Transalp.info by Andreas Albrecht

Infopool

3. Organisation

  • Grundsätze
  • nutze die Erfahrungen anderer (Tourberichte in Zeitschriften, Internet)
  • bewerte diese Berichte kritisch immer kritisch auf dem Hintergrund deiner Erfahrungen, deines Leistungsanspruches und -vermögens
  • kalkuliere immer Not- und Schlechtwettervarianten ein
  • erkundige dich unterwegs in Radläden, bei Bergführern zur Strecke und Wetter; rede unterwegs mit den Menschen, die du triffst!
  • Streckenauskünfte von Nur-Wanderern sind mit Vorsicht zu genießen
  • Reisezeit: Juni-September je nach Schneelage, ich habe gute Erfahrungen mit September gemacht
  • Kosten
  • pro Tourtag ist mit ca. 60-100 Euro für Übernachtung/Verpflegung in einfachen Pensionen/Hütten zu rechnen
  • bei Übernachtung möglichst Halbpension wählen, wenn das angeboten wird
  • wer sparen will oder muss, kann das nur bei den Getränkekosten (Wasser und Mischpulver statt 0,5 l Apfelschorle)
  • Versicherungen
  • mache dir rechtzeitig Gedanken über ggf. notwendige Versicherungen. Frage bei deiner Krankenkasse, ob sie im Ausland ausreichenden Schutz anbietet, sinnvoll ist immer eine Auslandskrankenversicherung.
  • mache es dir einfach und nutze das Internet, wenn du keine Lust oder Zeit hast, dich mit den Versicherungen herumzuschlagen. Unter dem Link https://www.reiseversicherung-vergleich.info/reiseversicherung/ findest du ein Vergleichsportal für Reiseversicherungen. Hier findest du alle notwendigen Informationen.
  • prüfe, ob Bergungskosten im alpinen Bereich abgesichert sind
  • Unfallversicherung: ist dort ausdrücklich privates Mountainbiking mitversichert?
  • Anreise/Transfer
  • problematisch sind Autotransfers, wenn Start- und Zielort angefahren werden müssen, da enormer Zeitverlust - siehe meine Tour Schweiz 1994
  • genial einfach und preiswert ist die Rückreise vom Gardasee nach Innsbruck/Garmisch
    1. Regionalzug Italien: Rovereto-Brenner - für wenige EUR (auf keinen Fall internationale Fahrkarte kaufen)
    2. Engpässe kann es im Juli/August geben
    3. vorher zu Hause schon Fahrplan checken, ob sie Fahrräder mitnehmen: www.oebb.at
    4. ab Brenner mit Österreichischer Regionalbahn bis Innsbruck. Dann umsteigen in den Regionalzug nach München (fährt im Zwei-Stunden-Takt); für Österreich Ticket bis Scharnitz lösen (bis 5 Personen), dann Bayern-Ticket (auch bis 5 Personen, gibt es auch in Innsbruck am Hauptbahnhof zu kaufen)
    5. falls Zeit ist, kannst du auch bergab bis Innsbruck mit dem Rad rollen, ca. 39 km bei ca. einer Stunde Fahrzeit mit dem Rad (nur bergab)
    6. Super-Tipp von Julius Großmann zum Thema Radtransport in Zügen, die sonst keine Radbeförderung anbieten: "Das Fahrrad wird in zwei Plastikmüllsäcke aus dem Baumarkt verpackt (Räder ausgebaut) und passt so in die Gepäckablage fast aller Züge." - Einfach genial!
    7. in Italien ist die Radmitnahme in Bussen meist möglich und sehr preiswert, auch Seilbahnen nehmen oft das Bike kostenfrei mit
    8. die Rückfahrt per Rad von Torbole nach Rovereto ist in gps-tour.info von mir beschrieben: klick, den Track kann man downloaden

