weit über das zweite Plateau hinaus im Sattel. Nach der zweiten Brücke ist aber für alle Schluss. Der Weg wird zu steil und führt teilweise über den blanken Fels. Da geht nichts mehr, außer gemütlich das Rad zu schieben und die Aussicht auf die Gletscher des Gavia-Massives zu genießen, so lange diese noch vorhanden sind. Uli hatte angekündigt, dass er wieder eine kleine Badepause im eiskalten Bergbach einlegen will. Diesmal hat er sogar extra ein Thermometer mit, 6° Celsius zeigt es an. Er ist schon ein verrückter Hund. Das allerletzte Stück zum Passo dell'Alpe ist wieder fahrbar.

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Die Sonne scheint, es weht aber ein kühler Wind. Keiner hält sich deshalb lange auf. Wir rasten dafür ausgiebig nach der Passhöhe in einer windgeschützten Senke in der Nähe eines Gletscherbaches. Kein anderer Mensch ist zu sehen. Umso mehr sind wir verwundert, plötzlich das Lärmen eines Hubschrauber zu hören. Ein paar hundert Meter entfernt, fliegt er in unserer Augenhöhe vorbei. Gleich ist jedoch wieder Stille um uns, nur ab und zu unterbrochen durch das Pfeifen der Murmeltiere. Nur langsam können wir uns entschließen aufzubrechen. Solche schönen Tage weit oben in den Bergen sind selten und man sollte sie genießen. Schließlich rollen wir doch hinab zur Gaviapass-Straße. Hier beginnt die leichte Auffahrt auf Asphalt bis zum Rifugio Berni an der Passhöhe. Jeder tritt sein Tempo. Kurz vor dem Ziel wird die Straße bei den Seen relativ flach. Das ist immer ein Signal für ein kleines Wettrennen, wenn zwei Mountainbiker nicht weit auseinander liegen. Ich trete an, Olaf liegt in meinem Windschatten und will vorbeiziehen. Ich denke mal, lass ihn den Punkt für die Bergwertung holen und will ihn abklatschen. Er versteht es offensichtlich als Zeichen, gemeinsam einzurollen, was wir dann auch tun.
Vor dem Berggasthaus räkeln wir uns wir in der knallenden Sonne, umgeben von stolzen Bezwingern der Passhöhe: Rennradlern, Cabriofans und die unvermeidlichen Motorradfahrern, die meist in schwarzen Lederkombis und im Konvoi unterwegs sind. Die Abfahrt vom Pass beginnt mit der rasanten Fahrt durch eine Mondlandschaft. Riesige Steinblöcke liegen links und rechts der Straße. Am Tunnel, den wir rechts umfahren, genießen wir kurz das Feeling des alten Schotterpasses, der der Gavia war, bis er in den 1980er Jahren asphaltiert wurde. Ein gewaltiger Erdrutsch blockierte damals die Straße nach Bormio. Der Gavia-Pass war die einzige Zufahrtsmöglichkeit von Süden her. David kennt ihn noch im ursprünglichen Zustand. Damals war er allerdings mit dem Motorrad unterwegs. Am Felsen studieren wir die Inschrift einer Gedenktafel. Im Jahre 1954 sind hier 54 Alpini ums Leben gekommen waren. Der Fahrer eines Militärlasters verlor damals die Kontrolle über sein Fahrzeug und riss die jungen Soldaten in den Tod. Frische Blumen zeugen davon, dass ihrer noch gedacht wird.
Nachdenklich schauen wir in die einige hundert Meter tiefe Schlucht, ehe wir weiterfahren. Auf dieser Seite des Gaviapasses ist die Straße stellenweise so schmal, dass nur ein Auto passieren könnte. Im unteren Teil wird die Straße dann breiter und wir heizen mit High-Speed ins Tal. Bei der Albergo Pietrarossa sammeln wir uns wieder, das Eisessen verschieben wir auf Ponte di Legno. Vorher checken wir noch im Hotel "Frigidolfo" ein, damals dem einzigen in dieser Gegend. Inzwischen gibt es in Pezzo das "Da Guisy" mit 3 Zimmern, in den bis 14 Biker unterkommen können. Dort kann man auch am Abend essen gehen. Auf jeden Fall die bessere Alternative. Morgen ist der Montozzo angesagt. wird das Wetter halten?

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05 da guisy DSC00460Varianten

- ab Grosio über den Passo Foppa (jetzt meist Mortirolo genannt und auch so ausgeschildert) auf kaum befahrener Nebenstraße und weiter auf landschaftlich überragender Strecke via Col Carette nach Vezza d'Oglio. Im Valcamonica schöner Radweg nach Ponte di Legno - die Variante über den Passo Foppa/Passo Mortirolo wird dadurch deutlich aufgewertet.
-  das trifft auch zu durch die neue Variante, die ich in die Albrecht-Route v2 integriert habe. (ab Col Carette schöne Schotter- und Trailabfahrt via Val Bighera ins Val Grande oberhalb von Vezza d'Oglio. Weiter auf Karrenwegen zur Chiesa S. Clemente und dann zum neuen Radweg nach Ponte di Legno)

