Transalp mit "Dr. rad"Andreas Albrecht

Transalp.info: Informationen für Radreisenüber die Alpen
 

Info-Pool zur Vorbereitung auf Transalp

Wenn dich die Faszination Transalp gepackt hat, heißt das ca. 6 Tage auf sich gestellt zu sein. Meine Tourerfahrungen seit 1994 können dir dabei helfen. Entscheidend, in Extremsituationen u.U. überlebensnotwendig, ist vor allem alpine Erfahrung. Bevor es losgeht, solltest du dir 2 Fragen stellen:
  • Habe ich alpine Erfahrung?
  • Kann ich die Planung im Vorfeld allein bewerkstelligen?
Wenn du beide Fragen mit "Nein" beantworten musst,
  • besteht die Möglichkeit, bei meinen geführten Transalps dabei zu sein
  • mehr Info hier: Transalp.biz
  • Bewährt hat sich auch die Teilnahme an meinen Transalp Trainingscamps, die seit 2003 am Gardasee stattfinden:
    Mehr Infos dazu findest du hier.
    Den Bericht über ein Camp findest du hier.
Willst du die Vorbereitung selber angehen, so kannst du gern auf meine Informationen zurückgreifen.

1. Mensch

  • Kondition
  • ausreichender Fitneßzustand ist zwingende Voraussetzung für gelungenen Transalp
  • wie diese Fitness erreicht wird, kann sehr unterschiedlich sein; sie muss auf jeden Fall dazu führen, dass man eine konstante Ausdauerleistung im mittleren Belastungsbereich erbringen kann.
  • es kann nicht schaden, 2000 km mit MTB/Rennrad in dem Jahr abgespult zu haben, bevor es zur Transalp geht
  • Selbsttest: eine Radtour von 80-100 km in lockerem Tempo solltest du ohne Probleme durchstehen
  • mindestens 1 Tour mit 1000 Höhenmetern im Aufstieg solltest du vorher mit Rucksack (ca. 7 kg) absolviert haben
  • Faustregeln:
    » maximale Herzfrequenz (in Schläge/Minute): 220 minus Lebensalter (entspricht 180 für einen 40-jährigen Mann); dieser Wert sollte nur kurzfristig überschritten werden
    » nach Hochbelastung muss der Puls innerhalb von ein bis zwei Minuten wieder deutlich zurückgehen, auch wenn normal weitergefahren wird
    » das bedeutet: Wichtig ist nicht die Höchstleistungsfähigkeit auf einer Transalp, sondern die Regenerationsfähigkeit
    » wer es ganz genau wissen will, sollte sich einer Leistungsdiagnostik unterziehen
  • geht am Abend oder in der Nacht der Puls nicht zurück, ist das ein deutliches Alarmsignal, dass man seinem Körper zu viel zugemutet hat. In dem Falle unbedingt die Tour unterbrechen und einen Arzt aufsuchen
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  • Mentale Vorbereitung
  • klar ist, man muss sich ein wenig quälen können und das auch wollen; der "innere Schweinhund" ist ein ständiger Wegbegleiter
  • du musst wissen, was dich erwartet: ohne Schiebepassagen geht es nicht, es sei denn, man benutzt nur Teerstraßen mit reichlich Autoverkehr, was aber den Reiz von Transalp nicht ausmacht
  • kurze Tragepassagen sind kaum zu verhindern, alle über 15 min sollte man schon in der Vorplanung eliminieren
  • deshalb: genau recherchieren, z.B. im Internet, weil man dort den Fahrer direkt fragen kann
  • hervorragend geeignet ist dazu das wichtigste deutschsprachige IBC-Forum (Internet Bike Community) www.mtb-news.de/forum
    in der Rubrik "Reisen, Routen und Reviere" werden auch dem Einsteiger sachkundig seine Transalp-Fragen beantwortet
    eine komfortable Such-Funktion rundet die Sache ab
  • Tourberichte anderer kritisch lesen, entscheidend ist das eigene Leistungsvermögen, nicht das anderer Transalpler
  • viele “Traum-Singletrails” sind mit Rucksack schlichtweg unfahrbar - 400 Höhenmeter bergab schieben, vielleicht noch im Regen, vergällen jedem die Freude
  • Beispiel: Tarscher-Pass (Süd-Tirol-Übergang Vinschgau-Ultental)
    wird in Tourbeschreibungen immer wieder gerne erwähnt, ist für mich jedoch schlichtweg sinnlos, da sowohl im An- als auch im Abstieg zu viele Höhenmeter zu schieben sind
    Alternative: Weg über Naturnser Alm (siehe meine Eisjöchl-Tour 1997)
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  • Gruppe/allein
