Transalp.info by Andreas Albrecht

Albrecht-Route eMTB

opener 350 DSC08903Strecke:

Garmisch- Fernpass - Inntal - Rifenal - Martina - Pass da Costainas - Münstertal - Val Mora - Passo Verva - Grosio - Passo Foppa/Mortirolo - Ponte di Legno - Alta Via Camuna - Passo Tonale - Val di Sole - Madonna di Campiglio - Gardasee

Länge: ca. 427 km (Nebenroute ca. 415 km)
Höhenmeter: ca. 11.000 hm (Nebenroute ca. 7.900 hm)
Etappen: 6, jeweils Hauptroute und Nebenroute mit leichteren Varianten
Zwischen der Hauptroute und den Varianten der Nebenroute kann gewechselt werden. Hinweise dazu werden in den Tagesberichten angegeben.
Nachlademöglichkeiten Batterie: in den Detailinfos zu den einzelnen Etappen sind Einkehrtipps mit sicherer Nachlademöglichkeit enthalten, Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen - siehe Kontakt

Übersicht Hauptroute (Varianten jeweils in den Tagesberichten)

1. Tag: 78,1 km, 1742 hm
Garmisch - Eibsee - Hochthörle Hütte - Ehrwald - Biberwier - Fernpass - Fernstein - Nassereith - Strad - Imst - Ried - Kronburg - Rifenal

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2. Tag: 94,8 km, 2213 hm
Rifenal - Fließ - Prutz - Pfunds - Kajetansbrücke - Martina - Sur En - S-charl - Pass da Costainas - Lü - Tschierv (Münstertal)

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3. Tag: 76 km, 1364 hm
Tschierv - Val Vau - Döss Radond- Val Mora - Lago Cancano - Torri di Fraele - Arnoga - Passo di Verva - Eita - Fusino - Grosio

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4. Tag: 45,9 km, 2087 hm
Grosio - Passo Foppa/Mortirolo - Col Carette - Vezza d'Oglio - Ponte di Legno - Pezzo

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5. Tag: 63,2 km, 2187 hm
Pezzo - Case di Viso - Alta Via Camuna - Passo Tonale - Vermiglio - Fucine - Mezzana - Dimaro - Madonna di Campiglio

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6. Tag: 68,1 km, 1322 hm
Madonna di Campiglio - Val d'Agola - Passo Bregn de l'Ors - Val d'Algone - Stenico - Ponte Arche - Passo Ballino - Tennosee - Riva - Torbole

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Medien

Wenn ihr die Tour individuell nachfahren wollt, ist folgendes verfügbar: GPS-Tracks, Kartenscans, TOPO-Karte für Garmin GPS-Geräte, Finisher Bikeshirt - im Webshop


Übersichtskarte

Wichtig: Internetadresse sollte mit www eingegeben werden, sonst erscheint bei manchen Browsern unter Umständen nur ein weißer Kasten.

schwarz: Hauptroute eMTB
rot: leichtere Nebenrouten eMTB
grün: Hauptroute MTB, wenn abweichend
Klicken auf den Track zeigt den Namen des entsprechenden GPS-Tracks an
Karte als Lightbox in eigenem Fenster öffnen: klicken

 

 

Höhenprofil Hauptroute

Albrecht Route eMTB

Wegeverteilung Hauptroute

untergrund hauptroute


Nebenroute mit leichteren Varianten

Länge: 415 km
Höhenmeter: ca. 7.900 hm

Höhenprofil der leichteren Variante

Albrecht Route eMTB Nebenroute

Wegeverteilung Nebenroute

untergrund nebenroute


Landkarten

KOMPASS: Digitale Karte Über die Alpen, Digitale Karte Schweiz, Wanderkarten: WK 5, WK 35, WK 42, WK 072, WK 73, WK 94, WK 98, WK 101
Übersichtskarte: Kompass: Straßenkarte 358  Tirol - Trentino
Karte bei Amazon bestellen durch Klicken auf die jeweilige Nummer

Tourplanung: Andreas Albrecht

gefahren von: Andreas Albrecht, Philipp Petermann, Kurt Müller-Wissmath, Simone Philippeit (Teilstrecken)



Tourbericht

Motto: Transalp mit dem eMountainbike

350 DSC09804Von Steckdose zu Steckdose! oder auch
Macht doch, Watt ihr Volt!

Vorbemerkung: Die hier dokumentierten Strecken stammen aus zwei Komplettbefahrungen und einzelnen Recherchetouren, um die Strecke zu optimieren. Jeder einzelne Meter wurde mit einem modernen eMTB gefahren.
Fotos: auch die Fotos stammen von den verschiedenen Befahrungen und Erkundungen einzelner Streckenabschnitte


Prolog

Nun ist es soweit, eine Variante der Albrecht-Route für eMTB liegt vor. Lange schon kreiselte die Idee in mir herum, aber es gab noch zu viele Vorbehalte. Außerdem war die Technik noch nicht soweit. Erst seit 2015 gibt es auf breiter Flur geländetaugliche eMTB, die auch für den Einsatz im hochalpinen Gelände geeignet sind. Einen ersten Test hatte ich ja schon mit der Olperer-Umrundung unternommen, damals noch mit einem Reserveakku im Rucksack.
Doch nun ist die Entwicklung soweit, dass eine autarke Transalp mit einem eMTB möglich ist. Was liegt für mich näher, als eine solche Transalp auf Basis meiner Albrecht-Route zu entwickeln. Diese ist ja ein weltweiter Dauerbrenner und derzeit die mit weitem Abstand am häufigsten gefahrene Transalp.
Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, was geht und was nicht. Im Prinzip fallen nur die Strecken aus, die mit langen bzw. häufigen Schiebe- und Tragepassagen verbunden sind. Dabei setzt das höhere Gewicht der eMTB einfach Grenzen. Ansonsten lassen sich Trails durchaus mit einem modernen eMTB befahren. Die Freude daran hängt im wesentlichen von der eigenen Fahrtechnik ab. Das hatte ich im Vorfeld mit verschiedenen Biketypen ausgiebig getestet: am Gardasee im Norden und im Südosten, auf Elba und in Finale Ligure.

03 DSCN1937Im Prinzip fallen von der Albrecht-Route nur aus: Verwalltal mit Übergang über Heilbronner Hütte und Fimberpass. Diese Streckenabschnitte lassen sich via Inntal (siehe 2. Tag) leicht umfahren. Da diese beiden Übergänge auch die mit dem höchsten Schneerisiko sind, ergibt sich durch die Routenwahl gleichzeitig eine sehr schöne Alternative für die normale Albrecht-Route, wenn es wieder einmal Schnee im Hochsommer geben sollte.
Auch den Übergang über die Montozzo-Scharte bin ich zu Testzwecken mit einem eMTB Flyer Uproc6 gefahren, ebenso den Trail hinab zum Lago Pian Palu. Die ca. 140 Höhenmeter von der Bozzi-Hütte hinauf zur Montozzo-Scharte sind schon sehr heftig. Deshalb habe ich mich dagegen entschieden, auch und vor allem weil es die sehr schöne Alta Via Camuna gibt. Doch dazu mehr im Bericht des 5. Tages. Ansonsten setzt sich die Albrecht-Route für eMTB zusammen aus den schönsten und passendsten Abschnitten der klassischen Route nebst ausgewählten v2-Varianten. Insbesondere habe ich auf weitgehende Fahrbarkeit der Strecken geachtet. Die Trailabschnitte bewegen sich weitgehend im S0 bis S1-Niveau nach Single Trail Skala. S2-Passagen gibt es kaum und das ist auch so gewollt, vor allem, weil ich diese Strecke oder Teile davon auch mit Simi fahren will. Trails will sie nur fahren, wenn sie flüssig fahrbar sind (S0) oder sie hinter mir auf unserem MTB-Tandem sitzt (siehe auch Easy-Transalp St. Moritz-Venedig). Das heißt nun nicht, dass die Strecke vollkommen anspruchslos ist. Grobe und steile Passagen gibt es im hochalpinen Bereich immer.
Damit ist eine nahezu komplett fahrbare Transalp entstanden mit nur sehr wenigen Schiebestücken (max. ca. 1 km auf einer Gesamtdistanz von 427 km der Hauptroute). Hinweise dazu gibt es jeweils in den Tagesberichten. Das setzt schon Maßstäbe (auch für eine normale Transalp) und soll auch so sein. Ich habe Schiebeorgien bei diversen Tourrecherchen mit dem eMTB hinter mir und muss das nicht wieder haben.

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Letztlich habe ich mich entschieden, derzeit die Albrecht-Route für eMTB mit Bikes zu fahren, die mit einem Bosch-Motor ausgestattet sind. Die Akkus mit einer Kapazität von 500 Wh lassen unter idealen Bedingungen Fahrleistungen von deutlich über 1200 Höhenmetern im Anstieg zu. Der längste Anstieg ohne sichere Nachlademöglichkeit ist die Strecke von Grosio zum Passo Foppa/Mortirolo (siehe 4. Tag). Das sind gut 1200 Höhenmeter. Die muss man schaffen, wenn man neben dem normalen Inhalt des Rucksacks nur noch zusätzlich ein Ladegerät mit sich führen will. Das wiegt ca. 740 Gramm, ist also wohl zu verschmerzen.

Wie das mit anderen Motoren funktioniert, muss man ausprobieren. Da ist ja eine enorme Vielfalt der Entwicklungen auf dem Markt zu beobachten. Ich bin auf der Basis meiner langjährigen Erfahrungen gerne bereit, das auszuprobieren und unter realen Bedingungen zu testen. Das ist authentischer als Testberichte in Hochglanz-Magazinen, die meist nur einen Kurzeindruck liefern und nicht aus dem Dauereinsatz resultieren. Hersteller von eMTB können sich gerne bewerben, um ihr eMTB auf dieser Route zu präsentieren. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.