Übernachtungstipps

Ponte di Legno: Hotel Raggio di Luce, Chefin Carla spricht perfekt deutsch, sichere Bikegarage mit Waschmöglichkeit, Wäscheservice

siehe auch Detailinfos


6. Tag: Montozzo

opener 350 6 10 DSCN1804Strecke: Ponte di Legno (Precasaglio) - Pezzo - Montozzo - Pejo - Fucine - Val di Sole - Dimaro - Madonna di Campiglio
64km, 2217 hm

Wieder ist es am Morgen diesig in den Bergen, aber eindeutig ist es nur Hochnebel. Keine zwei Sekunden brauche ich zu überlegen, um zu wissen, dass heute die Straßenauffahrt zum Passo Tonale nicht die erste Wahl sein wird. Rund 1200 Höhenmeter bis zur Montozzo-Scharte warten auf uns, die allermeisten fahrbar auf einer alten Militärstraße. Doch zunächst geht es ein Stück zurück des Weges, den wir gestern vom Gavia-Pass heruntergerollt sind. Bald zweigen wir nach Pezzo ab, passieren das verschlafene Bergdorf und erreichen schnell Case di Viso. Hier endet die Straße und die Schotterpiste beginnt. Die langgezogenen Serpentinen zeichnen sich deutlich am Berghang ab. Zunächst moderat ansteigend und gut fahrbar kommen dann bald ein paar steilere Stellen, die manch einen kurz aus dem Sattel zwingen. Die Sonne verbirgt sich hinter den Nebelschleiern. Das ist uns recht. Ich bin im Jahr 2000 in der prallen Sonne gefahren. Das war nicht das reine Vergnügen. Bis zum Rifugio Bozzi al Montozzo zieht sich das Feld weit auseinander. Matze zieht durch, wahrscheinlich wieder auf dem großen Kettenblatt. Das Rifugio liegt auf einem kleinen Sattel mit traumhafter Aussicht auf die Berge und bald auch ins Tal, denn die Nebel verziehen sich just in dem Moment, als wir alle wieder beisammen sind. Wir machen eine ausgedehnte Pause und besichtigen die Überreste der alten Stellungen und Kriegsbauten. Was hier oben verteidigt werden sollte, will sich mir zum wiederholten Mal nicht erschließen. Die Verteidigungslinien zogen sich hinüber bis zum Passo Tonale, der alte Weg über den Passo dei Contrabbandierri ist noch vorhanden und wäre auch mal eine Erkundung wert. Heute aber nicht, denn eins ist klar; bei diesen hervorragenden Bedingungen kann es nur einen Weg geben, den über die Forcellina di Montozzo.
Meine Gedanken gehen ein paar Jahre zurück. Im September 2000 stand ich schon mal dort oben. Just in dem Moment, als wir die Scharte erreichten, brach ein Gewitter mit Hagelschauern los. Der Regen verwandelte die Schotterpiste in einen Sturzbach. Total verdreckt und durchnässt suchten wir in Pejo Zuflucht in einem Hotel. Ähnliche Wetterkapriolen sollten sich wiederholen, als ich mit Roland Schymik zu Dreharbeiten für die DVD "Abenteuer Alpencross 2 - Die Albrecht-Route" unterwegs waren. Wir übernachteten damals im Rifugio Bozzi und fanden am Morgen eine leichte Schneedecke vor - und das im Juli. Schaut euch das Bild an - Wintersachen sollte man also immer dabei haben - selbst im Hochsommer. Bei dieser Tour ist der Wettergott auf unserer Seite. Die Sonne hat alle Nebelfetzen längst verjagt. Lachend stemmen wir unsere Bikes die letzten Metern hoch.

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An der Montozzo-Scharte haben sich Überreste von Schützengräben erhalten. Eine kleine Gedenktafel erinnert an die sinnlosen Opfer dieses Gebirgskrieges. Wir halten inne und lassen das grandiose Panorama der Cevedale-Gruppe auf uns wirken. Weit über 3500 Meter sind die Berge hier hoch. Die Sicht ist unglaublich klar, der Himmel stahlblau. Der Trail ist vom höchsten Punkt beginnend gut fahrbar. Ein paar Mal queren wir kleine Bäche, die nicht viel Wasser führen. Nach einer kleinen Almhütte wird der Weg steiler. Von einem Felsplateau öffnet sich plötzlich der Blick auf den türkisblauen Lago di Pian Palu, der rund 500 Höhenmeter tiefer im Talkessel des Valle del Monte liegt. Der Singletrail bis dorthin ist ein Genuss für alle Fahrtechniker.
Der Weg 111 gabelt sich bei ca. 2150 Metern. Links oder rechts? Egal, beide führen zum Stausee und haben ihre speziellen Reize. Wir nehmen diesmal den rechten Abzweig, überqueren noch ein paar Bäche und genießen die anspruchsvollen Single-Trials.


Hinweis: Der rechte Abzweig ist seit 2016 für Wanderer reserviert - siehe auch News zur Albrecht-Route.


Matze fährt vorneweg und wartet an einer sonnigen Stelle, damit alle aufschließen können. Es dauert eine Weile. Dann kommt Reiner. Er hat einen kleinen Überschlag hinter sich. Der Helm verhütet Schlimmeres. Wir begutachten die Delle im Material. Ohne Kopfschutz hätte das Böse ausgehen können. Olaf und David fehlen noch immer. Matze und ich laufen schließlich ein Stück zurück. Doch kein Grund zur Sorge. Olaf hat eine Bachquerung genutzt und seine Schürfwunde am Bein ausgewaschen. Als wir die Staumauer erreichen, liegen alle kniffligen Stellen endgültig hinter uns. Ein Angler zieht gerade eine große Forelle aus dem Wasser: "Buon appetito!", rufe ich ihm zu. Wir schauen eine Weile seinen Bemühungen zu, den Fisch aus dem Wasser zu bringen.