  • prinzipiell kann man mit der nötigen Erfahrung eine Transalp auch allein fahren; ob das Spaß macht und sinnvoll ist, wage ich nach meinen Erfahrungen zu bezweifeln
  • zu zweit sollte das Minimum sein, in Notfallsituationen kann dann jemand Hilfe holen
  • ich habe oft erlebt, dass ich im hochalpinen Gelände den ganzen Tag keinem einzigen Menschen begegnet bin
  • in der Gruppe ist es zwingend notwendig, dass über grundsätzliche Fragen Einigkeit herrscht
  • unterschiedliche Leistungsvoraussetzungen sind nicht das Problem, sondern wie der Einzelne damit umgeht
  • die stärkeren Fahrer am Berg müssen es akzeptieren, auf die schwächeren auch mal zu warten
  • kritisch ist das Erreichen einer Passhöhe bei kühlem Wetter, da kann keiner lange warten; entweder findet sich die Gruppe vorher zusammen, oder es muss klar besprochen werden, dass die ersten wieder abfahren und man sich an einem genau definierten Ort wieder trifft
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  • Ernährung
  • immer auf den Körper hören, er signalisiert dir bei Dauerbelastung genau, worauf er Appetit hat
  • Frühstück: was reingeht und worauf du Appetit hast
  • Mittags: ausreichend, aber leicht essen (Nudeln, Suppen) - kein Fleisch, kein Bier;
    mittlerweile mache ich keine ausgedehnten Pausen mehr zum Essen, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen
  • unterwegs: Bananen, Energie-Riegel o.ä, gute Erfahrungen habe ich mit den Produkten von Viba-Sportsline gemacht, die sind natürlich hergestellt, gut verdaulich, leicht und vertragen vor allem auch große Hitze,
  • genug trinken (Wasser ist in Alpen selten ein Problem - aus den Bächen kann bedenkenlos getrunken werden); es sollte nur keine Kuhweide oberhalb sein
  • Tipp: bei Übernachtung immer Halbpension buchen, das Essen ist dann reichlich und preiswert
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  • Umgang mit Hitze/Kälte
  • die Temperaturunterschiede können beträchtlich sein, sowohl während eines Tages als auch über die gesamte Tour
  • Erfahrungen sammeln, wie man persönlich Hitze bzw. Kälte beim Radfahren toleriert
  • am gefährlichsten ist Kälte in Verbindung mit Regen/Schnee; niemals ohne Winterausrüstung losfahren (siehe auch Packliste).
  • bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung niemals ohne Kopfbedeckung fahren (Helm, Schirmmütze oder Piratentuch)
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  • Körpergewicht
  • jedes Kilo schleppst du den Berg hinauf - Tipp: vorher fasten
  • ich habe mit Fasten sehr gute Erfahrungen gemacht, vor Transalps habe ich in einer knappen Fastenwoche mein Gewicht um 4-5 kg reduziert - damit ist das Rucksackgewicht fast kompensiert
  • während der Fastenwoche kann leicht trainiert werden
    letzter Termin: Fasten ende 2 Wochen vor Transalp
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  • Pausen
  • während des Tages auf der Strecke möglichst nur kurze Pausen einlegen (fünf bis zehn Minuten); sonst kommt man aus dem Rhythmus
  • nur wenn einen die Umstände dazu zwingen (Defekt oder Starkregen) längere Pausen machen
  • eine ausgedehnte Mittagspause empfiehlt sich nur, wenn danach eine längere Abfahrt wartet
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  • Ipod
  • in den letzten Jahren ist der Trend aufgekommen, sich auf dem Bike mit Musik berieseln zu lassen
  • das muss jeder für sich entscheiden
  • ich halte davon gar nichts
  • 1. aus Sicherheitsgründen und
  • 2. was gibt es Schöneres, als die Umgebung mit allen Sinnen aufzunehmen
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2. Material

  • Mountainbike
  • Vollfederung ist heutzutage erste Wahl, aber natürlich keine Pflicht
    Luftdämpfer sind bei Defekten problematisch, da Weiterfahrt u.U. unmöglich ist, ich habe dazu eine Aluschiene vom Schrottplatz als Dämpfer-Dummy bearbeitet (130 g), inzwischen habe ich aber wieder auf Hinterbaufederung mit Stahlfeder umgestellt (Sicher ist sicher!)
