Transalp mit "Dr. rad"Andreas Albrecht

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Bericht: Transalp Trainingscamp - Ostern 2004 am Gardasee
 

Bericht: Transalp Trainingscamp - Ostern 2004 am Gardasee

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Steppenwolf Tycoon SL - 2004
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in Kooperation mit "Steppenwolf" - Custom Bikes - made in Germany


Für alle, die noch unsicher waren, ob ein Transalp das Richtige für sie ist, hatte ich wieder während meines Osterurlaubs 2004 die Möglichkeit angeboten, mit mir Touren am Gardasee zu unternehmen: 

Vom 11. bis 15. April 2004 fuhren wir vom Standort im Hotel Elisabetta in Torbole (www.hotelelisabetta.com) verschiedene Touren.
Ablauf:
- an 4 Tagen Halbtagestouren, jeweils 4 Stunden pro Tag vor- bzw. nachmittags, Technik- und Ausrüstungstipps
- am einem Tag gab es eine Ganztagestour, die im wesentlichen einer Transalp-Etappe (Länge und Höhenmeter) entsprach
Die deutsche Kult-Bikeschmiede "Steppenwolf" stellte 3 Testbikes Tycoon SL der 2004er Kollektion zur Verfügung.
Übersicht
Tag Strecke km hm
1.Tag Torbole - Arco - Dro - ex Zentrale E-Werk Fies - Marocche - Drena - Braila - Arco - Riva - Torbole 43 648
2.Tag Torbole - Arco - St. Barbara - S. Antonio - Passo Bordola - Chienis - Loppio - Torbole 48 1373
3.Tag Torbole - Arco - Lago di Cavedine - Sarche - Ranzo -Castel Toblino -Sarche - Ponte Arche - Passo Ballino - Riva - Torbole 86 1400
4.Tag Torbole - Arco - S. Giovanni al Monte - Mag. Vigo - Dasindo - Val di Lomasone - Holzkreuz - Tenno - Riva - Torbole 57 1623
5.Tag Torbole - Malcesine - Panoramastraße - Mittelstation Seilbahn - Torbole 46 589
Landkarten Kompass:  101, LagirAlpina: Lago di Garda (1.50.000)
Planung Andreas Albrecht
Tourführung Andreas Albrecht
Teilnehmer Olaf (Mainz), Reiner (Arnstadt), Christian (Deggendorf), David (München), Hans-Peter (Ulm), Matze (Gräfenroda - nur 3.Tag)

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Berichte von den Tagestouren 

Prolog
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Frühling am Gardasee zum Vergrößern klicken

Seit Jahren übt der nördliche, im Trentino gelegene Teil des Gardasees auf Sportbegeisterte einen starken Reiz aus, seien es Surfer, Segler, Free-Climber oder Mountainbiker. Dabei hat das Landschaftsrelief  des Gebietes um Riva, Torbole, Arco und den Lago di Ledro in entscheidender Weise den Erfolg des Mountainbiking gefördert. Die Uferregionen mit einer Höhe von 70 m ü.d.M. verlaufen in einer flachen Ebene bis Dro und sind in einem weiten Bogen von bis zu 2000 m hohen Bergen eingegrenzt. Trotz des zu Ostern oft schon milden Wetters sind die Höhenlagen ab 1.500 m oft noch von Schnee bedeckt. In diesem Jahr war es noch recht kühl, ansonsten waren die Bedingungen aber gut. Ab ca. 1300 Metern lag noch Schnee, so dass die Tremalzo-Runde leider nicht möglich war.

Reiner, David und ich haben die Testbikes von Steppenwolf gefahren. Wir waren gespannt, wie sie sich unter den unterschiedlichsten Einsatzbedingungen bewähren würden. Die Ausstattung der Tycoon SL (Rahmenhöhe jeweils 52 cm): LX-Julie.


