Info-Pool zur Vorbereitung auf Transalp
Wenn dich die Faszination Transalp gepackt hat, heißt das ca.
6 Tage auf sich gestellt zu sein. Meine Tourerfahrungen seit 1994
können dir dabei helfen. Entscheidend, in Extremsituationen
u.U. überlebensnotwendig, ist vor allem
alpine
Erfahrung. Bevor es losgeht, solltest du dir 2 Fragen stellen:
- Habe ich alpine Erfahrung?
- Kann ich die Planung im Vorfeld allein bewerkstelligen?
Wenn du beide Fragen mit "Nein" beantworten musst,
- besteht die Möglichkeit, bei meinen geführten Transalps dabei zu sein
- mehr Info hier: Transalp.biz
- Bewährt hat sich auch die Teilnahme an meinen Transalp
Trainingscamps, die seit 2003 am Gardasee stattfinden:
Mehr Infos dazu findest du
hier.
Den Bericht über ein Camp findest du hier.
Willst du die Vorbereitung selber angehen, so kannst du gern auf
meine Informationen zurückgreifen.
1. Mensch
-
Kondition
- ausreichender Fitneßzustand ist zwingende Voraussetzung
für gelungenen Transalp
- wie diese Fitness erreicht wird, kann sehr unterschiedlich
sein; sie muss auf jeden Fall dazu führen, dass man eine
konstante Ausdauerleistung im mittleren Belastungsbereich erbringen
kann.
- es kann nicht schaden, 2000 km mit MTB/Rennrad in dem Jahr
abgespult zu haben, bevor es zur Transalp geht
- Selbsttest: eine Radtour von 80-100 km in lockerem Tempo
solltest du ohne Probleme durchstehen
- mindestens 1 Tour mit 1000 Höhenmetern im Aufstieg
solltest du vorher mit Rucksack (ca. 7 kg) absolviert haben
- Faustregeln:
» maximale Herzfrequenz (in Schläge/Minute): 220 minus
Lebensalter (entspricht 180 für einen 40-jährigen Mann);
dieser Wert sollte nur kurzfristig überschritten werden
» nach Hochbelastung muss der Puls innerhalb von ein bis zwei
Minuten wieder deutlich zurückgehen, auch wenn normal
weitergefahren wird
» das bedeutet: Wichtig ist nicht die
Höchstleistungsfähigkeit auf einer Transalp, sondern die
Regenerationsfähigkeit
» wer es ganz genau wissen will, sollte sich einer
Leistungsdiagnostik unterziehen
- geht am Abend oder in der Nacht der Puls nicht zurück, ist das ein deutliches Alarmsignal, dass man seinem Körper zu viel zugemutet hat. In dem Falle unbedingt die Tour unterbrechen und einen Arzt aufsuchen
Top
- Mentale
Vorbereitung
- klar ist, man muss sich ein wenig quälen können und
das auch wollen; der "innere Schweinhund" ist ein ständiger
Wegbegleiter
- du musst wissen, was dich erwartet: ohne Schiebepassagen geht
es nicht, es sei denn, man benutzt nur Teerstraßen mit
reichlich Autoverkehr, was aber den Reiz von Transalp nicht
ausmacht
- kurze Tragepassagen sind kaum zu verhindern, alle über 15
min sollte man schon in der Vorplanung eliminieren
- deshalb: genau recherchieren, z.B. im Internet, weil man dort
den Fahrer direkt fragen kann
- hervorragend geeignet ist dazu das wichtigste deutschsprachige
IBC-Forum (Internet Bike Community)
www.mtb-news.de/forum
in der Rubrik "Reisen, Routen und Reviere" werden auch dem
Einsteiger sachkundig seine Transalp-Fragen beantwortet
eine komfortable Such-Funktion rundet die Sache ab
- Tourberichte anderer kritisch lesen, entscheidend ist das
eigene Leistungsvermögen, nicht das anderer Transalpler
- viele “Traum-Singletrails” sind mit Rucksack
schlichtweg unfahrbar - 400 Höhenmeter bergab schieben,
vielleicht noch im Regen, vergällen jedem die Freude
- Beispiel: Tarscher-Pass (Süd-Tirol-Übergang
Vinschgau-Ultental)
wird in Tourbeschreibungen immer wieder gerne erwähnt, ist
für mich jedoch schlichtweg sinnlos, da sowohl im An- als auch
im Abstieg zu viele Höhenmeter zu schieben sind
Alternative: Weg über Naturnser Alm (siehe meine Eisjöchl-Tour 1997)
