in Kooperation mit "Steppenwolf"- Custom Bikes - made in Germany |
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| Übersicht |
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| Landkarten | Kompass: 101, LagirAlpina: Lago di Garda (1:50.000) | ||||||||||||||||||||||||
| Planung und Tourführung |
Andreas Albrecht | ||||||||||||||||||||||||
| Mitfahrer | Claus und Carmen (Stuttgart), Michael und Lothar (Gerlingen), Stefan und Marion (Schweiz), Reiner (Arnstadt), David (München), Carsten und Andreas (Rüsselsheim) |
| 1. Tag: Marocche - Braila | ||||||||
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Die Strecke führt zunächst ca. 10 km flach auf Rad- und Nebenwegen über Arco, an der alten Römerbrücke bei Ceniga vorbei und nach einer kurzen ersten Karrenwegeinlage zum Lago Bagattoli weiter bis zur ehemaligen Zentrale des E-Werkes bei Fies. Hier wechseln wir ins Gelände. Zunächst ein Stück auf dem Sarca-Radweg. Dann gibt es zum Eingewöhnen eine kurze, heftige Schiebepassage durch die Marocche. Diese Steinwüste ist durch einen gewaltigen Erdrutsch nach der letzten Eiszeit entstanden. Der für Wanderer angelegte Pfad führt über ca. 500 m hinauf und hinab. Dabei sind grobe Steinblöcke durch kurze Tragepassagen zu überwinden. Aber ehe es beginnt richtig lästig zu werden, erreicht der Pfad wieder leichteres Gelände. Ohne schweren Rucksack und mit frischen Kräften überhaupt kein Problem. Längere Tragepassagen sind auch auf meinen Transalps nicht vorgesehen, lassen sich aber auch nicht ganz eliminieren. Zur mentalen Einstellung darauf ist dieses kurze Stück ideal geeignet. Ein kurzer Abstecher führt uns zum Canyon des Rio Sallagoni bei Drena.
Weiter geht es ein paar leichte Höhenmeter hinauf nach Drena. Ein knackiger Anstieg zwingt uns zum ersten Mal, vorne das kleinste Kettenblatt aufzulegen. Auf einem flachen Panoramastück genießen wir den Blick hinab ins Sarca-Tal, ehe der letzte Anstieg zum mittelalterlich anmutenden Örtchen Braila beginnt. An der Flanke des Monte Stivo gelegen ist Braila Teil eines uralten Siedlungsgebietes. Hier fand man Überreste römischer Siedlungen. Heute leben jedoch nur noch wenige Menschen ständig hier. Es wird aber fleißig renoviert, so dass wieder Leben in die alten Gemäuer einzieht. Weiter geht es bald steil bergab auf einem schmalen Sträßchen, bis wir an eine Felsmassiv gelangen, an dem reger Kletterbetrieb herrscht. Die überhängenden Felsen stellen ein beliebtes Revier vor allem für junge Leute dar. Für uns folgen schließlich ab Arco noch ein paar lockere Kilometer zum Ausrollen über Riva am Seeufer des Gardasees entlang zurück nach Torbole. | ||||||||
| 2. Tag: San Giovanni | ||||||||
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Nach der schon bekannten Einrollstrecke nach Arco beginnt in Varignano
dann ein Uphill von gut 1000 Höhenmetern nach San Giovanni al Monte. Die
Kurbelei geht los, immer schön bergauf. Die Sonne meint es gut mit uns und
wärmt während der gesamten Auffahrt unsere Rücken. Jeder fährt sein Tempo
bis zum Rifugio im kleinen Örtchen hoch über Arco. Die Tische im
weitläufigen Garten laden zur Rast ein. Der Wirt bietet Makkaroni
an, die wir gerne vertilgen. Kurz nach Gorghi gabelt sich der Forstweg. Ein Schild zeigt an, dass der obere Weg neu angelegt ist. Der untere Weg muss deshalb den ursprünglichen Zustand widerspiegeln, d.h. er wird ein wenig bissiger sein.