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Schließlich fahren wir los. Bis zur Fontanino di Pejo geht es eine gute Schotterstraße abwärts. An der heiligen Quelle füllen die Einheimischen das Wasser in große Kanister ab. Ihm werden heilende Kräfte zugeschrieben. Die Straße wird langsam zur Asphaltpiste. In Pejo halten wir kurz an. Ich schlage vor, dass wir die folgende Straßenpassage schnell hinter uns bringen. Es sind nur wenige Autos unterwegs. Der Wind kommt straff von vorn, wie oft in den Bergtälern. Auf halber Strecke bis Fucine zweigt nach rechts ein Radweg ab, der rasch an Höhe verliert. Er führt direkt zum Radweg im Val di Sole. Auf diesem ziehen wir durch bis Dimaro. Olaf und ich geben uns abwechselnd Windschatten, so dass wir in Windeseile da sind. Es ist früher Nachmittag, der Supermarkt noch zu. Zeit für eine Rast. Die Sonne brennt heiß. Wir essen im Schatten ein paar Kleinigkeiten, den es liegen noch reichlich 800 Höhenmeter im Anstieg vor uns. Am Ortsausgang verlassen wir die Straße. Der MTB-Weg geht geradeaus weiter nach Madonna di Campiglio. An der Flanke der Brenta entlang bieten sich von Zeit zu Zeit herrliche Ausblicke auf die Felsentürme der Gebirgsgruppe, sofern man zwischen Treten, Schwitzen und Luftholen Zeit und Lust empfindet, den Blick schweifen zu lassen. Man schreibt es englischen Bergfreunden zu, dass von der Brenta aus sich der alpinistische Tourismus entwickeln konnte. Durch eine Vielzahl von Klettersteigen gehört der Bergstock zu einem der am besten erschlossenen alpinen Wandergebiete. Mittlerweile hat sich auch der MTB-Tourismus etabliert. Die Wegmarkierungen sind inzwischen eindeutig; immer den Schildern Richtung MTB-Madonna folgen. Der Weg führt m Rand eines Canyons entlang, den wir auf einer überdachten Holzbrücke überqueren. Zeit für ein kurzes Verschnaufen. Dann wird der Weg flacher und bleibt im Schatten der Bäume bei sehr angenehmen Temperaturen. Dann folgen noch ein paar steilere Abschnitte, bis man in die Nähe der Autostraße gerät. Jetzt ist es bald geschafft.

350 6ragazziAn der Malga Mondifra füllen wir zum letzten Mal Wasser in die Trinkflaschen. Bei der Unterquerung eines kleinen Liftes ist der höchste Punkt erreicht und es geht nur noch abwärts. Das Hotel "Arnica" meines Freundes Matteos liegt mitten im Ortszentrum von Madonna di Campiglio. Matteo ist gerade mit den Planungen für seinen ersten Transalp beschäftigt. Da komme ich ihm gerade recht. Ich empfehle ihm unsere gerade eben gefahrene Strecke. Einer seiner Begleiter kommt noch dazu und ich zeige ihnen anhand meiner gescannten Karten die Route. Der Einfachheit halber überlasse ich ihnen gleich die Blätter und wünsche ihnen viel Glück und gutes Wetter für ihre Tour. Das hat geholfen. Nach gelungener Transalp schickte mir Matteo ein Foto vom Pass da Costainas. Wir lassen den Tag in einer Pizzeria ausklingen, nehmen noch einen Absacker an der Bar unseres Hotels und verkrümeln uns zeitig ins Bett.

Variante

- ab Ponte di Legno Straße oder Seilbahn zum Passo Tonale

Übernachtungstipps

siehe Detailinfos


7. Tag: Gardasee

opener 350 7 10 IMG 2345Strecke: Madonna di Campiglio - Val d'Agola - Passo Bregn de l'Ors - Val d'Algone - Stenico - Villa Banale - Sarche - Arco - Torbole
75 km, 862 hm

