Transalp.info by Andreas Albrecht

Via Crux Albi


5. Tag: Passo Cinque Croci

05 350 IMG 3974Es ist wie vorhergesagt vorbei mit dem schlechten Wetter. Der Morgen gerät im Tal zwar noch etwas kalt, bei der Auffahrt zum Auftakt ist das aber eher besser als Gluthitze.
Im Wesentlichen weiß ich bei der heutigen Etappe, was mich erwartet. Es beginnt mit der leichten, entspannten Schotterauffahrt zum Passo Cinque Croci. Es herrscht eine unfassbar klare Fernsicht. Der Gipfel des Cima d'Asta scheint zum Greifen nah vor mir zu liegen, als ich an dem berühmten eisernen 5 Kreuzen anhalte. Es hetzt mich nichts, ich nehme mir die Zeit, innezuhalten und die ruhige, klare Bergwelt auf mich wirken zu lassen. Die Schotterabfahrt vom Pass kenne ich schon. Also schaue ich mir die Trailalternative an. Der Pfad 326 kürzt den Weg ins Tal ab und führt zur Malga Conseria, ein wunderschöner Zwischenstopp und ein guter Ort zum Übernachten, wenn man die Etappeneinteilung anders gestalten möchte. Liebevoll ist sie restauriert, saubere einladende Kammern, gutes Essen und eine Aussicht vom Feinsten auf der Terrasse. Nach dem Stopp wird der Trail etwas anspruchsvoller, aber im wesentlich auch für mich allein gut fahrbar.
An der Ponte Conseria beginnt nun leider schon der geteerte Fahrweg. Wer ein paar wenige Höhenmeter nicht scheut, kann noch nach links zur Malga Caserine queren und ein wenig Schotterpiste mitnehmen. Der GPS-Track bildet diesen Weg ab. Am Rifugio Carlettini ist dann aber endgültig Schluss und man muss auf der Teerstraße ins Tal rollen. Aus einer Eingebung heraus finde ich dann noch einen interessanten Abzweig. Ungefähr 5 Kilometer nach dem Rifugio Crucolo (auch hier könnte man übernachten) gabelt sich die Straße in sehr spitzem Winkel.

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Halblinks ist ein kleiner Holzwegweiser, auf dem steht: Strada de Sciapaor (erkennbar auch an einem Verkehrsschild "Beschränkung auf 10 t"). Das ist zwar kein Trail, unterwegs finden sich dafür ein paar Katzenkopfpflasterabschnitte und man umgeht die Hauptstrecke, die über Spera führt. Viel Verkehr ist zwar auf dieser Straße auch nicht zu erwarten, aber immerhin. In Strigno geht es stramm bergab in Richtung Villa. Achtung! Den Abzweig zum Radweg nicht verpassen, der eine direkt Verbindung zum Radweg des Val Sugana herstellt. Sinnvoll ist es schon allein deshalb, weil im Tal des Flusses Brenta eine Schnellstraße verläuft, die man nicht einfach so mit dem Rad überqueren kann, da mit Leitplanken zugesperrt.
Wenn alles gut gegangen ist, kann man dann entspannt flussabwärts bis Selva radeln. Am Brunnen sollte man auf jeden Fall Wasser bunkern, denn zum Schluss geht es noch einmal über 1000 Höhenmeter hinauf zur Hochebene der Sieben Gemeinden (Altopiano dei Sette Comuni). Die alte schmale Militärstraße ist zwar seit einigen Jahren asphaltiert, aber es zieht sich halt ewig hin bis zum Rifugio Barricata. Man sollte schon sicher sein, dass es geöffnet hat, oder im Zweifel das in der Nähe liegende Rifugio Marcesina. Ansonsten ist hier oben eine menschenleere Einöde, die ich morgen durchstreifen werde.

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05 VCXA

Variante A:

ab Passo 5 Croci leichte Schotterpiste zur Ponte Conseria