Die Idee einer Gardasee-Umrundung mit dem Mountainbike geht von folgenden Prämissen aus:
- weitgehende Vermeidung stark befahrener Straßen wie der Gardesana Ost und West und sonstiger Hauptstraßen
- für Mountainbikes geeignete Strecken, die
- so nah am Seeufer wie möglich und soweit entfernt wie nötig, um
- eine Wegführung mit hohem Erlebniswert zu erreichen
- keine für Mountainbike bzw. Fahrrad gesperrten Streckenabschnitte
- Nutzung des vorhandenen Wegenetzes an Forststraßen, Karrenwegen, Trails und Radwegen
- möglichst wenige potenzielle Schiebe- oder Tragepassagen
- weitgehende Vermeidung von ausgesetzten Trails mit Absturzgefahr
- im Sinne einer sportlichen Herausforderung auch an einem Tag machbar
- Fahren der Runde im Uhrzeigersinn
Damit sind immer Kompromisse verbunden. Das ist wohl jedem klar, der sich die geografischen Verhältnisse am Gardasee vor Augen führt.
- Im Norden erheben sich die Felswände zu weiten Teilen direkt aus dem Wasser.
- In Richtung Süden gibt es auf der Ostseite erst ab Malcesine flachere Abschnitte in Ufernähe.
- Auf der Westseite gibt es zwischen Riva, Limone bis hin nach Gargnano nur die erst in den 1930er Jahren gebaute Straßenverbindung Gardesana. Sie spielte auf Grund der gefährlichen Strecke mit ihren langen und vor allem dunklen Tunneln von vornherein keine Rolle bei meinen Planungen.
- Im Süden ist viel Flachstrecke zu überwinden. Radwege sind nicht überall vorhanden.
Allerdings finden sich doch ausreichend Nebenstrecken, auch auf Feldwegen und Schotterpisten, so dass der Charakter einer Mountainbiketour gewahrt wird. Nur wenn gar keine sinnvolle Alternative aufgetaucht ist, führt die Strecke an Hauptstraßen entlang, so zwischen Salo und Maderno. Allerdings gibt es hier das Projekt eines Radweges, der in der Perspektive sogar bis Limone fortgeführt werden soll. Abhilfe ist also in Sicht.
Prinzipiell lässt sich die Runde von jedem Ort aus starten. Sie ist so konzipiert, dass sie im Uhrzeigersinn befahren wird. Dann ist die Schlussetappe nach Riva/Torbole am eindrucksvollsten, da vom Passo Rocchetta kommend die alte Ponale-Straße das grandiose Finale darstellt.