Es ist frisch, als ich am Morgen aus dem Fenster blicke. Die Sonne steigt langsam über die Berge. Es wird wieder eine schöner Tag werden. Passend zum Abschluss dieser grandiosen Tour. Das Frühstück ist reichhaltig: Käse, Wurst, Marmelade, Obst und eine Vielzahl verschiedener Kuchen. Wir verschaffen uns damit eine gute Grundlage, denn mit größeren Essenspausen wollen wir uns heute nicht aufhalten. Der Gardasee ruft. Wir fahren durch das Ortszentrum, am See vorbei durch den noch kühlen Wald in Richtung Rifugio Vallesinella. Am Parkplatz ist die grobe Betonstraße zu Ende. Steil geht es abwärts zum Wasserfall. Das Rifugio Cascata di mezza ist noch geschlossen. Wir überqueren unterhalb die kleine Holzbrücke und fahren und schieben gemütlich den folgenden Single-Trail entlang. Bald erreichen wir eine Forststraße, die uns abwärts zur Malga Brenta bringt. Aus den Wissen steigt noch der Tau auf. Die morgendliche Stimmung ist märchenhaft. Die Schotterpiste das Val d'Agola hinauf ist nur mäßig steil und lässt sich hervorragend fahren. Ich teste mich mal aus und bleibe an Matze und Christian dran bzw. sie reduzieren ihr Tempo so, dass ich folgen kann. Bald ist der Hohlweg erreicht, der zum Lago d'Agola führt. Am See wird traditionsgemäß Rast in der Nähe des abgestorbenen Baumstumpfes gemacht.
Noch sitzen wir im Schatten, gerade erhebt sich die Sonne über die Bergspitzen der Brenta. Nach und nach erstrahlt auch der still da liegende See im gleißenden Sonnenlicht. Gemächlich nehmen wir die kurze, heftige Schiebepassage in Angriff. Ich feuere Christian an, der die Wiese so weit hochfährt, bis es nicht mehr geht. Eine starke Leistung. Der letzte größere Anstieg vor dem Gardasee ist bald bezwungen.
Am Bärenpass verschnaufen wir kurz, lassen die Glocke der Kapelle erklingen und berieten uns auf die Abfahrt vor. Doch erst muss noch der Passo del Gotro bezwungen werden. Das geht schnell. Im Spätsommerdunst liegt das Val d'Algone vor uns. Eine traumhafte Abfahrt wartet auf uns. 700 Höhenmeter auf Schotter bis zum Rifugio Brenta und dann noch einmal 500 Höhenmeter auf der kleinen Asphaltstraße. Am Talende verstauen wir die Windjacken. Es ist deutlich wärmer geworden. Erstaunlicherweise bläst uns diesmal in Richtung Stenico der Wind nur mäßig ins Gesicht. Jeder sucht trotzdem so gut es geht einen Vordermann, der ihm Windschatten spendet. Auf der Piazza Centrale in Stenico werden die Punkte für die Sprintwertung vergeben. Von hier aus gibt es mehrere Möglichkeiten, den Gardasee zu erreichen. Die zwei klassischen Hauptvarianten kennen alle aus der Gruppe schon. Da ist zum einen der Weg über den Passo di Ballino, eine oft gefahrene Straßenvariante. Landschaftlich sehr reizvoll ist zum anderen der Weg durch das einsame Val di Lomasone. Der Wermutstropfen ist allerdings, dass man dabei zwei sehr steile Schiebestücke auf alten Römerpfaden zu überwinden hat. Beide Varianten belohnen den erfolgreichen Transalpler dann mit dem ersten Blick auf den Gardasee aus mehreren hundert Metern Höhe von Tenno aus. Während unserer Ostertourenwoche am Gardasee sind wir beide Alternativen gefahren.

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Deshalb wollen wir eine dritte Möglichkeit in Angriff nehmen, die zudem kaum noch zusätzliche Höhenmeter erfordert. Landschaftlich reizvoll ist sie allemal, die Route auf der alten Sarca-Straße. Der Fluss hat sich zwischen Ponte Arche und Sarche im Laufe von Jahrmillionen einen Canyon durch den Fels gegraben, bevor er bei Torbole in den Gardasee mündet. Auf der Ponte Sarca, die sich im kühnen Bogen über die Schlucht schwingt, überqueren wir die Schlucht. Ein kurzes Stück müssen wir noch auf der Straße fahren. Der Seitenstreifen gibt uns genug Platz, um unbedrängt vom Verkehr schnell vorwärts zukommen. Ein Radweg ist offensichtlich im Bau (und inzwischen auch fertig gestellt). Vor dem ersten Tunnel zweigt er links ab, die Strada Vecchia im Sarca-Tal. Hoch über dem Grund der Schlucht schlängelt sie sich an den Felsen entlang. Ganz still ist es hier, der Fluss führt um die Jahreszeit wenig Wasser. Der alte Straßenbelag war damals übersät mit Gesteinsbrocken. Langsam holte sich die Natur die Straße zurück. Bäume und Büsche wachsen durch den bröckelnden Asphalt. An manchen Stellen bleibt nur eine schmale Gasse für uns übrig. Wir fahren hintereinander. In einer Kurve rollen wir vorsichtig an die kleine Mauer heran, die die Straße begrenzt. Senkrecht fällt die Felswand ab, unten gurgelt der Fluss. Da stockt einen der Atem. Drei Tunnel, durch die an Wochentagen der Verkehr braust, umfahren wir so elegant. Dieses Stück erinnerte mich damals an die alte Ponale-Straße, sie muss in etwa zur selben Zeit gebaut worden sein. Schließlich endet dieses Reise in die Vergangenheit oberhalb von Sarche.
Hier beginnt die fruchtbare Ebene, die sich vom Gardasee über Arco und Dro bis zum Lago Toblino erstreckt. Wir überqueren am Ortseingang von Sarche wieder die Sarca und biegen sofort auf den Radweg ab, der dem Flusslauf folgt. Entspannt rollen wir die letzten Kilometer zum Finale unserer Transalp. In Pietramurata wählen wir den Weg am Lago di Cavedine entlang, der noch einen kurzen Anstieg durch die Steinwüste der Marocche mit sich bringt. Sie entstand nach der letzten Eiszeit durch den gewaltigen Abbruch einer ganzen Felswand des Monte Brento, als sich der gewaltige Gletscher, der auch den Gardasee schuf, nach und nach zurückzog. Hier sehen wir zum ersten Mal den Gardasee. Jetzt gibt es kein Halten mehr. In Höchstgeschwindigkeit rasen wir auf Dro zu. Doch wie Olaf immer sagt: "Ein Eis geht immer noch." Hinter dem Schuhmarkt befindet sich die Gelateria "Maui". Hier gibt es weit und breit das beste hausgemachte Eis der Region, behaupte ich. Unsere Eisspezialisten Olaf und Reiner sind erst skeptisch, bestätigen dann aber meine Meinung. Von Dro aus folgen wir wieder dem Flusslauf der Sarca auf einem alten Karrenweg, der durch Olivenhaine führt. An der alten Römerbrücke bei Ceniga wachsen Feigenbäume. Die Früchte sind reif und werden gekostet. Weiter geht es an den Kletterfelsen von Arco vorbei. Hier ist immer viel los in der Felswand. Das finale Wettrennen findet auf dem Radweg nach Torbole statt. Am Gardasee angekommen, möchte Matze am liebsten das Rad mit seinem geliebten Surfbrett vertauschen, so stark weht heute der nachmittägliche Wind. Ein paar Meter noch am Strand entlang und wir sind am Strandcafe von Torbole, wo ich meine Transalps immer beende. Simi und Diana sind schon da, um uns zu empfangen. Sie haben die Finisher-Biketrikots dabei. Alle haben sie sich redlich verdient.