Top
- Gruppe/allein
- prinzipiell kann man mit der nötigen Erfahrung eine
Transalp auch allein fahren; ob das Spaß macht und sinnvoll
ist, wage ich nach meinen Erfahrungen zu bezweifeln
- zu zweit sollte das Minimum sein, in Notfallsituationen kann
dann jemand Hilfe holen
- ich habe oft erlebt, dass ich im hochalpinen Gelände den
ganzen Tag keinem einzigen Menschen begegnet bin
- in der Gruppe ist es zwingend notwendig, dass über
grundsätzliche Fragen Einigkeit herrscht
- unterschiedliche Leistungsvoraussetzungen sind nicht das
Problem, sondern wie der Einzelne damit umgeht
- die stärkeren Fahrer am Berg müssen es akzeptieren,
auf die schwächeren auch mal zu warten
- kritisch ist das Erreichen einer Passhöhe bei kühlem
Wetter, da kann keiner lange warten; entweder findet sich die
Gruppe vorher zusammen, oder es muss klar besprochen werden, dass
die ersten wieder abfahren und man sich an einem genau definierten
Ort wieder trifft
Top
- Ernährung
- immer auf den Körper hören, er signalisiert dir bei
Dauerbelastung genau, worauf er Appetit hat
- Frühstück: was reingeht und worauf du Appetit
hast
- Mittags: ausreichend, aber leicht essen (Nudeln, Suppen) -
kein Fleisch, kein Bier;
mittlerweile mache ich keine ausgedehnten Pausen mehr zum Essen, um
nicht aus dem Rhythmus zu kommen
- unterwegs: Bananen, Energie-Riegel o.ä, gute Erfahrungen
habe ich mit den Produkten von Viba-Sportsline gemacht, die
sind natürlich hergestellt, gut verdaulich, leicht und
vertragen vor allem auch große Hitze,
- genug trinken (Wasser ist in Alpen selten ein Problem - aus den
Bächen kann bedenkenlos getrunken werden); es sollte nur keine
Kuhweide oberhalb sein
- Tipp: bei Übernachtung immer Halbpension buchen,
das Essen ist dann reichlich und preiswert
Top
- Umgang mit Hitze/Kälte
- die Temperaturunterschiede können beträchtlich sein,
sowohl während eines Tages als auch über die gesamte
Tour
- Erfahrungen sammeln, wie man persönlich Hitze bzw.
Kälte beim Radfahren toleriert
- am gefährlichsten ist Kälte in Verbindung mit
Regen/Schnee; niemals ohne Winterausrüstung losfahren (siehe
auch Packliste).
- bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung niemals ohne
Kopfbedeckung fahren (Helm, Schirmmütze oder Piratentuch)
Top
- Körpergewicht
- jedes Kilo schleppst du den Berg hinauf - Tipp: vorher
fasten
- ich habe mit Fasten sehr gute Erfahrungen gemacht, vor
Transalps habe ich in einer knappen Fastenwoche mein Gewicht um 4-5
kg reduziert - damit ist das Rucksackgewicht fast kompensiert
- während der Fastenwoche kann leicht trainiert werden
letzter Termin: Fasten ende 2 Wochen vor Transalp
Top
- Pausen
- während des Tages auf der Strecke möglichst nur kurze
Pausen einlegen (fünf bis zehn Minuten); sonst kommt man aus
dem Rhythmus
- nur wenn einen die Umstände dazu zwingen (Defekt oder
Starkregen) längere Pausen machen
- eine ausgedehnte Mittagspause empfiehlt sich nur, wenn danach
eine längere Abfahrt wartet
Top
- Ipod
- in den letzten Jahren ist der Trend aufgekommen, sich auf dem Bike mit Musik berieseln zu lassen
- das muss jeder für sich entscheiden
- ich halte davon gar nichts
- 1. aus Sicherheitsgründen und
- 2. was gibt es Schöneres, als die Umgebung mit allen Sinnen aufzunehmen
Top
2. Material
-
Mountainbike
Vollfederung ist heutzutage erste Wahl, aber
natürlich keine Pflicht
Luftdämpfer sind bei Defekten problematisch, da Weiterfahrt
u.U. unmöglich ist, ich habe dazu eine Aluschiene vom
Schrottplatz als Dämpfer-Dummy bearbeitet (130 g),
inzwischen habe ich aber wieder auf Hinterbaufederung mit
Stahlfeder umgestellt (Sicher ist sicher!)