    Vorsicht bei preisgünstigen Shuttleanbietern: da sollte man sich im Vorfeld über die Modalitäten, Fahrzeuge und Ziele erkundigen
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  • Gepäcktransport
  • inzwischen gibt es eine recht preisgünstige Möglichkeiten auch für individuelle Transalps, sich das Gepäck von Etappenort zu Etappenort transportieren zu lassen
  • das ist die Südtiroler Firma Bikeshuttle.it mit Sitz in Glurns
  • meine Empfehlung: bietet auf der Albrecht-Route regelmäßigen Gepäcktransport auch für Einzelreisende an - hier ist der Link: Bikeshuttle.it
  • Übernachtung: Hütte oder Tal
  • hier musst du dich grundsätzlich entscheiden, ob du im Tal in Pensionen der Ferienorte oder auf Hütten am Berg übernachten willst, weil das logischerweise Einfluss auf die Routenplanung hat
  • ich persönlich tendiere zur Übernachtung im Tal
  • Pro Tal:
    1. selbst in der Hochsaison kaum Quartierprobleme
    2. bei Wettersturz über Nacht ist man in sicherer Umgebung
    3. die Bergaufetappe ist am Morgen zu absolvieren
    4. bei Gesundheitsproblemen ist medizinische Versorgung einfacher
  • Pro Hütte:
    1. bei schönem Wetter unvergleichliches Naturerlebnis
    2. Hüttenzauber hat seinen eigenen Reiz
    3. will ich auf der Hütte übernachten, unbedingt vorher telefonisch Quartier sichern
    4. mit kurzfristigen Absagen, seien sie wetter- oder konditionsbedingt, haben die Hüttenwirte in der Regel keine Probleme
  • Landkarten
  • Maßstab 1.50.000 ist ausreichend, bei kleinerem Maßstab geht es ins Gewicht, inzwischen scanne ich viele der benötigten Kartenausschnitte und drucke sie in A4 aus (spart ungemein Gewicht)
  • Kompass-Karten
    1. sind am weitesten verbreitet und überall erhältlich
    2. decken den deutschen, österreichischen und italienischen Alpenraum komplett ab
    3. in neuen Ausgaben sind MTB-Wege markiert
    4. die neuesten Ausgaben sind GPS-tauglich und weisen starke Verbesserungen auf
    5. Kartenübersicht: hier klicken
    6. bei Kompass gilt: rot-gestrichelte Linien sind bergauf/bergab meist Schiebepassagen, Vorsicht bei rot gepunkteten Wegen (in der Regel nur Fußsteige)
  • sehr empfehlenswert sind die italienischen Tabacco-Karten:
     - sehr genau, sehr gute Wegekennzeichnung
     - Höhenlinien und Geländegliederung sehr detailliert und klar
     - decken leider nicht alle Gebiete ab
     - Adresse: CASA Editrice Tabacco, I-33010 Tavagnacco (Udine), Via E. Fermi 78, Tel.: 0039-0432-573822, Fax: 0039-0432-573823
     - zu beziehen auch im Internet, z.B. über den Shop des Deutschen Alpenvereins:www.alpenverein.de
  • für von mir gefahrene und beschriebene Transalp-Routen gibt es aufbereitetes Kartenmaterial in Lizenz des KOMPASS-Verlages, siehe hier
  • Streckenplanung
  • eigene Planung anhand des Kartenmaterials ist unverzichtbar, auch wenn man Berichte anderer nutzt
  • allein schon, um sich mental einzustimmen
  • 1500-2000 Höhenmeter sind eine gute Richtschnur
  • nicht zu lange Etappen - Radzeit: 8.30 - 16.00 Uhr, Sattelzeit wenn möglich max. 6 Stunden
  • zeitig starten: Der frühe Vogel fängt den Wurm.
  • Schlechtwetter-Varianten einplanen
  • keine Scheu vor Teerstraßen und Seilbahnen, wenn das Wetter schlecht ist oder man kaputt ist
  • bergab richtet man sich nach dem eigenen Können; wer gerne Trails fährt, findet neben dem Hauptweg oft knifflige Passagen
  • Roadbook
  • ich plane meine Touren anhand eines selbst entwickelten Roadbooks auf Basis einer EXCEL-Tabelle - für die erste grobe Orientierung
  • Feintuning mittels GPS - dabei Nutzung von OSM-Karten: Achtung! ein zusammengeklickter Track muss vor Ort immer kritisch bewertet werden
  • Höhenprofile nach den Touren mit Hilfe der Aufzeichnungen des GPS-Gerätes
  • Beispiel für ein Roadbook im Tourbericht einer Transalp: hier klicken
  • Packliste
  • Weniger ist manchmal mehr! (Weiser Spruch meiner Mutter)
  • max. 7 kg incl. Rucksack auf dem Rücken, 5,5 kg sind optimal (hatte ich 2001 einmal erreicht)
  • aktuelle Packliste
  • Packliste minimal: hier klicken
  • Packliste extrem: hier klicken