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Der Gardasee wird wohl immer die unangefochtene Nummer 1 als Ziel einer Transalp bleiben. Warum wohl? Ich denke, die Bilder sprechen für sich.

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Variante

Der Strecke über Ponte Arche und auf Nebenwegen zum Passo Ballino ist nun zu recht fester Bestandteil der Hauptroute und wird im Transalp Roadbook 1 auch so dokumentiert.

Übernachtungstipps

siehe Detailinfos



Fazit

So, nun ist die Sache rund, aber die Albrecht-Route lebt. An den Stellen, wo zu viel Asphalt als Untergrund vorkam, habe ich in den letzten Jahren recherchiert und - nach meinem Gefühl bessere - Abschnitte gefunden, die dem grundsätzlichen Charakter der Albrecht-Route entsprechen, ja eigentlich noch stärker unterstreichen. Dies ist ein fortlaufender Prozess, auch und gerade weil die Wege in den Alpen einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Einige Verbesserungen habe ich direkt in die Hauptroute einfließen lassen (z.B. am 2. Tag die Passage zwischen Flirsch und St. Anton, die nun vollständig abseits der Hauptstraße verläuft). Andere sind der Albrecht-Route v2 dokumentiert.

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350 serpentine6-Tage-Variante: Mit Hüttenübernachtung in La Baita

Wenn man zum Beispiel das einmalige Flair der Hüttenübernachtung in La Baita erleben will, kann man die Tour abkürzen. Außerdem sind manche lieber nur 6 Tage unterwegs. Auch dann ist das eine erprobte Alternative. Der Unterschied zur 7-Tagesroute ist einfach folgender. Am 4. Tag fährt man nach dem Passieren der beiden Stauseen Lago di San Giacomo di Fraele und Lago di Cancano hinunter nach Bormio. Das ist ganz einfach zu finden. An den Türmen Torri di Fraele sieht man schon die Serpentinenstrecke hinab in Richtung von Bormio. In Bormio fährt man das Tal hinab bis Le Prese. Hier beginnt die Auffahrt ins Val di Rezzalo. Beschrieben ist das hier: klicken

In den GPS-Daten, Kartenscans etc. sind sowohl die 7-Tages als auch die 6-Tagesvariante enthalten.

Jeder ist natürlich frei in seiner Entscheidung, die Route auch anders aufzuteilen, um sie in nur 6 Tagen zu absolvieren.

 


 

Meinungen und Rückmeldungen

 


Datum: 22. August 2017
Erich & Peter
Betreff: Albrecht-Route

 

Hallo Andreas!

Da dies unsere erste Transalp war sind wir sind deine Route im Original nach deinen GPX Daten gefahren. Wir wussten nicht was uns erwartet und wie wir es schaffen werden. ABER: Es war ein absolutes Highlight!
Von Sonntag 13.08.2017 bis Samstag den 19.08.2017 waren wir die 7 Etappen unterwegs und hatten mit dem Wetter, Material und der Gesundheit keinerlei Probleme. Nicht ein einziger Tropfen Regen am Tage!
Das Panorama und die Weiten waren einfach überwältigend, obwohl wir auch aus einer bergigen Region (Kärnten) kommen haben uns diese gewaltigen Weiten doch ins Stauen gebracht.
Auch die Tourführung war optimal, wir haben keine der Alternativen genommen, da wir, wie schon erwähnt, das erst Mal eine solche Tour unternommen haben.
Ich hatte die Tracks auf meiner Suunto Ambit3 und muss sagen das Fahren danach war optimal. Wir fuhren als ob wir die Strecke schon kennen, lediglich bei einigen Stellen mussten wir nach das Handy (Kompasskarte mit Apemap) für Kontrollzwecke nehmen!
Somit konnten wir die herrlichen Aussichten genießen und mussten nicht immer auf Karten schauen. Die Kartenscan´s die ich angefertigt hatte brauchten wir nicht ein einziges Mal!
Es war eine herrliche Woche, und wahrscheinlich nicht die letzte Alpenüberquerung!
Danke für die super Aufarbeitung!


