Transalp.info by Andreas Albrecht

Bodensee - Lago Maggiore

Strecke:

opner 350 IMG 0967Lindau - Bregenz - Vaduz - Sücka - Pfälzer Hütte - Barthümeljoch - Bad Ragaz - Kunkelspass - Thusis - Glaspass - Safien Platz - Tomülpass - Vals - Uors - Lumbrein - Alp Nova - Trun - Passo Lukmanier - Lago Ritom - Airola - Passo del Narét - Lago del Sambucco - Broglio - Ponte Brolla - Lago Maggiore (Locarno)
Länge: ca. 387 km
Höhenmeter: ca. 11.060 hm
Etappen: 6, Hinweise zu Varianten siehe bei den einzelnen Etappen

1. Tag: 74 km, 1124 hm
Lindau - Bregenz - St. Margarethen - Rheindamm - Schaan - Vaduz - Triesenberg - Berggasthaus Sücka

2. Tag: 37 km, 1573 hm
Sücka - Alp Valüna - Pfälzer Hütte - Barthümeljoch - Alp Ijes - Kamm - Jenins - Maienfeld - Bad Ragaz - Schloss Wartenstein

3. Tag: 55 km, 2156 hm
Schloss Wartenstein - Pfäfers - Vadura - Mapraggsee - Vättis - Kunkelspass - Tamins - Rhäzüns - Thusis - Masein - Tschappina - Glaspass

4. Tag: 51 km, 1892 hm
Glaspass - Safien Platz - Thalkirch - Turrahus - Tomülpass - Vals - Uors - Surcasti - Surin - Lumbrein

5. Tag: 69 km, 2503 hm
Lumbrein - Alp Nova - Alp Stavonas - St. Martin - Zignau - Trun - Surrein - St. Antonio - Fontanivas - Curaglia - Passo Lukmanier - Passo dell'Uomo - Capanna Cadagno

6. Tag: 102 km, 1812 hm
Capanna Cadagno - Lago Ritom - Airola - Nante - Alpe Cristallina - Passo del Narèt - Lago del Sambucco - Fusio - Peccia - Maggiatal - Broglio - Ponte Brolla - Lago Maggiore - Locarno

Medien

Wenn ihr die Tour individuell nachfahren wollt, ist folgendes verfügbar: GPS-Tracks, Kartenscans, Finisher-Bikeshirt: im Webshop - auf Anfrage verfügbar: TOPO-Karte für Garmin GPS-Geräte.


Übersichtskarte

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schwarz: Hauptroute
rot: alternative Strecken
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Höhenprofil

BoLaMag komplett

Wegeverteilung

wegeverteilung

Landkarten

KOMPASS digital: Schweiz 3D, Digitale Karte Über die Alpen
Kompass Wanderkarten (1:50.000): 1b, 21, 123, 108, 110, 90
Hinweis: Lücke bei den KOMPASS-Karten zwischen WK 21 und WK 123
Übersichtskarten: Kompass - Straßenkarte (1:500.000): 350: Alpen
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Tourplanung:

Daniel Bolender - www.alpen-biken.de - siehe dort auch sein ausführlicher Bericht
gefahren vom 11. - 17. Juli 2014: Daniel Bolender, Andreas Albrecht, Felix Kröschel



Tourbericht

opner 350 IMG 3023Alles, was gut geht, wird im Nachhinein als Strategie erklärt.

Gerhard Schröder (*1944)