- Lenkerhörnchen empfehlenswert, auch bei
Downhill-Lenker
- möglichst 2 Flaschenhaltern am Rahmen, erste Wahl:
Alu-flaschen von Sigg (Verschlußdeckel hält Dreck
absolut fern von Mundstück
- Sattel mit Schnellspanner
- sehr gute Bergübersetzung: vorne - kleinstes Kettenblatt
höchstens 22 Zähne, hinten - möglichst 32 Zähne
als Maximum (noch besser 34 Z.)
- Kette vorher auf Längung prüfen, ggf. wechseln
- an Ersatzbremsbeläge denken (Regenabfahrten schmirgeln
unwahrscheinlich gut), erstw Wahl sind inzwischen Scheibenbremsen (hydraulisches System)
- nicht zu leichte Reifen
Top
- Schuhe/Pedale
- ob du Klickpedale nimmst, ist eine Gewissensfrage, ich bin die
ersten Transalps immer ohne gefahren
- wichtig ist ein fester Schuh mit Knöchelschutz, der auch
mit Clickies Trittsicherheit bei Schiebe-/Tragepassagen bietet,
unbedingt vorher ausprobieren
- nie mit neuen und ungetragenen Schuhen auf Tour gehen
- Seracjoe alias Achim Zahn muss es wissen; er schwört auf
die Schuhe des schweizerischen Bergschuhspezialisten "Rada" - www.rada.ch; die
sind allerdings nicht ganz billig.
Top
- Rucksack
- alles muss im Rucksack transportiert werden
- Packtaschen sind im Gelände nicht sinnvoll, außer
kleine Lenker- oder Rahmentaschen
- Maximalgewicht mit Inhalt: 6-7 kg, unbedingt vorher testen, bei
meiner Transalp 2001 bin ich endlich bei 5,5 kg incl. Rucksack
gelandet (ein Gefühl wie fliegen)
- integrierte Trinksysteme empfehle ich nicht (aus
Gewichtsgründen)
- alle Markenhersteller bieten inzwischen spezielle Modelle an,
ich benutze seit 2000 Rucksäcke der Firma Deuter
und bin damit hochzufrieden
Deuter Trans Alpine 30 - 1200 g
Deuter Trans Alpine 25 - 1100 g
Deuter Speed Lite 30 - 850 g plus zusätzliche
Regenhülle - 80 g - Testbericht siehe Bericht der 2005 Explorertour
- bei Neukauf den Rucksack im Geschäft voll packen und dann
auf seinen festen und bequemen Sitz prüfen
Top
-
Fahrradcomputer
- unverzichtbare Grundausstattung
- mein Tipp: Sigma - jetzt auch mit Höhenmessung
Top
-
Höhenmesser
- halte ich inzwischen auch für unverzichtbar
- dienen der Orientierung und helfen mental ungemein
(Faustregel:400-500 Höhenmeter im Aufstieg pro Stunde)
- mein Tipp: Ciclosport - HAC 3 o. 4 bzw. CM 414 Altimeter (mit
Speicher und PC-Auswertung) bzw. die Nachfolgemodelle
Top
-
Handy/Telefon
- mittlerweile sei der Alpenraum fast flächendeckend
für Mobilfunk erschlossen, behaupten zumindest die
Mobilfunkanbieter; meine Erfahrung ist da eine ganz andere
- ein Handy pro Teilnehmer ist für Notfälle sinnvoll,
z.B. wenn man sich bei einer Abfahrt aus den Augen verliert (an ein
Ladegerät denken, wenn es ohne Nachladen keine Woche
durchhält)
- nützt jedoch nur, wenn du die Nummern der regionalen
Bergrettung und der Hütten vorher im Roadbook notiert hast,
sowie die Nummern aller Mitfahrer gespeichert sind
- ansonsten nutze ich die jeweiligen Telefonkarten des
Landes
- mittlerweile gibt es mit ape@map auch eine Software für Handys, mit denen Kartenausschnitte aufs Handydisplay übertragen werden können, mehr Infos auf der Website von apemap.com