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1. Tag: Von Garmisch über Eibsee und den alten Fernpass ins Inntal

Strecke Hauptroute: 78 km, 1742 hm
Garmisch - Eibsee - Hochthörle Hütte - Ehrwald - Biberwier - Fernpass - Fernstein - Nassereith - Strad - Imst - Ried - Kronburg - Rifenal


350 DSC08337Nach den sehr positiven Erlebnissen auf unserer Olper-Umrundung mit dem eMTB bin ich wieder mit Philipp unterwegs. Wenn man eine Woche auf Transalp vor sich hat, ist es wichtig, dass man als Team gut harmoniert. Das ist bei uns der Fall, auch wenn einige Jahre Altersunterschied zwischen uns liegen. Im Kopf merkt man das nicht. Nur wenn ich früh in den Spiegel schaue, fällt mir auf: bei mir ist der Lack ab. Philipp hingegen befindet sich in der Blüte seiner jungen Jahre und gäbe auch ein erstklassiges sportives Fotomodell ab.

Zum Glück konnte ich aus dem Erfahrungsschatz der Jugend lernen - Philipp brachte mir das Selfie-Grinsen bei. Damit waren wir nun bestens gerüstet, um auf der Albrecht-Route unterwegs zu sein. Dort ist man ja oft in Gesellschaft unterwegs und es ergeben sich nette Begegnungen, falls denn jemand mitbekommt, dass ich derjenige bin, der diese Route verbrochen hat. Ein Selfie muss dann immer sein - na also, geht doch!

Ansonsten sind wir am 1. Tag nach einer langen Anreise etwas spät dran und das Wetter weiß noch nicht so recht, wie es sich entwickeln soll. Wir fahren zunächst analog Albrecht-Route entlang der Loisach bis Ehrwald und dann über den alten Fernpass hinab ins Gurgltal. Ein paar Tage später verifiziere ich diesen Streckenabschnitt noch einmal im Urlaub mit Simi. Wir fahren über den Eibsee zur Hochthörle Hütte, wie die entsprechende v2-Variante der Albrecht-Route. Dabei erwischen wir einen Traumtag und es steht fest. Das muss die Hauptroute sein: mit eMTB ein Genuss, die langen Schotterserpentinen hinaufzufahren.

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Das gewaltige Massiv der Zuspitze begleitet uns auf dem ersten Teil des Wegs in seiner ganzen Pracht. Die Strecke verläuft zu weiten Teilen auf der Via Claudia. Es geht am Weißensee (bei gutem Wetter eine wunderschöne Badestelle) entlang zum alten Fernpass. Bei der Abfahrt folgen wir der neuen Wegführung und erreichen direkt den Trail zum Schloss Fernstein. Der ist inzwischen sehr leicht zu fahren, es gibt keine Wurzeln und verblockten Abschnitt mehr. Nur die alten Wagenspuren auf der Römerstraße sind noch zu sehen. Der Weg durchs Gurgltal bis Imst ist identisch mit der Originalroute. An der Autobahnraststätte Trofana Tyrol verlassen wir den Innradweg und fahren eine interessante neue Passage direkt am Ufer des Inns entlang. Zwischen Mils und Schönwies wechseln wir wieder auf die v2-Variante über Kronburg und beschließen die Etappe im idyllischen gelegenen Gasthof Kreuz in Rifenal.

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Hinweise zur Hauptroute

  • GPS-Track: 01-EAR-Garmisch-Rifenal.gpx
  • Abfahrt von der Hochthörle Hütte weicht von v2-Variante ab (keine Trailabschnitte, dafür schöne Panoramafahrt unter der Zugspitze)
  • die Route bleibt in Ehrwald im Tal und geht direkt nach Biberwier und weiter lieblich an der Loisach entlang zur Marienberger Almbahn
  • bei hohem Wasserstand des Inns kann der Ufertrail zwischen der Raststätte Trofana Tyrol und Mils auf einer Schotterpiste umfahren werden (separater GPS-Track nicht notwendig)
  • Verbindung zur Nebenroute mit Übernachtung in Landeck möglich (ca. 5 km, nur bergab)
    GPS-Track: 01-var-Rifenal-Landeck.gpx

01 EAR Garmisch Rifenal


Hinweise zur Nebenroute

Strecke : 76 km, 876 hm
Garmisch - Grainau - Griesen - Ehrwald - Biberwier - Fernpass - Fernstein - Nassereith - Strad - Imst - Schönwies - Zams - Landeck

  • GPS-Track: 01-EAR-Var-Garmisch-Landeck.gpx
  • ist nahezu identisch mit der originalen Albrecht-Route
  • nur die Einfahrt von Zams in Richtung Landeck weicht etwas ab
  • endet in Landeck am Hotel Mozart
  • am 2. Tag ist Wechsel zur Hauptroute möglich - siehe Hinweise dort

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Einkehrtipps mit sicherer Nachlademöglichkeit:

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  • 350 DSC00109Zugspitz Resort Ehrwald: Obermoos 1, 6632 Ehrwald, Österreich, Telefon: +43 5673 2309   www.zugspitz-resort.at/resort
    liegt nicht direkt an der Hauptroute, lässt sich aber einfach erreichen, wenn man bei der Abfahrt von der Hochthörle Hütte auf der kleinen Teerstraße bleibt
    Besonderheit: spezielle Ladestation für eBikes (Ladekabel über Rezeption erhältlich - siehe auch rechtes Bild)

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  • Biberwier: Hotel Family Alm Tirol,
  • Biberwier: Pension Sagebrünndle: A-6633 Biberwier, Mühlsteig 6, Tel.: 0043-5673-3571   www.sagebruenndle.at

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  • weitere direkt an der Strecke, zum Beispiel Einkehrmöglichkeiten an der Talstation der Marienbergbahn Biberwier
  • Strad: Gasthof Seewald, Strad 12, Tel: 0043-5412-66024, direkt am Weg, www.gasthof-seewald.at
  • Kronburg: Gasthof Klösterle, 6511 Zams/Tirol, Kronburg 103-107 -  Tel.: +43 5442 63345    www.kronburg-tirol.at 

Radshop mit eBike-Kompetenz:

  • Ehrwald: 2 Rad Zirknitzer: Zugspitzstraße 16, 6632 Ehrwald, Österreich, Telefon: +43 5673 3219    www.2rad-zirknitzer.at
  • Zams-Landeck: Peto Bike, Buntweg 1, 6511 Zams, Österreich, Telefon: +43 5442 63550   www.petobike.com

Übernachtungstipps:

  • Rifenal: Bergpension Gasthof Kreuz: A-6511 Zams, Rifenal 15 , Tel.: +43-5442-61240
    Selbstgebrannten Schnaps liefert die Nachbarin direkt: Elvira Praxmarer, Rifenal 14, 6511 Zams, Österreich, Tel.: +43-5442-62758

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  • Landeck: Hotel Mozart, Nähe Bahnhof, Superkomfort, Schwimmbad, super Essen: www.mozarthotels.at, Tel.: 0043/5442/64 222, abschließbare Radgarage, Reinigungsgerät, Werkstatt und Trockenraum ........ sicher, sauber

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  • Trams (liegt ca. 3,5 km nach Rifenal direkt an der Hauptroute des 2. Tages): Hotel Tramser Hof, Tramserweg 51, 6500 Landeck, Österreich, Telefon: +43 5442 62246    www.tramserhof.at

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 Weitere Einträge nehme ich gern auf. Anmelden bzw. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.



2. Tag: Königsetappe über den Alpenhauptkamm

Strecke: 94,8 km, 2213 hm
Rifenal - Fließ - Prutz - Pfunds - Kajetansbrücke - Martina - Sur En - S-charl - Pass da Costainas - Lü - Tschierv (Münstertal)


opener 350 open DSC08464War der erste Tag von Garmisch bis ins Inntal bei Landeck eher eine gemütliche Einrolltour, heißt es am zweiten Tag ordentlich Strecke machen. Der Alpenhauptkamm soll via Pass da Costainas (2251 m) bezwungen werden. Nach der ruhigen Nacht in Rifenal geht es zunächst auf der Via Claudia in Richtung Fließ. Dabei wandeln wir wieder auf der historischen Römerstraße über die berühmte Fließer Platte. Dabei kommt es zu einer kurzen Schiebepassage über insgesamt ca. 150 Meter und rund 30 Höhenmeter.

Etwas knifflig ist einzig die Stelle zwischen Fließ und Pontlatz, wo die Via Claudia die zumeist stark befahrene Reschenpass-Straße erreicht. Wir müssen eine Weile warten, ehe wir zum Überqueren der Straße eine Lücke in der Reihe der vorbeifahrenden Autos abpassen können. Zum Innradweg gelangt man über einen kurzen, steil bergab führenden Pfad mit Stufen. In Prutz verlassen wir kurz den offiziellen Radweg und fahren auf einer schöneren Strecke direkt entlang am Ufer des Inns. Nach der Kajetansbrücke gibt es inzwischen einen schönen Weg abseits der Straße in Richtung Schweiz. Der Einstieg ist etwas schwer zu finden. Nach der Kajetansbrücke geht es abwärts in Richtung Campingplatz und dann gleich scharf rechts auf den Forstweg bis Altfinstermünz. Dort ist die alte Holzbrücke über den Inn zu bewundern, die jahrhundertelang die alte Straße zum Reschenpass kontrollierte.

