Transalp.info by Andreas Albrecht

Infopool

2. Material 

  • Mountainbike
  • Vollfederung ist heutzutage erste Wahl, aber natürlich keine Pflicht
    Luftdämpfer sind bei Defekten problematisch, da Weiterfahrt u.U. unmöglich ist, ich hatte dazu eine Aluschiene vom Schrottplatz als Dämpfer-Dummy bearbeitet (130 g), bisher hat sich aber bei meinen vielen Transalp gezeigt, dass ein Defekt fast nie aufgetreten ist.
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  • über Lenkerhörnchen kann man nachdenken
  • möglichst 2 Flaschenhalter am Rahmen, erste Wahl: Alu-flaschen von Sigg (Verschlussdeckel hält Dreck absolut fern von Mundstück)
  • Trinkblasen im Rucksack sind zwar praktisch - bei Transalptouren spricht aber das höhere Gesamtgewicht im Rucksack dagegen
  • gibt die Rahmenform keine Möglichkeit her, einen Flaschenhalter zu montieren, hat die Additive Sportartikel GmbH in Prien a. Chiemsee eine interessante Alternative entwickelt: der "Additive SPACER ONE" bietet einen zusätzlichen Getränkehalter. Der Adapter ist einsetzbar bei allen Ahead-Systemen mit dem üblichen 1 1/8 Zoll Gabelschaft (Durchmesser 28,6 mm) als 10 mm-Spacer-Ersatz. Also bei fast allen sportlichen Rädern und E-Bikes. Ich habe es getestet, funktioniert einwandfrei.
  • additive spacer one flaschenhalter skizze c1c64a2badditive spacer one flaschenhalter schwenk und drehbar 9bf7ad36opener 350 DSC02363
  • auch Ulrich Negele hat eine Alternative entwickelt:
    Die Durst-Bremse.de: der Nachrüstsatz für einen zusätzlichen Getränkehalter für fast jedes Mountainbike mit Scheibenbremse.
  • durstbremse1durstbremse2
  • Sattel mit Schnellspanner - noch besser ist versenkbare Sattelstütze mit Bedienung vom Lenker aus
  • sehr gute Bergübersetzung: vorne - kleinstes Kettenblatt höchstens 22 Zähne, hinten mindestens 36 Zähne
  • Vorsicht bei den mittlerweile weit verbreiteten 1x11-Systemen - ggf. vorher testen an langen Anstiegen
  • Kette vorher auf Längung prüfen, ggf. wechseln
  • erste Wahl sind Scheibenbremsen (hydraulisches System); an Ersatzbremsbeläge denken (Regenabfahrten schmirgeln die Beläge sehr stark ab)
  • nicht zu leichte und zu dünne Reifen, nicht zu stark aufpumpen
  • Ersatzbowdenzug für Schaltung
  • rechtzeitig vorher das Rad checken oder checken lassen
  • Schuhe/Pedale
  • ob du Klickpedale nimmst, ist eine Gewissensfrage, ich bin die ersten Transalps immer ohne gefahren
  • wichtig ist ein fester Schuh mit Knöchelschutz, der auch mit Clickies Trittsicherheit bei Schiebe-/Tragepassagen bietet, unbedingt vorher ausprobieren
  • ist die Transalp sehr traillastig, sind Schuhe für Plattformpedale sinnvoller - Five Ten ist da die 1. Wahl
  • nie mit neuen und ungetragenen Schuhen auf Tour gehen
  • meine aktuellen Schuhe: siehe Packliste
  • Rucksack
  • alles muss im Rucksack transportiert werden
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  • Packtaschen sind im Gelände nicht sinnvoll, außer kleine Lenker- oder Rahmentaschen
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    ob man seinen Umzug mit dem Rad erledigen will, ist persönliche Geschmacksache
  • Maximalgewicht mit Inhalt: 6-7 kg, unbedingt vorher testen, bei einer Transalp hatte ich mal nur 5,5 kg incl. Rucksack (ein Gefühl wie fliegen)
  • integrierte Trinksysteme empfehle ich nicht (aus Gewichtsgründen)
  • alle Markenhersteller bieten inzwischen spezielle Modelle an, ich benutze seit 2000 Rucksäcke der Firma Deuter und bin damit hochzufrieden
  • bei Neukauf möglichst den Rucksack im Geschäft voll packen und dann auf seinen festen und bequemen Sitz prüfen
     