Top
- GPS
- zum Thema GPS (Global Positioning System) läuft zur Zeit
eine rasante Entwicklung ab
- mittlerweile gibt es auch relativ kleine, handliche
GPS-Geräte, die damit auch für die Zielgruppe
Mountainbiker auf Transalp-Tour interessant sind
- Marktführer ist hier die Firma Garmin: www.garmin.de
- Uli Stanciu, der Herausgeber des Standardwerkes für jeden
Transalpler ("Traumtouren Transalp") setzt stark auf diesen Trend;
Er stellt die von ihm aufwändig und sauber recherchierten
Routen als GPS-Tracks zur Verfügung; eine
Einschätzung/Bewertung aus seiner Sicht findet sich auf:
www.traumtouren-transalp.de
- verständliche Infos zum Thema und kostenfreie Downloads
von GPS-Daten gibt es auch auf: www.gps-tour.info
- meine Meinung zum Thema:
- Pro GPS:
- wer mit der Handhabung der Geräte gut vertraut ist, kann
sich manche Orientierungsprobleme auf ihm noch unbekannten Routen
sparen
- das hat aber zur Voraussetzung, dass die gewählte Route
sauber recherchiert und exakt in GPS-Tracks umgesetzt vorliegt
- in Verbindung mit digitalem Kartenmaterial lässt sich eine
Tourplanung im Vorfeld sehr detailliert realisieren; eine Bewertung
hinsichtlich Fahrbarkeit der Strecken ist damit allerdings nicht
verbunden
- bei Nebel und schlechter Sicht ist ein GPS-Geräte
natürlich eine enorme Hilfe, gerade wenn man sich im
hochalpinen Bereich befindet und der Weg manchmal auch bei guter
Sicht schwer zu verfolgen ist
- im Notfall kann man seine Position sehr genau angeben; die
Bergrettung findet einen dann viel schneller
- Contra GPS:
- GPS kann aus Sicherheitsgründen nicht das Kartenmaterial
auf einer Transalp-Tour ersetzen - das GPS kann ausfallen; das
heißt keine Tour ohne Karte
- unter Umständen empfängt man nur eingeschränkt
Signale in bewaldeten Gebieten
- GPS kann zur Technikgläubigkeit verführen; gerade im
hochalpinen Gelände muss man in der Lage sein, eigene
Wegentscheidungen zu treffen; man muss ein Gefühl für das
Geländeprofil und den richtigen Weg entwickeln und den muss
man sehen
- durch Witterungseinflüsse können Wegabschnitte
kurzfristig unpassierbar sein, da nützt das GPS-Gerät
wenig, um eine alternative Route zu finden
- sicherlich stehen wir bei diesem Thema erst am Anfang einer
Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist; wenn man mit
GPS Tagestouren von einem festen Standort unternimmt, hat das
unbestritten Vorteile; die Zukunft wird zeigen, ob es sich für
den Transalp-Bereich durchsetzen wird
- inzwischen nutze ich auch GPS; ich persönlich nutze es weniger in der Planung der Touren, sondern besonders in der Nachbereitung
- in Verbindung mit den Möglichkeiten von GoogleEarth und GoogleMaps lassen sich die Touren sehr schön visualisieren
Beispiel: hier
klicken
- für die Einarbeitung muss man schon ein wenig Geduld, Fleiß und Geld aufwenden
dazu habe ich aus meinen Erfahrungen einen Workshop konzipiert - mehr Info: hier klicken
Top
Organisation
- Grundsätze
- nutze die Erfahrungen anderer (Tourberichte in Zeitschriften,
Internet)
- bewerte diese Berichte kritisch immer kritisch auf dem