Der Forstweg geht nun steil bergauf und erreicht bei Vinadi die Zollstraße nach Martina. Diese verläuft durch die an dieser Stelle schmale Innschlucht. Da ist kein Platz für einen Radweg. Wir müssen uns die Straße mit den Autos teilen. Da es bergab geht, ist die Passage schnell überwunden und man ist in der Schweiz. Die Zöllner interessieren sich nicht für uns und wir passieren das verschlafen in der Sonne liegende Martina. Der Innradweg ist zunächst geteert. Vor Strada nehmen wir wieder einen Trail am Innufer entlang (bei hohem Wasserstand bleibt man auf dem Radweg, der über Strada verläuft).

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Ab San Nicla verläuft der offizielle Radweg mit einigem Auf und Ab als Forstweg bis Sur En. Am gemütlichen Campingplatz ist Rasten angesagt. Er ist 365 Tage im Jahr geöffnet und somit eine sehr sichere Nachlademöglichkeit, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Es ist nur fair, wenn man im Gegenzug dort auch etwas verzehrt, ungeachtet des für unsere Verhältnisse hohen Preisniveaus. Danach passieren wir das Val d'Uina. Ich überlege, ob das in dieser Richtung mit dem eMTB gehen könnte. Wer weiß? Aber nicht heute. Zügig und entspannt geht die Fahrt nach S-charl. Die riesigen Schutthalden entlang des Weges machen den Eindruck einer Mondlandschaft. Im idyllischen S-charl ist erster und allgemeiner Treffpunkt zunächst der Dorfbrunnen. Wir füllen Wasser nach und checken den Ladezustand. 400 Höhenmeter sind es noch bis zum Pass da Costainas. Ja, das sollte reichen. Und es reicht. Mit eMTB ist der Trail von der Alp Astras bis zum Pass in der Tat komplett fahrbar. Ich mache Philipp alle Weidegatter rechtzeitig auf und schließe sie hinter ihm. Er muss nur zum Fotoshooting die Fahrt unterbrechen. Am Pass trudeln nach und nach einige Gruppen ein, die wir unterwegs immer wieder überholt hatten. 350 passcostainas gruppeBei unseren Fotostopps waren sie dann immer rasch an uns vorbei gezogen. Wir entschuldigen uns, falls wir sie dadurch genervt haben sollten. Irgendwie kommt raus, dass sie die Albrecht-Route fahren und ich derjenige bin, auf dessen Spuren sie wandeln. Das Hallo ist nun groß. Für den Moment genieße ich meine Popularität ein wenig und lasse mich bereitwillig in verschiedenen Konstellationen fotografieren. Mit Wehmut denke ich daran, dass mir meine Bekanntheit in der Mini-Szene Transalp leider daheim wenig nützt, dort muss ich doch tatsächlich immer noch den Müll runterbringen. Welch schreiende Ungerechtigkeit! Philipp ist auch etwas überrascht, was so abläuft. Ich sage zu ihm, er solle auf mich aufpassen. Falls mir was zu Kopf steigen sollte, soll er mich wieder runter auf den Boden der Tatsachen bringen. Wie sich zeigt, wird das nicht nötig sein.

Wir machen noch einen letzten Fotostopp, bevor die Abfahrt nach Lü beginnt. Ein kurzes "Hallo" noch bei Mama Lü im Gasthof Hirschen und wir sind in Windeseile unten in Tschierv angelangt, wo heute wieder Albrecht-Routen-Day angesagt ist. Der Chef vom Hotel Staila spritzt mit Hingabe die Bikes der eintreffendenTransalpler ab, bevor er sie sicher in der Bikegarage verwahrt. Ich begrüße ihn herzlich und freue mich, an diesem Ort zu sein, einem der vielen in den Alpen, wo im Laufe der Jahre Freundschaften entstanden sind. Rolf sagt mir, dass ihm neben dem nicht unerheblichen wirtschaftlichen Aspekt (einiges an Sommerumsatz kommt für ihn durch die Albrecht-Route rein) am meisten fasziniert, dass oft so etwas wie eine kleine Community der Transalpler entstehe. Abends sitzen sie oft mit meinem Büchlein, lesen, was sie am nächsten Tag erwartet und freuen sich darauf. Dabei ergeben sich oft Gespräche, die über den Tellerrand hinaus gehen, und das mache die Sache für ihn einfach immer wieder interessant.

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Hinweise zur Hauptroute:

  • GPS-Track: 02-EAR-Rifenal-Tschierv.gpx
  • Radweg über Strada bei hohem Wasserstand des Inns
    GPS-Track: 02-var-Strada.gpx
  • Bustransfer von Scuol nach S-charl ggf. möglich im Rahmen der Platzkapazität, ob eMTB transportiert werden, muss vorher geklärt werden, Info unter www.postauto.ch
  • Postbusse nehmen in Österreich derzeit keine eBikes mit - Änderungen bitte melden über Kontaktformular

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Hinweise zur Nebenroute

Strecke: 92,2 km, 2029 hm
Landeck - Urgen- Prutz - Pfunds - Kajetansbrücke - Martina - Sur En - S-charl - Pass da Costainas - Lü - Tschierv (Münstertal)

  • GPS-Track: 02-EAR-Var-Landeck-Tschierv.gpx
  • von Landeck bis zum Stausee bei Pontlatz auf dem normalen Innradweg
  • Wechsel von Landeck zur Hauptroute möglich (ca. 50 zusätzliche Höhenmeter, dafür ca. 1 km kürzer)
    GPS-Track: 02-var-Verbindung-Landeck-Hauptroute.gpx

02 EAR Var Lande 


Einkehrtipps mit sicherer Nachlademöglichkeit:

  • Pfunds: Campingplatz an der Kajetansbrücke
  • Sur En: Campingplatz (ganzjährig geöffnet),  Telefon: +41 81 866 35 44  www.suren.ch

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  • S-charl: "Crusch Alba" www.cruschalba.ch  Tel: 0041-818641405, auch Übernachtungsmöglichkeit, wenn man die Etappeneinteilung anders plant, mit Frühstück oder HP, Waschservice

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Radshop mit eBike-Kompetenz:

  • Zams-Landeck: Peto Bike, Buntweg 1, 6511 Zams, Österreich, Telefon: +43 5442 63550   www.petobike.com/ 

Übernachtungstipps:

  • Tschierv: 1. Wahl ist das Hotel Al Rom,  (das ehemalige Hotel Staila): Biker sind dort herzlich willkommen. Bei Ankunft wird das Fahrrad gereinigt und dann in die abschliessbare Bikegarage gestellt. Bei direkter Buchung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird sogar die Wäsche gratis gereinigt (gilt nicht bei Buchung über Online-Portale). Direkt an der Ofenpass-Strasse gelegen.

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Weitere Einträge nehme ich gern auf. Anmelden bzw. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.



3. Tag: Traumhafte Fahrt durchs Val Mora und über den Passo di Verva

Strecke: 76 km, 1364 hm
Tschierv - Val Vau - Döss Radond- Val Mora - Lago Cancano - Torri di Fraele - Arnoga - Passo di Verva - Eita - Fusino - Grosio


opener 350 DSC03187Was habe ich mich früher geschunden am Aufstieg zum Döss Radond, dem Tor ins Val Mora, einem der schönsten Hochtäler, die ich in den Alpen kenne. Heute genießen wir beide die entspannte Fahrt.

An der Weggabel bei den Almwiesen Pra de Vau treffen wir zum wiederholten Male auf andere Transalp-Gruppen. Eine hatten wir schon mehrfach unterwegs gesehen. Und als ob es einer letzten Bestätigung für mich bedürfe, fährt einer von ihnen tatsächlich mit einem eMTB. Christian ist ein junger Mann von 25 Jahren und ich frage ihn nach seinen Beweggründen.
Er sagt mir, dass er das eMTB für seinen Arbeitsweg gekauft habe. Als seine Freunde dann eine Transalp machen wollte, sagte er, dass er sich dafür nicht extra ein anderes MTB zulegen wolle. Gezielt habe er dann im Internet nach Informationen gesucht, aber noch nicht viel Verwertbares gefunden (siehe auch seine Rückmeldung im Fazit). Über meine Seite sei er auch gestolpert und aus ein paar Andeutungen entnommen, dass Teile der Albrecht-Route eMTB-tauglich sein könnten. Und das ist sie in der Tat und es macht riesigen Spaß und es ist mir vollkommen egal, was andere darüber denken!

opener 350 DSC08505Philipp und ich kurbeln hoch zum Döss Radond und machen uns gleich an die Abfahrt. Fotostopps legen wir immer wieder ein. Auch wenn ich schon so oft hier war, mich fasziniert diese Landschaft immer wieder. Auf der einen Seite sanft und auf der anderen wiederum sehr kraftvoll. Der Trail durch die Schutthalden ist in exzellentem Zustand und flugs sind wir über die grüne Grenze am Passo Val Mora in Italien.

Am Lago Fraele bleiben wir abweichend von der normalen Albrecht-Route auf der linken Seite und wechseln erst über die Staumauer zum Lago Cancano. Am Rifugio Monte Scale machen wir Rast mit Blick auf die Gletscher des Sommer-Skigebietes am Stilfser Joch und den Wahnsinnstrail in der Felswand gegenüber. Der führt zur Bocchetta di Forcola und weiter zum Pass Umbrail.

Während der Rast lassen wir es gemütlich angehen. Wir vertilgen eine große Portion Pizzoccheri und nehmen uns ausreichend Zeit zum Nachladen. Deshalb folgt nach dem Essen der obligatorische Espresso.
Die höhengleiche Strecke auf der Decouville von den Torri di Fraele nach Arnoga verbraucht wenig Energie. Bei Bedarf kann man vor dem Passo di Verva auch noch einmal in Arnoga eine Kaffeerast machen und dabei etwas Strom tanken.