  • Lenkerhörnchen empfehlenswert, auch bei Downhill-Lenker
  • möglichst 2 Flaschenhaltern am Rahmen, erste Wahl: Alu-flaschen von Sigg (Verschlußdeckel hält Dreck absolut fern von Mundstück
  • Sattel mit Schnellspanner
  • sehr gute Bergübersetzung: vorne - kleinstes Kettenblatt höchstens 22 Zähne, hinten - möglichst 32 Zähne als Maximum (noch besser 34 Z.)
  • Kette vorher auf Längung prüfen, ggf. wechseln
  • an Ersatzbremsbeläge denken (Regenabfahrten schmirgeln unwahrscheinlich gut), erstw Wahl sind inzwischen Scheibenbremsen (hydraulisches System)
  • nicht zu leichte Reifen
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  • Schuhe/Pedale
  • ob du Klickpedale nimmst, ist eine Gewissensfrage, ich bin die ersten Transalps immer ohne gefahren
  • wichtig ist ein fester Schuh mit Knöchelschutz, der auch mit Clickies Trittsicherheit bei Schiebe-/Tragepassagen bietet, unbedingt vorher ausprobieren
  • nie mit neuen und ungetragenen Schuhen auf Tour gehen
  • Seracjoe alias Achim Zahn muss es wissen; er schwört auf die Schuhe des schweizerischen Bergschuhspezialisten "Rada" - www.rada.ch; die sind allerdings nicht ganz billig.
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  • Rucksack
  • alles muss im Rucksack transportiert werden
  • Packtaschen sind im Gelände nicht sinnvoll, außer kleine Lenker- oder Rahmentaschen
  • Maximalgewicht mit Inhalt: 6-7 kg, unbedingt vorher testen, bei meiner Transalp 2001 bin ich endlich bei 5,5 kg incl. Rucksack gelandet (ein Gefühl wie fliegen)
  • integrierte Trinksysteme empfehle ich nicht (aus Gewichtsgründen)
  • alle Markenhersteller bieten inzwischen spezielle Modelle an, ich benutze seit 2000 Rucksäcke der Firma Deuter   und bin damit hochzufrieden
    Deuter Trans Alpine 30 - 1200 g
    Deuter Trans Alpine 25 - 1100 g
    Deuter Speed Lite 30 - 850 g plus zusätzliche Regenhülle - 80 g - Testbericht siehe Bericht der 2005 Explorertour
  • bei Neukauf den Rucksack im Geschäft voll packen und dann auf seinen festen und bequemen Sitz prüfen
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  • Fahrradcomputer
  • unverzichtbare Grundausstattung
  • mein Tipp: Sigma - jetzt auch mit Höhenmessung
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  • Höhenmesser
  • halte ich inzwischen auch für unverzichtbar
  • dienen der Orientierung und helfen mental ungemein (Faustregel:400-500 Höhenmeter im Aufstieg pro Stunde)
  • mein Tipp: Ciclosport - HAC 3 o. 4 bzw. CM 414 Altimeter (mit Speicher und PC-Auswertung) bzw. die Nachfolgemodelle
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  • Handy/Telefon
  • mittlerweile sei der Alpenraum fast flächendeckend für Mobilfunk erschlossen, behaupten zumindest die Mobilfunkanbieter; meine Erfahrung ist da eine ganz andere
  • ein Handy pro Teilnehmer ist für Notfälle sinnvoll, z.B. wenn man sich bei einer Abfahrt aus den Augen verliert (an ein Ladegerät denken, wenn es ohne Nachladen keine Woche durchhält)
  • nützt jedoch nur, wenn du die Nummern der regionalen Bergrettung und der Hütten vorher im Roadbook notiert hast, sowie die Nummern aller Mitfahrer gespeichert sind
  • ansonsten nutze ich die jeweiligen Telefonkarten des Landes
  • mittlerweile gibt es mit ape@map auch eine Software für Handys, mit denen Kartenausschnitte aufs Handydisplay übertragen werden können, mehr Infos auf der Website von apemap.com