Prolog

Dieser Sommer 2014 war in den Alpen ein ganz merkwürdiger und verrückter. Nach der extremen Hitzephase, die über Pfingsten bis ca. Mitte Juni andauerte, schlug das Wetter um. Südlich des Alpenhauptkamm setzte sich eine Stauwetterlage durch, die von einer Süd-West-Strömung geprägt wurde. Dieses berühmt-berüchtigte Genua-Tief sorgte für eine andauernde trüb-regnerische Wetterlage. Wie wir jetzt wissen, sollte das bis Mitte September anhalten, nur unterbrochen von einzelnen Tagen mit schönem Sommerwetter.
Wir hatten unsere Transalp für Anfang Juli geplant mit der Option, den Start ein paar Tage schieben zu können. Die Wetterprognose war und blieb abscheulich. Schließlich lies die Urlaubsplanung von Daniel und Felix keinen Spielraum mehr zu. Wir beschlossen, am 11 . Juli zu starten und einfach zu schauen, wie es sich entwickelt. Ich hatte mich mental auf eine Regentransalp eingestellt. An der Packliste änderte das nichts, weil man auf solche Verhältnisse sowieso vorbereitet sein muss.
opner 350 IMG 3109Doch es gibt einen Wettergott. Wir erlebten auf der Tour zwar nicht immer strahlenden Sonnenschein, aber entgegen aller Vorhersagen auch keinen Dauerregen. Über uns war häufig ein Sonnenloch, so dass wir leichten Nieselregen sogar als angenehme und willkommene Erfrischung empfunden haben. Der einzige längere Regen erwischte uns am Glaspass und beim Aufstieg zum Tomülpass, als wir sowieso hin und wieder schieben mussten. Zum Ende wurde das Wetter immer besser und am Lago Maggiore war es dann fast schon zu heiß. Aber darüber wollten wir nicht klagen.

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1. Tag: Vier-Länder-Tour

Mit einem flauen Gefühl fuhren wir zum Startpunkt nach Lindau am Bodensee. Immer wieder Regenschauer. Die Berge waren wolkenverhangen. Als wir gegen Mittag endlich auf den Rädern sitzen, zeigen sich erste Wolkenlücken. Wir fahren zu unserer Überraschung fast immer in leichtem Sonnenschein, fast schon zu schwülwarm. Lange geht es flach entlang des Bodensees. Dabei passieren wir kurz hintereinander die Grenze von Deutschland nach Österreich und dann in die Schweiz. Am Rhein entlang folgt bis Liechtensein eine lange flache Fahrt.
Die Passage durch Vaduz in Liechtenstein hatte ich im Frühjahr schon vorrecherchiert, als ich auf der Rückreise vom Comer See war - mein kleiner Beitrag zur Tourplanung. Deshalb gibt es von Vaduz auch ein paar Bilder mit richtig Sonne. Wir legen hier eine kurze Rast ein. Danach beginnt der lange Schlussanstieg über rund 1000 Höhenmeter. Der führt uns über Nebenwege nach Triesenberg und durch den alten kleinen Tunnel ins Saminatal. Die Etappe endet somit leicht alpin im Berggasthaus Sücka - die richtige Einstimmung auf den Alpencross.

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Übernachtungstipp:

Berggasthaus Sücka - Sückastrasse 41, 9497 Triesenberg/Steg, Liechtenstein - Tel.: +423 263 25 79   www.suecka.li



2. Tag: Hochalpine Wanderung

Die Passage vom Bettlerjoch (Pfälzer Hütte) zum Barthümeljoch ist eine eindrucksvolle hochalpine Route. Sie enthält einige wenige fahrbare Abschnitte. Es müssen auch ausgesetzte Stellen mit Seilsicherung überwunden werden. Die Abfahrt vom Barthümeljoch ist nur an wenigen Stellen flüssig fahrbar, weil sie sehr verblockt ist. Deshalb haben wir an diesem Tag auch recht wenig Kilometer zurückgelegt. Nichtsdestotrotz empfinde ich diese Strecke als attraktiv und sinnvoll. Einerseits weil man hier wirklich hochalpine Einsamkeit findet, andererseits, weil es wohl die einzige halbwegs sinnvolle Möglichkeit ist, einen Alpencross durch Liechtenstein zu führen.
Nach dem Erreichen des Rheintal sollte man noch soweit wie möglich das Taminatal anfahren. Uns hat es am Schloss Wartenstein gereicht. Das Hotel liegt kurz vor Pfäfers und glänzt mit guter Küche und einer tollen Aussicht hinunter ins Rheintal bei Bad Ragaz.

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Variante: Nebenstrecke Bad Ragaz - Vättis

Ab Bad Ragaz kann man auch über eine ruhige Nebenstrecke bis nach Vättis fahren (ist in den GPS-Daten etc. enthalten).

