Transalp.info by Andreas Albrecht

München - Venedig

Strecke:

00 Schild Mun Ven von StefanoMünchen - Bad Tölz - Achensee - Zillertal - Pfitscher Joch - Pfunderer Joch - Pustertal - Fanes - Cortina d'Ampezzo - Forc. Ambrizzola - Passo Duran - Ágordo - Lago del Mis - Belluno - Col Visentin - Follina - Treviso - Venedig
Länge: ca. 573 km
Höhenmeter: ca. 11.550 hm
Etappen: 8

1. Tag: 96 km, 740 hm
München - Pupplinger Au - Bad Tölz - Sylvensteinspeicher - Fall - Risstal

2. Tag: 92 km, 1600 hm
Fall - Risstal - Plumsjoch - Achensee - Maurach - Zillertal - Mayrhofen - Breitlahner

3. Tag: 70 km, 2300 hm
Breitlahner - Schlegeisspeicher - Pfitscher Joch- Fussendrass - Pfunderer Joch - Dun - Weitental - St. Siegmund (Pustertal)

4. Tag: 60 km, 1800 hm
St. Siegmund - Saalen - Enneberg - St. Vigil - Fanes - Cortina d'Ampezzo

5. Tag: 42 km, 2350 hm
Cortina d'Ampezzo - Forcella di Ambrizzola - Passo Staulanza - Pecol - Valle della Grava - Passo Duran

6. Tag: 54 km, 850 hm
Passo Duran - Rifugio Bruto Carestiato - Agordo - Lago del Mis - Belluno

7. Tag: 74 km, 1850 hm
Belluno - Col Visentin - Pian delle Femene - Sottocroda - Follina - Pieve di Soligo - Collalto - Ponte della Priula

8. Tag: 85 km, 60 hm
Ponte della Priula - Maserada sul Piave - Treviso - Quarto d'Altino - Mestre - Venedig

Der Tourbericht spiegelt diese Transalp in einer 8-Etappen-Variante wider, wie sie mir aus meinen Befahrungen in 2009, 2010 und 2011 sowie den Streckenrecherchen im April/Mai 2011 sowie Juni/September 2012 sinnvoll erscheint. Die obige Etappeneinteilung und die Übersichtskarte (GoogleMaps) bilden das ab. Auch die GPS-Daten, Kartenscans und die TOPO-Karte sind danach aufbereitet. Die alternativen Strecke sind extra aufgeführt. Hinweise zu Varianten und Nebenrouten siehe Berichte der einzelnen Etappen.

Medien

Wenn ihr die Tour individuell nachfahren wollt, ist folgendes verfügbar: GPS-Tracks, Kartenscans, Topo-Karte für Garmin GPS-Geräte: im Webshop

Transalp Roadbook 10: im Buchhandel, versandkostenfrei direkt beim Verlag oder bei AMAZON


Übersichtskarte

Wichtig: Internetadresse muss mit www eingegeben werden, sonst erscheint bei manchen Browsern unter Umständen nur ein weißer Kasten.

schwarz: Hauptroute
rot/blau: alternative Strecken
Klicken auf den Track zeigt den Namen des entsprechenden GPS-Tracks an
Karte als Lightbox in eigenem Fenster öffnen: klicken

 

 

Höhenprofil

00 Munich Venezi

Wegeverteilung

belag2013

Landkarten

KOMPASS digital: Digitale Karte Über die Alpen,
Kompass Wanderkarten (1:50.000): 28, 37, 44, 55, 56, 57, 77, 82, 182, 184
Lagir Alpina Nr. 2 (1:25.000): Alpi Bellunesi, Prealpi Trevigiane, erhältlich bei MapFox.de
Lagir Alpina Nr. 4 (1:25.000): Prealpi Bellunesi e Trevigiane, erhältlich bei MapFox.de
Cartine Zanetti (1:30.000): Nr. 3 - Conegliano, erhältlich bei MapFox.de
Cartine Zanetti (1:30.000): Nr. 4 - Valdobbiadene, erhältlich bei MapFox.de
Cartine Zanetti (1:30.000): Nr. 13 - Prealpi Trevigiane Centro, erhältlich bei MapFox.de
Cartine Zanetti (1:30.000): Nr. 16 - Prealpi Bellunesi Est, erhältlich bei MapFox.de
Cartine Zanetti (1:30.000): Nr. 17 - Prealpi Bellunesi Ovest, erhältlich bei MapFox.de
Cartine Zanetti (1:130.000): Provincia di Treviso, Provincia di Venezia - erhältlich bei Zanetti Webshop, nur in italienisch oder anfragen bei MapFox.de
Belletti Editore: Maßstab 1:50.000
Belletti V223: Le Prealpi di Vittorio Veneto, erhältlich bei MapFox.de
Belletti V222: Treviso ed il Piave, erhältlich bei MapFox.de
Belletti V216: Laguna Veneta, erhältlich bei MapFox.de

Übersichtskarten:
Kompass - Straßenkarte (1:250.000): 358: Tirol - Trentino, 259: Südtirol - Dolomiten - Gardasee - Venedig
Kompass - Straßenkarte (1:500.000): 350: Alpen
Karte bei Amazon bestellen durch Klicken auf die jeweilige Nummer

Tourplanung:

Andreas Albrecht, David Strixner, Dietmar Orgas, Frank Dörr, Matthias Neumann, Mtb-news.de (Robert Thätig, Stefano de Marchi, Michael Brüggen)
gefahren von: Andreas Albrecht, David Strixner (2009, 2011), Dietmar Orgas (2009), Matthias Neumann (2010, 2012), Stefano de Marchi (2011)



Tourbericht

Man muss nicht immer der Erste sein. Es genügt vollkommen, wenn man es ordentlich zu Ende bringt.


Vom Marienplatz zum Markusplatz

Der erste Anlauf

00 marie 350 IMG 2038Nicht alles kann gleich auf Anhieb klappen. Schon seit einigen Jahren schwirrte in mir die Idee einer Transalp von München nach Venedig herum. Vom Marienplatz zum Markusplatz - war der Arbeitstitel. Auch wenn es, zugegeben, etas sinnfrei ist, mit dem Fahrrad auf dem Markusplatz zu erscheinen.
Von einem Sommer zum anderen haben wir es verschoben, immer kam etwas dazwischen. Wir - das sind mein langjähriger Transalpbegleiter David und ich. David ist Urmünchner und ihn reizt die Vorstellung, eine Transalp direkt an der Haustür zu beginnen, ganz besonders. Die Streckenplanung vom flachen Münchner Umland bis zu den Alpen ist logischerweise sein Part, es sind ja sowieso seine Radelstrecken. Direkt an der Isar entlang wird es flussaufwärts gehen. Bei der weiteren Planung war uns schnell klar, dass einige Etappen auch mal um die 100 Kilometern pro Tag lang sein können, um nicht länger als eine Woche unterwegs zu sein. Dieser Zeitraum hatte sich für uns im Laufe der Zeit als Obergrenze für eine Transalp herausgestellt. Noch länger unterwegs zu sein, hatte uns einfach keinen Spaß gemacht. Als Zeitraum hatten wir Mitte September vorgesehen. Da gibt es keine Unterkunftsprobleme, Übernachtungen findet man meist im ersten Anlauf. Außerdem gibt es oft stabile Spätsommer-Wetterlagen. Altweibersommer nennt man das - kenne ich noch von früher. Wie das Leben aber so spielt, gibt es das nicht immer, schon gar nicht, wenn ich in jenem Jahr unterwegs bin. Ein "junges" Genua-Tief (so drückte sich der Wetterdienst vornehm zurückhaltend aus) sollte unseren Tatendrang hemmen. Als das Tief dann etwas älter wurde und in seine pubertären Flegeljahre kam, gab es Schneefall bis weit unter 1500 Meter. Natürlich genau zu dem Zeitpunkt, als die hochalpinen Etappen anstanden. Damit hat es uns auf die Alternativstrecken gezwungen. Insofern nicht weiter tragisch, da man so etwas bei einer Transalp sowieso einplanen sollte. Am letzten Tag, der uns beim ersten Anlauf bis nach Venedig bringen sollte, war das Genua-Tief inzwischen so ausgewachsen, dass es uns mit sintflutartigem Regen daher kam. Schweren Herzens haben wir uns zum Abbruch entschließen müssen. Es hätte keinen Sinn ergeben, in strömendem Regen eine vernünftige Strecke nach Venedig zu suchen. Denn das war uns im Vorfeld bei der Planung klar. Den "schwierigsten" Abschnitt stellt bei dieser Transalp die Überwindung der Venetischen Tiefebene dar. Zumindest wenn wir den Anspruch haben, stark befahrene Straßen so weit als möglich zu meiden.

Die Vollendung

00 venice 350 IMG 1230Eine unvollendete Tour ist es nicht geblieben. 2010 bin ich den hochalpinen Abschnitt gefahren, der im Jahr zuvor den Wetterkapriolen zum Opfer gefallen ist. Zusammen mit Matthias Neumann habe ich den Abschnitt durch die Dolomiten befahren. Ein traumhaftes Erlebnis: Pfunderer Joch, Fanes, Forcella di Ambrizzola etc., und das bei bestem Wetter. Einen Regentag haben wir unterwegs auf der Fanes-Hütte einfach ausgesessen. Einige Transalpler sind bei Null-Sicht und Schneematsch durchgefahren. Muss jeder selber wissen. Wir hatten am folgenden Morgen jedenfalls einen perfekten Tag.
Im Jahr April/Mai 2011 sowie im Juni/September 2012 habe ich dann noch Feintuning betrieben. Die Hinweise dazu bekam ich u.a. aus dem IBC-Forum (www.mtb-news.de). Ich hatte dazu einen Thread eingestellt und bekam sehr qualifizierte Tipps von dede, on_any_sunday und und the.mtb.biker - Vielen Dank.
Im wunderschönen September 2011 bin ich dann mit David für drei Tage von München aus auf der Route unterwegs gewesen. Dabei hat sich ergeben, dass die erste Etappe locker bis ins Risstal gehen kann. Am zweiten Tag kommt man gut bis zum Breitlahner. Am nächsten Tag wird es dann schwierig, will man über Pfitscherjoch und Pfunderer Joch. Aber machbar ist das schon bei guten Wetterbedingungen.

00 markus 350 P1020276Die vorgeschlagenen Strecken bin ich selber gefahren. Die letzte Etappe von Treviso nach Venedig zusammen mit Stefano de Marchi, der dort wohnt und die Gegend natürlich wie seine Westentasche kennt. Dadurch ist ein sehr schöner Abschluss dieser Transalp entstanden. Zusammen mit den alpinen Varianten ist nun die Transalp München-Venedig eine würdige Tour für Mountainbiker. Mit den alternativen Strecken, die ich teils wetterbedingt recherchiert habe, gibt es auch ausreichend Schlechtwettervarianten, die es möglich machen, das Traumziel Venedig zu erreichen. Gleichzeitig kann man dadurch die Strecke etwas entschärfen, wenn unterwegs die Luft raus sein sollte. Außerdem ist dadurch auch die Möglichkeit entstanden, diese Transalp mit einem Trekkingbike oder gar einem eMTB zu befahren - je nach Lust und Laune.
Aus den Erfahrungen bei meinen eigenen Befahrungen habe ich die Strecke nun in 8 Etappen aufgeteilt, wobei mir klar ist, dass es verschiedene Zuschnitte der jeweiligen Tagesetappen geben kann. Das hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab und auch davon, wie man den ersten Tag gestaltet. Durch den Startort München gibt es zu Beginn eine lange Flachstrecke an der Isar entlang, wenn man auf direktem Wege in die Alpen will. Und das wollte ich auf jeden Fall, keine Schnörkel oder Haken. Startet man am Morgen, sollte man locker die Berge erreichen. Reist man erst am Tage z.B. mit dem Zug nach München an, wird man vielleicht nur bis Bad Tölz fahren. Außerdem bevorzugt der eine Hüttenübernachtungen, der andere bleibt lieber im Tal. Auf jeden Fall hat man bei dieser Transalp die maximale Flexibilität, auch und gerade weil es die verschiedenen alternativen Varianten gibt.