Hintergrund deiner Erfahrungen, deines Leistungsanspruches und
-vermögens
- kalkuliere immer Not- und Schlechtwettervarianten ein
- erkundige dich unterwegs in Radläden, bei
Bergführern; Streckenauskünfte von Nur-Wanderern sind mit
Vorsicht zu genießen
- Reisezeit: Juni-September je nach Schneelage, ich habe
gute Erfahrungen mit September gemacht
Top
- Kosten
- pro Tourtag ist mit ca. 30-50 Euro für
Übernachtung/Verpflegung in einfachen Pensionen/Hütten zu
rechnen
- bei Übernachtung möglichst Halbpension
wählen
- wer sparen will oder muss, kann das nur bei den
Getränkekosten (Wasser und Mischpulver statt 0,5 l
Apfelschorle für 3 EUR)
Top
- Anreise/Transfer
- problematisch sind Autotransfers, wenn Start- und Zielort
angefahren werden müssen, da enormer Zeitverlust (siehe meine
Tour Schweiz 1994)
- genial einfach und preiswert ist die Rückreise vom
Gardasee nach Innsbruck/Garmisch
- Zug: Rovereto-Brenner - ca. 10 EUR (auf keine Fall
internationale Fahrkarte kaufen)
- Engpässe kann es im Juli/August geben
- vorher zu Hause schon Fahrplan checken ob sie Fahrräder
mitnehmen
- ab Brenner mit Österr. Regionalbahn bis Innsbruck oder
gleich bis Garmisch
- falls Zeit ist, kannst du auch bergab bis Innsbruck mit dem Rad
rollen
- Super-Tipp von Julius Großmann zum Thema Radtransport in
Zügen, die sonst keine Radbeförderung anbieten: "Das
Fahrrad wird in zwei Plastikmüllsäcke aus dem Baumarkt
verpackt (Räder ausgebaut) und passt so in die
Gepäckablage fast aller Züge." - Einfach genial; hier
seine Homepage mit
Reiseberichten
- in Italien ist die Radmitnahme in Bussen meist möglich und
sehr preiswert, auch Seilbahnen nehmen in der Regel das Bike
kostenfrei
Top
- Gepäcktransport
- inzwischen gibt es eine recht preisgünstige Möglichkeiten auch für individuelle Transalps, sich das Gepäck von Etappenort zu Etappenort transportieren zu lassen
- das ist die Südtiroler Firma Bikeshuttle.it mit Sitz in Glurns - meine Empfehlung
- hier ist der Link: Bikeshuttle.it
Top
- Übernachtung
- hier musst du dich grundsätzlich entscheiden, ob du im
Tal in Pensionen der Ferienorte oder auf Hütten am
Berg übernachten willst, weil das logischerweise Einfluss auf
die Routenplanung hat
- ich persönlich tendiere zur Übernachtung im Tal
- Pro Tal:
- selbst in der Hochsaison kaum Quartierprobleme
- bei Wettersturz über Nacht ist man in sicherer
Umgebung
- die Bergaufetappe ist am Morgen zu absolvieren
- bei Gesundheitsproblemen ist medizinische Versorgung
einfacher
- Pro Hütte:
- bei schönem Wetter unvergleichliches Naturerlebnis
- Hüttenzauber hat seinen eigenen Reiz
- will ich auf der Hütte übernachten, unbedingt vorher
telefonisch Quartier sichern
- mit kurzfristigen Absagen, seien sie wetter- oder
konditionsbedingt, haben die Hüttenwirte in der Regel keine
Probleme
Top
- Landkarten
- Maßstab 1.50.000 ist ausreichend, bei kleinerem
Maßstab geht es ins Gewicht, inzwischen scanne ich viele der
benötigten Kartenausschnitte und drucke sie in A4 aus (spart
ungemein Gewicht)
- Kompass-Karten
- sind am weitesten verbreitet und überall