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  • GPS
  • zum Thema GPS (Global Positioning System) läuft zur Zeit eine rasante Entwicklung ab
  • mittlerweile gibt es auch relativ kleine, handliche GPS-Geräte, die damit auch für die Zielgruppe Mountainbiker auf Transalp-Tour interessant sind
  • Marktführer ist hier die Firma Garmin: www.garmin.de
  • Uli Stanciu, der Herausgeber des Standardwerkes für jeden Transalpler ("Traumtouren Transalp") setzt stark auf diesen Trend; Er stellt die von ihm aufwändig und sauber recherchierten Routen als GPS-Tracks zur Verfügung; eine Einschätzung/Bewertung aus seiner Sicht findet sich auf: www.traumtouren-transalp.de
  • verständliche Infos zum Thema und kostenfreie Downloads von GPS-Daten gibt es auch auf: www.gps-tour.info
  • meine Meinung zum Thema:
  • Pro GPS:
    1. wer mit der Handhabung der Geräte gut vertraut ist, kann sich manche Orientierungsprobleme auf ihm noch unbekannten Routen sparen
    2. das hat aber zur Voraussetzung, dass die gewählte Route sauber recherchiert und exakt in GPS-Tracks umgesetzt vorliegt
    3. in Verbindung mit digitalem Kartenmaterial lässt sich eine Tourplanung im Vorfeld sehr detailliert realisieren; eine Bewertung hinsichtlich Fahrbarkeit der Strecken ist damit allerdings nicht verbunden
    4. bei Nebel und schlechter Sicht ist ein GPS-Geräte natürlich eine enorme Hilfe, gerade wenn man sich im hochalpinen Bereich befindet und der Weg manchmal auch bei guter Sicht schwer zu verfolgen ist
    5. im Notfall kann man seine Position sehr genau angeben; die Bergrettung findet einen dann viel schneller
  • Contra GPS:
    1. GPS kann aus Sicherheitsgründen nicht das Kartenmaterial auf einer Transalp-Tour ersetzen - das GPS kann ausfallen; das heißt keine Tour ohne Karte
    2. unter Umständen empfängt man nur eingeschränkt Signale in bewaldeten Gebieten
    3. GPS kann zur Technikgläubigkeit verführen; gerade im hochalpinen Gelände muss man in der Lage sein, eigene Wegentscheidungen zu treffen; man muss ein Gefühl für das Geländeprofil und den richtigen Weg entwickeln und den muss man sehen
    4. durch Witterungseinflüsse können Wegabschnitte kurzfristig unpassierbar sein, da nützt das GPS-Gerät wenig, um eine alternative Route zu finden
  • sicherlich stehen wir bei diesem Thema erst am Anfang einer Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist; wenn man mit GPS Tagestouren von einem festen Standort unternimmt, hat das unbestritten Vorteile; die Zukunft wird zeigen, ob es sich für den Transalp-Bereich durchsetzen wird
  • inzwischen nutze ich auch GPS; ich persönlich nutze es weniger in der Planung der Touren, sondern besonders in der Nachbereitung
  • in Verbindung mit den Möglichkeiten von GoogleEarth und GoogleMaps lassen sich die Touren sehr schön visualisieren
    Beispiel: hier klicken
  • für die Einarbeitung muss man schon ein wenig Geduld, Fleiß und Geld aufwenden
    dazu habe ich aus meinen Erfahrungen einen Workshop konzipiert - mehr Info: hier klicken
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Organisation

  • Grundsätze
  • nutze die Erfahrungen anderer (Tourberichte in Zeitschriften, Internet)
  • bewerte diese Berichte kritisch immer kritisch auf dem Hintergrund deiner Erfahrungen, deines Leistungsanspruches und -vermögens
