Transalp.info by Andreas Albrecht

Schweizroute: Bodensee - Gardasee


Fazit

350 P1000686Diese Transalp ist mit reichlich 16000 Höhenmeter und mehr als 500 Kilometern in acht Tagen schon eine ziemliche Herausforderung. Sie ist mit Freude machbar sicher nur bei guten Wetterbedingungen, wie wir sie hatten. Ich muss ehrlich zugeben, acht Tage am Stück sind mir zu viel. Nach sechs Tagen sehnte ich mich dem Ziel entgegen. Wenn man zum Beispiel nach Livigno den Schlenker nach Poschiavo weglässt und direkt in Richtung Idrosee fährt, lässt sich diese Transalp problemlos auf sieben Tage reduzieren. Oder man lässt nach dem Start am Bodensee den Risetenpass aus. Da ist jede frei in seiner Entscheidung.
Anfang September scheint eine gute Zeit für diese Transalp zu sein. Schnee auf den hohen Pässen sollte kein Problem darstellen, oft gibt es stabiles Spätsommerwetter. Unterwegs gibt es keine Unterkunftsprobleme, man muss nicht zwingend vorbuchen, sondern kann flexibel entscheiden. Das passt gut.

  • Rückfahrt wie gehabt mit Rad nach Rovereto und Zug bis Brenner.
  • per Rad: Torbole - Mori - Rovereto (Bhf.): 19 km (eine knappe Stunde)
  • Regionalzug Zug bis Brenner
  • per Rad: Brenner - Matrei - Innsbruck (Hbf.): 39 km - Diesmal wieder Glück gehabt und einen schönen 6er-Express hinunter nach Innsbruck erwischt (59 Minuten).

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Meinungen - Rückmeldungen:


Datum: 17.09.2014
Peter Schiffer und Axel Presser
Schweiz Route
Am 21.08.14 starteten wir zu unserer 4. TransAlp, der von Doc.rad ausgearbeiteten Schweizer Route in 8. Etappen vom Boden- zum Gardasee. Wie immer waren die von Andreas gelieferten Tourdaten mit GPS perfekt beschrieben. Die Wetterbedingungen waren wie den ganzen Sommer über sehr unbeständig und durch den vielen Regen mit Muren- u. Geröllabgängen eine große Herausforderung. Gerade bei der Überschreitung der Glarner Alpen, setzte die schlechteste Wetterphase unserer Tour ein, sodass wir das von Andreas so schön beschriebene Panorama der Glarner Alpen nicht genießen konnten. Äußerst anspruchsvolle Schiebe- bzw. Tragepassagen am Riseten- u. Scalettapass, Pass da Val Viola u. Passo Veneroclo mit Regen und schlechter Sicht wurden nicht unbedingt mit Freude überwunden. Am Passo Veneroclo unbedingt die Alternativroute direkt zum Passo Vivione wählen, da der Weg/Abfahrt nach Schilpario mit dem Bike so gut wie nicht fahrbar ist!
In den letzten beiden Tagen wurde das Wetter jedoch zunehmend besser und wir konnten unsere TA mit der grandiosen Single-Trail-Abfahrt über den Tremalzo (hier einzigster Defekt mit Nagel gezogen? ) zum Gardasee finishen. Wie schon von Andreas in seinem Tourbericht zur Schweizer Route beschrieben, 8 Tage, ca. 59 Std., 17.330 Hm, 565 km auf /neben dem Bike mit 7 Kg auf dem Rücken und den beschriebenen widrigen Wetterbedingungen fordern ihren Tribut. Verspannungen im Nacken und blauschwarze Sitzbeinhöcker wurden jedoch am Gardasee von unseren Frauen fachkundig behandelt und wir konnten nach drei Tagen Entspannung am Pool, einigermaßen erholt die Heimreise ins Saarland antreten.
Als beste Unterkunft bleibt uns das Albergo am Passo Vivione in Erinnerung, sehr herzlicher Empfang, Rundumversorgung und leckeres ital. Abendessen in gemütlichem Ambiente.
VG Peter Schiffer u. Axel Presser