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Der Anstieg zum Passo di Verva ist auch einer meiner Hass-Auffahrten. Die genieße ich diesmal so richtig mit der Unterstützungsstufe Sport. Die Abfahrt vom Pass nach Grosio verläuft ohne nennenswerte Gegenanstiege, so dass man nicht unnötig haushalten muss. Fotostopp am Felsen in der Nähe des Rifugio Falcks. Unwirklich glänzend liegt er da. Philipp muss da rauf - mit eMTB. Das Foto muss sein und an dieser Stelle passt es auch - wo ich sonst ja nie Fake-Fotos mache!? Und wenn der Trail nur 50 cm Platz zum Rollen lässt. Es ist ein Trail und auf dem kann man fahren und dann ist das auch für ein Foto gut, jawoll!

In Eita wenden wir uns am Brunnen nach links und fahren die v2-Variante bis Fusino und auch wieder ab Ravoledo. Die Fahrt entlang des Castels Visconti ist einfach zu schön, als das man alle Höhenmeter auf der Straße vernichten müsse. Wir checken natürlich im Hotel Sassella ein - für mich ein wenig das Gefühl, als ob es eine zweite Heimat sei. Da es erst früher Nachmittag ist, checke ich noch einmal den morgigen Anfahrtsweg zum Passo Foppa. Der soll durch das Gewirr der mittelalterlichen Gassen führen - ich will ja nicht einfach nur meine eigene  Route abkupfern. Ein bisschen was Neues soll schon immer dabei sein.

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Hinweise zur Hauptroute:

  • GPS-Track: 03-EAR-Tschierv-Verva-Grosio.gpx
  • Wechsel zur Nebenroute an Torri di Fraele möglich
  • ab Eita auch einfache Abfahrt auf Nebenstraße möglich bis Grosio wie bei Albrecht-Route, separater GPS-Track nicht notwendig (da kann man sich nicht verfahren)

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Hinweise zur Nebenroute

Strecke: 72,8 km, 950 hm
Tschierv - Val Vau - Döss Radond- Val Mora - Lago Cancano - Torri di Fraele - Bormio - Le Prese - Sondalo - Grosio

  • GPS-Track: 03-EAR-Var-Tschierv-Bormio-Grosio.gpx
  • zweigt in der 3. Kehre unterhalb der Torri di Fraele ab
  • Leckerbissen ist ein super Flowtrail nach Premadio, kann auf Straße auch umfahren werden
  • ab Premadio bis Tola schöner Radweg entlang der Adda
  • zwischen Aquilone und Sondalo Fahrt auf ruhiger Nebenstraße, dabei passiert man an den Stauseen die Stelle des großen Val Pola-Bergsturzes von 1987
  • ab Sondalo Radweg bis Grosio

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Einkehrtipps mit sicherer Nachlademöglichkeit:

  • Rifugio Monte Scale (am Stausee Lago di Cancano): Tel. 0039-0342-904660 www.cancano.com
  • Arnoga: Hotel "Li Arnoga", Tel.: 0039-0342-927116   www.arnoga.eu
  • Le Prese bei Sondalo (liegt an Strecke der Variante über Bormio): Bar Ai Cacciatori - Via Rasica 2, Tel.: +39 0342 820079direkt am Beginn des Anstiegs ins Valle di Rezzalo

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Radshop mit eBike-Kompetenz:

  • Bormio: Bormio Ski & Bike, via Stelvio, 19 und via Funivie, 27, Tel.: 0039-0342-911142   www.bormioskibike.it
  • Tovo di Sant'Agata, Via Roma 66 - ca. 8 km von Grosio entfernt in Richtung Tirano, Telefon: +39 0342 770066  www.cubebike.it   Öffnungszeiten: Montag- Samstag - 08.00-12.00 / 14.00-19.00

Übernachtungstipps:

  • Grosio: Hotel Sassella, I-23033 Grosio, Via Roma 2 +39-0342-847272, super Küche, Wellness, sichere Bikegarage;  www.hotelsassella.it

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  • Grosotto: Hotel Le Corti, I-23034 Grosotto, Via Patrioti 73, Tel.: +39-0342-848624     www.garnilecorti.it
  • Sondalo-Bolladore: HOTEL DELLE ALPI 23035 Sondalo (SO), Via Bolladore, 19,  Tel.: +39-0342-801412 (liegt an Nebenroute)

Weitere Einträge nehme ich gern auf. Anmelden bzw. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.



4. Tag: Fast schon ein Ruhetag über den Passo della Foppa (del Mortirolo)

Strecke: 45,9 km, 2087 hm
Grosio - Passo Foppa/Mortirolo - Col Carette - Vezza d'Oglio - Ponte di Legno - Pezzo


opener 350 DSC09135Achtung! Beim Anstieg von Grosio zum Passo Foppa müssen rund 1200 Höhenmeter ohne sichere Nachlademöglichkeit bewältigt werden. Darauf muss man sich einstellen. Wer Bedenken hat, kann sich einen Shuttle organisieren:
Giordano Osmetti (sehr zuverlässig, spricht gut englisch: Phone +39 347 2590873
https://www.facebook.com/pages/TAXI-Driver-NCC-BIKE-Shuttle/1434159493507151
Auch die Hotels (siehe 3. Tag) sind gerne bei der Organisation behilflich.


Der Streckencheck am gestrigen Tag war erfolgreich. Wir nehmen einen ganz versteckten Weg, der uns unter Umgehung der Hauptstraße auf Schleichwegen durch die Gassen Grosios zur Straße zum Passo Foppa führt. Der letzte Teil ist zwar steil, aber das juckt uns nicht. Der Akku wird reichen bis zur Passhöhe, wo Passo della Foppa draufsteht und nur darunter in Klammern die Bezeichnung Mortirolo. Die Geschichte ist schnell erzählt:


350 1 DSC05450Passo Mortirolo oder Foppa oder wie, was?! Der unterschiedliche Sprachgebrauch ist verwirrend. De facto gibt es sowohl den einen als den anderen. Der Passo del Mortirolo liegt jedoch etwas abseits der Straße, wenn es nach dem Passo della Foppa hinunter nach Monno geht. Der eigentliche Straßenpass ist der Foppa. Der Hotelchef Jim Pini vom "Hotel Sassella" in Grosio hat mir die Zusammenhänge erklärt. Foppa ist wie gesagt die alte, richtige Bezeichnung für den Straßenpass. Als dann der Giro d'Italia einige Male über diesen Pass führte, benutzte ein Reporter aus Unkenntnis den Namen des Passes Mortirolo, der Luftlinie keinen Kilometer entfernt liegt, aber nur auf Schotter zu erreichen ist. Das haben dann alle nachgeplappert und so bürgerte sich im Laufe der Zeit der "falsche" Name für den "richtigen" Pass ein. Durch die offenkundig hochwirksame normative Kraft des Faktischen ist inzwischen auch der Name "Foppa" mehr und mehr von den Wegweisern vor Ort verschwunden. Nur oben an der höchsten Stelle findet man an einem Holzpfahl noch den verblichenen Schriftzug, der vom Foppa kündet. Und nun wieder auf dem großen Schild an der Straße.


Auf dem Weg zur Passhöhe begegnet uns kaum ein Fahrzeug. Es beginnt leicht zu tröpfeln, kurz nachdem wir das Beweisfoto an der Passhöhe gemacht. Wir verziehen uns schnell ins Albergo Mortirolo. Wir essen, laden die Akkus nach und warten auf besseres Wetter. Strahlender Sonnenschein will sich zwar nicht einstellen, aber zum Weiterfahren reicht es. Die Nebenstrecke über den Col Carette nach Vezza d'Oglio ist einfach, aber landschaftlich sehr reizvoll.

In Vezza d'Oglio wecheln wir auf den Radweg, der uns stracks nach Ponte di Legno führt. Wir machen noch einen kleinen Abstecher zum Hotel Raggio di Luce. Das dient als Ziel für die Fahrer der Nebenroute, vor allem auch für die, die am nächsten Tag auf der Nebenroute direkt zum Passo Tonale fahren wollen. Carla, die Hotelchefin, spricht so rasend schnell Deutsch wie ihre Muttersprache Italienisch. Ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert. Das blitzsaubere Hotel liegt ruhig etwas oberhalb von Ponte di Legno. Wer hier Station macht, hat bei dieser kurzen Etappe ausreichend Zeit für einen Stadtbummel.

Wir fahren heute noch weiter bis Pezzo ins "Da Guisy". Das verträumte Dorf ist der perfekte Ort, um am nächsten Tag ein weiteres Highlight dieser eMTB-Transalp in Angriff zu nehmen - die Alta Via Camuna.