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Transalp Roadbook10Klappentext Transalp Roadbook 10

Wie in Stein gemeißelt stehen sie da, die Eckpunkte dieser Transalp für Mountainbikes: München - Venedig. Ein Klang, der Sehnsucht nach der Ferne in sich trägt oder der bajuwarische Bierseligkeit mit verflossenem venezianischen Glanz verbindet. Lässt sich das überhaupt verbinden? Die Antwort von Andreas Albrecht ist ein klares "Ja". Wer bereits seine Albrecht-Route mit Begeisterung gefahren ist, kann sicher sein, dass auch diese Route eine würdige Transalp für Mountainbikes ist. Vier Jahre hat er an der Route getüftelt, ehe er zufrieden war.
Erst wenn Andreas Albrecht das Gefühl hat, dass nun alles passt, werden seine Transalps veröffentlicht. Denn nur dann stellt sich die wahre Freude ein, wenn man aus eigener Kraft am Ziel der Träume angekommen ist - nach einem langen Weg - in Venedig. Die hochalpine Hauptroute lässt sich in acht Etappen fahren. Für den Fall von Wetterkapriolen gibt es Ausweichstrecken, damit man auf alle Fälle Venedig erreichen kann. Das Buch enthält detaillierte Roadbooks in Tabellenform mit allen wichtigen Informationen zur Strecke. Im Webshop von Transalp.info gibt es ergänzend GPS-Daten, Kartenscans etc. Damit wird die Wegfindung deutlich einfacher und die landschaftlichen Highlights lassen sich entspannt genießen.
Ebenfalls erhältlich als eBook - mehr Info hier



1. Tag: Die Mühen der Ebene

01 350px IMG 2037Der "scharfe" Start zur Transalp erfolgt im Zentrum von München am Marienplatz. Bis wir dort angelangt sind, haben wir schon gut 15 km in den Beinen, aber kaum Höhenmeter zurückgelegt. Das weitläufige Umland der bayrischen Landeshauptstadt ist bretteben. Wir betrachten die zusätzliche Anfahrt aus dem Westen Münchens - wo David wohnt - als willkommenen Aufgalopp. Er führt uns auf schönen Nebenwegen - sogar ein netter Singletrail ist dabei - radfahrerfreundlich in die Innenstadt. München ist ein Traum für Radfahrer; Radwege ohne Ende und in beispielhafter Vernetzung und Ausschilderung.
Nach dem obligatorischen Startfoto am Marienplatz sind wir kaum einen Kilometer dem Autoverkehr ausgesetzt. David führt uns an der berühmten Eisbachwelle vorbei. Es kommen sogar Freaks extra aus Übersee angereist, um hier zu surfen.

An der Ludwigsbrücke, in der Nähe des Deutschen Museums, sind wir schon an der Isar. Dem Flusslauf werden wir bis nach Bad Tölz folgen, fast durchgehend auf Rad- und Forstwegen, sogar kleine Trailabschnitte gibt es in der Pupplinger Au. Die bekannten Isartrails lassen wir auf Anraten von David aus. Zuviel Auf und Ab, wir wollen Strecke machen. Mindestens bis zum Sylvensteinsee soll es heute gehen. Doch zuvor passieren wir das Kloster Schäftlarn, fahren auf dem Dammweg des Isarkanals. Bei schönem Wetter herrrscht oft Gaudi auf den vielen Flößen, die sich langsam in Richtung München treiben lassen.

 

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Die ersten kleineren Anstiege erwarten uns, als wir kurz vor Bad Tölz das Bayerische Oberland erreichen. Im malerisch gelegenen Kurort legen wir eine erste längere Pause ein und machen eine späte Mittagsrast. Es beginnt leicht zu tröpfeln. Der Wetterbericht hatte es vorausgesagt. Wir sind erfreut, als sich die paar Tropfen bald verziehen und die Vorhersage nicht eintrifft. Wir kommen gut voran. David kennt den Weg und wir verfransen uns nur einmal kurz in Geretsried. Wie David sagt, an der üblichen Stelle. Ich bin dann recht erstaunt, als wir uns auf dem kurzen Anstieg vom Sylvensteinsee befinden. Das wir so zeitig hier sind, hätte ich nicht erwartet. Der Stausee wurde in den 1950er Jahren gebaut, einerseits um Elektrizität zu gewinnen und andererseits um die immer wiederkehrenden verheerenden Hochwasser der Isar in den Griff zu bekommen. Im neuen Ort Fall gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit im Hotel Jäger von Fall. Es ist noch zu früh am Tag und wir haben noch Lust bis ins Risstal weiterzufahren. In der urigen Kaiserhütte finden wir dann eine gemütliche Unterkunft und ein ordentliches Essen. Ich bade an diesem heißen Spätsommertag zum Abschluss noch im Rissbach.

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Variante 1: leichtere Alternative entlang der "Via Bavarica Tyrolensis" über Achenkirch zum Achensee

Nach dem neuen Ort Fall - der alte musste dem Wasser weichen - beginnt eine Passage auf einer leichten Schotterpiste. Sie ist landschaftlich schön gelegen und führt uns zur Walchenklamm. Abfahrten wechseln mit Gegenanstiegen, alles auf der Route der "Via Bavarica Tyrolensis". Hier haben die Planungsstrategen manchmal des Guten etwas zu viel getan. Besonders die Wegführung kurz vor dem Achensee wird wohl schon manchen Radtouristen zum Verzweifeln gebracht haben. Ohne ersichtlichen Grund hat man einen Anstieg über reichlich 100 Höhenmeter eingebaut. Dieser bringt keinen erkennbaren Gewinn z.B. in Form einer fantastischen Aussicht oder ähnlichem. Für Mountainbiker ist es schon ok.

Variante 2: schönere Alternative Schleimssattel

Ich würde als logische und direkte Fortführung der Route von Fall aus am liebsten über den Schleimssattel fahren. Nach einen Hinweis von dede aus dem IBC-Forum habe ich mir das einmal angeschaut. Leider gibt es dort auf der österreichischen Seite aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen ein Bikeverbot. Unübersehbar sind die Schilder an einer breiten Forststraße platziert. Deshalb bin ich gewandert. Die Sinnhaftigkeit dieses Verbotes erschließt sich mir nicht so richtig. Es gibt ja schließlich das MTB-Modell Tirol, nach dem viele Forststraßen nun auch offiziell befahrbar sind. Warum nicht auch diese?

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Übernachtungstipps:

Kaiserhütte Hinterriss,
Hinterriß-Binsalm 1, 6215 Vomp, Österreich
Telefon:+43 5245 224
www.kaiserhuette.at



2. Tag: Plumsjoch - Achensee - Zillertal - Breitlahner

02 350px IMG 3370 DSC00166Auch für den zweiten Tag haben wir eine lange Strecke vor uns. Wir wollen den Alpenhauptkamm anfahren. Da heißt es im Zillertal Strecke zu machen. Doch es geht zunächst gemütlich los. Der Regen hat sich über Nacht verzogen. Es hängen zwar jede Menge tiefer Wolken in den Bergen, doch es bleibt trocken. Wir fahren weiter über das Risstal ins Karwendel und überqueren das Plumsjoch. Das sollte für die meisten ohne Schiebepassagen möglich sein. Die weitere Route trifft in Pertisau auf den Achensee, dann folgt die Abfahrt ins Inntal. Dort wechseln wir auf den Innradweg, den wir bald darauf bei Strass verlassen und auf den Zillertaler Radweg wechseln. Bis Mayrhofen gewinnen wir auf knapp 30 Kilometern gerade einmal gut 100 Höhenmeter. Es rollt zwar leicht, zieht sich allerdings hin und fühlt sich dadurch zäh an. Alternativ kann man diese Etappe auch mit der Zillertalbahn überbrücken.
In Mayrhofen gibt es einen M-Preis. Diese österreichischen Supermärkte bestechen durch ihre stets angeschlossenen Verpflegungsstationen. Stets sauber und mit einem ordentlichen Imbissangebot sind sie ein idealer Rastplatz. Im Laden kann man weitere Reisevorräte einkaufen. M-Preis würde ich bei einer Expansion nach Deutschland gute Marktchancen einräumen: M-Preis

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Nach Mayrhofen beginnt der langgezogene Anstieg zum Pfitscher Joch. Zunächst geht es die alte Schluchtstrecke entlang in den Zemmgrund. Mangels sinnvoller Alternativen geschieht das auf der Straße. Im Hochsommer kann es durchaus regen Ausflugsverkehr geben. Einige der Tunnel auf der Strecke lassen sich außen umfahren.
In Ginzling wechseln wir auf die Nebenstrecke, die alte Talstraße. Ca. zwei Kilometer vor dem Berggasthaus Breitlahner sind wir wieder auf der Hauptstraße. Der Breitlahner ist eine gute Übernachtungsmöglichkeit. Diese Etappe endet im Berggasthaus.

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Variante 1: Zillertal - Brenner - Sterzing

Falls am Pfitscher Joch noch Schnee liegt, kann man über das Inntal und den Brenner ausweichen. Das ist gleichzeitig auch eine  leichtere Variante für z.B. Trekkingbikes.

Übernachtungstipps:

Alpengasthaus Breitlahner
6295 Ginzling, Dornauberg 70, Österreich
Telefon: +43 5286 5212
www.breitlahner-zillertal.at



3. Tag: Königsetappe über Pfitscher und Pfunderer Joch ins Pustertal

03 350 IMG 0191Für die Autos beginnt am Berggasthof Breitlahner die Mautstraße zum Schlegeisspeicher. Wir umfahren diesen Abschnitt elegant auf einem angenehm zu fahrenden Forstweg, der ein paar Trailabschnitte enthält. Die letzten Serpentinen hinauf zum Schlegeisspeicher legen wir wieder auf der Straße zurück. Die gewaltige Staumauer dominiert den Talschluss. Nach einem letzten Tunnel, in dem das Wasser von den Wänden tropft, stehen wir am Stausee, dem bekannten Schlegeisspeicher. Ein hochalpines Panorama breitet sich vor unseren Augen auf. Noch ist viel Publikumsverkehr, der auf der nun beginnenden Schotterstrecke immer weniger wird, je mehr wir uns vom Parkplatz entfernen. Nach der Imbissstation am Zamsgatterl wird der Pfad ein wenig verblockt, so dass man hin und wieder absteigen und ein Stück schieben muss. Dabei passieren wir auch den berühmten Felsblock, auf den irgendjemand "Venedig" geschrieben hat. Der zugehörige Pfeil sagt: da lang! Unter anderem deshalb ist es für mich auch der einzig logische Weg über den Alpenhauptkamm bei einer Transalp nach Venedig. Diese Route wird auch fleißig von Radfahrern frequentiert, die nicht mit einem Mountainbike unterwegs sind. Da bleibt einem vor Staunen fast der Mund offen stehen, wenn man hier plötzlich eine Gruppe älterer Herrschaften mit Fahrrädern antrifft, denen man maximal eine Kurztour in einen Biergarten zutrauen würde; den Fahrrädern - wohlgemerkt. Auch Rennradler sollen schon hier gesichtet worden sein. Deren Vergnügen wird wohl in einer langen Schiebepassage bestehen.

