Transalp.info by Andreas Albrecht

Schweizroute: Bodensee - Gardasee


7. Tag: Passo Croce Domini - Idrosee

opner 350 P1000613Was uns heute im mittleren Teil der Strecke erwartet, wissen wir schon, die ellenlange Auffahrt zum Passo Croce Domini. Der erste Teil der Etappe ist mit dem Passo di Campelli Neuland für uns. Zunächst geht es bergab zurück zum Rifugio Bagozza, hier links auf grober Schotterpiste meist gut fahrbar zum Passo di Campelli. Dieser Übergang bietet herrliche Ausblicke zur Adamello-Gruppe und führt dann auf Nebenwegen direkt nach Breno. So umgeht man die ätzende Talfahrt auf der SS 42 zwischen Edolo und Breno.
Hier heißt es tief durchatmen, Wasser und Nahrungsvorräte checken und vor allem sich mental einzustimmen. Reichlich 1800 Höhenmeter am Stück wollen erst einmal getrampelt sein. Ich gehe extrem verhalten an. Wir beschließen, irgendwo vor dem Pass eine Essensrast einzulegen, da das Gasthaus dort oben vor zwei Jahren kein besonders guten Eindruck auf uns gemacht hatte. In guter Erinnerung hatten wir noch das Albergo Belvedere auf rund 1400 Metern Höhe. Dort treffen wir im Abstand von weniger als einer Minute ein und laben uns an einer vortrefflichen Gemüsesuppe - das einzige, wonach wir Appetit verspüren.
Die ersten Meter nach der Rast sind wie erwartetet zäh, aber nach der Passhöhe geht es auf der Schotterpiste in Richtung Passo Maniva deutlich besser als vor zwei Jahren. Jetzt folgt wieder eine Erstbefahrung für uns.
An der Flanke des Dosso Alto schlängelt sich eine alte Militärstraße entlang. Ein Volltreffer, wie sich herausstellt. Durch einen Bergrutsch ist die Piste für Autos und Motorräder unterbrochen. Mit dem Mountainbike kann man die Stelle jedoch problemlos überwinden. Wir haben die Strecke für uns allein. Von der landschaftlichen Charakteristik her ähnlich wie der Tremalzo, jedoch viel einsamer, führt sie lange auf der Höhe bis zum Rifugio Rosa Baremone. Das liegt sehr einladend in der Abendsonne, nimmt aber keine Gäste mehr auf, so dass wir beschließen noch bis an den Idrosee zu rollen. Viele Serpentinen geht es hinab, immer wieder halten wir an, um die Eindrücke in uns aufzusaugen. In Anfo am Idrosee angekommen, lacht uns ein Albergo am Seeufer förmlich an. Wir fahren hin, checken preiswert ein und genießen einen Abend auf der Seeterrasse.

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7 Vivione Idrose