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Hinweise zur Hauptroute:

  • GPS-Track: 04-EAR-Grosio-Carette-Pezzo.gpx
  • endet in Pezzo, dort ist die Unterkunftskapazität begrenzt, ggf. in Ponte di Legno übernachten

04 EAR Grosio Fo


Hinweise zur Nebenroute

Strecke: 40,2 km, 1553 hm
Grosio - Passo Foppa/Mortirolo - Monno - Incudine - Vezza d'Oglio - Ponte di Legno

  • GPS-Track: 04-EAR-Var-Grosio-Monno-PdLegno.gpx
  • eigentlich gibt es keinen Grund außer Wettersturz und/oder Dauerregen, ab Albergo Mortirolo auf die Nebenroute auszuweichen
  • Route endet am Hotel Raggio di Luce oberhalb von Ponte di Legno (siehe Übernachtungstipps)
  • Verlängerung nach Pezzo ist möglich und ggf. sinnvoll, wenn man am 5. Tag die Hauptroute über die Alta Via Camuna fahren möchte (zusätzlich 6 km und 360 Höhenmeter)
    GPS-Track: 04-EAR-var-Raggio-di-Luce-Pezzo.gpx

  04 EAR Var Grosi 


Einkehrtipps mit sicherer Nachlademöglichkeit:

  • Albergo Mortirolo (ca. 1 km nach Passhöhe, bis dorthin nur abwärts), Telefon: +39 0364 71163    www.passomortirolo.com

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  • Vezza d'Oglio: Bar direkt im Ortszentrum Nähe der Kirche

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Radshop mit eBike-Kompetenz:

Übernachtungstipps:

  • Pezzo: "Da Giusy" mit 3 Zimmern, in denen bis zu 14 Biker übernachten können. Im "Da Giusy" kann man auch am Abend essen. Sehr gute Küche.
    Loc. Pezzo di Pontedilegno, Via Ercavallo 39 - Tel: +39 0364 92153

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  • Ponte di Legno: Hotel Raggio di Luce, Chefin Carla spricht perfekt deutsch, sichere Bikegarage mit Waschmöglichkeit, Wäscheservice - Via Valeriana 46 - loc. Plazza vicino Ponte di Legno - 25050 Temu, Tel. +39 0364 900852 - mobil. +39 338 1140510

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Weitere Einträge nehme ich gern auf. Anmelden bzw. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.



5. Tag: Königsetappe auf der Alta Via Camuna mit Gletscherblick

Strecke: 63,2 km, 2187 hm
Pezzo - Case di Viso - Alta Via Camuna - Passo Tonale - Vermiglio - Fucine - Mezzana - Dimaro - Madonna di Campiglio


opener 350 DSC03145Welch eine grandiose Etappe heute auf uns wartet, wusste ich schon seit meiner ersten Befahrung der Alta Via Camuna. Den Tipp hatte ich von meinem Freund Tomek (www.transalp.pl). Er hatte mir von der tollen Sicht auf die vergletscherte Adamello-Presanella-Alpen vorgeschwärmt. Und er hat so was von Recht. Schon diese Auffahrt auf der sonst sehr zähen Militärpiste in Richtung der Montozzo-Scharte ist ein Vergnügen mit dem eMTB. Ich habe mir das verdient, so oft wie ich da mit schweren Rucksack auf dem Kreuz hinauf geschlichen bin. Mental geht das gar nicht so schnell aus meinem Kopf heraus. Es war eine meiner Hass-Auffahrten. Philipp hat dieses "Problem" nicht. Wir genießen die Fahrt bis knapp unter die Bozzi-Hütte, die noch knapp 100 Höhenmeter weiter oben liegt. Den Abstecher schenken wir uns. Der Traumtrail auf der Alta Via Camuna beginnt. Gleichzeitig haben wir damit den höchsten Punkt der Tour bei knapp unter 2400 Metern erreicht. Zunächst ist die alte Militärpiste noch etwas grob, doch später wird sie ein natürlicher Flowtrail vom Allerfeinsten, der sich am Berghang entlang zieht. Immer gewürzt mit tollen Blicken ins Tal und zu den gegenüberliegenden Gletschergipfeln. Einfach nur ein Traum.
Nach einem Gegenanstieg, der bis auf eine kurze Stelle von vielleicht 5 Höhenmetern komplett fahrbar ist, kommt langsam der Passo Tonale ins Blickfeld. Doch zuvor warten noch zwei steile Rampen von jeweils rund 15 Höhenmetern darauf, dem eMTB und dem Fahrer seine Grenzen zu zeigen. Kurzes Schieben ist wiederum überhaupt kein Problem. Schließlich fahren wir zum Passo Tonale ab. Ausgiebige Pause zum Verarbeiten der Eindrücke und Nachladen der Batterie, auch der mentalen im Kopf.

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Die Hauptroute bleibt ein Highlight und führt nach kurzem Gegenanstieg als tolle Panoramastrecke nach Fucine. Dort mündet die Nebenroute ein, die der normalen Albrecht-Route entspricht. Den Radweg im Val di Sole rollen wir durch bis nach Dimaro. Dort wartet der finale Anstieg entlang der Brenta nach Madonna di Campiglio. Ausdrücklicher Tipp: Rast in Dimaro am Hotel Serena (liegt direkt am Weg) mit Möglichkeit zum Nachladen. Dabei kann man eine Kleinigkeit essen. Die restlichen 900 Höhenmeter nach Madonna fliegt man dann hoch. Wir schlagen im Hotel Arnica auf, mitten im Zentrum von Madonna di Campiglio. Den Hotelchef Matteo kenne ich seit 2002 und inzwischen verbindet uns eine herzliche Freundschaft. Er ist meine Route seinerzeit auch nachgefahren. Als er auf der Suche nach Transalp-Infos auf englisch war, ist er über meine Website gestolpert. So klein ist die Welt. Zum Abendessen gehen wir nur einmal quer über die Piazza ins Hotel Ariston, das von Matteos Schwester geführt wird. Sie ist ganz begeistert davon, als sie hört, dass wir diese Transalp mit einem eMTB fahren. Sie hat sich auch schon einmal eins ausgeliehen und kann nachvollziehen, welchen Spaß so eine Tour macht.

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Hinweise zur Hauptroute:

  • GPS-Track: 05-EAR-Pezzo-AVCamuna-Madonna.gpx
  • falls man die Alta Via Camuna auslassen muss: es gibt eine direkte Querverbindung zur Nebenroute über die Tonalina zur Straße zum Passo Tonale
    GPS-Track: 05-EAR-var-Pezzo-Tonalina.gpx
  • falls man von der Alta Via Camuna nicht zum Passo Tonale abfahren möchte: es gibt eine direkte Querverbindung
    siehe GPS-Track: 05-EAR-var-Tonale-direkt.gpx
  • meine Empfehlung ist aber auf jeden Fall eine Rast mit Möglichkeit zum Nachladen am Passo Tonale
  • am Pass direkter Wechsel auf die Nebenroute möglich, erreicht Hauptroute wieder in Fucine (Beginn Radweg im Val di Sole)
  • bei Wettersturz/Dauerregen kann man leicht die Staatsstraße hinab rollen bis Fucine, Verfahren nicht möglich (ggf. viel Autoverkehr)
  • das letzte Teilstück von Groste-Seilbahn hinunter nach Madonna di Campiglio verläuft im Wald auf der Skipiste des Winters, dabei sind wassergefüllte Querrinnen zu überfahren
  • Abfahrt nach Madonna ist ab Groste-Seilbahn auch auf Straße möglich, die Einfahrt ins Ortszentrum ist am zweiten Kreisverkehr und etwas verwirrend, hilfreich ist der
    GPS-Track: 05-EAR-var-EinfahrtStrasse-Madonna.gpx

05 EAR PezzoAVCa


Hinweise zur Nebenroute

Strecke: 56,8 km, 1708 hm
Ponte di Legno - Passo Tonale - Velon - Fucine - Mezzana - Dimaro - Madonna di Campiglio

  • GPS-Track: 05-EAR-Var-PdLegno-Tonale-Madonna.gpx
  • durchquert in Ponte di Legno  und verläuft bis kurz nach dem Hotel La Roccia auf der Staatsstraße
  • auch Seilbahn zum Passo Tonale ist möglich (Anfang Juni bis Anfang September)
  • Wechsel von der Hauptroute ab Pezzo zur Nebenroute ist möglich - GPS-Track siehe Hinweise bei Hauptroute
  • in der Nähe der Mittelstation der Seilbahn von Ponte di Legno zum Passo Tonale kann man sich auch noch für die Seilbahn entscheiden
  • Nebenroute verläuft in der Linkskurve bei der Mittelstation geradeaus auf Schotter bis zum Hotel Bezzi an der Staatsstraße zum Passo Tonale, Straße ist alternativ auch möglich (Verfahren unmöglich)
  • am Passo Tonale ist Wechsel auf die Hauptroute möglich und auch meine Empfehlung
  • ansonsten verläuft Nebenroute auf der klassischen Albrecht-Route in ihrer Variante bis Fucine

  05 EAR Var PdLeg 


Einkehrtipps mit sicherer Nachlademöglichkeit:

  • Case di Viso: Bar Ercavallo

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  • Passo Tonale: eine Vielzahl von Bars direkt an der Passstraße, zum Beispiel: Bar Ristorante Rododendro, Via Case Sparse 71, Tel: +39 0364 900259 - freies WLAN
  • Dimaro: Hotel "Serena ", Tel.: 0039-0463-974974 - I-38025 Dimaro, Via Gole 90, sehr gute Zimmer, hervorragendes Essen: www.serena-hotel.com
  • B&B Jolly: 0039-0463-974206, Via Gole 154, www.jollydimaro.it

Radshop mit eBike-Kompetenz:

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Übernachtungstipps in Madonna di Campiglio:

  • Hotel Arnica 38086 Madonna di Campiglio, Via Cima Tosa 32 - Tel.: 0039-0465-442227 - Chef ist Matteo, mitten im Zentrum, Supermarkt in der Nähe, Abendessen und Unterkunft bei Matteos Schwester im Hotel Ariston gleich gegenüber

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  • Hotel Vidi Madonna di Campiglio, Via Cima Tosa, 50, - Tel: 0039-0465-443344 - Bed and Breakfast, mit Sauna und Restaurant, zentral gelegen, Supermarkt in der Nähe. Sonderpreis für Biker, Garage, Möglichkeit für Reparaturen und Bikewäsche, Wäscheservice für Bikeklamotten
  • Chalet Campiglio Imperiale 38086 Sant Antonio di Mavignola, Viale Dolomiti di Brenta 101 (liegt an der Nebenroute 6. Tag), Tel: 0039-0465-507393 - B&B mit Wellness, Garage, Möglichkeit für Reparaturen und Bikewäsche
  • Garni dello Sportivo Madonna di Campiglio, Via Pradalago, 29 - Tel.: 0039-0465-441101
  • Hotel DIANA 38086 Madonna di Campiglio, Via Cima Tosa, 52 - Tel. 0039-0465-441011