 

Datum: 27.12.2016
Sönke Olbrich
Transalp Albrecht-Route

etwas spät, aber immerhin noch in 2016 wollte ich Dir noch ein Feedback meiner ersten TransAlp im September 2016 geben. Eines vorweg, es ist bis jetzt die tollste sportliche Erfahrung gewesen, die ich bis dato machen konnte. Mit einem etwas mulmigen Gefühl bin ich am 18.09.2016 alleine die Tour in Garmisch angegangen. Alleine, weil mein Kumpel dann doch etwas kalte Füsse bekommen hat, und zusätzlich mulmig - na klar, trotz meiner Meinung nach bester Vorbereitung (sofern dies in Schleswig - Holstein möglich ist) und gutem Equipment wusste ich nicht was mich erwartet: Wie ist das Wetter? Hält das geliehene FullyMTB? Hält die Kondition? Halten Knochen, Sehnen und Muskulatur? Die Tatsache, dass sämtliche organisierte Touren Mitte September endeten, machten einen nicht unbedingt gelassener. Aber, eine gesunde Anspannung kann ja nicht schlecht sein.
Bei durchwachsenem Wetter startete ich also die Tour, und gleich am ersten Tag wurden aus den 900 Höhenmetern über 2000 - Deinen Varianten sei Dank. In den kommenden Tagen habe ich mir dann auch die Höhenprofile detaillierter angesehen. Am zweiten Tag habe ich bereits in Galtür Station machen müssen, da sowohl die Bodenalpe als auch die Heidelberger Hütte geschlossen hatten. Hatte auf der einen Seite den Vorteil, in einem wunderbaren Hotel (AlpinHotel Monte, 89,-€ mit Wellness und unfassbar guter HP) untergekommen zu sein, aber den Nachteil dass ich am dritten Tag rund 2600 Höhenmeter zu reißen hatte. Immerhin wurde das Wetter am dritten Tag Richtung Tschierv merklich besser, um dann spätestens in Grosio fast schon mediterran zu wirken.
An fünften Tag musste ich aufgrund fehlender Alternativen in Precasaglio übernachten - war zwar die spartanischste Herberge, ging aber auch.
In Madonna di Campiglio war absolut tote Hose - sozusagen die Ruhe vor der Wintersaison, man konnte aber erahnen, wie mondän es in diesem tollen Ort zugeht.
Das erste Mal auf kurze Klamotten bin ich erst kurz vor dem letzten Passo Ballino umgeschwenkt. Davor war es insbesondere bei den Passquerungen doch schon merklich kühl.
Am Gardasee erwarteten mich dann angenehme 25° und Sonnenschein.
Alles in allem habe ich durch die ein oder andere Variante rund 500km und 14.000 Höhenmeter hinter mich gebracht und so richtig verteufelt :) habe ich Dich nur 2x, und zwar erstens als ich der Meinung war, ich müsste den Gallo Trail fahren, und zweitens als ich den linken Weg zum Stausee gewählt habe. Soll absolut kein Vorwurf sein, aber die hatten es in sich und waren für mich nur teilweise fahrbar. Ansonsten ein überragendes Erlebnis, sehr anstrengend (ich sprach zwischendurch von der Tour der Leiden) und es wird Dich sicherlich nicht überraschen, wenn ich sage, dass mich schon auch noch weitere Touren reizen würden (Hast Du einen Tipp??).
Vielen Dank für das einmalige landschaftliche Erlebnis, für tolle Panoramen, für diese sportliche Herausforderung und vor allem für Deine tadellose Tourenausarbeitung. Ich bin mir sicher, dass dies nicht meine letzte Tour gewesen sein wird. Und btw., im Nachhinein bin ich fast froh, dass ich die Tour alleine gemacht habe - ich denke es wären einige Freundschaften zu Bruch gegangen. Denn eines ist sicher, man muss diese Touren selber machen wollen; sofern hier Überredungskünste erforderlich sind, sollte man es lieber lassen! Auch das Wetter ist für diese Jahreszeit optimal gewesen, eventuell würde ich das nächste Mal 1 oder 2 Wochen früher fahren. Ich werde sicherlich nochmal auf Dich zukommen. Bis dahin wünsche ich Dir einen guten Rutsch in 2017 mit spannenden vielleicht neuen Touren.

Gruß, Sönke

Bild: Denkmal am Rifugio Berni (Gaviapass-Straße)

Gavia

 


Datum: 14.08.2016
2E97Lothar Lehner
Albrecht Route

nachdem wir Dich und Deine Frau am Anfang unserer "Albrecht-Route" in Garmisch am 30.07. persönlich kennenlernen durften (solche Zufälle gibt es normal nicht, wir waren begeistert), verlief unsere Tour dank Deiner Hervorragenden Unterlagen (Karten, GPS, Roadbook) nach Riva perfekt. Vor allem Deine Tipp's in Sachen Unterkunft und Essen waren Top !
Danke für den netten Kontakt und vielleicht bis bald (war sicherlich nicht unser letzter Alpencross).