  • kalkuliere immer Not- und Schlechtwettervarianten ein
  • erkundige dich unterwegs in Radläden, bei Bergführern; Streckenauskünfte von Nur-Wanderern sind mit Vorsicht zu genießen
  • Reisezeit: Juni-September je nach Schneelage, ich habe gute Erfahrungen mit September gemacht
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  • Kosten
  • pro Tourtag ist mit ca. 30-50 Euro für Übernachtung/Verpflegung in einfachen Pensionen/Hütten zu rechnen
  • bei Übernachtung möglichst Halbpension wählen
  • wer sparen will oder muss, kann das nur bei den Getränkekosten (Wasser und Mischpulver statt 0,5 l Apfelschorle für 3 EUR)
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  • Anreise/Transfer
  • problematisch sind Autotransfers, wenn Start- und Zielort angefahren werden müssen, da enormer Zeitverlust (siehe meine Tour Schweiz 1994)
  • genial einfach und preiswert ist die Rückreise vom Gardasee nach Innsbruck/Garmisch
    1. Zug: Rovereto-Brenner - ca. 10 EUR (auf keine Fall internationale Fahrkarte kaufen)
    2. Engpässe kann es im Juli/August geben
    3. vorher zu Hause schon Fahrplan checken ob sie Fahrräder mitnehmen
    4. ab Brenner mit Österr. Regionalbahn bis Innsbruck oder gleich bis Garmisch
    5. falls Zeit ist, kannst du auch bergab bis Innsbruck mit dem Rad rollen
    6. Super-Tipp von Julius Großmann zum Thema Radtransport in Zügen, die sonst keine Radbeförderung anbieten: "Das Fahrrad wird in zwei Plastikmüllsäcke aus dem Baumarkt verpackt (Räder ausgebaut) und passt so in die Gepäckablage fast aller Züge." - Einfach genial; hier seine Homepage mit Reiseberichten
    7. in Italien ist die Radmitnahme in Bussen meist möglich und sehr preiswert, auch Seilbahnen nehmen in der Regel das Bike kostenfrei
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  • Gepäcktransport
  • inzwischen gibt es eine recht preisgünstige Möglichkeiten auch für individuelle Transalps, sich das Gepäck von Etappenort zu Etappenort transportieren zu lassen
  • das ist die Südtiroler Firma Bikeshuttle.it mit Sitz in Glurns - meine Empfehlung
  • hier ist der Link: Bikeshuttle.it
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  • Übernachtung
  • hier musst du dich grundsätzlich entscheiden, ob du im Tal in Pensionen der Ferienorte oder auf Hütten am Berg übernachten willst, weil das logischerweise Einfluss auf die Routenplanung hat
  • ich persönlich tendiere zur Übernachtung im Tal
  • Pro Tal:
    1. selbst in der Hochsaison kaum Quartierprobleme
    2. bei Wettersturz über Nacht ist man in sicherer Umgebung
    3. die Bergaufetappe ist am Morgen zu absolvieren
    4. bei Gesundheitsproblemen ist medizinische Versorgung einfacher
  • Pro Hütte:
    1. bei schönem Wetter unvergleichliches Naturerlebnis
    2. Hüttenzauber hat seinen eigenen Reiz
    3. will ich auf der Hütte übernachten, unbedingt vorher telefonisch Quartier sichern
    4. mit kurzfristigen Absagen, seien sie wetter- oder konditionsbedingt, haben die Hüttenwirte in der Regel keine Probleme
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  • Landkarten
  • Maßstab 1.50.000 ist ausreichend, bei kleinerem Maßstab geht es ins Gewicht, inzwischen scanne ich viele der benötigten Kartenausschnitte und drucke sie in A4 aus (spart ungemein Gewicht)
  • Kompass-Karten