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Die bleibt den meisten Mountainbikern erspart, denn seit einigen Jahren gibt es eine Schotterpiste, die ungefähr ab Höhe Lavitzalm zum Pfitscher Joch führt. Damit gehört die frühere üble Tragepassage wohl endgültig der Geschichte an. Komplett fahrbar ist die Schotterpiste allerdings auch nicht immer und auch nicht für jeden. Einerseits können im Juni/Juli noch Schneefelder das Weiterkommen hemmen, andererseits ist der Weg teilweise sehr grob, weil er immer wieder durch Witterungseinflüsse ausgewaschen wird. Dazu kommt eine gewisse Steilheit, die sich in den Alpen leider nicht vermeiden lässt - da sollten die Tourismusämter endlich mal etwas dagegen unternehmen. Im Berggasthaus am Pfitscher Joch machen wir Rast. "Wir", das sind inzwischen David und ich. Ich habe das schlechte Wetter des Vorjahres hinter mir gelassen und befinde mich nun auf einer Schönwetter-Transalp. Aufgrund der Höhenlage ist es am Pfitscher Joch ziemlich kühl, auch wenn heute ein strahlender Tag ist. Wir ziehen die Windjacken über und ab geht's ins Pfitscher Tal. Eine schöne, lange und einfache Abfahrt. In Stein finden wir einen Wiesenweg, der rechts am Hang immer leicht bergab bis St. Jakob führt - ein Traum. Weiter versuchen wir die Hauptstraße zu meiden, was uns bis zum Stausee bei Ried ganz gut gelingt. Im Pfitscher Tal haben wir dann die Qual der Wahl. Entweder die hochalpine Variante über das Pfunderer Joch ins Pustertal oder die leichte Variante über Sterzing und durch das Eisacktal. In Niedervintl treffen beide Routen auf den Pustertalradweg wieder zusammen.

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Bei einer erneuten Befahrung mit Matthias erwischen wir einen Traumtag und nehmen das Pfunderer Joch in Angriff. Für mich ist es schon einige Jahre her, als ich das erste Mal diesen Übergang befahren habe. Ich hatte noch in Erinnerung, dass der Schotterweg ab Fussendrass mit einer Rampe beginnt und dann steil bleibt. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen. Bis zur Wasserstelle an der Großbergalm gibt es keine Stelle zum Ausruhen, abgesehen von den zwei Brücken, die wir überqueren und ca. 10 m Flachstrecke bieten. Die Wasserstelle besteht aus einem Eisenrohr, das Wasser aus einer Quelle zusammenfasst. Es ist gutes Wasser, wie uns ein Einheimischer bestätigt. Schmeckt auch gut - wie wir beide finden. Kurz nach dieser Stelle weitet sich das Tal, wir befinden uns oberhalb der Baumgrenze und haben freie Sicht in Richtung Pfunderer Joch. Einzelne Schneefelder sind noch vom Wintereinbruch der vergangenen Woche übriggeblieben. Sie bilden einen schönen optischen Kontrast zum strahlend blauen und klaren Himmel. Gestochen scharf liegen die Felswände in der Sonne. An den beschatteten Nordseiten hält sich der Schnee. Ein Traumtag an einem der schönsten Übergänge in den Alpen, die für Mountainbiker geeignet sind.
Die alte Militärpiste windet sich nach der Überquerung des Wildbaches über eine verfallene Brücke in Serpentinen zum Pfunderer Joch auf 2568 m. Vom Hörensagen weiß ich, dass es einige Leute gibt, die hier schon komplett gefahren sind. Das halte ich für realistisch, zumal der Untergrund heute recht griffig ist. Das schönste am Pfunderer Joch ist, dass der Pass von ganz oben komplett fahrbar ist. Im Hintergrund sehen wir die Gletscher am Hochfeiler, vor uns breitet sich eine sanfte Hochebene aus. Wir durchqueren ein paar Bachläufe und kommen bei der kleinen Jägerhütte mit zwei Jägern ins Gespräch. Die Jagd geht auf die Gams, wie sie sagen. Da ist die Verwechslungsgefahr zum Glück gering. Zur Weitenbergalm folgt ein etwas anspruchsvollerer Trail, der in einigen Spitzkehren hinab führt.

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Die Alm ist ein schöner Rastpunkt. Wir trinken eine frische Buttermilch und legen eine ausgiebige Pause ein. Der weitere Weg hinab ins Pustertal ist einfach. Bis nach Dun führt ein grober Schotterweg, der schnell an Höhe verliert. Als wir die kleine Teerstraße erreichen, die das Weitental erschließt, werden wir auf eine Hinweistafel aufmerksam. Sie verkündet als Belohnung für die Alpenüberquerung München - Venedig einen Aufkleber, der im Lebensmittelladen in Weitental erhältlich ist. Deshalb machen wir natürlich einen Abstecher dorthin und nehmen ihn in Empfang, auch wenn wir noch gar nicht in Venedig angekommen sind. Von Weitental fahren wir dann hinab ins Pustertal. Das erreichen wir in Niedervintl. Wir fahren noch ein paar Kilometer auf dem Radweg bis St. Siegmund und beschließen dort die Etappe.

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03 350 IMG 3605Variante 1: Sterzing - Franzensfeste - Mühlbach

Wenn am Pfitscher Joch noch Schneefelder liegen, ist am Pfunderer Joch kein Durchkommen. Da bleibt als Alternative - wir wollen ja Venedig erreichen und nicht als Ötzi enden - der Weg hinab nach Sterzing und durchs Eisacktal auf dem Radweg bis Franzensfeste. Hinter Mittewald (Mezzaselva) empfiehlt es sich, den Radweg kurzzeitig zu verlassen. Die Architekten des ansonsten gut trassierten Radwegs haben es sich hier nicht nehmen lassen, nach der sanft geschwungenen Radbrücke ein paar heftige und recht unnütze Rampen einzubauen. Das kann man leicht umgehen, in dem man das kurze Stück zwischen Mittewald und Franzensfeste auf dem breiten Seitenstreifen der alten Bundesstraße (die neue führt durch einen Tunnel) bergab rollt und an den ersten Häusern wieder auf den Radweg gelangt. In Franzensfeste wechseln wir auf den Radweg nach Aicha, der in den Pustertaler Radweg übergeht. In Niedervintl stoßen wir dann wieder auf die Hauptroute, die vom Pfunderer Joch kommt.

Übernachtungstipps:

Hotel Sigmunderhof
Pustertaler Str. 10, 39030 St. Sigmund/Kiens, Italien-Südtirol
Tel. 0039-0474-569553
www.sigmunderhof.com

Klammerhof
39040  Aicha, Nikolausstraße 19, Italien-Südtirol
Tel. 0039-0472-459032
www.klammerhof.com



4. Tag: Pustertal - Fanes - Cortina

FanesIn Niedervintl fahren wir wieder auf den Radweg, der uns mit leichten bergauf/bergab ins Herz der Dolomiten bringt. Nun wieder auf einheitlicher Strecke für beide Varianten der Transalp München - Venedig. Ein paar Kilometer weiter in der Nähe von St. Lorenzen gabelt sich die Route wieder. Bei meiner ersten Erkundung der Transalp München - Venedig bin ich mit David und Dietmar die alternative Variante über die Plätzwiese gefahren. Jetzt ist die Hauptroute an der Reihe, die durch die Fanes führt. Zunächst müssen wir den Pustertalradweg bis St. Lorenzen hinter uns bringen. Dort könnte man auf der Talstraße bleiben. Das ist aufgrund des Verkehrs keine so gute Idee. Wir fahren deshalb auf der kleinen Hochstraße über Saalen und Enneberg nach St. Vigil. Über das Rautal gelangt man zur Pederü-Hütte. Dort beginnt der steile Anstieg in die Fanes. Beide Varianten der Route München - Venedig bieten die Möglichkeit einer vernünftigen Hüttenübernachtung. Auf der Plätzwiese ist das die Dürrensteinhütte. In der Fanes ist das die gleichnamige Faneshütte bzw. Üica de Fanes, wie sie in der ladinischen Sprache heißt, zu gut deutsch Pfannenhütte. Der Name rührt von der Lage der Hütte her. Sie befindet sich am Rande einer kleinen Hochebene, die sich wie eine Bratpfanne vor ihr eindellt und bis zur gegenüberliegenden Lavarella-Hütte reicht. Auf dem Grund der Pfanne befinden sich Wiesen und ein kleiner See.

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Die Faneshütte ist sehr gepflegt und hat eine sehr schöne Sonnenterrasse, die bis spät am Abend von den Sonnenstrahlen erreicht wird. Wie der Zufall will ereilt uns bei unserer Tour 2010 das gleiche Schicksal wie ein Jahr zuvor auf der Dürrensteinhütte. Wir hatten uns entschlossen, hier zu übernachten. Über Nacht ereignet sich ein kleiner Wettersturz. Am Morgen regnet es und während des Frühstücks geht der Regen in nassen Schnee über. Im Vorfeld der Tour hatte ich mir geschworen, in so einem Falle die Sache auszusitzen. Die Wettervorhersage spricht von einem kleinräumigen Tief, dass die Alpen im Laufe des Tages überqueren soll, um dann wieder besserem Wetter Platz zu machen. Matthias und ich vertrauen der Vorhersage, verlängern um eine Nacht und verbringen einen Ruhetag. Der ist gleichzeitig mit einem Wechsel in ein sehr komfortables Doppelzimmer verbunden. Der Preis bleibt moderat. So war unsere Entscheidung goldrichtig, hier zu bleiben und nicht nach Cortina d`Ampezzo weiter zu fahren.