Übernachtungstipp:

Schloss Wartenstein: Wartensteinstrasse 22, 7312 Pfäfers, Schweiz - Tel. +41 (0)81 302 40 47  www.schloss-wartenstein.ch



3. Tag: Leichte Fahrt über Kunkelspass zum Glaspass

Diese Etappe kommt ohne fahrtechnische Höchstschwierigkeiten aus. Sie beginnt mit der leichten Auffahrt zum Kunkelspass, die mit einer ebenso leichten Abfahrt nach Tamins weitergeht. Dort beginnt am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein eine interessante Trailpassage direkt am Hinterrhein. Danach geht es entspannt bis Thusis. Zum Schluss wartet die lange Auffahrt zum Glaspass mit einer stimmungsvollen Übernachtung im Berggasthaus Beverin. Gekrönt wird der Tag mit dem Finale der Fussballweltmeisterschaft. Ich bin zwar hundemüde, muss aber mit in die Verlängerung. Mario Götze erlöst mich mit seinem Tor und ich kann endlich ins Bett.

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Variante: Nebenstrecke Bad Ragaz - Vättis

Wenn man die Variante gefahren ist, trifft man hinter dem Mapraggsee wieder auf die Nebenstraße nach Vättis.

Übernachtungstipp:

klare Empfehlung: die Übernachtung im Berggasthaus Beverin
CH-7428 Glas/Tschappina, direkt am Glaspass
www.berggasthaus-beverin.com
Tel.: +41-81-6511323
Koordinaten: N 46° 40' 39'' - E 9° 20' 46''



4. Tag: Hochalpine Etappe über den Tomülpass

Der Tag beginnt für einige Gäste im Berghaus Beverin mit einem leichten Kater. Verständlich nach dem feuchtfröhlichen Begießens des WM-Titels für die deutschen Fußballer. Wir haben uns etwas zurückgehalten, denn der Tag beginnt mit der durchaus anspruchsvollen Trailabfahrt von Inner Glas nach Safien Platz. Danach wartet mit dem Tomülpass der zweithöchste Pass dieser Transalp. Bei der Auffahrt beginnt es leicht zu regnen. Das empfinden wir als nicht weiter dramatisch, eher sind wir über die leichte Abkühlung froh.
Der Weg zum Tomülüass wurde im Zweiten Weltkrieg von internierten Polen gebaut, wie auf einer Tafel an der Passhöhe zu lesen ist. Komplett fahrbar ist er nicht, zumindest nicht mit Transalprucksack auf dem Kreuz. Inzwischen hat der Regen aufgehört. Wir ziehen uns an der Passhöhe um.
Die Abfahrt nach Vals ist ebenfalls transalpwürdig, ein episch langer Trail, der im unteren Teil immer wieder die alternative Schotterpiste abschneidet. Dann geht es weiter das Valser Tal hinunter nach Uors. Auf Nebenwegen erreichen wir schließlich Lumbrein. Eine rechte Fleißaufgabe.

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Übernachtungstipp:

Hotel Péz Regina - Nossadunna 1, 7148 Lumbrein - Schweiz - Telefon +41 81 931 11 72 - www.pezregina.ch