  • Fahrradcomputer-Höhenmesser
  • unverzichtbare Grundausstattung - es sei denn, man hat GPS-Gerät dabei (siehe auch dort)
  • dienen der Orientierung und helfen mental ungemein (Faustregel: 400-500 Höhenmeter im Aufstieg pro Stunde)
  • mein Tipp: Modelle von Sigma oder Ciclosport mit Höhenmessung
  • GPS
  • zum Thema GPS (Global Positioning System) ist eine rasante Entwicklung abgelaufen
  • mittlerweile gibt es eine Vielzahl relativ kleiner, handlicher GPS-Geräte verschiedenster Anbieter, die für die Zielgruppe Mountainbiker auf Transalp-Tour interessant sind
  • Marktführer ist hier die Firma Garmin: www.garmin.de
  • verständliche Infos zum Thema und kostenfreie Downloads von GPS-Daten gibt es auf: www.gps-tour.info
  • meine Meinung zum Thema:
  • Pro GPS:
    1. wer mit der Handhabung der Geräte gut vertraut ist, kann sich manche Orientierungsprobleme auf ihm noch unbekannten Routen sparen
    2. das hat aber zur Voraussetzung, dass die gewählte Route sauber recherchiert und exakt in GPS-Tracks umgesetzt vorliegt
    3. in Verbindung mit digitalem Kartenmaterial lässt sich eine Tourplanung im Vorfeld sehr detailliert realisieren; eine Bewertung hinsichtlich Fahrbarkeit der Strecken ist damit allerdings nicht verbunden
    4. bei Nebel und schlechter Sicht ist ein GPS-Geräte natürlich eine enorme Hilfe, gerade wenn man sich im hochalpinen Bereich befindet und der Weg manchmal auch bei guter Sicht schwer zu verfolgen ist
    5. im Notfall kann man seine Position sehr genau angeben; die Bergrettung findet einen dann viel schneller
  • Contra GPS:
    1. GPS kann aus Sicherheitsgründen nicht das Kartenmaterial auf einer Transalp-Tour ersetzen - das GPS kann ausfallen; das heißt keine Tour ohne Karte
    2. unter Umständen empfängt man nur eingeschränkt Signale in bewaldeten Gebieten
    3. GPS kann zur Technikgläubigkeit verführen; gerade im hochalpinen Gelände muss man in der Lage sein, eigene Wegentscheidungen zu treffen; man muss ein Gefühl für das Geländeprofil und den richtigen Weg entwickeln und den muss man sehen
    4. durch Witterungseinflüsse können Wegabschnitte kurzfristig unpassierbar sein, da nützt das GPS-Gerät nur bedingt, um eine alternative Route zu finden
  • sicherlich stehen wir bei diesem Thema in einer Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist
  • es hat sich gezeigt, dass gerade im Transalp-Bereich kein Weg an der Nutzung von daran vorbeigeht
  • ich nutze GPS sehr ausführlich; weniger bei der Planung der Touren, sondern besonders in der Nachbereitung
  • für die Einarbeitung muss man schon ein wenig Geduld, Fleiß und Geld aufwenden
  • wichtig sind auch ordentliche Halterungen am Lenker des Fahrrades, da man das Display ja ständig im Blick haben sollte. Diese sind z.B. von der Firma Weisskopftechnik für das GPSMap64 konstruiert und halten bombensicher
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    Der Empfehlung von www.navigation-professionell.de kann ich mich guten Gewissens anschließen.
  • Handy/Smartphone
  • mittlerweile sei der Alpenraum fast flächendeckend für Mobilfunk erschlossen, behaupten zumindest die Mobilfunkanbieter; meine Erfahrung ist da eine ganz andere
  • ein Handy pro Mitfahrer ist sowieso Standard (an ein Ladegerät bzw. Powerbank denken, wenn es ohne Nachladen keinen Tag durchhält)
  • für Smartphones sollte eine Versicherung in Betracht gezogen werden, es kann - gerade wenn man viel unterwegs ist - schnell Schaden nehmen. Das Display kann brechen oder Flüssigkeiten können das Smartphone beschädigen. Akkuschäden, Fehler in der Elektronik und weitere Probleme können auftreten. Versicherungen von Sofortschutz können noch direkt vor Beginn der Tour abgeschlossen werden und der Schutz ist sofort gewährleistet. Es sind auch Tarife mit Diebstahl wählbar. Man muss sich also nicht schon Wochen vorher mit dem Thema auseinandersetzen.
  • die Nummern der regionalen Bergrettung und der Hütten vorher notieren sowie die Nummern aller Mitfahrer
  • Smartphone oder GPS?
    auf Transalp fällt die Entscheidung klar zugunsten GPS-Gerät aus, in Fragen Akkulaufzeit, Robustheit, Wetterfestigkeit, Ablesbarkeit des Displays schlägt ein GPS-Gerät ein Smartphone um Längen