Transalp.info by Andreas Albrecht

Karwendel - Sette Comuni - Gardasee


Fazit

Eine sehr lange anspruchsvolle Strecke, die eigentlich mehr als sieben Tourtage braucht. Geisel- und Pfitscher Joch möchte ich gerne noch einmal bei schönem Wetter erleben. Dieser Wunsch sollte sich bei folgenden Transalps erfüllen. Die lange Fahrt im Zillertal nach Mayrhofen zieht sich sehr hin. Das Joch vom Pfitschtal aus zu fahren wäre auch eine Varianter und würde im Rahmen eines Transalps, der von Süd nach Nord geht, auf jeden Fall ein ganz heißer Favorit in der Tourplanung sein. Nach dem Geiseljoch würde ich auf jeden Fall als Anschluss das Tuxerjoch favorisieren (so gemacht bei der Karwendel-Brenner-Route am 2. Tag). Das hässliche Wetter zu Beginn hat gezeigt, wie wichtig es sein kann, flexibel zu reagieren. Da hat eine Transalproute in der Nähe der Alpentäler, die von Nord nach Süden verlaufen, große Vorteile, weil man einfach im sicheren Tal nach Süden vordringen kann, um dann wieder neu in die Berge einzusteigen. Die Fahrt über den Monte Maggio gehört sicher zu den spektakulärsten Trails in den Alpen. Ich gebe gern zu, dass ich Vorbehalte hegte. Ich habe sie beiseite geschoben, und das war gut so. Möge der LKW am Monte Maggio noch lange dort vor sich hin rosten. Den Pasubio werde ich sicher noch einmal als Tourabschluss wählen, wenn die Motivation noch da ist und das Wetter stimmt. Von Posina aus ist das problemlos in einem Tag zum Lago zu schaffen (das habe ich dann bei der Via Crux Albi auch so gemacht).


Meinungen und Rückmeldungen:


Datum: 31.01.2017
R.K.
Transalp Karwendel - Sette Comuni - Gardasee

Hallo Andreas,

ich bin die Tour Mitte/Ende September gefahren und fand sie wirklich interessant. Eine schöne Zusammenstellung. In den Vorjahren bin ich schon die Albrecht-Route und die Dolomiten-Route von dir nachgefahren. Wollte aber nicht schon wieder von Brenner aus starten und auch wieder etwas Neues kennenlernen. Sonst wäre ja noch die Via Crux Albi in Frage gekommen. Auf deiner Web-Seite bin ich auf diese Tour gestoßen. Die schien mir besser geeignet zu sein.
Habe halt das Ziel über 500 km Strecke zu kommen und auch die Höhenmeter weiter zu steigern. Lieber mehr als weniger, was hiermit ja auch gelungen ist. Wenn ihr diese Tour damals nur mit einer groben Planung gefahren seit und die Übernachtungen vor Ort erst gesucht habt und zwischendurch locker mal Pause. Hut ab. Das hätte ich nicht sooo gut geschafft.
Der Straßenanteil ist etwas höher als bei den vorherigen Touren, so zumindest meine Einschätzung aus dem Bauch heraus. Allerdings sind auch relativ lange Strecken zu bewältigen. Da läßt sich auf Asphalt dann doch ganz gut Strecke machen. Der Anteil mit viel Verkehr hält sich aber in Grenzen. Dort wo mehr Autoverkehr ist, muss man als Radfahrer halt etwas mitdenken. Das ist aber auf der ganzen Welt so. Nichts besonders.
Um Missverständnissen vorzubeugen, es bleiben noch genügend Abschnitte im alpinen Gelände, So wie es bei einer Transalp üblich ist. Incl. Borcola-Trail. Legendär, aber Geschmackssache. Ein Erlebnis allemal. Besonders wenn es mit dem Wetter passt.
Was die Übernachtungen angeht, habe ich mich an deine Vorschläge aus dem Roadbook gehalten. Die haben alle noch gelebt (Lach).
Der Steinegger Hof war schon recht eindrucksvoll, Mit ca. 100 EUR mit Übernachtung und Menü nicht der günstigste (ok. ok. Einzelperson im Doppelzimmer). Aber Essen, Übernachtung und Freundlichkeit waren top. Darf auch mal sein.
Eine nette, urige Chefin und gutes Essen gabs auch im Berggasthaus Breitlahner. Das man auch mal sagen.
Ja, auch die anderen Übernachtungen waren nicht schlecht.
Mit der Trattoria AlAlpino (Vorschlag vom 6. Tag) kam ich mit der telefonischen Reservierung gar nicht zurecht. Vielleicht hat ein anderer mehr Glück.
Habe deshalb im Albergo al Garibaldino übernachtet. Ich war zu der Zeit der einzige Gast dort. So war das Frühstück (verständlicherweise) ohne großes Buffet, aber ausreichend. Etwas Brot, Tee, Wurst, Marmelade. Der Wirt war sympathisch. Nachordern war kein Problem. Preis war ok. ca. 40 EUR, soweit ich mich erinnern kann.
Kleine Anekdote über die ich schmunzeln musste. Der 4. Tag führte mich wieder ins Hotel Ancora. Dort habe ich ein Jahr vorher schon während der Dolomiti1-Tour übernachtet. Die Chefin hatte mich tatsächlich wieder erkannt, obwohl ich nur 1 mal übernachtet hatte. Hatte zufälligerweise auch das gleiche Zimmer bekommen. Sachen gibt’s.....

Insgesamt war es eine sehr schöne Tour, die mir viel Spaß gemacht hat. Eine gute Ergänzung zu meine vorherigen Touren. Die Naturerlebnisse kommen auf der Tour nicht zu kurz. Aber das muss jeder selbst erleben. Das lässt sich nicht beschreiben. Muss mal schauen wie die nächste Tour aussehen wird.
Danke für die schöne Tour.