Transalp.info by Andreas Albrecht

Schweizroute: Bodensee - Gardasee


8. Tag: Finale Tremalzo

opner 350 P1000666Manche Dinge scheinen sich im Leben wiederholen zu müssen. Vor zwei Jahren stand auch der Tremalzo als krönender Abschluss auf dem Programm unserer Transalp. Damals waren einzelne Noppen meines Hinterreifen ausgebrochen. Heute Morgen checke ich nach dem Frühstück routinemäßig mein Bike. Das Tycoon CR von Steppenwolf hat mir in diesem Jahr bereits auf vier Transalps gute Dienste geleistet, kein Defekt, nichts. Mit den Reifen von Schwalbe habe ich weniger Glück. Wieder sind ein paar Noppen weggebrochen, das Gewebe ist zu sehen, na toll. Ich habe ein mulmiges Gefühl und muss mich um Ersatz kümmern. Zum Glück gibt es im nächsten Ort einen Fahrradladen. Ich wechsle den Hinterreifen. Eine aparte grüne Reifenflanke ziert nun das Ensemble. Ich bin mit der Gesamtsituation leidlich zufrieden und wir machen uns auf den Weg.
Es ist diesmal recht ermüdend, die Tremalzo-Straße zum Rifugio Garda hochzutrampeln. Der Rastplatz an der Kirche wird von uns dankbar angenommen. Essen, trinken, weiter.
Bis zur Wasserstelle sind es ca. 300 Höhenmeter. Wieder eine Pause. Hier treffen wir ein Ehepaar. Das Leihbike des Mannes knarzt fürchterlich und wird deshalb von ihm mit Öl behandelt. Wir brechen gemeinsam auf und quatschen dabei unentwegt. Das hilft uns beiden über die restlichen Höhenmeter bis zum Rifugio Garda. Nebel zieht auf. Jetzt schnell einen Cappuccino, nicht einrosten, weiter. Am Tunnel ist es geschafft - auch mental. Unmengen von Biker sind unterwegs. Wie vor zwei Jahren treffen wir wieder ein tschechisches Bikerpaar. Ich grüße mit "Dobry den!" und lasse meinen Standardspruch ab: "Jedno pivo, prosim." "Ein Bier bitte." Das kann ich in der Sprache jedes Landes, in dem ich schon gewesen bin. Das Wunder geschieht. Der Mann holt eine Dose tschechisches Bier aus seinem Rucksack und schenkt sie mir. "Danke und Auf Wiedersehen."
Nach dieser langen Transalp fühlen sich die vielen kleinen Gegenanstige bis zum Passo Rocchetta sehr giftig an. Besonders die kurze Rampe am Passo Bestana geht nur mit Schieben. Ein letzter kurzer Stopp an der Baita Segala. Wir füllen Wasser nach.
Eine letzte kurze Schiebepassage zum Passo Rocchetta und die Traumabfahrt beginnt. Ab hier geht es nur noch abwärts.Die Ponale Straße ist definitiv die tollste Art, eine ransalp zu beenden. In Torbole stoßen wir mit dem geschenkten Bier an. Wieder einmal geschafft.

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8 Idrosee Gardas

Übernachtungstipps:

Villa Stella: Via Strada Granda, 104 - 38069 Torbole Tel + 39 0464 505354, www.villastella.it
Aktivhotel Santalucia Via Santa Lucia 6, (Gps Via Pontalti), I-38069 TORBOLE SUL GARDA (TN), Tel.: 0039-0464-505140, www.aktivhotel.it
Tonelli-Hotels in Riva und Nago:  www.tonellihotels.com