Transalp.info by Andreas Albrecht

Via Crux Albi


6. Tag: Altopiano dei Sette Comuni - Posina

06 350 IMG 3658 werk lusernIch habe mir in den Kopf gesetzt, am heutigen Tage unbedingt Posina am Fuße des Pasubios erreichen zu wollen. Die dortige Trattoria All'Alpino ist bei Transalplern ebenso legendär wie das Rifugio Refavaie. Ich habe dort schon einmal mit meinem Bikefreund David bei einer Transalp übernachtet. Wir konnten am nächsten Tag definitiv nicht über Pasubio fahren, weil wir so vollgefressen und damit träge waren. Das dabei eine Etappe mit über 100 km und ca. 2500 hm herauskommt, ist nicht unbedingt sinnvoll. Mir macht das an diesem Tag mit wiederum extrem klarer Sicht nicht so viel aus, ich bin allein unterwegs und kann mein Tempo selber bestimmen. Es ist fast alles Schotterpiste und Trail, wenn ich zu zweit unterwegs wäre, würde ich mir aber definitiv mehr Zeit lassen und unterwegs eine Übernachtung einschieben. Vielleicht ist es auch eine Idee, das Terrain als Spielwiese für eine Minitransalp zu nehmen. Am liebsten mit meinem Bikefreund Matthias. Der ist junger Vater geworden und wird wohl nicht eine ganze Woche von seinem Urlaub abknapsen wollen.
Wie dem auch sein, einen Teil der Strecke kenne ich schon. Beim zweiten Mal ist der Genussfaktor aber viel größer, weil es hier ein schier unendliches und durchaus auch undurchschaubares Netz an Schotterpisten gibt. Auch die gehen auf alte Militärpisten zurück, die die Österreicher und Italiener angelegt haben, als sie sich hier als Feinde gegenüber standen.
Heute ist das wie gesagt eine menschenleere Einöde, ideal um sie mit dem Mountainbike zu erkunden. Ich habe mir im Vorfeld einen Plan gemacht und diesen dann als GPS-Track zusammengeklickt, damit ich kein lohnenswertes Ziel verpasse. Das klappt auch prima und ich vertue nicht viel Zeit mit der Wegsuche. Die Strecke ist eine schöne Zickzacklinie und das hat seinen Grund nicht nur in der Tatsache, dass ich mir einige der vielen alten Festungen anschaue, die es auf der Hochebene gibt. Viele der alten Militärstraßen wurden so angelegt, dass sie das Geländeprofil ausnutzen, sich an einer Bergflanke entlang zu schlängeln. Das gibt Deckung und vermeidet unnötige Abstecher ins Tal. So kommen vom Start der Etappe reichlich 30 km auf Schotterpisten in der Einsamkeit zustande, ehe ich am Passo Vezzana wieder eine nennenswerte Straße erreiche, einfach toll. Hier gibt es ein Hotel und für mich einen Latte Macchiato (der hat mehr Flüssigkeit als ein Espresso, insofern passt das schon für mich).

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Heute ist das wie gesagt eine menschenleere Einöde, ideal um sie mit dem Mountainbike zu erkunden. Ich habe mir im Vorfeld einen Plan gemacht und diesen dann als GPS-Track zusammengeklickt, damit ich kein lohnenswertes Ziel verpasse. Das klappt auch prima und ich vertue nicht viel Zeit mit der Wegsuche. Die Strecke ist eine schöne Zickzacklinie und das hat seinen Grund nicht nur in der Tatsache, dass ich mir einige der vielen alten Festungen anschaue, die es auf der Hochebene gibt. Viele der alten Militärstraßen wurden so angelegt, dass sie das Geländeprofil ausnutzen, sich an einer Bergflanke entlang zu schlängeln. Das gibt Deckung und vermeidet unnötige Abstecher ins Tal. So kommen vom Start der Etappe reichlich 30 km auf Schotterpisten in der Einsamkeit zustande, ehe ich am Passo Vezzana wieder eine nennenswerte Straße erreiche, einfach toll. Hier gibt es ein Hotel und für mich einen Latte Macchiato (der hat mehr Flüssigkeit als ein Espresso, insofern passt das schon für mich). Ich bin bis hierher im wesentlichen der logischen Hauptroute über Bivio Italia, Portule, Larici und Forte Verle gefolgt. Nun stehen noch das Werk Lusern und das Forte Belvedere auf dem Plan. Dazu ist es recht hilfreich, dass hier oben eine Bikestrecke ausgeschildert ist - 100 km dei Forti (grob übersetzt: die 100 km Festungsstrecke). So finde ich relativ entspannt die Wege zum Forte Luserna und dessen Vorposten und auch zum Forte Belvedere. Alles sehr beeindruckende Überbleibsel aus vergangener Zeit.
Die Bikestrecke nimmt aber auch jeden Schlenker mit und in der Nähe des Lago Lavarone habe ich dann die Faxen dicke. Den vorgeschlagenen Abstecher ins Tal nehme ich nicht mehr mit, sondern steuere auf geradem Wege den Passo Sommo an. Die Gegend kenne ich nun wieder recht gut von vergangenen Touren. Ach, da ist ja die Bikestrecke "100 km dei Forti" wieder, ich kann mich doch immer wieder auf meine Intuition verlassen. Ich liege noch gut in der Zeit und will am Passo Sommo noch eine Rast machen - Pustekuchen, heute Ruhetag. OK, so ziehe ich auf dem schönen Höhenweg am Rif. Stella Italia vorbei durch bis zum Passo Coe.
Hier bin ich bei der Dolomiti 1 direkt zum Monte Maggio gefahren. Ich will mir aber noch mal die Schotterstrecke durch das Valle Campoluzzo anschauen. Dort war ich zuletzt auf meiner Transdolomiti 2002, ist also eine Weile her. Zunächst muss aber noch eine Rast sein, ich habe Hunger und vertilge ein riesengroßes Panino mit Speck und Käse. Danach geht es gut weiter, fast nur noch bergab. Nur zum Passo Pianella muss man noch einmal 100 hm hinaufstrampeln. Wie fast den gesamten Tag, ja fast bei der gesamten Transalp, treffe ich hier kaum auf eine Menschenseele. Es ist es später Nachmittag und langsam reicht es mir auch. Zum Glück habe ich keine einzige Reifenpanne unterwegs. Auf Anraten von Dirk habe ich die Schläuche gegen Latexmilch ausgetauscht, das spart einerseits Gewicht und vermeidet andererseits lästige Pannenstopps - super Tipp, vielen Dank.
Schließlich bin ich im Talgrund und muss noch ein paar Kilometer um den Berg herum auf der Straße fahren, ehe ich in Posina lande. Man könnte auch sagen, mit der Kirche ums Dorf gefahren, aber ich wollte das ja so. Wer den Monte Maggio noch nicht kennt, dem empfehle ich das als Alternative. Was ich noch nicht weiß, ist das meine sehnsüchtig erwartete Trattoria All'Alpino heute Ruhetag hat. Mir rutscht erst einmal das Herz in die Hose. Aber alles wird gut, durchreisende Gäste werden aufgenommen und bekommen auch ordentlich was zu essen.
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Variante A: Monte Maggio

ab Passo Coe über Monte Maggio (siehe auch Dolomiti 1)

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