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1. Tag: Marocche - Braila
Nach einem Technik-Check der Räder ging es gleich nach dem Frühstück los, die Sonne strahlte vom Himmel herab. Auf den ersten flachen Kilometern des Radweges nach Arco fuhren wir schön im Windschatten eines Vordermanns.
Die Strecke führte zunächst ca. 10 km flach auf Rad- und
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David beim Tragetest zum Vergrößern klicken
Nebenwegen über Arco, an der alten Römerbrücke bei Ceniga vorbei und nach einer kurzen ersten Karrenwegeinlage weiter bis zur ehemaligen Zentrale des E-Werkes bei Fies. Hier wechselten wir ins Gelände. Zunächst ein Stück auf dem Sarca-Radweg. Dann gab es zum Eingewöhnen eine kurze, heftige Schiebepassage durch die Marocche. Diese Steinwüste ist durch einen gewaltigen Erdrutsch nach der letzten Eiszeit entstanden.  Der für Wanderer angelegte Pfad führte über ca. 500 m hinauf und hinab. Dabei waren grobe Steinblöcke durch kurze Tragepassagen zu überwinden. Aber ehe es begann richtig lästig zu werden, erreichte  der Pfad wieder leichteres Gelände. Ohne schweren Rucksack und mit frischen Kräften überhaupt kein Problem. Längere Tragepassagen sind auch auch auf meinen Transalps nicht vorgesehen, lassen sich aber auch nicht ganz eliminieren. Zur mentalen Einstellung darauf war dieses kurze Stück ideal geeignet. Ein kurzer Abstecher führte uns zum Canyon des Rio Sallagoni bei Drena. Hier endete spektaktulär die Alpenüberqerung von "Mr. No way" Hans Rey, die im Buch "Traumtouren Transalp" von Uli Stanciu (Delius Klasing Verlag, ISBN 3-7688-1270-7)
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Olaf beim Klettertest zum Vergrößern klicken
beschrieben ist. Bei uns kam schon der Eindruck auf, dass bei der im Bild gezeigten Abseilaktion wohl eher etwas Effekthascherei im Spiel war.  Wie dem auch sei. Wir stellten das Bild kurzerhand nach.

Weiter ging es ein paar leichte Höhenmeter hinauf nach Drena. Ein knackiger Anstieg zwang zum uns ersten Mal, vorne das kleinste Kettenblatt aufzulegen. Auf einem flachen Panaromastück genossen wir den Blick hinab ins Sarca-Tal, ehe der letzte Anstieg zum mittelalterlich anmutenden Örtchen Braila begann. An der Flanke des Monte Stivo gelegen ist Braila Teil eines uralten Siedlungsgebietes. Hier fand man Überreste römischer Siedlungen. Heute leben jedoch nur noch wenige Menschen  ständig hier. Es wird aber fleißig renoviert, so dass wieder Leben in die alten Gemäuer einzieht. Weiter ging es bald steil bergab auf einem schmalen Sträßchen, bis wir an eine Felsmassiv gelangten, an dem reger Kletterbetrieb herrschte. Die überhängenden Felsen stellen ein beliebtes Revier vor allem für junge Leute dar. Für uns folgten schließlich ab Arco noch ein paar lockere Kilometer zum Ausrollen über Riva am Seeufer des Gardasees entlang zurück nach Torbole.


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2. Tag: Monte Velo
Die Auffahrt nach St. Barbara war gut geeignet, um die Kondition an Höhenmeter zu gewöhnen. Nach den lockeren Einrollkilometern bis Arco windet sich ab Bolognano ein kleines Asphaltsträßchen die Flanke des Monte Velo hinauf. Viele Routenvarianten sind möglich. In dieser frühen Zeit des Jahres  bzw. für Bergneulinge empfiehlt, sich die ca. 1000 Höhenmeter am Stück auf Asphalt zurücklegen.
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Albi beim Schneetest zum Vergrößern klicken

Durch die blockierbare Gabel und den Lockout-Dämpfer an meinem Steppenwolf-Bike fuhr es sich den Berg hinauf wie auf einem Rennrad.
Nach ca. 500 Höhenmetern war die kleine Kapelle Salve Regina ein idealer Rastplatz, um Wasser zu tanken und die Gruppe wieder zusammenfinden zu lassen. Wir fuhren weiter bis zur Höhe des Straßenpasses in St. Barbara. Hier zweigt links ein schöner Weg ab, der uns an der kleinen Kirche San Antonio vorbei zum höchstgelegenen Teil des Val di Gresta führte.
Unser Weg verlief weiter auf uralten Karrenwegen zum Passo Bordala. Bald steckten wir im sulzigen Schnee. Mal fahrend, mal schiebend überwanden wir die Passage. Am Pass war allen kalt, so dass wir zügig die Straße bis Loppio runter rollten. Ein kleiner Test, um die Höchstgeschwindigkeiten auszuloten. Ab Loppio führte uns dann der erst seit ein paar Jahren fertiggestellte Radweg zügig zurück. In Nago muss man an der alten Straße nach Torbole unwillkürlich anhalten, um den Blick auf den See zu genießen.