Aus Gründen der Etappeneinteilung folgt jetzt ein Stück Originalbericht aus 2010, der den Weg von der Fanes nach Cortina beschreibt:


Am Morgen hat sich das Tief verzogen. Strahlend blauer Himmel ist die Belohnung für unser Ausharren. Die Bergspitzen sind weiß mit Schnee überzuckert. Die Sicht ist fantastisch. Wir haben alles richtig gemacht. Sich selber keinem Zeitdruck auszusetzen ist bei einer Transalp wohl die sinnvollere Einstellung. Matthias und ich haben nicht das Gefühl, einen Tag verloren zu haben durch unser Ausharren in der Fanes-Hütte. Nein, wir sind uns beide einig; wir haben einen Traumtag gewonnen. Diese klaren, frischen Tage in den Alpen sind ein Geschenk. Das werden wir jetzt genießen, wir haben uns mit unserer Geduld selber belohnt. Eine Königsetappe wartet auf uns.
Wir frühstücken so zeitig es geht. Als Tagesziel peilen wir den Passo Duran an. Dort befindet sich ein nettes Berggasthaus. Das weiß ich noch vom Vorjahr. Ob wir es in Ruhe schaffen werden, ist noch ungewiss. Die Strecke ist zwar nicht extrem lang, hat aber deutlich über 2000 Höhenmeter, soviel ist mir klar. Draußen ist es knapp unter Null Grad, leichte Schneereste sind noch auf dem Weg. Lange werden wir nicht frieren, denn aus dem Stand geht es von der Faneshütte steil bergauf zum Limojoch. Die reichlich 100 Höhenmeter bringen uns gleich ins Schwitzen. Die Sonne ist noch nicht über die Berggipfel geklettert und sobald man steht, ist es lausig kalt. Wir ziehen für die Abfahrt alles an, was an wärmenden Sachen im Rucksack ist. Bei der Abfahrt auf einer groben Schotterpiste erreichen wir bald sonnige Abschnitte. Die wärmen uns aber erst weit unten im Tal. Bei der Abfahrt überqueren wir zunächst Pfützen und einen Eisrand und später den Rio Travenanzes, der sich als Canyon im Laufe von Jahrmillionen tief ins Gestein der Dolomiten gegraben hat um kurz in den Rio di Fanes zu münden. Das Ampezzo-Tal ist schnell erreicht. Hier könnte man auf den Radweg wechseln, der das Pustertal mit Belluno verbindet. Er wurde auf der alten Trasse der Dolomitenbahn angelegt und nennt sich logischerweise auch Dolomitenradweg. Im vergangenen Jahr sind wir wetterbedingt auf ihm hinuntergerollt. Er ist eine gute Alternative bei schlechtem Wetter, um weiterzukommen auf dem Weg nach Venedig. Zum Glück haben wir Wetterprobleme in diesem Jahr nicht. Die Sonne strahlt weiter vom Himmel und langsam gewinnt sie auch an Kraft. Im Talgrund orientiere ich mich kurz. Ich war bei diversen Transalps schon des Öfteren in dieser Gegend und wollte den bestmöglichen Weg für Mountainbikes nach Cortina suchen. Es findet sich auch hier ein schöner Weg für Mountainbiker nach Cortina d`Ampezzo. Flussabwärts auf der rechten Seite hangelt er sich am Hang entlang. Nach einigem Auf und Ab erreichen wir freies Gelände mit Blick auf den einstigen Olympia-Ort und das Bergmassiv mit der Cima Ambrizzola.

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Variante 1: Toblach - Schluderbach

bis Toblach auf dem Pustertal-Radweg und dann über den Dolomiten-Radweg auf der Trasse der alten Bahnlinie nach Cortina

Variante 2: Pragser Tal

über Pragser Tal und Plätzwiese nach Schluderbach, hier Verbindung zu Variante 1

Übernachtungstipps:

Fanes Hütte: Tel.: 0039-0474-501097
www.rifugiofanes.com

Cortina d'Ampezzo
Übernachtungen im allgemeinen und besonders im August recht teuer; Empfehlung von Patrick Göbl:
Hotel Cristallino d'Ampezzo, Via Roma 87,
Tel. 0039-0436-4690,  www.hotelcristallino.com

Hotel Impero,  Via Cesare Battisti, 66 -
Tel: 0039-0436-4246 , www.hotelimperocortina.it



5. Tag: Cortina d'Ampezzo - Forcella Ambrizzola - Passo Duran

IMG 350 1186Cortina d`Ampezzo streifen wir nur am Rande. Wir passieren die alte Bobbahn und sind gleich schon wieder aus der Siedlung heraus. Falls die Wetterprognosen ungünstig sind, fährt man ins Ortszentrum hinein und erreicht am Busbahnhof den schon erwähnten Dolomitenradweg (ein sicherer Weg bei jedem Wetter aus den Alpen heraus - wenn es hart auf hart kommt, kann man aus den Alpen heraus bis nach Belluno rollen). Matthias und ich rasten kurz. Wir essen eine mitgebrachte Kleinigkeit und rüsten uns für die Auffahrt zur Forcella Ambrizzola. Das sind mehr als 1000 Höhenmeter am Stück, zunächst relativ einfach auf einer geteerten Forststraße.
Ab der Malga Federa wird dann der Weg zu einer Schotterpiste, bald sehr grob und kurze extrem steile Rampen. Ein paar Schiebestücke lassen sich mit dem Transalprucksack wohl kaum vermeiden. Es ist alles aber halb so wild. Zur Belohnung wartet dann das Rifugio Croda da Lago am gleichnamigen Bergsee: Mittagspause in der Sonne mit einem schönen Blick auf das, was uns noch bevorsteht - der Weg zur Forcella Ambrizzola. Leider wird die Idylle ausgerechnet heute etwas getrübt durch eine Horde laut schnatternder Pensionisten. Es ist unverkennbar der näselnde Wiener Dialekt, der selbst in den Ohren der meisten Österreicher eher unschön klingt. Irgendein Wanderreiseveranstalter mit Verbindung zur europaweit agierenden Busreise-Mafia hat sie wohl so weit herangekarrt, dass sie den schönen Höhenweg hierher bewältigen konnten. Die Bedienung ist das offenbar schon gewöhnt, denn sie geht gekonnt mit den mundartlichen Besonderheiten der Bestellungen um. Um so mehr ein Grund für Matthias und mich uns der Landessprache zu befleißigen so gut es geht.
Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zur Forcella Ambrizzola. Ich kenne den Weg schon und freue mich, dass heute so gute Sicht herrscht. Er ist zu großen Teilen fahrbar und man hat ständig eine wunderbare Aussicht auf die umliegenden Berge. An der Passhöhe wird das Panorama noch gesteigert mit Blick zu: Marmolada, Monte Pelmo und dem markanten Gebirgsstock der Civetta. An der Passhöhe tauchen ein in die Einsamkeit der Bergwelt. Die Wanderer nehmen einen anderen Weg.

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Wir halten auf den Monte Pelmo zu, der uns mit seinen charakteristischen Felsformationen eine Orientierung bietet. An der Forcella Ambrizzola darf man sich nicht verleiten lassen und den breiten Wanderweg nach rechts folgen. Auch der in den Karten eingezeichnete Weg geradeaus ist nicht optimal. Dessen Pfadspur ist überhaupt nicht zu erkennen. Nach meiner Erfahrung ist es am sinnvollsten, dem linken Weg Nr. 436 zu folgen (Ausschilderung: Richtung San Vito di Cadore, Prendera). Er führt auf direktem Weg zur Forc. Roan. Teilweise ist er zwar verblockt und nicht flüssig fahrbar, aber bei der Alternative geradeaus würde man Höhenmeter verlieren, die man in unwegsamen Gelände wieder mühsam schiebenderweise wiedergewinnen müsste. Unser Trail ist ab der Forc. Roan mehr oder minder fahrbar. Wir sind heute beide extrem vorsichtig unterwegs, so dass wir lieber einmal zu viel absteigen als Gefahr zu laufen, auf dem verblockten Trail zu stürzen.
Schließlich erreichen wir das Rifugio Città di Fiume (www.rifugiocittadifiume.it). Unsere Wasservorräte gehen zur Neige, also machen wir hier eine kurze Rast. Eine kleine italienische Wandergruppe genießt ebenfalls den schönen Nachmittag. Wir kommen gleich ins Gespräch und sie drücken gleich die übliche Anerkennung über unsere Reiseroute aus. Sie stammen aus Treviso in der Nähe von Venedig und können mir bestätigen, dass meine geplante Route über den Passo Praderadego wohl eine sinnvolle Wahl ist. Ein Mann spricht von einer strada bianca, also einer geschotterten Straße, es sollte also passen. Als wir den Pass dann am folgenden Tag passieren, stellt sich zwar heraus, dass von der Schotterpiste bei der Abfahrt nur noch ein kurzes Stück übriggeblieben ist. Deshalb wird dieser Übergang nur eine Variante werden.

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Matthias und ich checken erst einmal die weitere Strecke. Wenn wir es heute noch bis zum Passo Duran schaffen wollen, liegen noch mehr als 1000 Höhenmeter vor uns, verteilt auf drei Anstiege. Ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es machbar sein sollte, wenn uns keine Panne einen Strich durch die Rechnung macht. Außerdem liegen für den Notfall noch ein paar Übernachtungsmöglichkeiten an der Strecke als da wären: Passo Staulanza, Rifugio Palafavera, Pecol. Also ziehen wir los, begleitet von den Wünschen der Wanderfreunde: Buon viaggio, ragazzi!
Es folgt eine kurze Abfahrt auf der Schotterpiste bis zu einem Wanderparkplatz an der Straße zum Passo Staulanza. Die paar Höhenmeter zur Passhöhe sind schnell erledigt.
In einer Kehre geht es wieder ins Gelände. Der sacksteile Auffahrt vom Col de Baldi wird belohnt mit einer tollen Rundumsicht auf die umliegenden Gipfel der Civetta, des Monte Pelmo und vieler anderer Dolomitengipfel. In der Ferne ist sogar die Marmolada zu sehen. Die Abfahrt beginnt auf einer breiten Schotterpiste, ehe ein etwas versteckter Abzweig uns auf einem herrlichen Trail hinunter nach Pecol führt. Noch einmal geht es steil hinauf. An der Flanke der Civetta entlang quert die Schotterpiste ein Skigebiet. Es gibt also erwartungsgemäß ein paar knackige Rampen, allerdings auf einer guten Schotterpiste.
Schließlich folgt ein netter Trail zur Forcella della Grava, der von einem groben Karrenweg ins Tal hinunter abgelöst wird - sehr fein. An der Malga Grava wird renoviert, trotzdem ist das Valle della Grava ein einsames Tal, dass wir auf einer Mischung aus Schotterpiste und zerbröckelnden Asphalt hinunterrollen. Bei den paar Häusern von Moiazza erreichen wir die Verbindungsstraße zwischen Passo Cibiana und Passo Duran. Die Strecke kenne ich noch von der Regenetappe des vergangenen Jahres. Alles wird gut, wir schaffen noch die gut 300 Höhenmeter zum Rifugio Sebastiano am Passo Duran. Wir bekommen ohne Probleme ein Zimmer und ein ordentliches Abendessen. Schön, dass wir es heute so weit geschafft haben.
Wer noch Körner in den Beinen hat und das Wetter gut, kann noch die steilen Rampen hinauf zum Rif. Bruto Carestiato fahren und dort eine Hüttenübernachtung anpeilen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, dort vorher anzurufen, ob geöffnet und ein Bett frei ist. Ansonsten ist die Übernachtung am Passo Duran im Rifugio Sebastiano auch eine gute Wahl.

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Variante 1: Passo Staulanza

direkt auf Straße nach Pecol

Variante 2: kurz vor Passo Duran

direkt zu Rifugio Rif. Bruto Carestiato

Variante 3: Schlechtwettervariante

Cortina - Dolomiten Radweg bis Venas - Passo Ciabiana - Forno di Zoldo - Chiesa

Variante 4: Dolomitenradweg

ab Venas bis Belluno, nur für den absoluten Notfall. Verläuft bis Tai di Cadore auf alter Bahntrasse. Dann wird der Dolomitenradweg zäh und öde (meist Nebenstraße und starker Gegenwind).