5. Tag: Die Härte kommt zum Schluss

opner 350 IMG 3157Schöne Auffahrt von Lumbrein zur Alpe Nova. Bei der Abfahrt nach Trun finden wir einige Verbesserungen unserer Strecke, die sich an einer Alpin Bike Route der Schweiz orientiert. Warum diese manchmal offensichtlich interessantere Trails statt Schotterpisten auslässt, ist kaum nachvollziehbar. Mit Hilfe der auf OSM basierenden TOPO-Karte von openmtbmap.org lassen sich Alternativen auf dem Display meines GPS-Gerätes gut identifizieren. Außerdem haben Daniel und ich im Laufe der Jahre schon eine Art siebter Sinn entwickelt, der uns kaum noch in die Irre führt. Die Auffahrt auf der Straße zum Passo Lukmanier kann man sich auch mit dem Postbus leichter gestalten. Ob der parallel verlaufende Weg abseits der Hauptstraße eine sinnvolle Alternative darstellt, kann man noch ausprobieren. Dann sollte aber die Etappeneinteilung angepasst werden, denn der finale Passo dell'Uomo ist zwar irgendwann einmal eine breite Schotterpiste gewesen, inzwischen aber so ausgewaschen, dass an Fahren beim besten Willen nicht zu denken ist. Uns läuft ein wenig die Zeit davon. Bei der Abfahrt lassen wir uns an der Weggabel bei Segna dazu verleiten, den anscheinend direkten Trail zur Capanna Cadagno zu nehmen. Der erweist sich leider als verblockter Misttrail, der sich selbst mit bester Fahrtechnik nicht flüssig fahren lassen würde. Das Ziel schon in Sichtweite rinnen die Minuten dahin. Wahrscheinlich ist es besser, sich bei Segna links zu halten und die paar Höhenmeter in Richtung Alpe Carorescio in Kauf zu nehmen. Danach soll es eine leichte Schotterabfahrt sein, bei weitem nicht so zeitraubend wie der dämliche Trail. Das bestätigt uns auch der Wirt in der renovierten Capanna Cadagno, in der wir nach einigem Überlegen unser Nachtlager aufschlagen.
Leider bekommen wir nur noch Platz im Massenlager, die Hütte ist in der Ferienzeit gut besucht. Ansonsten bestätigt mir diese Hüttenübernachtung wieder einmal, dass dies nur ganz selten eine gute Wahl ist, besonders und gerade in der Schweiz. Wenig Leistung für viel Geld. Ohne Ohropax wäre an Schlaf kaum zu denken.

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Übernachtungstipps:

Rifugio Ristorante Lago Ritom, 6776 Piotta-Piora, Switzerland, Phone: +41 (0)91 868 1424 - www.lagoritom.ch

Notlösung oder für den, der Hüttenübernachtungen mag (ich tue das nicht): Capanna Cadagno www.capannacadagno.ch



6. Tag: Grande finale mit heftiger Tragepassage

opner 350 IMG 0952Das Frühstück am Morgen besteht aus lieblos hingestelltem Brot, Müsli, Marmelade, Butter und Käse. Wurst - Fehlanzeige. Das ist der typische Hüttenstil. Wird mir eine Lehre sein - nie wieder Massenlager in Berghütten. Vielleicht sollte man, wie schon angedeutet, sowieso die Etappen am Ende etwas anders einteilen. Bei der Ankunft am Lago Maggiore werden wir über 100 km auf dem Tacho haben und vorher den härtesten Übergang dieser Transalp überwunden haben.
Doch zunächst geht es vorbei am Lago Ritom abwärts nach Airolo, wo man auch übernachten könnte. Auf dem weiteren Weg zum Passo del Narèt gibt es leider keine einzige Übernachtungsmöglichkeit, wie wir unterwegs feststellen. Auch Einkehrmöglichkeiten sind nicht vorhanden, so dass man sich schon gut verpflegt haben sollte, wenn man den Pass in Angriff nimmt. Daniel hat das Profil unserer Route und diverse Berichte anderer Mountainbiker gut analysiert, so dass wir wissen, was uns bevorsteht. An der Alpe Cristallina kann ist ein Brunnen und man kann sich mit Käse stärken. Ab nun geht es nur noch mit Schieben und überwiegend Tragen weiter. Ohne eine gute Tragetechnik für das Bike ist das eine große Quälerei. Wir hatten uns darauf eingestellt, das Bike gebuckelt und haben die Wanderung eher meditativ aufgefasst. Ich hatte eine Zeit um 1:45 Stunden vermutet, die wir für den Aufstieg brauchen - es waren dann knapp unter zwei Stunden. Das war dann aber auch genug.
Nach der Passhöhe muss man leider auch noch ca. 80 Höhenmeter wieder hinab schieben bis zur Schotterpiste beim Lago del Naret. Aber das ist ok. Danach geht es im Sinkflug hinab ins Maggiatal. Mit jedem Höhenmeter abwärts wird es spürbar wärmer. Wir erreichen Bignasco. Ab hier gibt es eine Radroute bis an den Lago Maggiore, den wir recht spät erreichen. Dadurch wird die Suche nach einer Unterkunft noch eine kleine Geduldsprobe. Es ist Ferienzeit und ein Musikfestival findet gerade in dieser Woche statt. Daniel lässt es sich nicht nehmen und springt noch in den See. Bei der Hitze eine schöne Abkühlung. Wir finden nach langem Suchen mit Hilfe von booking.com doch noch etwas in Zentrumsnähe. Essen können wir dort auch, danach noch ein kleiner Bummel in dies Stadt. Alles ist gut.