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3. Tag:  Lago di Cavedine, Ranzo
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Ende des Steilstücks zum Vergrößern klicken

Heute fuhren wir weiter ins Hinterland. Das Bergdörfchen Ranzo an der Flanke des Monte Gazze war unser Ziel. Auf dem Weg dorthin passierten wir die malerischen Seen Lago di Cavedine, Lago di Toblino und Lago di San Massenza. Nach dem gleichnamigen Ort ging es durch die Wein- und Obstberge steil nach oben. Ein grob asphaltierter alter Karrenweg forderte alle Kräfte. Selbst Matze, der heute die Tour mit uns fuhr, musste  ausnahmsweise aufs kleine Kettenblatt schalten. Am steilsten Stück betrug die Steigung knapp 30%, noch geradeso fahrbar.  In Lon erreichten wir dann die Fahrstraße nach Ranzo, die ähnlich wie die berühmte und leider immer noch gesperrte Straße nach Pregasina in den Fels gehauen ist. Bei der Fotorast an den Felstunnels ließich meine neue Kamera fallen; na toll, jetzt geht der Zoom nicht mehr.

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Wege im Fels zum Vergrößern klicken
Im Ort angekommen war uns inzwischen empfindlich kühl, so dass wir die erste Bar ansteutern. So heißen in Italien die einfachen Cafes. Ich kramte meine paar Brocken Italienisch heraus und bestellte warme Getränke beim Chef. Er sprach jedoch sehr gut deutsch. So fragte ich ihn gleich über den weiteren Weg aus. Der alte Karrenweg runter zum Castel Toblino ist inzwischen instandgesetzt worden. Es ist also nichts mit der angekündigten "rustikalen" Abfahrt. Steil genug ist es immer noch. Die Scheibenbremsen an den neuen Steppenwolf-Bikes waren nun endgültig eingebremst.

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In Sarche beratschlagten wir, ob wir noch rüber nach Ponte Arche queren sollten. Im Sommer 2003 hatte ich gesehen, dass sich entlang der Sarca-Schlucht noch die alte Straße im Fels entlang schlängeln muss. Es würde zwar zeitlich knapp bis zum Abendessen werden, aber alle waren gut drauf. Der Weg war wirklich ein Volltreffer. Hinter der Absperrung begann ein wunderschöner Abschnitt durch die Schlucht, einsam und bald ganz still.
Mit der ist es vorbei, als wir die letzten Höhenmeter hinab nach Ponte Arche rollten. Nun testeten wir die "Normal"-Ankunft in Riva nach einer Transalp. Rund 350 Höhenmeter auf Asphalt wollten noch bewältigt sein. Jeder fuhr sein Tempo und war froh, wenn er im Windschatten fahren konnte. An der Wasserstelle am Passo Ballino waren alle erleichtert, dass es nur noch bergab ging. Am Tenno-See sausten wir vorbei und bogen am Hotel rechts ab zur alten Straße nach Riva. In der Kurve mit dem ersten großen Panoramablick auf den Lago hielten wir an, auch wenn es kühl war und wir Hunger hatten. Die Gedanken gingen voraus in den September, wenn wir gemeinsam wieder hier ankommen würden; dann allerdings nach der Transalp (toi, toi, toi!).
Zügig ging es nun hinab, ab Riva auf dem Radweg am Gardasee entlang, heim ins Hotel. Es war kurz nach neunzehn Uhr geworden, höchste Zeit fürs das Abendessen. Danach übten wir noch ein wenig Grappa-Trinken in homöopathischen Dosierungen.