Übernachtungstipps:

Passo Duran: Rif. San Sebastiano, Tel. 0039-0437-62360
www.passoduran.it

Rifugio Bruto Carestiato: tel.(039) 0437-62949 im Tal
www.rifugiocarestiato.com



6. Tag: Passo Duran - (Rif. Bruto Carestiato) - Agordo - Lago del Mis - Belluno

06 350 IMG 1382Durch die Hinweise aus dem MTB-News-Forum wusste ich, dass es doch ein schöne Alternative zur Straßenabfahrt nach Àgordo gibt. Die habe ich im Mai 2011 ausprobiert und war sofort begeistert. Den Einstieg zum kompletten Zufahrtsweg passieren wir auf der Straße zum Passo Duran ca. 600 Meter vor der Passhöhe. Man fährt also ein Stück zurück. Der Schotterweg ist mit fiesen Rampen gespickt, die nicht immer und nicht für jeden fahrbar sind. Wenn man am Passo Duran übernachtet, kann man auch direkt auf dem dort beginnenden Wanderweg 549 zur groben Zufahrtspiste zum Rif. Carestiato gelangen. Das ist allerdings eine Schiebepassage von rund 100 Höhenmetern. Zeitlich nimmt sich das nicht viel mit der etwas mehr fahrbaren Variante. Ungefähr auf 1700 m Seehöhe trifft der Pfad vom Passo Duran kommend auf die Schotterpiste. Auch dann geht es noch mit einigem Auf und Ab weiter. Auch der Schlussanstieg zum Rifugio Carestiato ist auf schwerem, tiefen Schotter kaum fahrbar. Da es sowieso ein Stichweg ist, bleibt es Ermessenssache, ob man nun hochfährt oder nicht. Als ich den Weg erkundet habe, war Traumwetter und ich habe es gemacht. Die Aussicht von der Terrasse ist grandios. Hinter einem steht die Civetta, vor einem die letzten Berge vor der Venetischen Tiefebene. Auch die folgende Abfahrt lohnt die Mühen des Aufstiegs. Auf alten Karren- und Hohlwegen geht es hinunter nach Àgordo, alles gewürzt mit kleinen Trailabschnitten.

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Viel besser als die Straßenabfahrt vom Passo Duran nach Àgordo, die ich wieder besseren Wissens 2009 und 2010 gemacht habe. In Àgordo vertue ich auch keine Zeit mit der Wegsuche. Es ist dieselbe Strecke wie im vergangenen Jahr; Auffahrt auf einer kaum befahrenen Nebenstraße in Richtung Valle del Mis. Das Tal ist durch den Fluss Mis tief eingeschnitten und hat dadurch im oberen Teil den Charakter eines Canyons. Die Straße schlängelt sich an den Abgründen entlang, führt durch einige enge Tunnel und ist offiziell für den Autoverkehr gesperrt - perfekt.  Der Lago del Mis ist ein Stausee, der am Talende die Wassermassen auffängt. Im Örtchen Mis sind wir aus den Alpen heraus und es wird schlagartig warm. Zeit für eine Pause zum Kaffeetrinken und Umziehen. Eine kleine Bar findet man in jedem Ort, also auch hier. Wir sind natürlich wieder Exoten und ich erkläre auf die übliche Nachfrage, wo wir herkommen und was das Ziel unserer Reise ist. "Che bravi, ragazzi!" ist meist die Antwort. Wir sind also tolle Jungs, was immer gut fürs Selbstwertgefühl ist. Manchmal gibt es auch einen Tipp für den Weg. Hier allerdings nicht. Also musste ich mich auf meine Intuition verlassen. Bei der abgebrochenen Tour im Jahr 2009 war mir der Höhenzug aufgefallen, der hinter der Piave auf dem direkten, südlichen Weg nach Venedig liegt. Das sind die Prealpi - die Voralpen. Da muss es doch einen Weg geben. Den einzigen Straßenübergang - Passo San Boldo - kann man schnell aus einem Straßenatlas herauslesen. Danach stand mir aber nicht der Sinn. Sicher ist die Abfahrt auf der Serpentinenstrecke historisch interessant und entbehrt nicht eines gewissen eindrucksvollen Charmes. Sie findet aber komplett auf der Straße statt, also eher etwas für Rennradfahrer. Für Mountainbiker gibt es bessere Strecken über den Passo Praderadego (hier beschrieben als Nebenroute) oder den Col Visentin, den passenden Übergang für die nun folgende Hauptroute. Im Ort Mis überquert man dazu die Brücke über den gleichnamigen Fluss in Richtung Belluno. Schon nach ca. 100 Meter biegt nach rechts eine Nebenstrecke ab, die zunächst nach Ponte Mas führt. Von dort führen schöne Nebenwege unter anderen über schattige, antike Schottersträßchen (die berühmten strada bianca) nach Belluno. Das architektonisch sehenswerte alte Ortszentrum liegt malerisch auf eine Anhöhe über der Piave, einem der letzten naturbelassenen Flüsse, die aus den Alpen heraus fließen. Ich finde eine Unterkunft im einfachen Hotel Al Ponte, direkt an der Brücke über dem Fluss.

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Variante 1: Passo Duran nach Agorda auf Straße

Falls das Wetter schlecht sein sollte, geht die Abfahrt vom Passo Duran hinunter nach Àgordo auch schnell und zügig auf der Straße. 

Variante 2: Passo Praderadego

von Lago del Mis über Bribano zum Passo Praderadego nach Follina. Bei der Abfahrt vom Passo Praderadego gibt es auch eine schöne Trailvariante wie folgt.
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Variante 3: Trailvariante zum Castel Brando

Gefunden habe ich die durch einen Tipp von Stefano de Marchi. Der Einstieg ist etwas versteckt. Er befindet sich in einer scharfen Rechtskurve bei ca. 630 m Seehöhe und ist als Weg 1028 A ausgeschildert.

Übernachtungstipps:

Hotel Al Ponte, 32100 Belluno, Via Monte Grappa 1
Tel.: 0039-0437-925270
www.alpontedellavittoria.it



7. Tag: Zum Col Visentin in den Prealpi - ein letztes Aufbäumen vor der Ebene

07 350 IMG 1382Dem guten und reichlichem Abendessen im Albergo Al Ponte folgt ein zwar frühes, aber sehr italienisches Frühstück, heißt: kaum etwas zum Beißen für tatendurstige Mountainbiker. Es empfiehlt sich also, am Abend zuvor vorzusorgen, indem man sich mit Brot sowie Salami oder Schinken und Käse eindeckt. Auch als Verpflegung für die folgende Auffahrt kann es nicht schaden, wenn man zwischendurch mal einen Happen zu sich nehmen kann. Aus dem Stand heraus geht es stetig bergauf. Zunächst über rund 1000 Höhenmeter bis zum Ende der Fahrstraße beim Ristorante La Casera. Zwischendurch gibt es einen schönen geschotterten und schattigen Waldweg durch das Val di San Mamante. Den Schatten wird man zu schätzen wissen, falls das Wetter brütend heiß sein sollte. Im La Casera wird man dann wohl kurz Rast machen und sich verpflegen. Danach folgt eine steile Rampe bis man den Kamm der Prealpi erreicht. Der nun folgende Schotterweg in Richtung Col Visentin, der höchsten Erhebung der Prealpi, ist gut fahrbar und liegt auf der Südseite. Bei klarer Sicht hat man einen fantastischen Blick bis zur Lagune von Venedig, einfach traumhaft. Eine Übernachtung im Rifugio Col Visentin ist durchaus eine überlegenswerte Option, vor allem wenn man im heißen Hochsommer unterwegs sein sollte. Es ist auf einem kurzen Stichweg zu erreichen und liegt direkt auf dem höchsten Punkt - Rundumsicht also inklusive. Die Hütte ist auch ein beliebter Etappenort für die Weitwanderer auf der Strecke München - Venedig. Deren Strecke ist auf den nächsten drei Kilometern identisch mit der unseren.

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An der Forcella Zoppel trennen sich die Wege wieder. Die Wanderer nehmen den steilen Pfad TV1 über den Monte Agnelezze. Die Mountainbiker müssten dort schieben. Ich wähle also die weiter bergab führende Schotterpiste. 200 Höhenmeter tiefer stoße ich auf einen Abzweig nach rechts, der in Richtung Monte Cor führt. Eine kleine Teerstraße ohne motorisierten Verkehr führt zur Malga Frare. Hier beginnt ein schöner fahrbarer Trail mit etwas Auf und Ab bis zum Rifugio Pian de le Femene. Ich raste hier und werfe auch einen Blick in die Zimmer, einfacher Standard, aber in Verbindung mit dem guten hausgemachten Essen auch eine Möglichkeit zum Übernachten. Während der Rast mache ich mir Gedanken, wie es von hier aus weiter geht. Ich sehe wieder ein Hinweisschild von der Wanderung München-Venedig. Das zeigt auf den bergabführenden Wanderweg 1032 in Richtung Revine. Den nehme ich bei meiner ersten Erkundung. Der Trail entpuppt sich als wahres Steinmonster. Rund 800 Höhenmeter bergab auf einem wirklich schweren Trail sind sicher nicht jedermanns Sache. Ich empfehle ihn wirklich nur bei trockenem Bedingungen und nur für denjenigen zu fahren, die S3-Passagen nach Singletrail-Skala als freudige Herausforderung betrachten und offeriere den Trail deshalb als alternative Variante für diese Etappe. Der Trail ist eher die Kragenweite von Matthias, aber er sagt selbst, dass ihm das Risiko zu stürzen so kurz vor dem Ende dieser langen Transalp zu groß wäre, und er an dieser Stelle lieber die einfachere Variante nehmen würde.

Die Hauptroute habe ich dann zusammen mit Matthias Neumann erkundet. Sie ist deutlich entspannter und führt als Panoramaweg zunächst über La Posa und Casera Grava. Rund 2,5 Kilometer nach dem Rifugio Pian de le Femene folgt dann der Abzweig links in Richtung Sottocroda. Das Schild zeigt 8 Kilometer bis dorthin an. Der Weg beginnt als Waschbetonpiste. Das war übrigens der Grund, weil ich bei meiner ersten Erkundung hier umgedreht bin und den Trail 1028 gefahren bin (was heißt gefahren, meist gewandert!). Außerdem stellt sich bei unserer gemeinsamen Befahrung heraus, dass die Strecke später in eine Schotterpiste übergeht, die nur in einigen steilen Kurven mit Waschbeton gesichert wird. Als wir in Sottocroda ankommen, sind wir uns einig, dass das die Hauptroute sein soll. In der Ebene angekommen, suchen und finden wir Nebenwege. Die Comune di Tarzo hat hier einen Radweg geschaffen, der auch ein paar geschotterte Abschnitte enthält. In Follina mündet die Nebenroute über den Passo Praderadego ein, die auch wiederum eine Trailvariante enthält, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

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In Follina gibt es diverse Übernachtungsmöglichkeiten. Eine davon ist etwas außerhalb, das Agriturismo Al Col. Es wird von Stefan Weigand empfohlen, der dort mit seiner Transalpfreunden Station machte, als sie auf meiner Route unterwegs waren.
Matthias und ich verlassen kurz nach dem Ortsausgang von Follina den geradeaus führenden Radweg nach rechts, weil dieser derzeit im Vorort La Bella endet und man weiter auf der recht stark befahren Straße SP 4 fahren müsste. Da gefallen uns die Nebenwege über Premaor besser. Die sind ein Mix aus Nebensträßchen und Schotterpisten, sogar die Überquerung einer kleinen Furt mit nachfolgendem Trail am Bach entlang ist dabei. Kurz vor Solighetto landen wir dann auf einem feingeschotterten Radweg, der uns abseits der Straße nach Pieve di Soligo bringt. Nur ein kurzes Stück müssen wir nun die Straße benutzen bis wir bei Barbisano auf eines der spärlich gesäten Hinweisschilder der Via Claudia stoßen. Wir sollen links nach Collalto abbiegen. Der Ortsname riecht schon nach Höhenmetern. Tatsächlich müssen wir ein Stück hinauf, werden oben aber belohnt mit einer wunderschönen Schotterallee, die uns direkt in südlicher Richtung unserem Ziel näher bringt.
Als wir dann später auf eine kleine Teerstraße stoßen, überlegen wir lange, ob wir rechts oder links weiterfahren sollen. Wir entscheiden uns schließlich für links - Volltreffer. Ein Stück rollen wir bergab, dann öffnet sich der Blick auf die Ebene. Eine Schotterpiste führt abwärts durch die Weinberge. Die Weinlese ist in vollem Gange und mit viel Gewinke und Gegrüße erreichen wir das Örtchen Colfosco. Einmal die Hauptstraße überquert und schon sind wir auf dem Uferdammweg des Piave - wieder perfekt. Den radeln wir bis Ponte di Priula. Wir beratschlagen kurz, suchen uns hier ein Quartier und werden schnell fündig. Das 2-Sterne-Hotel San Carlo liegt an der Hauptstraße. Der Preis ist ok, die Räder stehen sicher in der Garage, also checken wir ein.