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| 3. Tag: Tremalzo - Die Königstour | ||||||||
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Wir starten gegen acht Uhr von Torbole aus und fahren ab Riva die alte Ponalestraße hoch. Am Abzweig in der Schlucht des Flüsschens fahren wir in Richtung Ledrosee, müssen ein Stück die Straße benutzen und zweigen am Lago Ampola links ab. Hier beginnt die Auffahrt zum Tremalzo über reichlich 1000 Höhenmeter am Stück. Jeder findet seinen Rhythmus und kurbelt sein Tempo bis zum Rifugio Garda, wo Mittagsrast in der Sonne angesagt ist. Das Wetter meint es gut mit uns. Nach der Stärkung fällt es erst mal schwer, auf der Schotterpiste zum Gipfeltunnel wieder in Schwung zukommen. Ein paar Schneereste liegen noch auf dem Weg. Sie zwingen uns aber nicht zum Absteigen. Dann ist der Tunnel durchfahren und die legendäre Abfahrt beginnt. Viele Biker sind unterwegs, von oben hinab und auch in der entgegengesetzten Richtung. Michael legt einen Sturz hin und ramponiert seine Federgabel ein wenig. Zum Glück kann er aber weiterfahren, ihm ist nicht Ernstliches passiert. Am Passo Nota finden wir uns nach vielen Fotostopps wieder zusammen, innerlich angefüllt mit den Erlebnissen dieser Traumabfahrt. Der Weg verläuft mit ein paar kurzen, giftigen Gegenanstiegen zur Baita Segala. Hier füllen wir Wasser nach. Nach wie vor versorgt die Sektion Limone des italienischen Alpenvereins die Gäste der Hütte mit Getränken: Wasser, Bier, Wein. Was der Wanderer oder Radfahrer als Obolus hinterlässt, ist seinem Gutdünken überlassen und wird in den Geldschlitz einer "Kasse des Vertrauens" eingeworfen, die ins Mauerwerk eingelassen ist. Ich schaue mich näher um und entdecke, dass auch Kaffee und die kleinen italienischen Espressomaschinen da sind. Beim nächsten Mal werde ich hier Picknick machen, vielleicht auch ein paar Würstchen mitnehmen und grillen.
Weiter geht es auf einem wunderschönen Trail zum Passo Rocchetta und weiter abwärts auf einem kniffligen Schotter- und Wurzeltrail zur Malga Palaer. Langsam machen solche Passagen sogar mir Spaß, allerdings nur mit der vorzüglichen Federung meines Fullys. An der Malga sind die technischen Schwierigkeiten Geschichte, steil geht nun der uralte Karrenweg hinab nach Pregasina, gespickt mit vielen Aussichtspunkten auf den Lago. Eine Kaffeepause noch in Pregasina und der letzte Teil der wohl schönsten Tour, die man am Gardasee mit dem Mountainbike unternehmen kann, beginnt. Vor dem Straßentunnel zweigt man rechts hinab und fährt in vielen Serpentinen die alte Straße hinab, immer begleitet von herrlichen Ausblicken auf den See. Am Hafen von Riva angekommen sind wir uns einig, dass diese Tour die 2000 Höhenmeter wert sind, die wir bergauf gefahren sind. Eine gute Vorbereitung auf das Abenteuer Transalp. | ||||||||
| 4. Tag: Monte Velo | ||||||||
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Am Morgen ein stahlblauer Himmel, eine Fernsicht, wie man sie selten am
Gardasee erlebt. Keine Frage, heute muss es eine Tour sein, auf der man
diese fantastischen Bedingungen auch genießen kann. Die Auffahrt am Monte
Velo ist dazu bestens geeignet, auch um die Kondition mit weiteren
Höhenmeter zu füttern. Nach den lockeren Einrollkilometern bis Arco windet
sich ab Bolognano ein kleines Asphaltsträßchen die Flanke des Monte
Velo hinauf. Viele Routenvarianten sind möglich. In dieser frühen Zeit des
Jahres bzw. für Bergneulinge empfiehlt, sich die ca. vielen
Höhenmeter zunächst auf der kaum befahrenen Nebenstraße zurückzulegen.