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4. Tag: Tagestour
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Krokuswiese zum Vergrößern klicken

Der heutige Tag zeigte, was man bei einer Transalp täglich leisten muss. Zwar nicht mit dem vollen Gewicht des Rucksacks auf dem Rücken, aber mit den Höhenmetern und der Entfernung, die man schon ohne größere Probleme bewältigen sollte, wenn eine TransAlp in 6-7 Tagen noch ein Vergnügen sein soll. Für alle Mitfahrer sah ich nach den ersten Tagestouren kein Problem, ihren langgehegten Traum im September in Angriff nehmen zu können. Nach der schon bekannten Einrollstrecke nach Arco begann in Varignano dann ein Uphill von wieder einmal 1000 Höhenmetern nach S. Giovanni al Monte. Zunächst wurden wir erst mal ausgebremst. Die Straße wurde repariert. Eine Gruppe Radfahrer kam uns entgegen und sagte uns, dass man nur zwischen zwölf und ein Uhr durch kann. Es ist kurz nach elf. Mein Gefühl sagte mir, dass es einen Weg durch die Weinberge geben müsste. Den fanden wir ohne viel Federlesen. Wir übten noch mal kurz das Schieben am steilen Berg, verloren aber kaum Zeit, biswir die Straße wieder erreichten.

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Blick ins Val di Lomasone zum Vergrößern klicken
Nun ging die Kurbelei los, immer schön bergauf. Die Sonne meinte es gut mit uns und wärmte während der gesamten Auffahrt unsere Rücken. Jeder fuhr sein Tempo bis zum Rifugio im kleinen Örtchen hoch über Arco. Die Tische im weitläufigen Garten luden zur Rast ein, die wir gerne einlegten. Der Wirt bot Makkaroni an, die wir gerne vertilgten.

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Hans-Peter am Römerweg zum Vergrößern klicken
Nach der Rast ging es auf schwerem Schotter abwärts Richtung Val di Lomaso. Ich war gespannt, wie die Federgabel an meinem neuen Bike arbeiten würde. Der Federweg lässt sich zwischen 90 und 120 mm einstellen. Ich war zufrieden. Die Gabel sprach sensibel an und schluckte kleinere Gesteinsbrocken locker weg. Die Scheibenbremsen hatten ordentlich zu tun, ohne dass sich die Hände verkrampften. Nur der Lenker könnte ein wenig breiter sein. Aber was ist schon vollkomen?
In Dasindo muss man sich bei TransAlp entscheiden, wie die letzten Kilometer zum Gardasee zurückgelegt werden sollen. Wir fuhren durch das Val Lomasone, die Straßenvariante kanntenwir ja schon. Es wartet zwar mit zwei kurzen, aber heftigen Schiebepassagen am alten Römerweg noch eine kleine Unannehmlichkeit auf uns. Es musste vor kurzem viel Nass-Schnee gegeben haben. Einige Bäume waren unter der Last umgeknickt und liegen quer auf dem Weg. Ab und zu stapften wir wieder durch Schneereste. Hans-Peter hatte mit seinem extravaganten Foes-Bike zu kämpfen. Eher eine Freedride-Maschine wog es deutlich mehr als die neuen Steppenwölfe. Aber H-P war zäh und biss sich ohne Murren durch. Auf dem Plateau trafen wir alle kurz nacheinander ein. Am legendären Holzkreuz  rund 700 m über dem Traumziel stoppten wir die rasante Abfahrt. Den Gardasee nach einer Transalp hier das erste Mal zu erblicken, wiegt die zugegeben geringeren Strapazen auf der Straßenvariante über den Passo Ballino vollkommen auf. 
Jetzt ist es nur noch ein kurzes Stück hinab nach Riva zum See, der Gardasee lag ständig im Blickfeld. Am Hafen hielten wir kurz an. Es war sehr windig und damit kühl; im September sollten die Temperaturen angenehmer sein. Wir hielten uns deshalb nicht lange auf und fuhren zurück nach Torbole.