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Variante A: Knochenbrechertrail

schwerer Trail von Pian delle Femene nach Revine

Übernachtungstipps:

Agriturismo Al Col bei Follina

Es wird von Stefan Weigand empfohlen, der dort mit seiner Transalpfreunden Station machte, als sie auf meiner Route unterwegs waren. Er schreibt dazu: "Nach Follina von der SP4 links abbiegen, angeschrieben. Die zusätzlichen Höhenmeter (keine 100) nimmt man gerne in Kauf. Sehr zu empfehlen! Äußerst nette Gastgeber; schöne, großzügige Zimmer, ÜF pro Person 30 €; wann kann man die Räder schon neben Weinfässern über Nacht abstellen?; Essen ganz vorzüglich - mit allem, was das Agriturismo hergibt, bis zum Abschluss nach dem Espresso noch ein ganz vorzüglicher Heidelbeer-Grappa gereicht wird. Dies führt allerdings auf der letzten Etappe noch zu einer zusätzlichen Belastungsprobe für den Rucksack, da natürlich jeder von uns noch eine Grappaflasche mit nach Hause nimmt. Super Frühstück - können gar nicht alles essen, Käse/Salami/Schinkenplatten, Eier, Saft, Cappuccino, selbstgebackenes Brot, Kuchen, … - Hilfe!"

Adresse: Via Col, 10, 31051 Follina TV, Italien
Telefon:+39 0438 970658
www.alcol.tv



8. Tag: Venedig - Die Stefano de Marchi-Etappe

08 350 albi venezia 087Nach dem wenig aufregenden Spaziergang am gestrigen Abend durch den Ort, der nun wirklich keine besonderen Sehenswürdigkeiten bietet, sind wir aufs Frühstück gespannt. Ist es ein italienisches, dann haben wir schlechte Karten und müssen uns nach einer halben Stunde wieder verpflegen. Es ist mittelprächtig, sogar ein paar Scheiben Käse finden den Weg auf den Tisch neben den obligatorischen, einfallslosen Marmeladenpacks. Zur großen Freude von Matthias ist wenigstens so eine Art Nutella dabei. Ich stille meinen Bedarf nach Süßem mit dem Zucker im Café Latte.
Das muss als Energiequelle reichen. Außerdem können wir uns unterwegs verpflegen. Wir brechen auf - Venedig ruft. Gleich nach der Brücke über den Piave wechseln wir auf den Uferweg am Fluss. Als Schotterpfad ist er die richtige Strecke für ein Mountainbike. Ich habe hier den GPS-Track der Wanderung München-Venedig ins Gerät geladen. Der gibt uns eine Weile die Richtung vor. Bei einer Kiesgrube will uns die gestrichelte Linie des GPS-Tracks ins Wasser leiten. Der Piave ist einer der letzten weitgehend naturbelassenen Flüsse, die aus den Alpen herausführen. So sucht sich das Flussbett immer mal wieder einen neuen Weg. So auch hier. Wir drehen um und umfahren das Kieswerk. Wie ich schon erwähnte, gibt es für diese Region keine brauchbaren Wanderkarten und ich verlasse mich wieder auf meine Intuition und die Hinweise von Stefano. Wir finden schöne Schotterpisten und Nebenstraßen, die uns über Maserada sul Piave nach Treviso bringen.

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Hier beginnt der wunderschöne Radweg entlang des Flusses Sile, der bis nach Quartó d`Altino führt. Hier verlassen wir den Radweg und folgen wiederum dem von Stefano vorgeschlagenen Weg, der uns unter weitgehender Vermeidung von stark befahrenen Straßen der Lagune von Venedig näher bringt. Für mich ist am eindrucksvollsten die Passage am Flughafen vorbei und dann entlang auf einem Dammweg, von dem aus man schon die Türme der Serenissima über den Wassern schimmern sieht. Schließlich erreichen wir den Parco San Giuliano, von wo aus Radwege durch das industriell geprägte Mestre zur Brücke über die Lagune führen. Auch da gibt es einen Radweg neben der stark befahren Straße. Nur am Hafen von Mestre fehlt eine Ausschilderung. Ich habe aber meinen selbstgefahrenen GPS-Track und kenne den richtigen Weg. Schließlich sind wir wieder auf der Brücke und rollen die letzten Kilometer in Hochstimmung auf Venedig zu. Die Lagunenstadt liegt schimmernd in der nachmittäglichen Sonne. Von weitem ein friedliches Stillleben.
Am Ortseingangsschild halten wir natürlich an, fallen uns in die Arme und schießen das obligatorische Beweisfoto. Ein Traum wird wahr: eine richtige Mountainbike-Transalp von München nach Venedig. Wir haben es geschafft. Übermorgen feiern sie ihren ersten Hochzeitstag in Venedig - das passt doch wunderbar.

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Variante A: Mini-Trail bei Ponte Priula

direkt am Ufer der Piave, kann kurze Schiebpassage beinhalten

Übernachtungstipps:

Treviso
AVOGARI B&B:  Via Avogari, 19 31100 – Treviso  Italy  -  Tel 0039 0422 56513  -  www.avogari.it

Venedig
Hotel Arlecchino
Fondamenta Delle Burchielle Santa Croce 390
Tel. 0039- 041-710723
www.hotelarlecchino.com
mit  Fahrrad möglich (unterstellen im Best Western Olimpia nebenan, gehören demselben Besitzer)

Malcontenta
Hotel Palladio (mein Tipp: vorher online buchen, Taxiservice nach Venedig)
30175 Malcontenta, Via Malcontenta 40
Tel. 0039-041-698183
www.hotelpalladio.it

Malcontenta
essen, trinken: La Cantinella , Tramezzini etc. gut und preiswert,
Via Malcontenta 54 (direkt am Abzweig nach Fusina)

Eine Möglichkeit ist es auch, mit der Autofähre ab Tronchetto auf die vorgelagerte Insel Lido zu fahren und dort zu übernachten (nach der Brücke Ponte della Liberta rechts in Richtung "Ferry Lido"). Auf dieser Autofähre sind Fahrräder kein Problem, auf den Vaporettos (den berühmten Wassertaxis) schon.
Lido ist viel ruhiger und auch günstiger. Und außerdem kann man hier am Strand im sauberen Wasser baden. Mit dem Vaporetto dauert die Fahrt vom Lido zum Markusplatz nur ca. eine Viertelstunde. Wer die Stadt und die Lagune ausgiebig erkunden will, für den empfiehlt sich eine Tages- oder Mehrtageskarte für den Nahverkehr in und um Venedig. Dafür gibt es verschiedene Angebote, aus denen man das passende auswählen kann.
Infos bekommt man auf diesen offiziellen Websites (auch in deutsch und englisch)
www.actv.it
www.hellovenezia.com

Lido
Hotel Cristallo
30126 Lido di Venezia, Gran Viale S. M. Elisabetta, 51
Tel. 0039-041-5265293
www.cristallovenezia.com



Fazit

00 venice 350 IMG 1230Das ist eine Transalp, die für viele Mountainbiker die Erfüllung eines langgehegten Traums sein wird. Selten habe ich mich so voll Freude am Ziel gefühlt. Die Strecke ist eine nahezu ideale Direttissima und hat Schön- und Schlechtwettervarianten, so dass man mit ziemlicher Gewissheit Venedig erreichen kann.
Die Einteilung der Tagesetappen erfolgte aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen und Vorlieben. Wer diese Transalp nachfahren will, wird vielleicht andere Prioritäten setzen. Auf jeden Fall ist die Strecke nach meiner Auffassung rund und ausgereift und kann ohne Schwierigkeiten in sieben Tagen bewältigt werden. Die Anforderungen an die Fahrtechnik sind nicht extrem hoch, so dass die meistens Mountainbiker die Strecke genießen können und sich nicht allzu sehr mit den Tücken der Trails abmühen müssen. In Venedig empfiehlt es sich, eine Unterkunft in Bahnhofsnähe auf dem Festland zu suchen und die Lagunenstadt zu Fuß zu erkunden. Mit dem Fahrrad ist es nicht sinnvoll, durch die engen Gassen zu streifen.

 

Rückreise:

Mit der Bahn:
Empfehlenswert ist die Rückreise mit der Bahn. Für kleines Geld kann man in diversen Regionalzügen ohne Voranmeldung die Fahrräder mitnehmen. Die Kapazität der Radabteile ist allerdings recht unterschiedlich. Rechtzeitiges Erscheinen und vor allem direkt in Venedig am Bahnhof St. Lucia einsteigen und nicht auf dem Festland (z.B. in Mestre) sind gute Voraussetzungen für eine entspannte Rückreise. Problemlos lässt sich auch ein Zwischenaufenthalt in Verona einlegen, wenn man die Rückreise als Teil der Reise annimmt und nicht als lästiges Vehikel, um wieder in den "ungeliebten?" Alltag einzutauchen.

Shuttle-Services:
Venedig ist ein häufig angefahrenes Ziel von Radlern aller Art. Es gibt diverse Anbieter, die organisierte oder geführte Touren im Programm haben. Einfach anfragen, ob sie euch mitnehmen, wenn das zeitlich passt. Google hilft bei der Detailrecherche weiter.
Ansonsten kann ich aus persönlicher Kenntnis und Erfahrung nur wärmstens empfehlen:

Alle deutschsprachig, extrem zuverlässig und flexibel.


Impressionen Venedig

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Meinungen und Rückmeldungen:


Datum: 26.09.2017
Christoph Bohdansky
Transalp München - Venedig

Sehr geehrter Herr Albrecht,
ich möchte Ihnen zuerst für einen tollen Sommerurlaub danken. Wir sind im August zu zweit Ihre Route nach Venedig gefahren und hatten unglaublich viel Freude. Es war unsere erste Transalp und sie ist auch für absolute Neulinge unglaublich gut zu fahren. Wir sind im August 2017 die Transalp von München nach Venedig gefahren und konnten glücklicher Weise direkt von unserer Haustür den wilden Ritt über die Alpen starten. Wirkliche Vorerfahrungen mit einer Transalp hatten wir nicht und strampelten einfach darauf los und mitten ins Blaue hinein. Blau war an allen 10 Etappentagen auch der Himmel über uns: keinen einzigen Regenschauer sollten wir erwischen, was der Moral natürlich sehr beigetragen hat. Auf jeder Etappe sind wir etwas mehr über uns hinaus gewachsen und sammelten Mal für Mal einmalige Erfahrungen. Die tolle Ausarbeitung der jeweiligen Etappen im Roadbook und die GPS-Koordinaten haben uns auf unserer Tour sehr unterstützt.
Nach unserer ersten Transalp können wir zusammenfassend sagen, dass die Route nach Venedig ein toller Einstieg in Welt der Alpenüberquerung ist. Viele alternative Teilstücke zur Hauptroute ermöglichen eine Route die auf die individuellen Fähigkeiten optimal zugeschnitten ist. Es war unsere erste, aber mit Sicherheit nicht unsere letzte Transalp.