Ein Glück, solche Tage erleben zu dürfen. Lange verweilen wir hier, saugen die klare Luft und die zauberhafte Stimmung dieses Tages in uns hinein, ehe es an die lange Abfahrt nach Arco geht. Zunächst auf guter Schotterpiste, später auf der kleinen Asphaltstraße, die wir schon am ersten Tag kennengelernt haben. Auf dem Platz vor der Kirche in Arco sind Unmengen von Radfahrern zu sehen, wir essen noch das obligatorische Eis, bevor es auf dem Radweg zurück geht. Es ist noch Zeit für einen kleinen Abstecher nach Riva. Bei dem klaren Wetter und der schönen Sicht muss man einfach ein Stück die alte Ponale-Straße hochfahren und die Aussicht genießen. | ||||||||
| 5. Tag: Malcesine | ||||||||
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Zum Abschluss dieser Tourenwoche soll es darum gehen, ein wenig Tempohärte auf flacher Strecke zu trainieren. Der Wind schiebt uns auf der Gardesana Orientale bis Malcesine, wie er soll, von hinten an . Doch halt, kurz vor dem ersten Tunnel habe ich eine Reifenpanne. Der Schlauchwechsel dauert fünf Minuten, dann geht es weiter. In verschiedenen Gruppen üben wir das Windschattenfahren. Malcesine ist schnell erreicht. der malerische Ort ist eine der Perlen des Gardasees und wird dominiert von der alten Skaliger-Burg, die über dem Gewirr der schmalen mittelalterlichen Gassen mit ihrer Pflasterung aus rundgeschliffenen Steinen wacht. Malcesine ist von Ostern bis Oktober fest in der Hand der Touristen.
Ein paar Höhenmeter dürfen für uns Radfahrer heute nicht fehlen. Die schöne Panoramastraße führt uns bis zur Mittelstation der Monte Baldo-Seilbahn. Das ist zum Schluss was zum Beißen, knapp 30% Steigung. Mit Transalp-Rucksack würde man wohl absteigen und schieben. Auf der anderen Seite führt die Panoramastraße dann ins Ortszentrum. Hier ist Endstation für heute. Ein paar wollen noch durch das Örtchen bummeln, die anderen fahren gleich auf der Uferstraße zurück. Der Wind hat rechtzeitig gedreht, in einer guten halben Stunde sind wir zurück in Torbole. | ||||||||
| Fazit und Ausblick | ||||||||||||
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Claus und Carmen sind sich nach dieser Woche sicher, dass sie ihre Transalp im Sommer gemeinsam in Angriff nehmen werden. Es wird sicher ein schönes Erlebnis für die beiden. Ihr Resümee im Gästebuch:
"Hallo Albi, kurzes Feedback zur Transalp Vorbereitungswoche: Sonntags waren wir uns noch sehr unsicher ob wir für einen Transalp geeignet sind, aber durch die schönen Touren und 7000 hm in 6 Tagen, wissen wir nun was so ca. auf uns zukommt. Dazu haben wir noch ein paar der wohl schönsten Touren am Lago di Garda fahren können und viel Spaß mit unserer sehr netten Truppe. Denke wir sehen uns die nächsten Jahre auf einem Transalp, viele Grüße, Claus und Carmen." Auch der Däne Carsten, Andreas und Lothar wissen nun, dass sie es schaffen können; Michael sowieso, er hat schon Alpencrosserfahrung. Auch Stefan aus der Schweiz hat an kniffligen Passagen seine große Freude gefunden. Transalp wird auch für ihn ein Erlebnis werden. Von dieser Stelle aus herzlichen Dank an Astrid Kammann und Katja Gersbeck von Steppenwolf und Fahrrad-Seyfarth in Waltershausen für die unkomplizierte Abwicklung bei der Bereitstellung der Testbikes. Keine Frage, im Jahr 2006 wird es wieder Transalp-Trainingscamps geben. Die Termine stehen schon fest: mehr Infos: hier klicken
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