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5. Tag:  Malcesine

Zum Abschluss dieser Tourenwoche ging darum,  zunächst ein wenig Tempohärte auf flacher Strecke zu trainieren. Freunde von Christian begleiteten uns auf den Rädern, so dass wir auf der Gardasana Orientale bis Malcesine kein besonders hohes Tempo einlegten. Sie fuhren auf der Flachstrecke flott dahin. Wir waren in einer guten Dreiviertelstunde da.
Malcesine, eine der Perlen des Gardasees, wird dominiert von der alten Skaliger-Burg, die über dem Gewirr der schmalen mittelalterlichen Gassen mit ihrer Pflasterung aus rundgeschliffenen Steinen wacht. Malcesine ist von Ostern bis Oktober fest in der Hand der Touristen. Ein paar Höhenmeter durften für uns Radfahrer heute nicht fehlen. Doch zuerst übten wir, wie es ist, wenn wir einen Mitfahrer verlieren. Olaf bekam beim kurzen Stopp im Ortszentrum einen Telefonanruf und verlor den Anschluss. Ehe

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Da war das Wetter noch gut
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wir es merkten, dass er weg war, vergingen ein paar Minuten. Wir machten uns auf die Suche, er konnte ja nicht weit sein. An ein paar strategischen Punkten postierten sich einige. Reiner und ich fuhren noch mal die Strecke ab. Doch weg ist weg. Da klar war, dass wir die Panoramastraße fahren würden, entschieden wir uns, ohne Olaf loszuradeln. Passieren konnte ja nichts.
Die sehr schöne Panoramastraße führte uns bis zur Mittelstation der Monte Baldo-Seilbahn. Das war zum Schluss was zum Beißen, knapp 30% Steigung. Mit TransAlp-Rucksack würde man wohl absteigen und schieben. Oben angekommen, begann es zu nieseln. Wir zogen warme Sachen an und rollten die Straße hinab. Die Ausblicke auf den See konnten wir nicht geniesen; es begann stärker zu regnen. Im Ortszentrum hielten wir noch mal noch Olaf Ausschau. Christian entdeckte ihn. Er war die Panoramastraße von der anderen Seite hinauf gefahren und hatte dann noch einen Abstecher gemacht. Wir dürften uns nur knapp verpasst haben. Wie war noch mal mein Lieblingsspruch: Alles wird gut!
Da der Regen nicht aufhören wollte, traten wir kräftig in die Pedale und fuhren in  zwei Dreier-Gruppen ein Rennen als Mannschafts-Zeitfahren. Der den Windschatten gab, kriegte weniger Wasser ab. Olaf gab kräftig Gas, ich hängte mich die meiste Zeit mit Christian hinten dran und ließ mir das Wasser von seinem Hinterrad ins Gesicht spritzen. Egal, wir brauchten keine halbe Stunde für die 15 km zurück bis nach Torbole. Der unermüdliche Reiner zog David und Hans-Peter hinter sich her. Sie kamen knapp hinter uns ins Hotel. Wir waren alle pitschnass, das machte aber überhaupt nichts. Irgendwie war es auch ein tolles Erlebnis, zumal wenn eine heiße Dusche und trockene  Sachen auf einen warteten.


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Fazit
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Das Team zum Vergrößern klicken

Nach dieser Woche war mir klar, dass leistungsmäßig alle sich auf einem Level befinden, das eine Transalp zum Erlebnis werden wird. Auch menschlich gesehen passen wir gut zueinander. Ich habe das sichere Gefühlt, dass wir zu einer Super-Truppe geworden sind. Wäre klasse, wenn alles klappt und wir im September zusammen unsere Transalp fahren. Ich freue mich schon darauf. Mit meinem Steppenwolf bin ich sehr zufrieden. Es fährt sich vom Gefühl her im Gelände rund und weich, auf Straßenabschnitten durch die Lockout-Möglichkeiten wie ein Renner. Mit seinen ca. 13 Kilogramm Gewicht ist es nicht zu leicht und zu schwer für seinen Einsatzzweck: Transalp. Unter allen Einsatzbedingungen dieser Woche, die einen guten Querschnitt der Anforderungen an ein Transalp-Bike darstellten, gab es für mich nichts auszusetzen. Ich werde die Saison 2004 nutzen und es auf Herz und Nieren prüfen. Die Explorertour im Juli wird deshalb mit gutem Recht heißen: Steppenwolf Lonesome Rider Explorer Tour.
Von dieser Stelle aus herzlichen Dank an Roland Liertz und Katja Gersbeck von Steppenwolf und Fahrrad-Seyfarth in Walterhausen für die unkomplizierte Abwicklung bei der Bereitstellung der Testbikes.


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