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6. Tag: Tolles Finale zum Gardasee

Strecke: 68,1 km, 1322 hm
Madonna di Campiglio - Val d'Agola - Passo Bregn de l'Ors - Val d'Algone - Stenico - Ponte Arche - Passo Ballino - Tennosee - Riva - Torbole


opener 350 DSC09500 2Zuerst dachte ich, dass der Weg der klassischen Route über den Lago d'Agola und den Bärenpass nicht für ein eMTB geeignet sei. Einige stark verblockte Trailabschnitte und eine straffe Schiebepassage über eine Wiese am Fuße des Passes waren oft genug Scharfrichter bei meinen zurückliegenden Transalps. Bei meiner ersten Komplettbefahrung bin ich deshalb zunächst über die alte Piste hinunter nach Pinzolo ins Val Rendena gefahren. Dort verläuft dann ein gut ausgebauter Radweg. Der streift Tione di Trento und erreicht schließlich das Nebensträßchen, das aus dem Val Algone herunterkommt und auf der auch die Albrecht-Route verläuft. Doch dann hörte ich zuverlässige Berichte, dass es möglich sein sollte, wenn es nicht zu nass sei und eine Schiebehilfe am eMTB vorhanden ist und auch funktioniert. Also habe ich das vor meiner gemeinsamen Befahrung mit Philipp zunächst alleine ausprobiert. Und in der Tat: bei trockenen Bedingungen war es relativ einfach. Die Wiese konnte ich bis zum Trailbeginn komplett fahren. Im Trail musste ich nur ein paar Male das eMTB über kleine Stufen bzw. Wurzeln heben. Dazwischen waren wieder Trailabschnitte fahrbar, die man mit einem normalen MTB beim besten Willen nicht fahren kann. Ein wenig unflüssig ist die Passage schon, aber bei weitem nicht so schwierig wie gedacht.

Also war dieser Abschnitt nun fester Bestandteil der Hauptroute, zumindest in meinem Kopf. Ich war auf Philipps Meinung gespannt. Nach dem schönen Auftakt mit der Strecke über den Wasserfall Cascata di mezzo erreichen wir zügig das Val d'Agola. Bei der Auffahrt zum Lago d'Agola überholen wir eine Unmenge von Transalplern. Ein Nadelöhr ist es nicht, aber es führen schon einige Routen hier zusammen, die den Gardasee als Ziel haben. Am Ende des Sees beginnt eigentlich ein verblockter Trail. Philipp war vor ein paar Wochen zum Wandern hier und meint, dass man den leicht vermeiden kann. Man muss nur noch ein Stück auf dem Seerundweg weiterfahren und erreicht dann einen Wiesentrail, der oberhalb der verblockten Passage den alten Weg wieder erreicht. Gesagt, getan - Volltreffer! Wieder ein Stück optimiert.
Philipp tut sich an den wenigen Schiebepassagen etwas schwerer als ich. Am Pass angelangt, sind wir aber beide der Meinung, dieser Übergang muss Teil der Hauptroute sein, wenn es auch insgesamt der schwerste Abschnitt ist. Aber am letzten Tag geht das schon. Das Traumziel Gardasee rückt schnell näher. Nach der Senke zum Passo del Gotro erreichen wir schnell die Malga Movlina und sind in Windeseile beim Albergo Brenta. Das Tal hinunter gerollt und zügig geht es nach Stenico. Diesmal stört der obligatorische Gegenwind gar nicht.

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Am Passo Ballino liegen wir so gut in der Zeit, dass wir uns entschließen, noch die v2-Variante zum Tennosee mitzunehmen. Der Gegenanstieg schreckt uns gar nicht, nur das mittlere Trailstück lassen wir aus. Schließlich liegt uns der Tennosee türkisblau schimmernd zu Füßen. Noch ein kleines Stück und wir erhaschen den ersten Blick zum Gardasee. Immer wieder ein tolles Gefühl für mich und zum ersten Mal für Philipp. Ich überlege mir noch den schönsten Mix aus all den Abfahrtsvarianten und schließlich sind wir am Hafen von Riva. Die Triumphfahrt entlang des Ufers hinüber nach Torbole lassen wir uns nicht nehmen. Es dauert im Hochsommer zwar wegen der vielen Menschenmassen eine Weile, aber uns hetzt ja keiner.

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opener 350 DSC09595Schließlich erreichen wir "meinen" obligatorischen Endpunkt aller Transalps am Gardasee - die Strandbar in Torbole. Da kann man ja auch mal ein Standbild machen. Wir beide sind glücklich und schwer beeindruckt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal so viel Spaß an einer Transalp auf meiner Albrecht-Route haben könnte. Irgendwie ist uns beiden nach einer Wiederholung im nächsten Jahr. Das würde dann noch viel eindrucksvoller für uns sein, weil wir beide wissen , dass es geht und vor allem, wie es geht.


Hinweise zur Hauptroute:

  • GPS-Track: 06-EAR-Madonna-LagoAgola-Gardasee.gpx
  • wenn sich bei nassen Wetterbedingungen erst am Schlussanstieg herausstellen sollte, dass der Bärenpass nicht sinnvoll bezwungen werden kann, ist das kein Beinbruch
  • einfach umdrehen, das Tal hinaus rollen und auf einem kurzen Verbindungsweg (ca. 1,5 km) erreicht man bei San Antonio di Mavignola die Nebenroute
    GPS-Track: 06-EAR-Var-Notausgang-ValAgola.gpx
  • Einmündung der Nebenroute am Talausgang des Val Algone
  • ggf. kann man sich am Tennosee überlegen, noch die Variante über Campi, Pinza und Bastione dranzuhängen - siehe Albrecht-Route v2 - 7. Tag

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Hinweise zur Nebenroute

Strecke: 75,4 km, 752 hm
Madonna di Campiglio - Pinzolo - Tione di Trento - Stenico - Ponte Arche - Passo Ballino - Tennosee - Riva - Torbole

  • GPS-Track: 06-EAR-Var-Madonna-Pinzolo-Gardasee.gpx
  • sollte eigentlich nur gefahren werden, wenn das Wetter grottenschlecht ist oder man technische Probleme hat
  • trifft wieder auf Hauptroute am Talausgang des Val Algone
  • verlässt Hauptroute wieder in Ballino: Abfahrt auf Straße zum Tenno-See
  • trifft in Ville del Monte wieder mit Hauptroute zusammen
  • alternativ kann man auch ab dem Hotel am Tennosee auf der Nebenstrecke über Pranzo leicht abrollen (dazu braucht es keinen GPS-Track) - kurz nach Pranzo stößt man dann auf die Hauptroute

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Einkehrtipps mit sicherer Nachlademöglichkeit:

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  • Ponte Arche: diverse Bars

Radshop mit eBike-Kompetenz:

  • Ponte Arche: evvai - E-BIKE YOUR LIFE - Via Cesare Battisti, 74, 38077 Ponte Arche, Comano Terme,  +39 0465 702626     www.evvai.bike
  • Torbole: Carpentari Bike Shop: 38069 Torbole sul Garda, Via Matteotti, 95 - Tel.: +39 0464 505500  www.carpentari.com

Übernachtungstipps

  • Villa Stella: Via Strada Granda, 104 - 38069 Torbole Tel + 39 0464 505354, www.villastella.it
  • Aktivhotel Santalucia Via Santa Lucia 6, (Gps Via Pontalti), I-38069 TORBOLE SUL GARDA (TN), Tel.: 0039-0464-505140, www.aktivhotel.it
  • Tonelli-Hotels in Riva und Nago:  www.tonellihotels.com

 Weitere Einträge nehme ich gern auf. Anmelden bzw. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.


Bike & Test

opener 350 DSC08872Letztlich haben wir uns entschieden, diese eMTB-Transalp mit Bikes zu fahren, die mit einem Bosch-Motor ausgestattet sind. Der Bosch-Akku mit einer Kapazität von 500 Wh lässt unter idealen Bedingungen Fahrleistungen von weit mehr 1200 Höhenmetern im Anstieg zu. Die müssen auch drin sein, wenn man in den Alpen unterwegs ist. Plant man Zeit zum Nachladen ein, muss man ein Ladegerät mit sich führen. Das wiegt bei BOSCH derzeit ca. 740 Gramm und hat einen EURO-Stecker. Der funktioniert in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ohne zusätzlichen Adapter.

Auf dieser Transalp-Route waren wir unterwegs mit eMTB von


Flyer: Uproc 6

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Trek: Powerfly+ FS 9

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Haibike: Xduro 27.5 (Modelljahr 2014) - bei der ersten Erkundungstour in 2014

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350 DSC09570Wie die Ankunft nach einer eMTB-Transalp am Gardasee mit anderen Motoren und anderen Herstellern funktioniert, muss man ausprobieren. Es ist ja eine enorme Vielfalt der Entwicklungen auf dem Markt zu beobachten. Auf der Basis meiner langjährigen Erfahrungen bin ich gerne bereit und professionell in der Lage, das unter realen Bedingungen zu testen. Die Berichte und Fotos dazu sind viel authentischer als Testberichte in Hochglanz-Magazinen, die meist nur einen Kurzeindruck liefern und nicht aus einem Dauereinsatz resultieren. Sowohl auf der Albrecht-Route als auch auf neuen Strecken werden in den nächsten Jahren ständig eMTB im Einsatz sein.

