Transalp.info by Andreas Albrecht

Tiroler Jöchl Transalp


6. Tag: Monte Gazza - Gardasee

fazitIMG 2345 1000px 350War die zähe Asphaltauffahrt gestern die Pflicht, so folgt heute die Kür: die schöne Bergfahrt entlang der Paganella und des Monte Gazza hin zum Traumziel Gardasee. Vor Jahren habe ich auf einer Transalp noch den Fehler gemacht, das Bergmassiv von Andalo aus direkt anzugehen. Das war deshalb unklug, weil man quasi sofort auf Skipisten gerät und die sind für Bergauffahrten mit dem MTB denkbar ungeeignet. In der Zwischenzeit hatte ich ein wenig recherchiert und einen Aufenthalt am Gardasee genutzt, um eine fahrtechnisch sinnvollere Variante zu finden. Die Lösung stellte sich als einfach heraus. Auf der Verbindungsstraße zwischen Fai und Andalo zweigt ein Forstweg ab in Richtung Malga Dosson. Dieser zieht in stetiger und recht moderater Steigung entlang der Bergflanken hinauf. Ein paar kleine Rampen wechseln sich mit einzelnen Flachstücken ab, im Großen und Ganzen recht angenehm zu fahren. Bei gutem Wetter erfreut man sich an der Aussicht auf das westlich liegende Massiv der Brenta. Und gutes Wetter haben wir auch am letzten Tag. So macht eine Transalp Spaß. In der Nähe der Malga Covelo erreichen wir bei ca. 1800 Metern den höchsten Punkt vor dem Gardasee. Nun geht es in der Tendenz nur noch abwärts. Zunächst auf grober Schotterpiste hinunter zum Passo San Giovanni. Danach folgt eine kurze Schiebepassage durch ein Krüppelkieferwäldchen zur Hochalm Malga Gazza. Wie ein breiter Buckel liegt sie südlich ausgerichtet und ermöglicht einen freien Blick auf die Kette der Seen in Richtung Gardasee, Lago di San Massenza, Lago di Toblino und Lago di Cavedine.
Den ersten Abzweig nach Margone sollte man getrost ignorieren. Er wird auf einem Stein am Wegesrand angezeigt und führt im ersten Teil durch eine extrem steile Rinne bergab. Mit einem Transalprucksack auf dem Kreuz nicht unbedingt empfehlenswert. Besser ist es zunächst, die Waschbetonpiste ab der Malga Gazza zu nutzen. Im weiteren Verlauf kreuzt diese wieder den Mulipfad, der auch nach Margone führt. Diesmal nehmen wir den Abzweig. Der Pfad ist ab hier ohne größere Probleme fahrbar und spuckt uns direkt im Zentrum des kleinen Örtchens aus. Weiter führt ein Trail, der im unteren Teil recht ruppig wird, auf die Verbindungsstraße nach Ranzo. Diese Trailpassagen lassen sich alle auf der Straße umfahren. Von Ranzo führt der alte Verbindungsweg hinab zum Lago di Toblino. Er ist vor Jahren instand gesetzt worden, ist aber trotzdem teilweise sehr steil. Am Castel Toblino empfängt uns die volle Sommerhitze. Zügig geht es auf dem Pfad entlang des Sees nach Sarche und von hier auf den Radweg nach Pietramurata. Klar, den Trail durch die Marocche nehmen wir noch mit (Hinweis: den Trail gibt es seit 2011 leider nicht mehr, da man einen Radweg durch die Marocche gewalzt hat - trotzdem ist diese Passage der richtige Abschluss). In Dro ist eine Eispause an der Gelateria Maui Pflicht. Danach heißt es nur noch entspanntes Rollen auf bekannter Strecke entlang der Sarca bis zu dessen Mündung in den Gardasee. Geschafft! Anschlag ist wie üblich am Strandcafe in Torbole. Eine wunderbare Schönwettertransalp liegt hinter uns.

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