    1. sind am weitesten verbreitet und überall erhältlich
    2. decken den deutschen, österreichischen und italienischen Alpenraum komplett ab
    3. in neuen Ausgaben sind MTB-Wege markiert
    4. die neuesten Ausgaben sind GPS-tauglich und weisen starke Verbesserungen auf
    5. Kartenübersicht: hier klicken
    6. bei Kompass gilt: rot-gestrichelte Linien sind bergauf/bergab meist Schiebepassagen, Vorsicht bei rot gepunkteten Wegen (in der Regel nur Fußsteige)
  • sehr empfehlenswert sind die italienischen Tabacco-Karten:
     - sehr genau, sehr gute Wegekennzeichnung
     - Höhenlinien und Geländegliederung sehr detailliert und klar
     - decken leider nicht alle Gebiete ab
     - Adresse: CASA Editrice Tabacco, I-33010 Tavagnacco (Udine), Via E. Fermi 78, Tel.: 0039-0432-573822, Fax: 0039-0432-573823
     - zu beziehen auch im Internet, z.B. über den Shop des Deutschen Alpenvereins:www.alpenverein.de
  • Bezugsmöglichkeiten für das ausgezeichnete schweizerische Kartenmaterial im Internet: www.swisstopo.ch
  • Deutsche Spezialbuchhandlungen mit einer guten Auswahl an Karten:
    1. Gleumes & Co., Hohenstaufenring 47/51, 50674 Köln, Tel. 0221-211550, www.landkartenhaus-gleumes.de
    2. Dr. Götze Land & Karte, Alstertor 14, 20093 Hamburg, Tel. 040-357 463-0, www.drgoetze.com
    3. Schropp, Potsdamer Str. 129, 10631 Berlin, Tel. 030-235 5732-0, www.schropp.de
    4. Geobuch, Rosental 6, 80331 München, Tel. 089-265 030
    5. Alpina, Friedenstr. 4, 85609 Aschheim, Tel. 089-903 7655, www.alpina-buch.de
    6. Versandbuchhandlung Jürgen Schrieb, Schwieberdinger Str. 10/2, 71706 Markgröningen, Tel. 07145-26078, www.karten-schrieb.de
  • Neu: Gescannte Ausschnitte der KOMPASS-Karten mit Einzeichnung der Routen können nun erworben werden. Mehr Info: hier klicken
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  • Streckenplanung
  • eigene Planung anhand des Kartenmaterials ist unverzichtbar, auch wenn man Berichte anderer nutzt, allein schon, um sich mental einzustimmen
  • 1500-2000 Höhenmeter am Tag sind machbar
  • nicht zu lange Etappen - Radzeit: 8.30 - 16.00 Uhr, möglichst noch früher starten
  • Schlechtwetter-Varianten einplanen
  • Forststraßen nutzen, gestrichelte Wanderwege meiden
  • keine Scheu vor Teerstraßen und Seilbahnen, wenn das Wetter schlecht ist oder man kaputt ist
  • bergab richtig man sich nach dem eigenen Können; wer gerne Trails fährt, findet neben dem Hauptweg oft knifflige Passagen
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  • Roadbook
  • ich plane meine Touren anhand eines selbst entwickelten Roadbooks auf Basis einer EXCEL-Tabelle (einfache Berechnung der Entfernungen mit Hilfe der Karten; Höhenprofil erstellbar;  leichte Auswertung nach der Tour - wie man in den Detailinformationen zu meinen Touren auf dieser Homepage nachvollziehen kann)
  • inzwischen erstelle ich die Höhenprofile nach den Touren mit Hilfe der Aufzeichnungen des Radcomputers
  • Beispiel für ein Roadbook: In neuem Fenster öffnen
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  • Packliste
  • Weniger ist manchmal mehr! (Weiser Spruch meiner Mutter)
  • max. 7 kg incl. Rucksack auf dem Rücken, 5,5 kg sind optimal (habe ich 2001 mit folgender Packliste erreicht)
  • Aktuelle Liste zum Ausdrucken öffnen
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