Transalp.info by Andreas Albrecht

Rennsteig

Die Tour 2005

2005dietmarsteinkl"Aller guten Dinge sind drei", sagte ich zu mir, als ich am Samstagabend des 25. Juni 2005 gegen 18.45 Uhr den Stein in die Werra bei Hörschel warf, den ich gut zwölf Stunden zuvor aus der Saale bei Blankenstein gefischt hatte und schwor mir: "Im nächsten Jahr tust du dir das bestimmt nicht noch mal an!" 170 km auf dem Mountainbike und reichlich 2500 Höhenmeter lagen hinter mir, gefahren auf dem Rennsteig bei starker Hitze, oft böigem Gegenwind und einem kräftigem Gewitterguss, der uns kurz nach dem Inselsberg zu einer Regenpause, aber nicht zum Aufgeben zwang. Ein paar Tage später sind die Strapazen vergessen und ich sehe dem nächsten Rennsteig X-treme entspannt entgegen. Schließlich bin ich von Anfang an dabei und neben dem Initiator Udo Lips der einzige, der die drei ersten Fahrten als Finisher beendet hat.

Der Rennsteig X-treme hat das Zeug zum Kultevent; eine lange anspruchsvolle Strecke, die fast komplett abseits der Straßen durch die Wälder Thüringens und kleiner Teile Bayerns führt, jede Menge Höhenmeter durch viele Anstiege, die von kniffligen Abfahrten auf Wurzeltrials abgelöst werden. Und natürlich gibt es diesen historischen Hintergrund. Sechs Mal überquert der klassische Rennsteig die ehemalige innerdeutsche Grenze mit dem Todesstreifen, der nach und nach von der Vegetation überwuchert wird. Udo hat sich extra einen Stempel anfertigen lassen, mit dem er beim ersten Passieren der Grenze einen Sichtvermerk in den Reisepass von Dietmar aus Leipzig anbringt. Das Teilnehmerfeld ist von vier Mountainbikern im Jahr 2003 auf zwölf in diesem Jahr angewachsen und hat damit fast schon das personelle Limit erreicht, das dieser längste Mountainbike-Marathon Deutschlands ohne größere organisatorische Probleme verträgt. So wird es wohl in den nächsten Jahren wohl heißen: Nicht anmelden, sondern bewerben und das rechtzeitig.

Dietmar hat auch einen Bericht geschrieben, ihr findet ihn hier.