Transalp.info by Andreas Albrecht

München - Venedig


1. Tag: Die Mühen der Ebene

01 350px IMG 2037Der "scharfe" Start zur Transalp erfolgt im Zentrum von München am Marienplatz. Bis wir dort angelangt sind, haben wir schon gut 15 km in den Beinen, aber kaum Höhenmeter zurückgelegt. Das weitläufige Umland der bayrischen Landeshauptstadt ist bretteben. Wir betrachten die zusätzliche Anfahrt aus dem Westen Münchens - wo David wohnt - als willkommenen Aufgalopp. Er führt uns auf schönen Nebenwegen - sogar ein netter Singletrail ist dabei - radfahrerfreundlich in die Innenstadt. München ist ein Traum für Radfahrer; Radwege ohne Ende und in beispielhafter Vernetzung und Ausschilderung.
Nach dem obligatorischen Startfoto am Marienplatz sind wir kaum einen Kilometer dem Autoverkehr ausgesetzt. David führt uns an der berühmten Eisbachwelle vorbei. Es kommen sogar Freaks extra aus Übersee angereist, um hier zu surfen.

An der Ludwigsbrücke, in der Nähe des Deutschen Museums, sind wir schon an der Isar. Dem Flusslauf werden wir bis nach Bad Tölz folgen, fast durchgehend auf Rad- und Forstwegen, sogar kleine Trailabschnitte gibt es in der Pupplinger Au. Die bekannten Isartrails lassen wir auf Anraten von David aus. Zuviel Auf und Ab, wir wollen Strecke machen. Mindestens bis zum Sylvensteinsee soll es heute gehen. Doch zuvor passieren wir das Kloster Schäftlarn, fahren auf dem Dammweg des Isarkanals. Bei schönem Wetter herrrscht oft Gaudi auf den vielen Flößen, die sich langsam in Richtung München treiben lassen.

 

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Die ersten kleineren Anstiege erwarten uns, als wir kurz vor Bad Tölz das Bayerische Oberland erreichen. Im malerisch gelegenen Kurort legen wir eine erste längere Pause ein und machen eine späte Mittagsrast. Es beginnt leicht zu tröpfeln. Der Wetterbericht hatte es vorausgesagt. Wir sind erfreut, als sich die paar Tropfen bald verziehen und die Vorhersage nicht eintrifft. Wir kommen gut voran. David kennt den Weg und wir verfransen uns nur einmal kurz in Geretsried. Wie David sagt, an der üblichen Stelle. Ich bin dann recht erstaunt, als wir uns auf dem kurzen Anstieg vom Sylvensteinsee befinden. Das wir so zeitig hier sind, hätte ich nicht erwartet. Der Stausee wurde in den 1950er Jahren gebaut, einerseits um Elektrizität zu gewinnen und andererseits um die immer wiederkehrenden verheerenden Hochwasser der Isar in den Griff zu bekommen. Im neuen Ort Fall gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit im Hotel Jäger von Fall. Es ist noch zu früh am Tag und wir haben noch Lust bis ins Risstal weiterzufahren. In der urigen Kaiserhütte finden wir dann eine gemütliche Unterkunft und ein ordentliches Essen. Ich bade an diesem heißen Spätsommertag zum Abschluss noch im Rissbach.

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Variante 1: leichtere Alternative entlang der "Via Bavarica Tyrolensis" über Achenkirch zum Achensee

Nach dem neuen Ort Fall - der alte musste dem Wasser weichen - beginnt eine Passage auf einer leichten Schotterpiste. Sie ist landschaftlich schön gelegen und führt uns zur Walchenklamm. Abfahrten wechseln mit Gegenanstiegen, alles auf der Route der "Via Bavarica Tyrolensis". Hier haben die Planungsstrategen manchmal des Guten etwas zu viel getan. Besonders die Wegführung kurz vor dem Achensee wird wohl schon manchen Radtouristen zum Verzweifeln gebracht haben. Ohne ersichtlichen Grund hat man einen Anstieg über reichlich 100 Höhenmeter eingebaut. Dieser bringt keinen erkennbaren Gewinn z.B. in Form einer fantastischen Aussicht oder ähnlichem. Für Mountainbiker ist es schon ok.

Variante 2: schönere Alternative Schleimssattel

Ich würde als logische und direkte Fortführung der Route von Fall aus am liebsten über den Schleimssattel fahren. Nach einen Hinweis von dede aus dem IBC-Forum habe ich mir das einmal angeschaut. Leider gibt es dort auf der österreichischen Seite aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen ein Bikeverbot. Unübersehbar sind die Schilder an einer breiten Forststraße platziert. Deshalb bin ich gewandert. Die Sinnhaftigkeit dieses Verbotes erschließt sich mir nicht so richtig. Es gibt ja schließlich das MTB-Modell Tirol, nach dem viele Forststraßen nun auch offiziell befahrbar sind. Warum nicht auch diese?

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Übernachtungstipps:

Kaiserhütte Hinterriss,
Hinterriß-Binsalm 1, 6215 Vomp, Österreich
Telefon:+43 5245 224
www.kaiserhuette.at