Mit freundlichen Grüßen aus München,

Christoph Bohdansky


Datum: 29.08.2016
Wolfgang Theis
Transalp München - Venedig

Hallo Andreas,

Eine wirklich grandiose Tour. Ich muss Dir nicht beschreiben, was Du selbst gesehen hast. Deshalb die folgenden Infos nur zu Ankünften und Übernachtungen.

München - Risstal 19.8.2016

- los bei Regen und Sauwetter;
- entsprechend matschig der Trail durch die Isarauen; nach kurzer Zeit sehen wir aus wie am Ende einer Tour!
- Kaiserhütte: nette Leute, Unterbringung in einem umgebauten Nebengebäude; Übernachtung und Frühstück ok. EUR 30,00 pro Person.

Risstal - Breitlahner 20.8.2016

- Start bei super Wetter;
- der Wirt hat uns nochmal den Weg zum Plumsjoch geschildert;
- einfach lange genug auf der Teerstrasse bleiben bis zum grossen Holzschild "Plumsjoch" und dann nur auf der Forststrasse bleiben;
- Abfahrt auf der anderen Seite saugefährlich; 2 Stürze gehen einigermassen glimpflich aus;
- Ankunft im Breitlahner so um 17.30 Uhr; seit Mayerhofen hat der Regen begonnen, wir sind durchgeweicht;
- am Breitlahner nur Lager; EUR 25,00 pro Person einschl. Frühstück;
- genervte Wirtin, die lieber mit einigen Bekannten am Tisch feiert als sich um hungrige und durstige Radfahrer zu kümmern; muss man abhaken, aber der Gasthof liegt einfach so günstig, dass man kaum daran vorbeikommt;

Breitlahner - St. Sigmund 21.8.2016

- Start bei heftigem Regen; aber wir müssen los;
- Pfitscherjoch: keine Sicht, Regen, kalt; wir kehren kurz in der 1. Hütte ein, machen uns dann schnell weiter;
- um 12.15 Uhr sind wir in Fussendrass; es ist warm, wir ziehen die Klammotten aus;
- Hoch oben hängen aber noch die Wolken und der Gedanke an das Pfunderer Joch ist bei diesen Bedingungen kein guter, obwohl wir das Gefühl haben, noch in der Zeit zu sein;
- bei dem Wetter hat uns das Pfitscherjoch ein wenig die Zähne gezogen; wir entscheiden uns für die Sterzing-Variante;
- kurz vor Franzensfeste fährt Henning mit der Trinkflasche in der Hand in ein Schlagloch und steigt über den Lenker ab; schwerer Sturz;
- wir schnallen ihm den Hüftgurt des Transalp-Rucksacks so fest um die Hüfte, dass die schmerzende Schulter entlastet wird;
- Hotel Sigmunderhof eine Wohltat; super aufmerksame Wirtin; EUR 70,00 Halbpension pro Person inklusive Komplettwäscheservice; Abendessen ist ein komplettes 4-Gangmenü - tut gut; Henning erholt sich; Diclo; 21.00 Uhr Bettruhe;

Ab jetzt Traumwetter bis Vendig ! ! ! Haben wir ein Glück!

St. Sigmund - Cortina 22.8.2016

- Wegführung in das Gadertal ein Traum;
- Nudeln in der Pederü und Hefeweizen in der Faneshütte; Hammertag!
- beide Hütten kenne ich von Winteraktivitäten (bin 2 mal mit Tourenski von der Pralongia im Alta Badia über Armentarola und Capanna Alpina kommend auf dieser Seite abgefahren);
- Abfahrt zur Ampezzo Schlucht wieder gefährlich - wir sind aber gewarnt; uns überholen Leute mit 29 Zoll Rädern und abgesenkten Sätteln, dass mir der Atem stockt; da sind Wahnsinnige dabei!
- irrer Betrieb in der Ampezzo Schlucht und in Cortina;
- Übernachtung im Hotel Cristallino mit Frühstück 70,00 Euro pro Person; für Cortina ok; Frühstück fast zu abgehoben (amerikanische Swing Musik); mein Sohn Jan verdreht die Augen;

Cortina - Agordo 23.8.2016

- Hammertag! Civetta, Monte Pelmo, Antelao, alle da!
- Nudeln auf der Citta di Fiume; wir sitzen drin (aussen alles gerammelt voll), ist aber nicht schlimm; Service schnell, gut, sehr freundlich;
- um 19.15 Uhr sind wir auf dem Passo Duran; die 2 Skiberge vorher waren nochmal saftig, wir sind schon ein wenig platt - keine Frage, aber glücklich;
- San Sebastiano komplett voll, keine Chance; jetzt nochmal 1 Stunde zum Bruto Carestatio, die uns "Lager" angeboten hat???
- wir entscheiden uns für die Abfahrt auf der Passstrasse nach Agordo;
- dort B&B Schild, wir fahren hin; voll, aber die Wirtin telefoniert und schon haben wir einen freien B&B Platz ein paar Strassen weiter;
- Übernachtung im B&B Raffaela; der Wirt hält schon die Garage auf als wir kommen; kaltes Dosenbier zur Begrüssung; perfekt sauberes Zimmer; tolles Frühstück (bikergeeignet!); alles für 30,00 Euro pro Nase; der Wirt ist Mitglied im italienschen Alpenverein Sektion Agordina, an den Wänden Bilder von Civetta und Reinhold Messner, der sich zusammen mit den Wirtsleuten anlässich eines Jubiläums der Sektion Agordina fotografieren liess und hier 2 mal hier übernachtete; der Wirt schaltet den Fernseher zum Frühstück ein, die Berichte vom nächtlichen Erdbeben in Mittelitalien sind traurig;
- am Abend waren wir im Ristorante Agordina etwas abseits vom Markplatz - alles war gut! Danach: die Gelateria hatte noch offen - traumhaft gutes Eis!
- wir sind uns einig: Agordo war schön;

Agordo - Belluno 24.8.2016

- sehr entspannter Tag/Valle del Mis;
- Hotel Al Ponte scheint es so nicht mehr zu geben oder hat den Namen gewechselt;
- wir fahren in die Stadt und finden zentral nahe am Marktplatz das Albergo Capello e Cadore; absolut empfehlenswert; wir zahlen für insgesamt 3 Personen einschl. gutem Frühstück nur 109,00 Euro plus 7,00 Euro für Wäscheservice für alle;
- nebenan gibt es ein schönes Ristorante - ich glaube mit Namen Al Burca - wunderbar!
- abends ein Bierchen in der Altstadt, dann früh zu Bett;

Belluno - Priula 25.8.2016

- Col Visentin ist nochmal ein Knaller - bei dieser Hitze;
- aber alles gut; wir erreichen Priula;
- nehmen das Hotel San Carlo und zahlen mit Frühstück für ein Doppelzimmer 30,00 Euro pro Nase und für ein Einzelzimmer 40,00 Euro;
- abends gehen wir in eine einfache Pizzeria und danach noch ein Eis in der Gelateria, die auch spät noch offen hat; sehr schön;

Priula - Venedig 26.8.2016

- die 86 Kilometer ziehen sich ein wenig, weil alle nur noch an das Ziel denken;
- die Fahrt über den Damm nach Venedig ist nicht ungefährlich, weil der Fuss- und Radweg gesperrt ist; LKWs und Busse donnern nur so an uns vorbei;
- wir nehmen Hotel Ai due Fanali; für 3 in einem kleinen Zimmer 250,00 Euro einschl. Frühstück; aber freundliche Leute;
- über Venedig brauche ich sonst nichts zu sagen; nur soviel; die Stadt ist gerammelt voll.

Venedig - Hessen 27.8. und 28.8.2016

- wir haben 2 Angebote von Bikeshuttle (kurzfristig) für uns drei nach München; 750,00 Euro und 990,00 Euro;
- wir nehmen die Regionalbahnen über Verona, Brenner, Kufstein, Rosenheim, München;
- Abfahrt in Venedig: 11.12 Uhr; Ankunft München 21.30 Uhr ca.; Kosten für uns drei einschl. Räder 260,00 Euro;
- ........ war uns nicht bewusst gewesen, dass man UNBEDINGT die Tickets am Bahnhof Venedig entwerten bzw. in bestimmten Automaten stempeln muss, bevor man in den Zug steigt ..... der Schaffner nimmt jedem von uns 30,00 Euro Strafe ab..... wir sind selbst schuld;
- wir wollen unbedingt heim und übernachten nicht mehr in München, sondern verladen die Räder und fahren mit dem Auto los;
- anvisierte Ankunft 03.30 nachts;
- nur eine halbe Stunde bevor wir da sind, schläft Henning am Steuer ein und fährt in die Leitplanke der Autohn (bei ca. 150 kmh); wir haben unglaubliches Dusel, dass uns nichts passiert; nur Blechschaden; wir fahren den nächsten Parkplatz an und schütteln uns; dann ganz langsam heim.

Wir, das sind Jan (27 Jahre), Henning (59 Jahre), Wolfgang (60 Jahre) danken Dir herzlichst für Deine Roadbooks, Deine GPX Daten, Beschreibungen und Leistungen, die so eine grandiose Tour erst möglich machen. Unser Köpfe sind noch voll von der Tour. Das Ding ist noch nicht ganz verarbeitet.

Allerbeste Grüsse aus Mittelhessen

Wolfgang Theis


Datum: 13.08.2016
Timo Salvador Schima 

Vielen vielen Dank für die Transalp München-Venedig. Eine wunderschöne Route die Sie da erstellt haben. Es war unsere allererste Transalp und dann direkt so ein Hammer Brett.