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Übernachtungstipps:

Ristorante Stella: Via G. Mantegazza 5, 6600 Locarno, Schweiz - Tel. ++41 (0) 917512135 - www.ristorantelocarno.com



Fazit

Daniel Bolender hat diesen Alpencross sehr gut vorbereitet. Nur an wenigen Stellen sind wir unterwegs von der geplanten Route abgewichen. Im Prinzip nur, wenn sich da und dort ein Trail gefunden hat, der zum Beispiel eine Schotterpiste abgeschnitten hat. Die erste Etappe ist natürlich für eine Transalp etwas ganz besonderes. Wann kann man schon mal an einem Tag mit dem Mountainbike durch vier Länder fahren? Start in Deutschland, dann durch Österreich und die Schweiz und schließlich Bergankunft in Liechtenstein. Das hat was. Ebenso ist der Liechtensteiner Höhenweg für mich ein Erlebnis, auch wenn wir viel geschoben haben und die Abfahrt vom Barthümeljoch zu Beginn kaum fahrbar war. Die folgenden Übergänge über den Kunkelspass, Glaspass, Tomülpass zeigen einen guten Querschnitt dessen, was man bei einem Alpencross durch die Schweiz erleben kann.
Mit dem Lukmanier ist ein bekannter Straßenpass dabei, der gleich vom schweren Passo dell'Uomo gefolgt wird. Dieser gibt einen kleinen Vorgeschmack auf den Hammer des letzten Passes vor dem Lago Maggiore. Auf den Passo del Narét muss man sich mental klar vorbereiten. 600 Höhenmeter schieben und tragen wollen schon bewältigt sein. Aber was wäre die Alternative gewesen? Ab Airola könnte man dem Verlauf des Ticino folgen, der bei Bellizona in den Lago Maggiore fließt. Dabei würde man sich das lärmerfüllte Tal mit der Gotthard-Autobahn, der Bahnlinie und weiteren Straßen teilen müssen. Diese Variante bleibt als Alternative für den Fall schlechten Wetters, wenn ein hochalpiner Pass wie der Naret nicht passierbar ist. Wenn man über den Passo del Naret geht, hat man mit dem Maggiatal eine lange und direkte Anfahrt an den Lago Maggiore. Insgesamt eine schöne, eines Alpencrosses mit dem Mountainbike würdige Route.

Zum Abschluss Kaiserwetter in Locarno am Lago Maggiore

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Hotels am Lago Maggiore
sollte man nach unseren Erfahrungen besser im Voraus buchen. Das Portal lago-maggiore.de ist dazu gut geeignet.

Rückreise
350 IMG 3185Für die An- und Rückreise hatte ich komplett auf die Nutzung meines Autos verzichtet. Mit der Bahn bin ich zu Daniel gefahren, wir zusammen mit seinem Auto zum Start in Lindau. Die Rückfahrt nach Hause konnte ich an einem Tag komplett mit der Bahn erledigen. Das war zwar mit einigem Umsteigen verbunden und einen Anschlusszug habe ich unterwegs auch verpasst - alles in allem für mich aber trotzdem sehr entspannend. Auf dem Weg zurück durch die Alpen konnte ich so die Reise noch mal rekapitulieren und dadurch richtig in mich aufnehmen.


Wer noch etwas ausführlichere Informationen benötigt, um die Strecke einschätzen zu können, wird bei Daniel Bolender fündig: www.alpen-biken.de