Viele liebe Grüße von
Kai, Mariusz, Norbert und Lothar


 

Datum: 02.08.2016
Michael Oberer
Albrecht Route

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihnen ein Feedback zu geben und zwar ein durchwegs positives. Ich bzw. wir sind letzte Woche ihre Route Garmisch Torbole gefahren. Die Route ist wirklich perfekt von Ihnen recherchiert mit vielen tollen Highlights. An die meisten Orte würde man ohne Ihre Tipps nie kommen. Also möchte ich auf diesem Wege Danke sagen für eine Wirklich tolle Woche auch wenn Sie selbst nicht dabei waren ☺. Hätte abschließend noch einen Tipp ggf. Für  die nächste Buch Auflage. Ist aber wirklich als Idee zu verstehen nicht als Kritik. Bei der Unterkunfts Empfehlung in der Schweiz ist als erste Möglichkeit das LaVopa aufgeführt. An sich ein nettes Gasthaus. Wir hätten es jedoch als Hilfreich empfunden wenn wir gewußt hätten dass das Gasthaus mehr als spartanisch ist und keinerlei Komfort bietet (weniger wie jede AV Hütte) besonders nach einer Regenabfahrt. Sonst wie gesagt. Alles Top.
GRUß
M. OBERER


Datum: 01.08.2016
Andreas
Albrecht Route

Hallo Andreas,
zu zweit haben wir unseren ersten Alpencross nach deinem Roadbook absolviert. Es war ein super Erlebnis und wir werden das sicherlich wiederholen.
Dank deinem Roadbook haben wir den Weg immer gut gefunden und uns auch bei der Übernachtung über deine Tipps gefreut.
Besten Dank hierfür!
Andreas


Datum: 27.07.2015
Uwe Nachtrab
Albrecht Route
Hallo Andreas!
letzte Woche war es soweit. Am 20.07. habe ich meine erste Transalb Allbrecht-Route in 6-Tagen gestartet und das auch noch alleine, wollte ich unbedingt so haben.
Was ich, im nach hinein auch nicht bereue, war super entspannend. Hatte natürlich letzte Woche auch bestes Bergwetter. Durch sehr viele Trainingskilometer (ca.4500km seit 1.Jan) war ich sehr gut vorbereitet, doch es war trotzdem eine große sportliche und anstrengende Herausforderung. Super.
Für mich war es was ganz besonderes, ich war vorher noch nie mit dem Rad in den alpinen Bergen unterwegs. Technisch bin ich gut drauf und hatte daher sehr viel Spaß auf den selektiven Wegen/Trails. Bei der Vorbereitung habe ich mich an deine Ratschläge orientiert. (z.B.Packliste usw.)
Die Albrecht-Route ist genial Abwechslungsreich. Deine GPS-Daten haben immer sicher und genau Funktioniert. Karten habe ich eigentlich nicht benötigt, nur um mich etwas zu orientieren wo ich gerade bin. Meine Unterkünfte habe ich im vorherein schon gebucht. Was ich für sehr sinnvoll halte. Auch hier habe ich einige deiner Vorschläge angenommen.
1.Landeck, selbst gesucht.
2.Bodenalpe, sehr gut.
3.Tschierv-LaVopa für eine Nacht OK. Leider Schweizer Preise! Gutes Essen.
4.LaBaita, genial wie von dir versprochen. Alessandro Danke.
5.Madonna di Campiglio, Sportivo-sehr gut-freundlich und super Frühstück. Günstig für die Lage. Bin noch über den Pass gefahren(Übernachtung nicht in Dimaro), dann wird der letzte Tag entspannter.
6. Gardasee, selbst gesucht.
Mein/evtl. unser(meine Frau) Projekt wird sicherlich wieder eine Route von Dr.Albrecht sein.
Besten Dank, für deine sicherlich vielen Stunden Arbeit in deine Routen. Freue mich schon auf den nächsten Kontakt.
Ein glücklicher Finisher.
Liebe Grüße Uwe Nachtrab


Datum: 30.06.2015
Mats Andersson
Albrecht Route
Hello Andreas!
Just like to thank you for the great route you have created. Me and four of my friends just finnished the route and we really enjoyed it. It was perfect. We followed the version 2 route most of the time. We are also thankfull for all the available help as GPS coordinates and maps from your webshop.
Best Regards
Mats, Jonas, Petter, Joakim and Martin (all from Sweden).


 

Datum: 10.08.2014
Stephan Rissi
Albrecht Route
Hallo Andreas, letzten Mittwoch, 6.8.2014, haben wir deine Albrecht Route erfolgreich in Torbole abgeschlossen. Wir sind in Vandans (Montafon) über die alte Silvretta Hochalpenstraße gestartet und haben den 1. Tag auf der Bodenalpe beendet. Der Rest der Tour war exakt nach deinen GPS-Vorgaben. Ich kann nur sagen, dass deine Ausarbeitung allererste Sahne ist. Wir haben die Route in vollen Zügen genossen, obwohl die ersten drei Tage mit viel Regen gesegnet ;-) waren. Die von dir vorgeschlagenen Hotels waren alle perfekt und der Wäscheservice ist Gold wert. Am meisten hat uns Yuri überzeugt, der mit seiner Art einfach alle Herzen erobert. Die Satteltasche, welche ich in Yuris Garage liegen gelassen habe, hat er mir bereits per Post zugesendet.
Mal schauen, vielleicht werden wir nächstes Jahr deine Tour von München nach Venedig in den Angriff nehmen.
Herzliche Grüße aus Vorarlberg
Stephan Rissi


