Transalp.info by Andreas Albrecht

Monte Grappa


1. Tag: Anreise per Bahn - Schliersee - Zillertal

350 DSCN4280So entspannt wird eine Anreise mit dem Auto nie sein. Um 5:30 Uhr bin ich am Samstag in den Zug gestiegen, gegen 13:30 Uhr war ich am Schliersee. Preisgünstig und kurzweilig war die Fahrt allemal. Unterwegs kann man in Ruhe einen Kaffee trinken, zwischendurch ein Nickerchen machen und sich in aller Ruhe auf die Fahrt einstimmen. Am Startort angekommen, vertut man keine Zeit mit der Suche nach einem Parkplatz. Es kann gleich losgehen. Diesmal in bzw. am Schliersee. Das Wappen ziert unter anderem einen Wagen der BOB (Bayerische Oberlandbahn) und wurde der Gemeinde im Jahr 1926 durch das Staatsministerium genehmigt. Es zeigt im blauen Feld auf einem Faldistorium sitzend den heiligen Papst und Märtyrer Sixtus II. im goldenen Pluviale und mit der Tiara auf dem Haupt. Er erhebt die Rechte zum Segen und hält in der Linken das gesenkte Schwert. Entstanden ist das Wappen aus dem Siegel des ehemaligen Stiftskapitels Schliersee. Um das Siegel nicht zu kopieren, wurde dem Papst statt des Buches auf Anraten des Königlichen Reichsarchives ein Schwert in die Hand gegeben. Soweit der historische Exkurs.

Im Sommer 2006 war Schliersee in die internationalen Schlagzeilen geraten, als der Unruhebär "Bruno" hier in der Nähe von Jägern abgeschossen wurde, ca. eine Woche nach unserem Start dieser Transalp. Der erste Tag ist bewusst einfach gehalten. Am Schliersee rollen wir uns ein bis nach Josefsthal. Der erste Anstieg auf der alten Spitzingseestraße bringt uns ein erstes Mal ins Schwitzen. Dieses Gefühl sollte uns in den nächsten Tagen nicht verlassen. Das Wetter meint es gut mit uns, am Tag nur Sonne und Wärme, höchstens mal in der Nacht ein kleines Gewitter und Regen, der willkommene Erfrischung am anderen Morgen bringt.

Am Spitzingsee herrscht reges Treiben, wir rollen entspannt bis Valepp und überqueren unbemerkt die Grenze nach Österreich, soweit man von einer solchen überhaupt sprechen kann. Weiter geht es auf guter Schotterpiste in Richtung Inntal. Ein paar kleine Gegenanstiege würzen die Sache etwas, bringen aber nun wirklich keinen Stress. Eine Rast an der Erzherzog-Johann-Klause schenken wir uns. Es geht schön bergab und wir wollen sehen, wie weit wir heute noch im Zillertal vorankommen. In Pinegg gibt es noch einen Gegenanstieg. Das war's dann aber auch für heute. Bei Brixlegg erreichen wir den Inn-Radweg, den wir bis zum Eingang ins Zillertal folgen. Hier wechseln wir auf den entsprechenden Radweg, der nicht zu verfehlen und gut zum Vorankommen geeignet ist. Gegen sieben Uhr am Abend reicht es uns langsam. Wir halten nach Unterkünften entlang des Weges Ausschau. In Kaltenbach finden wir dann auf Anhieb ein vernünftiges Hotel. Kaum haben wir eingecheckt, geht ein Gewitterguss nieder. Schön, wenn man den von drinnen betrachten kann.

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Grappa Tag1

Übernachtungstipps:

Pension Alpenhof, A-6272 Kaltenbach Nr. 82,  Telefon: 0043-5283-2245     www.alpenhof-kaltenbach.com