Datum: 16.09.2015
Andreas und Mirjam mit ihren Kindern
wir sind deine München-Venedig Tour mit unseren drei Kindern gefahren. Ein tolles Erlebnis für uns alle. Vielen Dank für die Ausarbeitung dieser Tour! Wie bei der letzten Tour konnten wir uns auf deine präzisen Beschreibungen und Empfehlungen voll verlassen und haben uns immer wieder gefragt, warum die Tour so wenig befahren wird.
Hier das Video von der Tour bei YouTube:

Hier noch die aktuellen Hinweise zur Strecke:

Übernachtungsempfehlungen:

  • Lenggries: Hotel Gasthof Altwirt, Marktstrasse 13, 104 € B&B für uns 5, billig, gut, zünftiges Abendessen mit Livemusik, Radgarage, Waschservice, frei verfügbares Werkzeug
  • Ginzling: Gasthaus Schwarzenstein hattest du nicht empfohlen, unsere Erfahrungen waren dort aber gut. Freundlicher Wirt, abschließbare Garage, kostenloses Wäscheselbstwaschen in Waschmaschine/Trocker, noch preiswert 136€ B&B für uns 5
  • Dominikushütte Schlegeisspeicher: ausgesprochen netter Hüttenwirt, bester Kaiserschmarrn der Tour, reichhaltiges Abendessen, offene Unterstellmöglichkeit für Räder, dort oben aber kein Problem, kostenloser Wäscheservice, sehr gutes Essen 87€ B&B für uns 5
  • Aicha: Klammerhof, sehr nett, sehr gut, preiswert, 160€ Halbpension für uns 5, abschließbare Garage, Wirt hat Werkzeugkoffer und hilft, Wirtin fährt selbst MTB
  • Pederühütte: keine Empfehlung von uns, überteuert, Wirtin unterkühlt, Wäscheservice 25€, Abendessen kleine Portionen, Frühstück mit Lätschbrötchen, 270€ B&B (mit Abstand die teuerste Übernachtung unserer Tour), Abschließbare Garage mit frei verfügbarem Werkzeug
  • Agordo: Hotel Edera, abschließbare Garage, reichhaltiges Frühstück, hilfsbereiter Besitzer, der auch englisch spricht, 130€ B&B für 5

Sonstige Anmerkungen:

  • Weg zum Pfitscher Joch: Venedig Aufschrift auf Stein ist wieder da
  • Brücke Ende 3.Etappe Variante 1 44,3km ist jetzt 1km später (alte Brücke ist abgerissen, neue ist gebaut)
  • 4. Etappe km 34,8 Pederühütte. Kurz nach Pederühütte derzeit Fahrweg durch Mure verschüttet, auf Trail rechts umfahren

Datum: 10.09.2014
Christoph und Petra Schürmann
Transalp München - Venedig
Lieber Andreas,
wir haben wieder eine wunderbare Transalp geschafft und danken Dir von ganzem Herzen für die tolle Ausarbeitung. Nachdem uns die Sissi-Tour im vergangenen Sommer sehr leicht gefallen ist, war diese Tour für uns eine echte Herausforderung. Du hattest uns deshalb ja auch eher zur Route St. Moritz-Venedig geraten. Da wir Deinen Rat sehr ernst nehmen, ich von der München - Venedig Tour aber seit Jahren geträumt habe, haben wir die Tour für uns entschärft und sie in 11 Tagesetappen eingeteilt:

  • München - Risstal/ Kaiserhütte
  • Kaiserhütte - Zillertal/ Berggasthof Breitlahner
  • Breitlahner - Pfitscher Joch - Kematen (Gasthof Alpenrose)
  • Kematen - Pfunderer Joch - St. Sigmund (Hotel Sigmunder Hof)
  • St. Sigmund - Pederühütte
  • Pederühütte - Cortina - Rifugio Citta di Fiume
  • Citta di Fiume - Passo Duran
  • Passo Duran - Lago di St. Croce
  • Lago di St. Croce - Col bei Follina
  • Col - Quarto D`Altino
  • Quarto D`Àltino - Venedig

Diese Toureneinteilung war für uns als durchschnittliche Mountainbiker zu schaffen. Leider war das Wetter in diesem Jahr sehr schlecht. Schon am Plumsjoch war der Weg sehr ausgewaschen und wir mussten einmal schieben. Am Pfunderer Joch lag hoch Schnee, aber wir konnten, wie uns unsere Wirtin Hermine vom Hotel Alpenrose in Kematen berichtete, das Joch - durch die Schneefelder schiebend - bezwingen. Von Cortina bis zur Citta di Fiume haben wir 4 Stunden lang gefühlt nur geschoben und auch auf der folgenden Tour zum Passo Duran zwischen Pecol und Chiesa sowohl rauf, als auch - aufgrund verschlammter Wiesenwege - runter teilweise geschoben.
Trotz dieser Hindernisse, die es ja bei jeder Abenteuertour zu überwinden gibt, war es eine fantastische Tour und alle Unterkünfte können wir weiterhin uneingeschränkt empfehlen. Vor der Durchquerung der Fanes haben wir in der Pederühütte übernachtet, weil die anderen beiden Hütten ausgebucht waren. Sowohl von der Einteilung der Tour als auch von der Lage der Hütten (Fanes- und Lavarellahütte) her, hätten wir besser in der Fanes- oder Lavarellahütte übernachtet. Ich empfand die Preise in der Pederühütte auch als sehr hoch. Wer es sich zeitlich eben leisten kann, sollte unbedingt den Agriturismo in Col bei Follina, den Du im Buch als Tipp weitergibst, besuchen. Er liegt in einem einsamen kleinen Bergdorf, wunderbare, riesengrosse Zimmer, fantastisches Essen, leckerer Wein sowie Prosecco aus eigener Herstellung und äusserst nette Wirtsleute.
Ein hervorragender Tipp war auch, auf dem Lido di Venezia eine Unterkunft zu wählen. Wir waren vier Tage dort, haben mit der Mehrtageskarte für die "Nahverkehrsschiffe und -boote" ganz Grossvenedig erkundet und gleichzeitig den Strand und die Insel genossen.
Vielen Dank nochmals für die wunderschöne Tour und herzliche Grüsse Christoph
- Wir haben uns einmal verfahren: Wenn man auf der ersten Etappe erstmals vom linken auf das rechte Isarufer wechselt, radelt man auf ein Haus (Wasserwerk mit Wehr) zu. Man muss vor dem Haus rechts dem Asphaltweg für einige Meter folgen und dann links auf einen Schotterweg einbiegen.


Datum: 01.10.2013
Hubertus Feindler
Route München - Venedig
ich war letzte Woche alleine auf einer Alpendurchquerung von München nach Venedig, die sich sehr an Deine Route angelehnt hat. Deshalb erst mal ein ganz herzliches Dankeschön für das Online stellen all der Infos. Es wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis für einen Flachlandtiroler wie mich. Trotz einer nur mäßigen Vorbereitung waren die Tagesetappen sowohl distanzmäßig als auch höhenmäßig leistbar und haben mich auch technisch nicht überfordert (die eine oder andere Schiebe- oder Tragepassage natürlich hinnehmend).
In der aktuellen Online-Beschreibung ist mir folgendes aufgefallen:
1. Tag 4: Die Übernachtung in Fanes ist absolut empfehlenswert. Du solltest die Tage 4+5 entsprechend anpassen. 42 Kilometer für Tag 4 sind auch OK.
2. Tag 5: Der Hinweis, auf dem Ambrizzola links abzubiegen könnte ergänzt werden durch die ausgeschilderten Ziele \" Prendera, Senes und San Vito di Cadore\". Mir ist es dummerweise passiert, dass ich nach rechts abgebogen bin, weil ich nur auf den Orten der Höhenskala im Vergleich mit den Schildern gesucht hatte und dann den Text im Höhenrausch nicht ganz wörtlich wahrgenommen habe. Dadurch habe ich mir fast den Tag versaut :)
Tag 7: Das 2-Sterne Hotel in Ponte della Priula gibt es nicht mehr. Eine empfehlenswerte Alternative kann ich leider nicht nennen. Ich bin ziemlich spät dagewesen und dann weiter nach Spresiano gefahren. Dort im Hotel Liberty genächtigt. Ist leider aufgrund von Lage außerhalb des Ortes, kein Abendessen, Frühstück alles plastikverschweisst aus meiner Sicht nicht zu empfehlen.
Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin auf Deinen Alpentrips alles Gute und freue mich darauf, vielleicht mal wieder einen Deiner Trips als Grundlage einer meiner nächsten Reisen zu nehmen.


Datum: 21.08.2013
Christian Kuratle
Transalp München-Venedig

  • Wir haben jetzt die Tour erfolgreich durchgeführt. Wir sind 8 Biker zw. 55 und 67 Jahren mit 2 Fahrern für den Kleinbus:
  • - Wir starteten Mitte Juni in München gut mit einem Weisswurst-Frühstück und führen bis Maurach/Achensee, am nächsten Tag dann bis St. Jakob im Pfitschtal.
  • - Das Pfunderer-Joch konnten wir leider wegen Schnee nicht überqueren, sind dann dafür über Sterzing bis St.Vigil gefahren und von dort wieder nach Hause
  • - Letzte Woche Montag sind wir wieder von Zuhause (Balgach/Nähe Bodensee) mit dem Bus los nach St.Vigil. Dann folgte die kurze erste Etappe nach Cortina
  • - schöner zweiter Tag in den Dolomiten, wunderbare Berge auf Original-Strecke bis Passo Duran. Beim letzten Anstieg hat es stark geregnet, aber kein Problem. Unterkunft bei Benjamino war gemütlich und die warme Dusche tat gut
  • - Am Nächsten Morgen nahmen wir die Abkürzung direkt auf Passstrasse nach Arnoga (es hat noch immer leicht geregnet), dann aber Originalstrecke durch das Valle del Mis nach Belluno
  • - Voralpen mit Col Visentin (leider die Sicht nicht klar, aber danach schöne Trails). Unten schöne Wege bis zur Unterkunft in gutem, günstigem Agriturismo bei Refrontolo
  • - Der letzte Tag war auch abwechslungsreich und nicht zu heiss. In Treviso sind wir einmal 100m zu früh abgebogen und mussten dann die Sile etwas suchen ;-)
  • - Ziel Venedig / Tronchetto mit Verladen der Bikes in Bus und dann Fähre nach Lido und dort das übliche Bad im Bike-Dress...

München-Venedig ist wirklich ein toller Alpencross mit Allem was dazu gehört. Herzlichen Dank für Deine guten Beschreibungen und GPS-Tracks.
Alle Teilnehmer waren begeistert! Es waren super Bike-Ferien (Wir hatten keine Unfälle, nur kleine Blessuren und nur ein Plattfuss 6km vor Venedig)
Wir haben bis jetzt 4x die Alpen "bezwungen":

  • 2010: Bodensee - Comersee
  • 2011: abgekürzte Albrechtroute (Start in Bludenz, dann aber Original und zum Ende mit Schluss-Variante über den Passo Balino)
  • 2012: "selbst gestrickt" (mit zeitintensiver Suche im Internet) Chur - Gardasee (ab Breno wie Deine Tour Bodensee-Gardasee)
  • 2013: München - Venedig

Du kennst es sicher: eine lange Vorbereitungszeit, dann auf der Tour vergeht die Zeit im Fluge und dann stellt sich bereits wieder die Frage: Was machen wir im nächsten Jahr? Vielleicht eine verkürzte Variante Mittenwald-Comersee oder einmal Westalpen an Grenze I/F ans Mittelmeer? Wir werden sehen...
Nochmals herzlichen Dank. Vielleicht fahren wir 2014 wieder auf einer Deiner Touren. Gibt es in der nächsten Zeit nebst der neuen Tandemtour nach Venedig andere neue Strecken?
Eine unfallfreie Fahrt und viel Freude beim Biken in den Bergen.
Christian
christian kuratle mun ven


Datum: 21.07.2013
Hermann Detterböck
Transalp München-Venedig (4.7.-9.7.13)
ich möchte mich auf diesen Wege bedanken, für die geniale Ausarbeitung mit Wegführung, nach Venedig. Besonders ab dem Ps. Duran, mit den tollen Trails bis nach Agordo runter. Auch die Nebenwege bis Venedig sind absolut MTB würdig. Entgegen deiner Route starteten wir in Wörgl-Filzenscharte, Krimml-Tauern Pass, Sennes Hütte. Sonst gleiche Route. Dem Tipp entsprechend gönnten wir uns einen halben Tag im Agriturismo Col bei Follino. Die Herzlichkeit der Familie, die Zimmer, das Essen, Prosecco/Grappa, einfach ein Muss auf dieser Tour. Ein Tipp für die Beschreibung wäre noch, bekocht wird eigentlich nur Fr.-So., Frühstück ab 8.00 Uhr!, Brotzeit, Getränke usw. immer. Aber mit großer Freundlichkeit mussten wir auch abends nicht hungrig ins Bett gehen. Zum Schluss noch, mach weiter so, so haben noch viele MTBler, viel Freude an deinen Routen.
Schöne Gruße
Ade, Hans, Michi und Hermann