Transalp.info by Andreas Albrecht

Tiroler Jöchl Transalp


4. Tag: Durchs Thinnebachtal zur Stöfflhütte und weiter bis Kaltern

opener 350 CIMG2449Der Morgen ist klar und frisch. Das brauche ich eigentlich nicht extra zu betonen, es versteht sich bei dieser Tour von selbst. Als Morgenprogramm steht die ellenlange Auffahrt zur Stöfflhütte auf dem Programm. Durchs Thinnebachtal geht es stetig bergan, auf kaum befahrenen Nebensträßchen bis zum Wanderparkplatz in der Nähe der Jochalm. Ich kenne die Strecke, verfahren kann man sich kaum. Wir vereinbaren unterwegs zwei Treffpunkte. Auf einer so langen Steigung muss jeder in seinem Tempo fahren, da zieht sich die Gruppe unweigerlich auseinander. Das stellt aber überhaupt kein Problem dar. Die Ersten hetzen nicht, die Letzten jammern nicht. An der Jochalm treffen wir wieder zusammen, kurze Brotzeit, Wasser fassen. Mittagspause machen wir an der Stöffl-Hütte. Die erreichen wir gemeinsam. Sie liegt oberhalb der Baumgrenze. Wenn man seine Transalptour anders plant - das wäre auch ein toller Ort zum Übernachten.
Bei der ausgedehnten Mittagsrast beratschlagen wir, wie weit wir heute wohl noch kommen werden. Am Rittner Horn vorbei gibt es zwar noch ein paar Gegenanstiege (Gasteiger Sattel), das meiste ist aber für heute geschafft. Über Pemmern und Riggermoos suchen und finden wir so weit als möglich schöne Waldwege und Trails bis nach Oberbozen. Und auch nach Bozen hinunter finde ich fast schon instinktiv eine interessante Strecke. Sie eröffnet einen Blick auf die geologische Besonderheit der Erdpyramiden. Diese entstehen als Folge der Vergletscherung in den Eiszeiten im lehmigen Schutt der Endmoränen. Da liegt dann eine Steinplatte quer und verhindert dadurch, dass das darunter liegende Erdreich weggespült wird. Nach und nach entstehen so kleine Parks aus sehr spitzen Pyramiden. Erst ganz zum Schluss verläuft unser Weg ein Stück auf einer Nebenstraße, ehe wir den Radweg hinein nach Bozen erreichen. Hier ist es drückend heiß. Wir machen im Schatten eine Eispause und beschließen, noch weiter bis Kaltern zu radeln. Die paar Höhenmeter fahren sich auf dem gut ausgebauten Radweg kinderleicht. Von Frangart über Eppan bis Kaltern wurde der Radweg auf der alten Bahntrasse angelegt. Das ergibt eine angenehme, gleichmäßige Steigung. Ohne größere Mühe finden wir in Kaltern eine Unterkunft. Morgen werden wir Südtirol verlassen. Wie? Natürlich über ein Joch - das Grauner Joch.

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Übernachtungstipps:

Stöfflhütte: Latzfonser- Villanderer Alm Tel: (+39) 338 73 19 464      www.stoefflhuette.it
Tourismusverein Kaltern am See – Tel. 0039 0471 96 31 69      www.kaltern.com