erhältlich
- decken den deutschen, österreichischen und italienischen
Alpenraum komplett ab
- in neuen Ausgaben sind MTB-Wege markiert
- die neuesten Ausgaben sind GPS-tauglich und weisen starke Verbesserungen auf
- Kartenübersicht: hier
klicken
- bei Kompass gilt: rot-gestrichelte Linien sind bergauf/bergab
meist Schiebepassagen, Vorsicht bei rot gepunkteten Wegen (in der
Regel nur Fußsteige)
- sehr empfehlenswert sind die italienischen
Tabacco-Karten:
- sehr genau, sehr gute Wegekennzeichnung
- Höhenlinien und Geländegliederung sehr
detailliert und klar
- decken leider nicht alle Gebiete ab
- Adresse: CASA Editrice Tabacco, I-33010 Tavagnacco (Udine),
Via E. Fermi 78, Tel.: 0039-0432-573822, Fax: 0039-0432-573823
- zu beziehen auch im Internet, z.B. über den Shop des
Deutschen Alpenvereins:www.alpenverein.de
- Bezugsmöglichkeiten für das ausgezeichnete
schweizerische Kartenmaterial im Internet: www.swisstopo.ch
- Deutsche Spezialbuchhandlungen mit einer guten Auswahl an
Karten:
- Gleumes & Co., Hohenstaufenring 47/51, 50674 Köln,
Tel. 0221-211550,
www.landkartenhaus-gleumes.de
- Dr. Götze Land & Karte, Alstertor 14, 20093 Hamburg,
Tel. 040-357 463-0,
www.drgoetze.com
- Schropp, Potsdamer Str. 129, 10631 Berlin, Tel. 030-235 5732-0,
www.schropp.de
- Geobuch, Rosental 6, 80331 München, Tel. 089-265 030
- Alpina, Friedenstr. 4, 85609 Aschheim, Tel. 089-903 7655,
www.alpina-buch.de
- Versandbuchhandlung Jürgen Schrieb, Schwieberdinger Str.
10/2, 71706 Markgröningen, Tel. 07145-26078, www.karten-schrieb.de
- Neu: Gescannte Ausschnitte der KOMPASS-Karten mit Einzeichnung der Routen können nun erworben werden. Mehr Info: hier klicken
Top
- Streckenplanung
- eigene Planung anhand des Kartenmaterials ist unverzichtbar,
auch wenn man Berichte anderer nutzt, allein schon, um sich mental
einzustimmen
- 1500-2000 Höhenmeter am Tag sind machbar
- nicht zu lange Etappen - Radzeit: 8.30 - 16.00 Uhr,
möglichst noch früher starten
- Schlechtwetter-Varianten einplanen
- Forststraßen nutzen, gestrichelte Wanderwege meiden
- keine Scheu vor Teerstraßen und Seilbahnen, wenn das
Wetter schlecht ist oder man kaputt ist
- bergab richtig man sich nach dem eigenen Können; wer gerne
Trails fährt, findet neben dem Hauptweg oft knifflige
Passagen
Top
- Roadbook
- ich plane meine Touren anhand eines selbst entwickelten
Roadbooks auf Basis einer EXCEL-Tabelle (einfache Berechnung der
Entfernungen mit Hilfe der Karten; Höhenprofil
erstellbar; leichte Auswertung nach der Tour - wie man in den
Detailinformationen zu meinen Touren auf
dieser Homepage nachvollziehen kann)
- inzwischen erstelle ich die Höhenprofile nach den Touren
mit Hilfe der Aufzeichnungen des Radcomputers
- Beispiel für ein Roadbook: In neuem Fenster öffnen
Top
- Packliste
- Weniger ist manchmal mehr! (Weiser Spruch meiner Mutter)
- max. 7 kg incl. Rucksack auf dem Rücken, 5,5 kg sind
optimal (habe ich 2001 mit folgender Packliste erreicht)
- Aktuelle Liste zum Ausdrucken öffnen
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