Hersteller von eMTB können sich gerne bewerben, um ihr Modell auf dieser oder anderen Routen zu präsentieren und testen zu lassen. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.


Einen sehr guten Überblick über die Strecke gewinnt ihr hier:



Fazit

opener 350 DSC09293Die Albrecht-Route für normale Mountainbikes ist schon ein Klassiker, auch diese Transalp für eMTB wird einer werden. So oft, wie ich die normale Albrecht-Route gefahren bin, kann ich mir ein Urteil erlauben. Nach meinem Empfinden ist der Erlebniswert deutlich höher, weil man nicht so sehr an die Grenzen der körperlichen Leistung geführt wird. Es bleibt mehr Raum für den Blick in die Berge und das, was sich am Wegesrand abspielt. Unterschätzen darf man die Anforderungen trotz Motorunterstützung allerdings nicht. Eine ausreichende Vorbereitung ist genauso wichtig wie bei einer Transalp mit einem normalen MTB. Man muss mit dem spezifischen Handling eines eMTB vertraut sein. Ausgedehnte Tagestouren abseits befestigter Straßen sind eine gute Vorbereitung. Ein spezielles Fahrtechniktraining kann nicht schaden. Herr Google hat jeden Tag Zeit von 14 bis 18 Uhr und sucht euch gern ein Angebot heraus.

Ich kann es nicht nicht oft genug sagen: hat jemand schon keinen Spaß daran, auf Schotterpisten oder leichten Trails mit einem normalen Mountainbike zu fahren, dann wird es auch mit einem eMTB nichts bei dieser von mir beschriebenen Transalp.
Also ganz klare Aussage: diese Transalp wurde für Mountainbikes entwickelt, was eMTB einschließt. Es ist keine Tour für Trekking- oder Citybikes, insbesondere nicht solche mit schmalen Reifen. Ich habe es bei meinen Recherchen unzählige Male erlebt, was passiert, wenn Leute egal welchen Alters, ohne MTB-Erfahrung nun plötzlich meinen, mit einem eBike in die Berge radeln zu müssen.
Das mag auf leichten Schotterpisten bergauf noch funktionieren. Bergab gehen dann die Probleme richtig los. Oft genug wird dann mangels fehlender Fahrtechnik und Fähigkeiten zum dosierten Bremsen stundenlang bergab geschoben. Dabei kommt dann richtig Freude auf.


350 DSC03129Ja, es ist eine Transalp für Mountainbikes.
Ja, sie ist für eMTB geeignet.
Ja, es ist eine tolle, landschaftlich überragende Transalp, die in hochalpine Regionen führt. Gleichzeitig ist sie eine nahezu komplett fahrbare Transalp auch für normale Mountainbikes. Mit ihren leichten Varianten ist sie eine hervorragende Ergänzung der Albrecht-Route (zum Beispiel als Variante bei Wettersturz, wenn es Schnee auf dem Fimberpass gibt).


Und noch einmal:

Nein, sie ist auf keinen Fall geeignet für eBikes, die keine Mountainbikes sind.
Nein, sie ist auf keinen Fall geeignet für Radfahrer, die keinerlei Erfahrung mit dem Fahren im Gelände haben.
Nein, sie ist auf keinen Fall geeignet für Radfahrer, die keine Schotterpisten, geschweige denn Trails bergab fahren können und/oder wollen.


Hinweise zum Nachladen der Batterie auf Italienisch:

Avete una presa per la batteria? - Haben Sie eine Steckdose für die Batterie?

La posso usare per ricaricare, per favore? - Darf ich die bitte zum Laden benutzen?

Grazie mille, molto gentile! - Vielen Dank, sehr freundlich!


Tolle Idee zum Passieren von Weidezäunen

Gesehen und für gut befunden im Val Mora

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Wer hats erfunden? Die Schweizer: Tschenett Metallbau SA, Via Palü 111, CH-7537 Müstair    Tel.: +41 (0)81 858 59 63   www.thebikepatcher.com


swisstrailbell®

Super Idee: eine Fahrradklingel, dezent am Lenker befestigt, die nicht nervt und allen auf dem Weg ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Danke für den Tipp und die Klingel an Astrid Herzog - www.velomaid.ch

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Danke

Gemeinsam mit Kurt Müller-Wissmath habe ich die erste Erkundungstour zu einer eMTB-Transalp auf der Albrecht-Route schon im Jahr 2014 unternommen. Die Erfahrungen aus dieser Tour waren und sind sehr hilfreich, um die einzelnen Etappen zu planen und zu verifizieren. Danke für deine manchmal kritischen, aber stets hilfreichen Ratschläge. Danke, dass ich von deiner Erfahrung und auch deiner Lebensweisheit lernen kann!

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Danke auch an Philipp Petermann für die verlässliche, harmonische Begleitung auf dieser und anderen Touren und deinen fotografischen Input als Modell und Fotograf. Danke auch an Simi, die mich immer wieder ziehen lässt und die nun mit einem eMTB endlich auch mal mit mir unterwegs sein kann.

Danke an meine vielen Freunde, die ich in den Alpen gefunden habe.

Danke auch alle jene, die mit Begeisterung die Albrecht-Route fahren und gefahren sind. Sie tragen dazu bei, dass ich das seltene Glück habe, meine Träume und Ideen wirklich leben zu können! Diese Chance hat man wohl nur einmal im Leben! Egal, was noch kommt, das ist es wert!

Danke für exzellenten Service, Wartung und Betreuung an:

Radfabrik Chemnitz

eBikeLounge Erfurt

Fahrrad-Eberhardt Gotha


Shuttle, Gepäcktransport

Folgende deutschsprachige Anbieter organisieren Rücktransport vom Gardasee und auch individuellen Gepäcktransport auf der Strecke

Ein besonders toller Service wird hier angeboten.
PKW-Überführung vom Start- zum Zielort: www.transalp-shuttle.com Tel: 0049-171-3240804 oder 0043-676-6877008 
Das klappt bestens, wie ich selber erleben konnte. Rechtzeitige Anmeldung sinnvoll. Sie sind in der Sommersaison schnell ausgebucht.


Weitere Einträge nehme ich gern auf. Anmelden bzw. Kontaktaufnahme über Formular oder die Angaben im Impressum.



Rückmeldungen zur eMTB Transalp Albrecht-Route:


 

Datum: 8. Oktober 2017
Susanne Hauser
Betreff: Albrecht-Route eMTB
 
Servus Andreas
Ich habe deine Seite im Internet gefunden mit der Beschreibung der Ebike Tour an den Gardasee.
Ich hab mich Ende September allein auf den Weg gemacht und bin ab Imst im Inntal auf deiner beschriebenen Route in 6 Tagen nach Torbole mit meinem Ebike inklusive Ersatzakku unterwegs gewesen.
Mir ist es einfach ein Bedürfnis, mich bei dir zu bedanken für die Planung und Beschreibung dieser tollen Route. Weil mitm Ebike muss die Strecke einfach wesentlich besser geplant sein, irgendwelche Schiebe- oder gar Tragestrecken wären einfach sehr schwierig schaffbar.
Und die Tour war einfach grandios! Leider war das Albergo in Pezzo allerdings zu der Zeit schon geschlossen aber in Ponte di Legno hab ich in der Albergo Al Maniero sehr günstig übernachtet und äußerst gut gespeist.
Ich freue mich schon auf weitere große Ebike Touren und schicke herzliche Grüße.
Susanne Hauser
 
Susanne hauser valmora

 

Datum: 28. September 2017
Carsten Happ
Betreff: Albrecht-Route eMTB

Hallo Andreas,

auch von mir herzlichsten Dank für diese wunderschöne Route. Wir (meine Frau und ich, 52 und 49 Jahre, E-Mtbk mit Bosch CX-Motor mit neuen Akkus 500Wh) freuen uns auf weitere Tourenvorschläge. Du hast ja schon das schöne Engadin weiter erforscht und von Hotel Al Rom aus weitere Tourenvorschläge gemacht. Das werden wir uns nächste Jahr vielleicht ansehen.
Zur Transalp:
Wir waren vom 03.09.17  6 Tage unterwegs. Das Auto hatten wir vorher am Hotel in Nago abgestellt und sind mit dem Zug zurück. Es braucht einen Tag. Man muss eben für sich selbst entscheiden, ob der Mehrpreis für den Shuttle den Mehraufwand an Zeit aufwiegt. Ich glaube, das nächste Mal würde ich den Shuttle wählen, bevor man den ganzen Tag im Auto und im Zug sitzt. Was uns an der Tour besonders gefallen hat: Die wunderbare Landschaft unterwegs und die fantastischen Ausblicke vor allem auf die Adamello-Gruppe. Wir hatten immer wieder die gleichen Mountainbiker, die auch auf Deiner Route unterwegs waren, getroffen. Die haben sich natürlich (scherzhaft) abfällig über die Fake-Bikes geäußert haben. Manch einer war aber schon eher ablehnend. Der immer wieder festzustellende Unterschied bleibt jedoch bemerkenswert: E-Biken nimmt die Spitzen und lässt Zeit, auf andere schöne Dinge blicken zu können. Und trotzdem sind wir an unsere Grenzen gekommen. Wir dachten vor der Tour, die Steigungen lassen sich mit dem E-Mtbk gut überwinden. Das sich allerdings die körperliche Anstrengung im ECO-Modus (teilweise OFF) in Kombination mit einem höheren Gewicht offenbar den Anstrengungen mit einem normalen  Mtbk annähert (160-200 W Eigenleistung), muss erwähnt werden. Erst recht, wenn es mit dem Akku knapp wird. Fazit: Die Transalp mit E-Mtbk ist kein Kindergeburtstag. 2-3 Stunden –Anstiege kann man auch nicht überall trainieren.

