Transalp.info by Andreas Albrecht

Tiroler Jöchl Transalp


5. Tag: Abschied von Südtirol: Grauner Joch

opener 350 CIMG2498Vor dem Grauner Joch hatte ich ehrlich gesagt, etwas Bammel. Ich hatte es vor Jahren schon einmal befahren. Damals hatte ich zu wenig Wasser dabei und mich schon gequält. Um es kurz zu machen, diesmal war es ein Genuss. Von Kaltern aus führt über Altenburg und die Zoggler Wiesen ein schöner Höhenweg nach Graun. Dort beginnt die Schotterauffahrt über 1000 Höhenmeter zum Grauner Joch. Noch einmal ordentlich Wasser getrunken, alle Flaschen gut gefüllt und los gehts. Zunächst im schattigen Wald, immer auf guter Schotterpiste brauchen wir rund zwei Stunden bis zum Joch. Als Passhöhe ist das Joch nicht so recht auszumachen. Nur meine Erinnerung und der Höhenmesser bestätigt uns, dass wir es geschafft haben. Zur Hütte am Kuhleger sind es noch ein paar wenige Höhenmeter, hier ist ein idealer Rastplatz mit Blick tief hinab ins Etschtal. Der einzige Wermutstropfen: Es gibt keine Wasserstelle. Wasser bekommt man erst an der Malga Curedo Nuovo - das hat sich mir eingeprägt. Wir sind nun im italienischen Nonstal und es geht zügig bergab.
Hinweis: Auf dem Weg zum Grauner Joch gibt es mittlerweile eine Wasserstelle, die zwar an einem versteckt liegenden Forsthaus ist, aber auf der Strecke als Wasserstelle ausgeschildert ist. (Danke an Steffen M. für den Tipp!)

Am Rifugio Sores machen wir Rast. Typisch italienische Ferienidylle - für uns gibt es Cappuccino und Apfelstrudel. Ab hier könnte man weiter auf einem Nebensträßchen fahren. Es gibt aber auch noch Schotterpisten und Trails, nicht zu schwer zu fahren, einfach lecker. Schließlich erreichen wir Vervo. Hier muss man aufpassen, dass man bei der rasanten Abfahrt nicht zu weit hinab bis zur Staatsstraße des Nonstals fährt. Die darf nämlich offiziell nicht mit dem Fahrrad befahren werden. Bei Dardino zweigt ein unscheinbarer Abzweig in Richtung Toss bzw. Ton ab. Dieser Weg ist interessanter und umgeht die Hauptstraße. Bei Sabino mündet die Nebenstraße auf die Verbindungsstraße zum Kreisverkehr bei Mezzolomardo. Hier wird der Verkehr nach Andalo, Fai della Paganella und ins Val di Sole verteilt. Die Strecke nach Andalo kennen wir schon. Also machen wir uns dieses Mal auf den Weg nach Fai della Paganella. Das ist eine zähe Straßenauffahrt. Deshalb am besten unten noch die Rastmöglichkeit nutzen, eine kalte Cola trinken und langsam, aber stetig hochstrampeln. Geschafft! Fai della Paganella ist ein netter kleiner Ferienort. Unterkünfte gibt es dort zur Genüge. Ende Juni ist das kein überhaupt kein Problem.

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Übernachtungstipps: Fai della Paganella

Stella Alpina www.hotelstellalpina.it
Hotel Montana www.hotelmontana.net
Arcobaleno www.hotelarcobaleno.it