Datum: 28.07.2014
Petra und Stefan Weidner
Albrecht Route
wir sind dieses Jahr die original Albrecht Route gefahren. Die Tipps und Hinweise vom Roadbook passten zu 100%. Zudem haben wir einige Gleichgesinnte kennengelernt, die auf der gleichen Route unterwegs waren. Man traf sich da immer wieder auf der Strecke, und Abends steuerten wir meist die gleiche Unterkunft an. Wir schlossen supertolle Freundschaften, was diesen Alpencross zu etwas ganz besonderen machte! Dies war unser 4. Alpencross nach Albrecht-Daten, der nächste lässt bestimmt nicht lange auf sich warten. Grüsse an unsere Mitstreiter, den 5 Frankenpower-Jungs, an Doris und Roman, und an Kathrin und Sören!!! Schön war es mit euch!


 

Datum: 29.06.2014
Michael Pfister
Transalp: Albrecht-Route
Wir haben vorletzte Woche Ihren Transalp gemacht und uns genau an Ihr Buch und Ihre Tipps gehalten. Ihre Ausarbeitung ist einfach genial. Es war alles wie von Ihnen beschrieben und wir sind alle immer noch total von Ihrer Route begeistert. Super fanden wir auch den Tipp mit Allesandros Hütte am Gaviapass. Er hat sich riesig gefreut und uns eine super Pasta gezaubert. Von Ihm wussten wir auch, dass Sie auf der Route unterwegs sind. Leider konnten wir die Montozzo Scharte aufgrund der Schneelage nicht angehen. Hier hat uns Yuri abgeraten. Nun haben wir aber wenigstens einen Grund wieder bei Yuri zu übernachten. Aufgrund dieser Tatsache sind wir jedoch am vorletzten Tag noch über den Bärenpass gefahren und haben auf einer Hütte übernachten, so dass wir Am letzten Tag nur noch eine leichte Etappe mit 44 km hatten und es recht gemütlich angehen konnten. Hiermit möchten wir uns nochmals recht herzlich für die tolle Tour und die Tipps bedanken. Grosses Lob. Anbei noch zwei Bilder vom Wunderschönen Fimberpass ....

 


Datum: 14.11.2013
Klaus Ronecker
Transalp 2013: Albrecht-Route
Hallo Andreas wir sind am 16.8.die sieben Tagestour deiner Garmisch Torbole Transalp mit dem MTB gefahren. Tolle Tour. Ohne die vielen Infos auf deiner WEB Seite hätten wir es nicht gewagt. Vielen Dank


Datum: 28.08.2013
Frank Elsner
meine Alpenüberquerung - Albrecht-Route
Im vergangenen September hat mir mein Sohn (21) zu meinem Geburtstag Dein Roadbook 2012 geschenkt und mir seine Begleitung bei dieser Alpenquerung angeboten. Ich bin ein verhätnismäßig fitter 60 jähriger Flachländer (Kiel), der vom Mountainbiken im Grunde keine Ahnung hat. In der vergangenen Woche hat diese Tour nun stattgefunden. Das war ein gigantisches Erlebnis, bei dem ich hier und da hart an meine Grenzen gekommen bin (zweite Etappe bei strömendem Regen). Natürlich habe ich auch bergab, wo der Mountainbiker mit Freude fährt, hier und da schieben müssen. Die Tour war aber klasse, die Unterkünfte gut. Ich danke Dir für die hervorragende Vorbereitung.
Viele Grüße
Frank


 

Datum: 09.08.2013
Peter Maruhn - Sportstudio Allgäu
Albrecht-Route
immer noch völlig überwältigt von der Tour, leicht verspätet im Anhang das gewünschte Bild von uns in Riva beim Pizzaessen. Rechts außen sitze ich. Wir hatten eine super Zeit. Respekt, das ist eine ganz tolle Route die Du da ausgearbeitet hast. Deine Tipps im Roadbook haben uns sehr geholfen. Außer in Landeck und Riva waren wir auch nur bei Deinen Empfehlungen untergebracht. Wir sind am ersten Tag von Füssen über Ehrwald, dann auf der offiziellen Route nicht bis Landeck sondern gleich bis Pettneu kurz vor St.Anton gefahren. Das waren dann für den ersten Tag 105km und ca.1500 hm dafür am zweiten Tag ca. 300 hm weniger. Wir haben in Pettneu im Gasthof zur Traube übernachtet. (das ist auch der Grund warum ich es dir schreibe).
Ein super Tipp: 45.-€ mit HP, ein Abendessen 3-Gänge a la Carte vom Feinsten. Morgens mit einem wunderschön gedeckten sehr reichhaltigen Frühstückstisch.
Ich kann auch die Jugendherberge in Riva sehr empfehlen, sie liegt in der Ortsmitte und kostet mit Frühstück nur 22.-€
Ich habe schon und werde deine Route wärmstens weiterempfehlen, vielen Dank.

 


Weitere Rückmeldungen im Gästebuch.