Achtung: Österreichische Postbusse befördern keine E-Bikes.
Wir hatten aufgrund körperlicher Einschränkungen vor, ab Landeck mit dem Bus nach Scuol zu fahren. Wir wurden zweimal abgewiesen, trotz abgenommenen Akkus und Lüge, es wäre ein normales Bike. Die  Leute vom Postbus spinnen, sorry.

Die Anlaufadressen waren prima.  Vor allem mit Carla in Ponte di Legno  hatten wir eine herzliche Begegnung.
Ich habe mit dem Smartphone und Oruxmaps navigiert. Mit entsprechenden Stromspareinstellungen und einem Regenschutz war die Navigation ohne Probleme zu bewältigen.
Nun hoffen wir auf neue Bikeentwicklungen, vor allem auf die „neue“ Zelle mit höherer Kapazität und Schnelllademöglichkeit. Das würde insbesondere dies langen Touren vereinfachen.  

Nochmals Danke.

Carsten und Marion Happ aus Kürten


Datum: 11. September 2017
Claudia
Betreff: Albrecht-Route eMTB

Lieber Andreas, 
Unsere Transalp ist bis jetzt ein Traum, vielen Dank für diese Tour 🙃

Ein echter Genuss, tolles Wetter, schöne Strecke, wir sind gerade in Ponte di Legno.
Wir sind ganz begeistert! Nach der Tour war zu viel los um dir Feedback zu geben. Das wollten wir aber unbedingt tun. Also hier ein paar Punkte:

Die Tour war super, unglaublich schön, ein Highlight für uns. Wir hatten Traumwetter, das macht natürlich viel aus! Deine Beschreibungen sind sehr gut, auch die Liste mit den Hotels, Radreparatur Möglichkeiten, Ausweichrouten.
- wir haben andere Albrecht e-mtb Fahrer kennengelernt 😉
- die Tages Etappen sind zum Teil schon heftig, z.B. der zweite Tag. Vielleicht weil e-mtb Fahrer nicht den selben Background haben als extreme mtb Alpenüberquerer. Bei Schönwetter und den langen Tagen im Hochsommer machbar, aber bei Regen oder kurzen Tagen eine Herausforderung. Wir sind Genuss mtb Fahrer, machen viele Fotos und genießen die Natur. Genießen auch in der Früh ein gutes Frühstück. 
- Ich habe die Etappen etwas anders eingeteilt, die Tagesetappen eingekürzt. Wir wollten z.b. nicht noch am Abend 900 hm nach Madonna rauf radeln. Wir haben meist einen Tag vor an Ankunft das Hotel aus deiner Liste angerufen (außer in Pfunds).
- Anreise mit dem Auto nach Garmisch Partenkirchen, Abfahrt dort um 16:00
- Übernachtung in Biberwier, Hotel Family Alm
- Nacht in Pfunds
- Nacht in Tschierf, hatten das letzte Zimmer 😉Hotel al Rom
- Nacht in Grosio, Hotel Sassella
- Nacht in Ponte di Legno, Hotel Raggio di Luce, gut gegessen in Tre Archi
- Nacht in Dimaro, Hotel Serena
- Nacht in Albergo Brenta
- Nacht in Riva del Garda, dann noch 3 Tage dort, sind dort auch noch geradelt 😊
tolle Gegend, traumhaft, 
- www.transalp-shuttle.com hat unser Auto überstellt, super Service🤗
 
- unbedingt ein zweites Navi mitnehmen, das Nyon von unserem Rad hat öfters den Weg verloren, das ist lästig. Bei steilen Bergstrecken, vor allem bei Haarnadelkurven war es überfordert. Das reicht also nicht. Dann hat uns die App OSMand gerettet. Da hatten wir deinen Weg auch raufgespielt. 
 
- deine Beschreibungen sind super. Nur am Bärenpass hat uns das in die Irre geführt. Du beschreibst ausführlich, wie schwierig der Weg ist und wir haben dann viel zu spät realisiert, dass wir am falschen Weg waren. Wir hatten auf der Wiese das Schild übersehen. Das Navi war überfordert und hat nicht funktioniert.
 
- bei schlechtem Wetter ist der Bärenpass nicht zu fahren. Wir waren so um 15:30 dort, Picknick am schönen See, leider den falschen Weg hinauf genommen, auf der Wiese, sind nach links, war unmöglich, unnötige hm, retour und mussten dann noch alle hm auf den Bärenpass. Unsere Räder sind sehr schwer, Gepäck runter, Räder schieben, vervielfacht die hm. Ich würde diesen Weg als extra Variante nehmen, und stattdessen als normale e-mtb Route, schon zum See, aber dann wieder runter auf die Variante, die du jetzt in deiner Beschreibung hast.
 
- Die Trails Alta Via Camuna und Val Mora (Schotter, da hatten wir den meisten Gegenverkehr) sind nichts für Neulinge, aber das gilt für die gesamte Transalp.
- die ausgewählte Strecke ist traumhaft, wir haben zwar keine Vergleichsmöglichkeit, aber die Wege und Pässe sind so schön, perfekt für e-mtb (bis auf den Bärenpass). Vor allem vom Engadin, nach Tschierf, dann Val Mora, paradiesisch, ein Höhepunkt. 
 
- wir möchten sehr gerne öfter so unterwegs sein, freuen uns auf andere e-mtb Strecken von dir, du hast das wirklich sehr gut aufbereitet 🤗
 
- wir haben unser Gepäck auf einem super Träger von Thule, drauf eine Tasche. Die Seitentaschen waren gut, sind aber für solche Strecken suboptimal, man muss vor allem beim Runterfahren zu viel abbremsen, nächsten Mal nur die schwarzen Taschen am Träger, ist uns lieber als ein Rucksack.

Liebe Grüße, Claudia


Datum: 6. September 2017
Claudia Sodha
Betreff: Albrecht-Route eMTB

Lieber Andreas Albrecht

Wir sind diesen August die Transalproute für E-MTBs als Familie mit unseren drei Töchtern (15-22 Jahre) gefahren.
Es hat uns allen viel Spaß gemacht. Es wurde auch geflucht, blaue Flecken gezählt, über Bustransport nachgedacht usw, Aber auch das gehört dazu und trotzdem waren jeden Abend alle glücklich und zufrieden. - Herzlichen Dank für die schöne Route!

Vielleicht habe ich es übersehen, vielleicht fehlt es auch tatsächlich auf der Packliste... Wenn ja, dann könnten Sie noch die Schlüssel für die Fahrradakkus auf die Liste setzen (Anm.: ist erledigt). Sehr, sehr wesentlich wie ich leider feststellen musste! Wenn man die nämlich dabei hat, muss man sich nicht auf den letzten Drücker in Garmisch Räder leihen. (Im E-Bike-Alter muss man sich wahrscheinlich alles aufschreiben...)

Wir haben unsere Räder hier geliehen: www.bikeverleih-garmisch.com/
Vielleicht wäre eine von Liste E-Bike-Verleihern auch noch ein Service für Ihre Webseite (Anm.: ist sicher eine gute Idee, aber ich möchte die nicht aktuell halten - allerdings können sich Verleiher gerne bei mir melden zur Aufnamhe in eine Liste im Tourbericht).
Das Auto haben wir uns mit www.transalp-shuttle.com nach Torbole bringen lassen und noch zehn Tage Urlaub dran gehängt. Ein super Service, der bestens geklappt hat. Nur als Feedback.

Das war mit Sicherheit nicht unsere letzte Tour!
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit!
Herzliche Grüße,

Claudia Sodha


Datum: 12.08.2016
Christian Hollerung

Mein Erfahrungsbericht zur Transalp 2016 Garmisch - Landeck - Bodenalpe - Tschierv - Grosio - Ponte di Legno - Madonna di Campiglio - Torbole

Erstmal möchte ich bei dir bedanken für die hervorragende Streckenvorbereitung. Wir hatten nie Probleme bei der Navigation bzw. bei der Findung/Buchung einer geeigneten Unterkunft - Perfekt!!!

Fahrrad
KTM Power Race 29+
Bosch Performance Line
400 Wh Akku

1. Tag Garmisch - Landeck

2. Tag Landeck - Bodenalpe

3. Tag Bodenalpe - Tschierv
Fahrt mittels Seilbahn auf den Gipfel (E-Bike Mitnahme kein Problem auch bei Sessellift)
Gipfel - Samnaun - Vinadi (Ab hier Weiterfahrt mit Bus und Bahn nach Tschierv TIPP: Graubündenpass Tagesticket Rhätische Bahn Kosten: ca. 50 Euro inkl. Fahrrad)

4. Tag Tschierv - Grosio

5. Tag Grosio - Ponte di Legno
Verletzungsbedingt mittels Bikeshuttle.it zurückgelegt

6. Tag Ponte di Legno - Madonna di Campiglio
Start mit der Seilbahn in Ponte di Legno bis nach Tonale

7. Tag Madonna di Campiglio - Torbole

Fazit: E-Bike hat ohne Probleme die Transalp geschafft auch die Akkukapazität von 400 Wh ist ausreichend. Ich musste an den von mir gefahrenen Tagen nie Unterwegs nachladen. Entscheidend hierfür ist aber die Wahl der Fahrmodi. Die Unterstützung wurde von mir stets so wenig wie möglich aber so stark wie nötig gewählt. Das heißt ich bin zu 80% im "Eco" Modus und zu 20% "Tour" Modus gefahren auf geraden oder abfallenden Streckenabschnitten bin ich ganz ohne Unterstützung gefahren.